Gibt es hier eigentlich noch andere Falken?
#SJD #Falken #wirfalken #SozialistischeJugend
Helena Kuchar (geb. Haderlap) wird 1906 in Österreich in eine Bauernfamilie, die der Minderheit der Kärntner Slowen*innen angehört, geboren. Als Magd auf einem Bauernhof heiratet sie den Sohn einer deutschsprachigen Familie, die die Ehe nicht gutheißt, weshalb sie mit ihrem Mann fortläuft. Nach den Wahlerfolgen der Faschisten 1930 werden beide Mitglied in der Sozialistischen Partei.

Nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland verstärkt sich die bereits bestehende Unterdrückung der slowenischen Minderheit in Kärnten, in deren Folge Helenas Schwägerin und Nichte ins KZ Ravensbrück deportiert werden, nachdem ihr Bruder in die Berge geflohen war, um dem Einzug in die Wehrmacht zu entgehen.

Helenas Mann wird jedoch eingezogen, woraufhin Helena mit ihren inzwischen 3 Kindern auf den Hof ihres Bruders zieht, um auch dessen Kinder zu versorgen. Dort unterstützt sie die Partisan*innen in der Umgebung mit Essen, Kleidung und Informationen und baut ein Netzwerk auf. Sie erhält den Decknamen Jelka (slowenisch „Tanne“).

Obwohl sie immer wieder verdächtigt wird, kann sie ihre Arbeit lange fortsetzen. Erst 1944 muss sie in die Berge fliehen. Dort besucht sie eine Funktionär*innen-Schule und lebt in einer Partisanenrepublik bei Solcava. Doch auch von dort muss sie fliehen. Auf der Flucht trifft sie ihren Sohn Peter - ebenfalls Partisan – wieder und die beiden entkommen dem Tod nur knapp. Helena kehrt nach Hause zurück, aber bricht dann erneut in die Berge zu den Partisan*innen auf.

Im Februar 1945 wird sie verraten, verhaftet und gefoltert, verrät aber niemanden. Nach zweimonatiger Haft wird sie zum Tode verurteilt, doch ihrer Tochter gelingt es, sie zu befreien. Am 1. Mai kehrt Helena nach Hause zurück und nach Kriegsende auch ihr Mann, ihr Bruder und ihre Schwägerin. Eine ihrer Schwestern und ihre Nichte wurden jedoch im KZ ermordet.

Auch danach werden Helena und ihre Genoss*innen weiterhin angefeindet und in ihrer politischen Arbeit behindert. Nur wenige Jahre nach Kriegsende muss Helena ihre Aktivität als Sozialistin und Kärntner Slowenin wieder illegal ausüben. Sie ist bis ins hohe Alter politisch aktiv. Das Lied "Drei rote Pfiffe" erzählt von ihrem Leben. #feminismus #sozialismus #deinwiderstand #wirfalken
Clara Lemlich Shavelson (1886-1982) war eine jüdische Kommunistin, die als Initiatorin des „Aufstand der 20.000“ Bekanntheit erlangt hat.

Als junges Mädchen lernte sie entgegen dem Willen ihrer jiddisch-sprechenden Eltern heimlich Russisch, um lesen zu können. Da es in Horodok (damals Russland, heutige Ukraine) keine jüdische Mädchenschule gab, kümmerte sie sich selbst um ihre Bildung. 1903 musste ihre Familie aufgrund von antisemitischen Pogromen fliehen und zog nach New York.

Bereits nach zwei Wochen hatte Clara eine Anstellung als Näherin. Zeitweise war sie die Alleinverdienerin der Familie. Zu der Zeit waren vor allem jüdische und italienische Migrantinnen in den Nähereien tätig. Sie lebten so prekär, dass ihre Arbeitskraft austauschbar war und die Fabrikbesitzer sie unter katastrophalen Bedingungen arbeiten lassen konnten.

Auf einer Versammlung im Jahr 1909 sprachen einige Gewerkschafter über diese Situation. Clara reichte das Darüber-Sprechen jedoch nicht. So ging sie auf die Bühne und rief die anwesenden Näherinnen auf Jiddisch zum Generalstreik auf. In der Folge streikten über 20.000 Näherinnen in New York monatelang und die Streiks weiteten sich auf andere Teile des Landes aus. Danach wurde die 52-Stunden-Woche eingeführt und es gab u.a. Lohnerhöhungen. Zudem war der Streik Vorbild für weitere große Streiks und führte indirekt zu einem hohen Organisierungsgrad in der Textilindustrie. Einige Quellen sagen jedoch, dass kurzfristig große Veränderungen trotzdem ausblieben.

Clara durfte danach nicht mehr in der Textilindustrie arbeiten. Sie kämpfte fortan vor allem für das Wahlrecht von Arbeiterinnen. Später gründete sie eine Familie und organisierte die Frauen in ihrer Nachbarschaft, um beispielsweise gegen hohe Lebensmittelpreise vorzugehen. Selbst im hohen Alter organisierte Clara noch die Mitarbeiter*innen ihres Seniorenheims.

Clara Lemlich Shavelson war ihr Leben lang nicht bereit, die schlechten Lebensbedingungen der Arbeiter*innen hinzunehmen und setzte dagegen auf die Kraft der gemeinsamen Organisierung. Als Frau konnte sie großen Einfluss in oft männerdominierten Bereichen nehmen.

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🚩"Denken gegen Parolen -Warum die Geschichte der Arbeiter*innenbewegung uns Aufgaben statt Lösungen gibt"🚩 📃Artikel eines hessischen Falken-Genossen aus der Arbeiter*innenjugend (3/22), unserer sozialistischen Verbandszeitung. Thema der Ausgabe: Krieg & Frieden. 📬Erhältlich ist die AJ bei eurer Falken-Gliederung vor Ort oder als Mitglied im Gratis-Abo direkt nach Hause. #genossinnen #utopie #arbeiterinnenjugend #wirfalken #deinwiderstand #solidarität #sozialismus #klassenkampf #solidarityforever #socialism #workingclass #workingclasshero #nowarbutclasswar
Heraus zum 1. Mai! Kinder- und Jugendarmut bekämpfen statt Milliarden für die Bundeswehr!

Wir Falken haben am letzten Wochenende auf dem Bundesausschuss beschlossen, uns für den diesjährigen 1. Mai auf das Thema Kinderarmut insbesondere im Kontrast zu den Milliarden für die Aufrüstung der Bundeswehr zu konzentrieren. Wir Falken fordern seit Jahren eine wirksame Kindergrund-
sicherung, denn Armut ist kein individuell verschuldetes, sondern ein gesellschaftliches Problem!

In Vorbereitung auf den 1. Mai sollen alle Falken-Gliederungen Mobi-Material erhalten, das in Kooperation mit der Kampagne #Genugistgenug entworfen wird.

#wirfalken #1mai #kindergrundsicherung #keineaufrüstung #gegenkinderarmut
Am 31.03. findet die große Demo der Krankenhausbewegung UKGM in Marburg statt. Wir wollen auch dabei sein und rufen auf, in den antikapitalistischen Block zu kommen!

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