@bookstardust Vielleicht kein Fascho, aber nĂŒtzliches Material. Unsere deutschen Faschistischen haben die Antifaschistischen vor 100(0) Jahren noch am Abend der #MachtĂŒbergabe* eingebuchtet, getötet, gefoltert, gejagt, in Konzentrationslager verschleppt. JĂŒdische, queere, behinderte Menschen, bĂŒrgerlicher Widerstand, das kam alles spĂ€ter dran. Aber so #rechtsoffene, einfache Menschen, die sind als #Blockwarte, Heimleitungen, BĂŒromĂ€use, Fabrikarbeitende, Spitzel, 
 halt essentiell fĂŒr so einen faschistischen und diktatorischen Apparat. Jeden diktatorischen Apparat.

*Ich schreibe MachtĂŒberGABE. Erst die Stimmen des #Zentrums, heute die Union, und deren bewusstes Ausmanövrieren der »Linken« unter bewusstem Verstoß gegen die parlamentarische GeschĂ€ftsordnung, durch die damaligen bĂŒrgerlichen und nationalen, nationalistischen Parteien, fĂŒr Hitler als Kanzler, und fĂŒr die Notstands-/ErmĂ€chtigungsgesetze, haben den #Faschismus in Deutschland vor 100 Jahren zur #Reichsregierung gemacht.

Revolte im konservativ und christlich geprĂ€gten Freiburger Herder-Verlag: 17 Autor:innen aus dem PĂ€dagogikbereich haben sich Anfang Juni an die Öffentlichkeit gewandt und die BefĂŒrchtung geĂ€ußert, dass „diskriminierende und antidemokratische Inhalte“ im politischen Verlagsprogramm Einzug gehalten haben. Nun wurde in einem gemeinsamen KommmuniquĂ© ein Kompromiss gesucht, weitgehend vergeblich.

Denn die Meinungsverschiedenheiten bleiben. Sie sind letztlich ein Musterbeispiel dafĂŒr, wie schwer auch einem renommierten und traditionsreichen Verlag wie Herder der Schutz der Demokratie gegen Angriffe von rechts fĂ€llt – eine Diskussion, der zuvor auch der Stuttgarter Reclam-Verlag im Zusammenhang mit einer von der Neuen Rechten organisierten Klemperer-Lesung in Dresden ausgesetzt war.

“zumindest rechte Tendenzen”

Konkret kritisiert wurde von den PĂ€dagogik-Autor:innen unter anderem die Herder-Kooperation mit dem „Cicero“-Magazin, „dem seit Jahren zumindest rechte Tendenzen zugeschrieben werden“. In deren Rahmen wurden unter anderem Titel wie „Die Wokeness-Illusion. Wenn Political Correctness die Freiheit gefĂ€hrdet“ und „Der Selbstbetrug. Wenn Migrationspolitik die RealitĂ€t ignoriert“, jeweils unter Beteiligung von „Cicero“-Chefredakteur Alexander Marguier, realisiert. Marguier behauptet eine „Schweigespirale“ in den politischen und medialen Debatten, und sieht sich in der Rolle, hier „Gegenwind“ zu organisieren.

AKW-Pseudo-Skandal: Cicero scheitert vor Gericht gegen Volksverpetzer

Nicht minder in der Kritik steht die Ethnologin Susanne Schröter aus Frankfurt am Main, die bei Herder mehrere BĂŒcher veröffentlicht hat. Zuletzt erschien: „Der neue Kulturkampf. Wie eine woke Linke Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft bedroht“. Sie deutet seit Jahren Kritik und Diskurs als Zensur um: „Immer wieder werden Wissenschaftler an den UniversitĂ€ten westlicher Staaten zum Schweigen gebracht, weil ihre Forschungen den ideologischen Konstruktionen linksidentitĂ€rer Aktivisten widersprechen.“ Die Kritik der Autor:innen aus dem PĂ€dagogikbereich parierte sie mit den Worten: „Ganz offensichtlich soll der Verlag unter Druck gesetzt werden. (
) Solche Methoden kennt man nur aus Diktaturen.“

In dem am Dienstag von Verlag und Kritiker:innen veröffentlichten gemeinsamen Statement ist nun die Rede von GesprĂ€chen „auf Augenhöhe“. Eine dreiköpfige Abordnung war Ende Juni in Freiburg empfangen worden, „beide Seiten nahmen sich Zeit und Raum fĂŒr einen offenen und konstruktiven Dialog“, heißt es. „Die verschiedenen Positionen wurden ausfĂŒhrlich besprochen und angehört.“ Doch das war es dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten.

