Radwegenetz mit Optimierungsbedarf
Inhalt
- Vom Pfaffengrund kommend
- Kreuzung Baumschulenweg ÂÂâ Diebsweg
- Kreuzung Oftersheimer Weg â Diebsweg
- Kreuzung Speyerer StraĂe â Diebsweg/Pleikartsförster StraĂe
- Pleikartsförster StraĂe von der Ampel bis zum Kreisel
- Pleikartsförster StraĂe ab dem Kreisel
- Links
- Von Kirchheim kommend
- Albert-Fritz-StraĂe â Pleikartsförster StraĂe
- Stettiner StraĂe â Pleikartsförster StraĂe
- Pleikartsförster StraĂe â Kreisel
- Pleikartsförster StraĂe â nach dem Kreisel
- Kreuzung Pleikartsförster StraĂe â Speyerer StraĂe
- Vom Radweg Speyerer StraĂe von der Bahnstadt kommend
- Links
- WĂŒnsche
- Wer könnte sich verantwortlich fĂŒhlen?
- Weiterlesen
Radwegenetz mit Optimierungsbedarf
Wer sich in Heidelberg mit dem Fahrrad bewegt und ein wenig aufmerksam ist, kann schnell bemerken, wo es klemmt. Und ja, es gibt auch gute Stellen, an denen das Radwegenetz vorbildlich und durchgĂ€ngig ausgebaut ist. Das Marketing der Stadtverwaltung ist hierbei gut. Die ruprecht hat sich im Artikel âZwo, eins, Risikoâ auch schon damit auseinandergesetzt.
Ich wĂŒnsche mir einen Ausbau der Radwege zu Vorzeigeradwegen. Ich wĂŒnsche mir, dass die Verantwortlichen die ProblemfĂ€lle angehen. In Heidelberg gibt es einige ĂŒble Stellen, die insbesondere fĂŒr radfahrende Kinder, Jugendliche und Menschen mit körperlichen EinschrĂ€nkungen gefĂ€hrlich sind.
Ich meine damit Stellen, die bei Unachtsamkeit, schlechter Sicht und NÀsse schnell gefÀhrlich werden können, etwa
- groĂe und tiefe Schlaglöcher (viele wurden in den vergangenen Wochen aufgefĂŒllt),
- Kanten und gefĂ€hrliche ĂbergĂ€nge an Bordsteinen und (Gulli-)Deckeln,
- verkehrstechnisch unĂŒbersichtliche Stellen,
- unklare VerkehrsfĂŒhrung,
- Radwege, die einfach enden und
- Wege, die wirken, als hÀtten Kraftfahrzeuge die PrioritÀt in der Planung.
Heute greife ich einen Bereich in Kirchheim-West / Pfaffengrund heraus, an dem es einige unschöne ĂbergĂ€nge fĂŒr Verkehrsteilnehmer:innen mit dem Fahrrad gibt und wo es bereits zu UnfĂ€llen mit Personenschaden kam: den Diebsweg und die PleikartsförsterstraĂe, zwischen Baumschulenweg und Im HĂŒttenbĂŒhl.
Die Verkehrssituation Kirchheim/Pfaffengrund hat einen hohen Bedarf an Verbesserung. Hier sind viele Menschen mit dem Fahrrad unterwegs. Es sind Schulwege, Wege zum Sportzentrum und in andere Stadtteile. Ich beziehe mich auf die wesentlichen Probleme in beide Fahrtrichtungen.
Bild:
Openstreetmap.org unter
Open Database-Lizenz Vom Pfaffengrund kommend
Hier gibt es am Diebsweg einen Rad- und FuĂweg, der in beide Richtungen benutzt wird.
Kreuzung Baumschulenweg ÂÂâ Diebsweg
Von Kirchheim kommende Fahrzeuge, die nach links in Richtung Pfaffengrund abbiegen, achten auf FahrrĂ€der aus Richtung Pfaffengrund. Der Radverkehr aus Richtung Kirchheim wird hĂ€ufig ĂŒbersehen, was zu brenzligen Situationen fĂŒhrt.
