Mehr über Farast Sturmfreund findest du auf Figuren. Seine Abenteuer beginnen hier.

O Fremder,

erinnere dich an unseren Entschluss, unsere Gefangenen an den Hof Kallyr Sternenstirn in Kühnheim zu bringen! Unsere Reise verlief trotz der Dunkelzeit ohne Hindernisse, aber die Wachen hielten uns an den Toren der Stadt auf. Ich kann verstehen, dass sie sich wunderten, warum wir Gefangene brachten! Hier half uns, dass sie Saronil von den Kheldon ein Begriff war und so konnten wir in der Wachstube berichten, dass wir „Geschenke“ für den Hof dabei hätten und dort empfangen werden wollten. Die „Geschenke“ waren natürlich Vale-Tanvel und ihre Mordgesellen, sie selbst eine Assassine des Blauen Mondes und somit eine Person aus dem engsten Umfeld des Lunaren Hofes. Ein Bote kündigte uns bei Prinz Kallyr an und nachdem wir im Palast eingetroffen waren, verbrachten wir eine längere Zeit in einem Vorraum, bis eine groß gewachsene Frau in Rüstung erschien – Kallyr Sternenstirn, Prinzessin von Sartar, Königin der Kheldon. Ich hätte sie sowieso sofort erkannt, denn sie trug ihren Namen nicht umsonst – oben auf ihrer Stirn trug sie einen strahlenden Stern, Zeichen ihrer Verbundenheit mit dem Himmel. Als sie erwähnte, dass sie Saronils und meinen Namen bereits kannte, konnte ich nur schwer mein Erstaunen verstecken, aber daran sollten wir uns wohl so langsam gewöhnen. Dass wir Gefolgsleute ihrer Rivalin Leika Schwarzspeer waren und sie möglicherweise unsere Taten im Auge behielt, um ihre eigenen Interessen zu schützen, kam mir damals nicht in den Sinn. Ich dachte noch wie ein Soldat, nicht wie ein Thane. Kallyr war anders als Leika, stolz auf jeden Fall, und man sagte ihr feurigem Ehrgeiz und ein ebensolches Temperament nach, während die Königin der Colymar zwar starrsinnig sein konnte, aber bekannt für ihre Loyalität und ihr großes Herz gegenüber ihren Verbündeten war. Aber ich bin selbst ein Colymar, daher will ich nicht ungerecht sein. Zu uns jedenfalls war Kallyr freundlich und zeigte sich erfreut, dass ihr so wichtige Gefangene übergeben wurden, vor allem natürlich Vale-Tanvel. Aber auch Tara-Bree war mit ihrem Wissen eine wichtige Person und sie bat Vostors Freundin, eine Weile Gästin des Hofes zu sein und sie zu beraten. Wir alle erhielten einen Torc aus Silber als Zeichen ihrer Dankbarkeit.

Wir reisten weiter nach Carman, einem befestigten Dorf des Stammes der Sambarri. Ich wusste, dass 1602 hier eine blutige Schlacht gegen die Lunaren stattgefunden hatte, aber nicht viel mehr – außer dem wichtigen Detail, dass Farnan hier geboren war. Als Waise wurde er von einem Schamanen großgezogen, der Venstan Sturm-Geboren hieß. Er war inzwischen ein alter Mann mit einem komplett rasiertem Kopf, und wir trafen ihn beim Essen, zu dem er uns einlud. Gastfreundschaft ist ein wichtiger Teil unserer Kultur, aber er war wirklich sehr freundlich, und ich verstand schnell, warum Farnan ihn wie einen Vater ansah. Nachdem wir uns vorgestellt hatten, baten wir ihn um Hilfe – immerhin hatten wir noch das Problem unserer Besessenheit. Ich konnte den Geist in mir spüren und wie er um Kontrolle kämpfte. Ich musste ihn loswerden, dasselbe galt für Farnan. Venstan mochte alt sein, aber er versicherte uns, dass das gar kein Problem sein würde. Sein Preis wäre ein Gefallen, den er später einlösen würde, wohl irgendwann im Sommer. Wie dieser Gefallen aussehen sollte, wollte er nicht verraten. Wir stimmten mit wenig Bedenken zu, schließlich vertraute Farnan dem Alten. Venstan machte sich gleich an die Arbeit, und es amüsierte mich nicht wenig, wie er den erfahrenen Helden Farnan wie einen Helfer behandelte, und dieser es bereitwillig auf sich nahm, ihm hier seinen Mantel und da ein Getränk und dort ein Amulett zu holen. Wir traten heraus und er führte uns heraus aus seiner Hütte, um dort einen Gesang zu beginnen, der zwei Stunden oder mehr dauern sollte. Ich selbst spürte das Verstreichen der Zeit nicht. Ich sah eine Gestalt zwischen uns erscheinen, die aus purem Licht zu bestehen schien. Sie drehte sich zu mir und tippte mit einem Finger gegen meine Stirn. Ihr Licht drang in mich ein und dann spürte ich einen kurzen, heftigen Kampf in mir. Die Stimme in meinem Geist war verschwunden und ich empfand ein Gefühl tiefer Geborgenheit. Dann wendete sich das Lichtwesen Farnan zu und wiederholte die Geste, um danach zu verschwinden. Venstan war sichtlich erschöpft, aber nicht so müde, um Farnan nicht einen spöttischen Ratschlag zu geben: Das nächste Mal solle er den Geist bekämpfen und ihn nicht einfach „herein lassen“, als ob Farnan das nicht sehr gut selber wüsste. Venstan grinste. Er sagte, dass sein Lehrling viel gelernt habe und er kurz davor sei, selbst Schamane zu werden. Wenn er bereit sei, solle er den Gehörnten Mann überzeugen. Doch mein Freund erwiderte, dass er überzeugt sei, noch nicht bereit zu sein. Sein Meister akzeptierte das ohne einen weiteren Kommentar, aber er bat uns erneut in seine Hütte, um gemeinsam zu trinken und die Austreibung zu feiern. Wir nahmen das Angebot gern an.