Die zentralen Kontroversen bleiben

Zwar heißt es: „Beide Seiten können nun die jeweils andere Position besser nachvollziehen.“ Aber: „Wesentliche Standpunkte“ wĂŒrden vom Verlag auf der einen Seite und den Autor:innen auf der anderen Seite nicht geteilt. Letztlich zementiert die ErklĂ€rung, dass es nicht nur nicht gelingt, die Meinungsverschiedenheiten auszurĂ€umen. Sondern noch nicht einmal, sie auszuhalten.

Die zentralen Kontroversen bleiben: WĂ€hrend die Autor:innen aus der PĂ€dagogiksparte darauf dringen, dass sich ihr Verlag klar „gegen menschenverachtende Thesen und Rechtspopulismus“ positioniert und einen „bewussten Umgang mit Sprache“ pflegen soll, sieht der Verlag keine unzulĂ€ssigen GrenzĂŒberschreitungen. Herder betont laut dem gemeinsamen Statement die aus seiner Sicht „notwendige Breite und Weite des Debattenraums“ und die „Vielfalt des Programms“. Die Kritiker:innen bleiben dagegen bei ihrer „Warnung bezĂŒglich einer Weitung des Debattenraums bis in intolerante Bereiche“ – und damit einem Vorwurf, der aus Verlagssicht auf das Herder-Programm nicht zutrifft. Schröter, Marguier & Co. werden so vom Verlag verteidigt.

Verantwortung eines christlichen Verlags

Unter den Autor:innen, die die Debatte angestoßen haben, dominiert nach wochenlangem Austausch mit dem Verlag ErnĂŒchterung. Inke Hummel, eine der Kritikerinnen, sagt dem Volksverpetzer: „Wir mĂŒssen uns dafĂŒr einsetzen, dass der viel beschworene ,Debattenraum‘ groß ist, aber nicht zu groß.“ Nicht eine Gruppe allein dĂŒrfe ihn in GrĂ¶ĂŸe und Inhalten bestimmen, „sondern gerade auch diejenigen, die gefĂ€hrdet sind“. Das wĂ€re fĂŒr sie „die Verantwortung gerade auch eines christlichen Verlags“, appelliert Hummel.

EnttĂ€uscht sind auch weitere Autor:innen von Herder, die namentlich nicht genannt werden möchten. Zwar seien die EinwĂ€nde verstanden worden, aber das bedeute noch lange kein EinverstĂ€ndnis, sagt eine. Es bleibe bei den bestehenden Narrativen im Programmbereich Politik, damit bliebe „Tor und TĂŒr fĂŒr rechtspopulistisches Gedankengut geöffnet“. Die Autorin kritisiert: „Mir fehlt hier die Übernahme einer gesellschaftlichen Verantwortung durch den Verlag.“ Ein Verzicht Herders auf das Verlegen von „grenzwertigen und bereits grenzĂŒberschreitenden Inhalten“ könnte „aktiv dazu beitragen, gefĂ€hrlichen Strömungen Einhalt zu bieten und ihnen nicht noch zusĂ€tzlich die BĂŒhne zu bereiten“.