Kreuzung Oftersheimer Weg â Diebsweg
Eine Erneuerung der Fahrbahnmarkierung des Radwegs wÀre hilfreich.
Kreuzung Speyerer StraĂe â Diebsweg/Pleikartsförster StraĂe
Vom ehemaligen Flugfeld kommend endet der Radweg an der Kreuzung und AmpelĂŒbergang an der Speyerer StraĂe. Nach dem AmpelĂŒbergang fehlt eine Markierung auf der StraĂe, die den Radfahrern hilft, sich zu orientieren. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Rechts ĂŒber die Ampel, rechts den Radweg in Richtung Kirchheim-West nutzen.
- Rechts ĂŒber die zweite Ampel, dann links auf die Pleikartsförster StraĂe. HĂ€ufig wird hier aus SicherheitsgrĂŒnden der FuĂweg gewĂ€hlt.
- Links an der Ampel direkt auf die Fahrbahn und geradeaus auf die Pleikartsförster StraĂe, was dann so aussieht:
Der Ăbergang vom FuĂweg auf die Pleikartsförster StraĂe (K9706) fĂŒhlt sich an beiden möglichen Stellen unsicher und unschön an. Eine klare VerkehrsfĂŒhrung und Markierung wĂŒrden helfen.
Pleikartsförster StraĂe von der Ampel bis zum Kreisel
Die StraĂe ist stark befahren und die Fahrt auf der StraĂe ist ist durch mehrere ĂberholvorgĂ€nge von Kraftfahrzeugen und Lastkraftwagen geprĂ€gt. FĂŒr eine VerkehrsfĂŒhrung der Radfahrer:innen auf der StraĂe, fehlt eine Fahrbahnmarkierung und eine Geschwindigkeitsbegrenzung.
Pleikartsförster StraĂe ab dem Kreisel
Auf Höhe der Bushaltestelle beginnt eine Fahrbahnmarkierung fĂŒr den Radverkehr. Die Geschwindigkeit ist auf 30 km/h begrenzt. Eng wird es durch ĂberholvorgĂ€nge des Busses an der Haltestelle trotzdem.
Der markierte Bereich endet nach der Kreuzung Schlosskirschenweg/Breslauer StraĂe abrupt und endet in parkenden Autos.
Radfahrerinnen mĂŒssen in die Mitte des Fahrbahnbereichs ausweichen und sind einem erhöhten Gefahrenpotenzial durch den entgegenkommenden Verkehr und die von links aus der Breslauer StraĂe kommenden Fahrzeuge ausgesetzt.
Zwischen Im HĂŒttenbĂŒhl und Albert-Fritz-StraĂe ist die Situation Ă€hnlich. Auch hier schrĂ€nken parkende Fahrzeuge die Fahrbahnbreite ein.
Links
Von Kirchheim kommend
Albert-Fritz-StraĂe â Pleikartsförster StraĂe
Der Radweg beginnt nach der EinmĂŒndung. Er wird ab der Bushaltestelle, neben dem FuĂweg gefĂŒhrt. Die Gesamtsituation ist unĂŒbersichtlich, wenn Fahrzeuge aus der Albert-Fritz-StraĂe abbiegen und an der Haltestelle Passanten aus- und einsteigen. Es fehlt eine Fahrbahnmarkierung ĂŒber die Albert-Fritz-StraĂe.
Stettiner StraĂe â Pleikartsförster StraĂe
Die Ăberquerung an der Breslauer StraĂe ist gut markiert. So wĂŒrde ich mir das an der Einfahrt Stettiner StraĂe, zum VerkehrsĂŒbungsplatz ebenso wĂŒnschen.
Pleikartsförster StraĂe â Kreisel
Kurz nach der Feuerwehr und am ADAC-GebĂ€ude, endet an der Bushaltestelle vor dem Kreisel der Radweg. Der Radweg geht in die Fahrbahn ĂŒber. Es gibt kein Radweg-Ende-Schild und es fehlt eine weitere VerkehrsfĂŒhrung. Die Situation an dieser Stelle ist unĂŒbersichtlich. Es gibt auch Radfahrer, die hier aus SicherheitsgrĂŒnden auf dem FuĂweg weiterfahren.