Von einem pochenden Kater geplagt brachen wir am Morgen auf, um Tara-Bree in Kühnheim abzuholen und nach Apfelallee zurückzukehren, um dort zu überwintern. Dank der Königsstraßen kamen wir schnell und sicher voran und am Ende der Bewegungswoche waren wir endlich wieder zuhause, um zu überwintern. Tara-Bree nahm ein Gästegemach im Haus des Thane (ich musste mich immer noch daran gewöhnen, dass ich der Thane war) und ich war froh, etwas Gesellschaft zu haben. Die meisten anderen Leute in meinem Alter waren längst verheiratet und ein wenig neidisch war selbst ein Abenteurer wie ich auf sie – im Winter ist es schnell einsam ohne Frau und Kinder. Nun, es gab den Uleria Tempel in Apfelallee und ich war nicht selten dort. Ich nutzte die restliche Zeit, um besser mit dem runden Schild umgehen zu lernen, das war meine größte Schwäche als Krieger. Ich machte gute Fortschritte und war ein bisschen Stolz darauf. Wir in Apfelallee zehrten in dieser Zeit von unseren Vorräten und verbrachten viel Zeit im Zinnhof, mit Geschichten und viel Gesang.

Leikas Nachricht erreichte uns am der Wassertag der Fruchtbarkeitswoche der Sturmzeit, der schneereichste Tag seit langem. Ausgerechnet jetzt forderte die Königin meinen Besuch ein? Es musste wichtig sein, denn sie bat ausdrücklich darum, dass auch meine Freunde erscheinen mussten.

Ungeachtet des Wetters brachen wir auf. Plan war, Windtags am Hof anzukommen. Nach ein paar Stunden unterwegs hörten wir ein gewaltiges Brüllen aus dem Westen. Wir hörten ein Brüllen aus dem Westen und dann: Ein Wesen, das zuerst fast wie eine geflügelte Schlange aussah, erlebte sich über Nimital in die Luft und flog in unsere Richtung. Meine alte Angst vor Drachen, die ich seit der Erhebung des Drachen in mir trage, regte sich mächtig. Mir schauderte bei diesem Anblick und ich konnte mich nicht bewegen. Denn natürlich war es ein Drache, daran konnte kein Zweifel bestehen. Neben mir sah ich Farnan ebenso wie mich erstarren, als das mächtige Wesen über unsere Köpfe flog. Vostors und Farnans Pferde gingen durch. Vostor konnte seines mit Mühe wieder beruhigen, der glücklose Farnan hingegen wurde abgeworfen und landete unsanft auf dem schlammigen Boden. Mein braver Rotbart allein behielt die Ruhe. Es war nicht gut gewesen, auf einem rasenden Bison zu sitzen, bei Orlanth! Erfreulicherweise war Faran nur leicht am Kopf verletzt, die Wunde konnten wir später schnell versorgen. Der Drache machte einen Bogen und flog in Richtung der Donnerhügel davon, was mir nur recht war. Ich atmete tief durch und sammelte meine Gedanken. Es war kein wahrer Drache wie damals in Kühnheim, als fast die gesamte Lunare Armee und einer ihrer Tempel in ein paar Augenblicken vernichtet wurden, diese waren so groß, dass man sie eher als Landstriche bezeichnen konnte. Es war nur ein Traumdrache. Wie jeder weiß, schlafen wahre Drachen die meiste Zeit und das ist unser Glück. Ihre Drachenträume nehmen manchmal Gestalt an und diese Wesen nennt man daher Traumdrachen.

Der Drache kam zuerst aus der Richtung von Nimital und Saronil wurde sichtlich unruhig. Wie ich wusste, lebte dort seine Kusine Andala. Er musste nicht lange bitten, wir machten uns sofort auf den Weg. Die Königin würde das verstehen. Wir sahen schon von weitem, dass unsere Sorgen sehr begründet waren. Der Hof von Andalas Mann Jenstal war schwer mitgenommen, wir sahen die Reste der Rinder, die meisten waren gefressen worden, alle waren tot. Als ersten fanden wir Jenstal, tot. Dann sein Knecht Berke, den wir gleich erkannten – was leider nicht von allen Leichen gesagt werden konnte, so übel waren sie zugerichtet.