“Auf wessen Kosten wird ein solcher ,Debattenraum‘ gepflegt?“

Eine andere Autorin sagt dem Volksverpetzer, das aktuelle Statement sei „leider nicht der tragfĂ€hige Boden, den es fĂŒr eine weitere Zusammenarbeit brĂ€uchte“. Der Verlag beharre auf seiner Definition des Debattenraums, der in dieser Definition auch weiterhin nach rechts offen sein dĂŒrfe. „Auf wessen Kosten wird ein solcher ,Debattenraum‘ gepflegt?“

Menschen, die durch rechtspopulistische Narrative gefĂ€hrdet werden, „zahlen den Preis fĂŒr solche Diskurse“. Besonders in Zeiten wie der aktuellen, in denen sich große Teile der Welt und auch Deutschlands immer weiter nach rechts bewegen wĂŒrden, sollte sich „ein Verlag seiner Verantwortung bewusst sein und sich im Sinne der WĂŒrde aller Menschen positionieren, anstatt Raum fĂŒr die Verbreitung diskriminierender Narrative zu schaffen“.

„Gehen oder bleiben?“

Ob die Kritiker:innen auch kĂŒnftig mit dem Herder-Verlag zusammenarbeiten werden, ist offen – die Meinungsbildung dazu ist nicht abgeschlossen. Aus dem Kreis der Autor:innen heißt es, einige hĂ€tten bereits weitere AuftrĂ€ge abgelehnt und wĂŒrden sich zurĂŒckziehen, wieder anderen falle es schwer, ihre gerade erschienenen und inhaltlich wichtigen BĂŒcher von Herzen zu feiern und zu bewerben. „Viele stehen vor der Entscheidung: gehen oder bleiben.“

Herder reduziere sich in seiner Positionierung zu der Kontroverse auf allgemeine Beschreibungen, Floskeln und die Glorifizierung der eigenen Verlagsgeschichte. „Das empfanden viele der Autor:innen als unbefriedigend, Ă€ußerst ernĂŒchternd und frustrierend.“ FĂŒr viele reiche das gemeinsame Statement nicht aus, um weiterhin guten Gewissens mit Herder zusammenarbeiten zu können. „Einige Autor:innen haben bereits geplante Projekte abgesagt. Ich schĂ€tze, es werden weitere folgen.“

Transparenzhinweis: Der Autor hat seit 2019 gemeinsam mit Heike Kleffner drei politische SachbĂŒcher im Herder-Verlag herausgegeben. Zuletzt erschien im November 2023 „Staatsgewalt – wie rechtsradikale Netzwerke die Sicherheitsbehörden unterwandern“.

Artikelbild: canva.com

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https://www.bachhausen.de/autoren-kritisieren-rechtsoffene-inhalte-im-herder-verlag/

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Herder-Verlag: GrenzĂŒberschreitungen als Markenzeichen

Autoren und Autorinnen des Herder-Verlags kritisieren BĂŒcher mit „antidemokratischen“ Positionen. Von Matthias Meisner

Guten Morgen liebe RĂŒsseltiere...

inzwischen legt sich der erste Schock der Wahlergebnisse der #europawahl...

Wer hat sich denn schon Gedanken darĂŒber gemacht in welches Land er auswandert, wenn die #AfD #Nazis und die #rechtsoffene #Union noch mĂ€chtiger werden?

Ich ertappe mich zunehmend beim GrĂŒbeln đŸ€”

4% fĂŒr die #FDP (oder weniger) sind mMn hoch verdient.

Ich persönlich finde ja dass die #FickDenPlaneten #FĂŒrDenPorsche Partei die #SPD und die #GrĂŒnen mit nach unten reißt, weil sie jede fortschrittliche progressive Politikon der #Ampel verhindern.

Ich wĂŒrde mich auch ĂŒber einen #FDP-Absturz freuen, wenn dadurch nicht der #rechtsoffene #FriedrIchIchIch #Merz und die #Nazis der #AfD gewinnen wĂŒrden

Forsa-Umfrage: FDP rutscht in Umfrage auf vier Prozent ab | ZEIT ONLINE
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2024-01/umfragewerte-fdp-fuenf-prozent

Forsa-Umfrage: FDP rutscht in Umfrage auf vier Prozent ab

Das Ansehen der Ampel ist nach dem wochenlangen Ringen um den Haushalt schlecht – das zeigt sich auch in Umfragen. Die FDP mĂŒsste demnach um den Bundestagseinzug bangen.

ZEIT ONLINE