Pleikartsförster StraĂe â nach dem Kreisel
Auf dem FuĂweg
Der GroĂteil der Radfahrer:innen nutzt nach dem Kreisel die Auffahrt auf den FuĂweg. Hier gibt es einen ebenerdigen Bereich, der sicher befahrbar ist.
Davor ist ein Bereich, der einen Versatz von mindestens zwei Zentimeter gegenĂŒber dem FuĂweg aufweist. Hier kam es bei schlechter Sicht und NĂ€sse mehrfach zu schweren StĂŒrzen.
Der linke, abgesetzte Fahrbahnbereich und die Absenkung der Bordsteinkante vermitteln den Eindruck, es sei ein Radweg. Die MobilitĂ€tszentrale der Stadtverwaltung Heidelberg ist ĂŒberzeugt, dass dies ausschlieĂlich ein FuĂweg sei. Radfahrer sollen auf der Fahrbahn fahren. Quelle: anliegen.heidelberg.de
Auf der Fahrbahn
Nach dem Kreisel ist die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben und ab dem Ortsschild ist 100 km/h erlaubt. Die Ampelsituation und -schaltung an der Speyerer StraĂe fĂŒhren dazu, dass Kfz hier stark beschleunigen.
Aufgrund des hohen Verkehrs, der fehlenden Fahrbahnmarkierung und der gefahrenen Geschwindigkeiten gibt es hier ein hohes Gefahrenpotenzial fĂŒr Radfahrer:innen.
Kreuzung Pleikartsförster StraĂe â Speyerer StraĂe
Unmittelbar vor der Ampel kreuzt der parallel zur Speyerer StraĂe verlaufende Radweg die Pleikartsförster StraĂe. Hier wĂ€re eine StraĂenmarkierung fĂŒr den Radweg sehr hilfreich.
Weiterhin ist hier nicht klar, wie die Radfahrer gĂŒnstigstenfalls die Speyerer StraĂe ĂŒberqueren sollen, um dann auf den Radweg auf dem Diebsweg zu gelangen. Hier wĂ€re eine sinnvolle Markierung und VerkehrsfĂŒhrung hilfreich.
Vom Radweg Speyerer StraĂe von der Bahnstadt kommend
Es fehlt eine klare VerkehrsfĂŒhrung und Markierung fĂŒr Menschen, die auf dem Radweg weiter entlang der Speyerer StraĂe fahren und sicher die PleikartsförsterstraĂe ĂŒberqueren möchten.
FĂŒr die, die in Richtung Kirchheim weiterfahren, fehlt ein klares Konzept:
Links
WĂŒnsche
Ich habe mich in diesem Beitrag mit den wesentlichen Problemstellen in diesem StraĂenabschnitt auseinandergesetzt und wĂŒnsche mir, dass Verantwortliche daraus ein tragfĂ€higes Konzept erarbeiten und die Sicherheit fĂŒr Menschen entscheidend verbessern.
Denn es muss nicht erst jemand ernsthaft zu Schaden kommen, bis in Heidelberg verantwortliche Stellen aktiv werden. Ich erinnere an den Vorfall in der TheaterstraĂe. Es ist Ihre Pflicht, fĂŒr die Sicherheit zu sorgen, insbesondere auf Schulwegen.
Der Kostenfaktor kann hier kein Argument sein. FĂŒr den motorisierten Fahrzeugverkehr wird jĂ€hrlich ein Vielfaches ausgegeben (GroĂstĂ€dte investieren nur wenig in Sicherheit). Das Sparen darf nicht auf Kosten schwĂ€cherer Verkehrsteilnehmer:innen geschehen.
Wer könnte sich verantwortlich fĂŒhlen?
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Einen Entwurf fĂŒr diesen Artikel findest Du auf meinem Notizbuch.
#Fahrrad #Kirchheim #Pfaffengrund #Sicherheit #Stadtverwaltung #StraĂen