In der Scheune fanden wir zwei tote Kühe und einen toten Ochsen, aber die Kadaver waren intakt. „Das war kein Drache“, dachte ich, denn da waren keine offensichtlichen Verletzungen von Klauen oder Zähnen.

Im Haus fanden wir dann doch noch die verletzte, aber lebendige Andala und ihre beiden Kinder, Pennene und Arnstal, und eine Magd, Iona. Die Kinder vorsorgten sie, wir halfen mit Heilmagie. Bei ihnen war noch Korustal, einer der Männer des Hofes, verletzt. Es war ein schrecklicher Tag, aber wenigstens ein paar Überlebende hatten wir gefunden. Andala beschrieb, dass sie ein lautes Brüllen gehört hatten und dann war da dieses Monster. Die Männer starben bei dem Versuch, das Vieh zu retten. Sie erinnerte sich an einen üblen Gestank, dann war sie ohnmächtig geworden. Es muss der Odem des Drachen gewesen sein, der sie betäubte und wohl die drei äußerlich unversehrten Rinder getötet hatte.

Wir zogen die Kadaver weg, holten die Leichen, bahrten sie auf und bedeckten sie, damit die Kinder und Andala sie nicht sehen mussten. Korustal kam bald wieder die Beine und half uns bei unserer traurigen Arbeit. Ich war froh, es hinter mir zu haben.

Andala und wir kamen überein, dass wir die Kinder nach Klarwein mitnehmen sollten und dass wir uns beeilen sollten. Leika Schwarzspeer musste von diesem Vorfall erfahren.

→ Fortsetzung folgt

#RuneQuest #pnpDE

Kallyr Starbrow and the Dragonrise

It may come to some surprise, but Kallyr Starbrow likely had no idea that her intervention at the New Lunar Temple ceremony would result in the Dragonrise. Let’s start with what was going on …

The Well of Daliath
Hand Drawn Map Video: Caves of Ghuvia (Part 17)

The unplanned mapping YouTube series continues with Part 17 of Caves of Ghuvia! Enjoy :) For more Laidback DM, click here.

Laidback DM: SteveStillStanding.com
Cosmic horror descends on a Bedfordshire management centre as @Chaosium Con UK returns to Cranfield, 21-24 May. Sessions with the creators, LARP, seminars and auction. The venue takes no responsibility for loss of SAN. Tickets on sale now. #ChaosiumCon #CallOfCthulhu #RuneQuest https://l.d20.ninja/tKKc5Y
Chaosium Con UK 2026

Chaosium Con returns to the UK for 2026, promising “a weekend dripping in cosmic horror, essential runes, swashbuckling adventure and chivalrous quests!”

Tabletop Sentinel

Jonstown Jottings #97: A Broo Did It And Ran Away

A review of the scenario for #RuneQuest: Roleplaying in #Glorantha, published by Chaosium, Inc.

https://rlyehreviews.blogspot.com/2025/07/jonstown-jottings-97-broo-did-it-and.html

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Jonstown Jottings #97: A Broo Did It And Ran Away

Much like the  Miskatonic Repository  for   Call of Cthulhu, Seventh Edition   and  The Companions of Arthur  for material set in Greg Staff...

@KuudereKun you’re welcome. However, although #RuneQuest is currently in print with a fabulous starter set, #Bushido went out of print in the 90s, so I wish you the best of luck in tracking down a copy.
@KuudereKun Interesting piece, thank you. I think there’s a possible extension to your argument to fantasy #TTRPGs where most also follow the European middle ages model. Notable exceptions being the long out of print #Bushido, and the explicitly Bronze Age inspired #RuneQuest / #Glorantha.
Runequest battle incoming, in the snake pipe hollow #rpg #runequest
We head into the temple of the Reaching Moon and get our hands on "Stealing the Eye," a new one shot RuneQuest scenario from Chaosium that pays homage to a classic RPG module. https://ttrpgfans.com/runequest-stealing-the-eye/ #RuneQuest #Chaosium #ttrpg #tabletoprpg #rpg

Hombadaka Boko! The adventurers FINALLY reached The Smoking Ruin in tonight's RuneQuest session, and my stupidly detailed map (made in Inkarnate, uploaded to FoundryVTT) seemed to be a success.

Great role-playing by the crew back in England. ❤️

Despite some good rolls, I think the comedy highlight of the night was me saying "Surely even you can't screw up a Beast Rune roll?" to the Storm Bull Initiate, moments before the dice came up 00. 🐮

#TTRPG #RuneQuest #FoundryVTT

Signs and wonders are happening! #Stonetop, one of, no, if not my favourite #TTRPG crowdfunding project of recent years, is approaching the finish line, and the complete PDFs have been made available. #IronAge #Fantasy, which reminds me of #Runequest, but is based on #PBTA and offers numerous ideas.