@Kristian Zum einen: Warum hat Mastodon als deutlich jüngeres Projekt deutlich mehr Nutzer für sich gewinnen können als die Projekte, die schon länger am Start sind? Was ist denen gelungen, was alle anderen nicht geschafft haben?
Halb Zufall, halb Publicity.

2016. Mastodon ist raus. Anscheinend redet Gargron online viel darüber. Jedenfalls mehr als die hinter Pleroma, Friendica und Hubzilla. Und das ebenfalls zentralistische und nicht mehr mit dem Fediverse verbundene Identi.ca ist eh nicht in den Händen von jemandem, der Deutsch kann, und auch Evan Prodromou redet nicht groß drüber, jedenfalls nicht mit Leuten, die ihm über Mainstream-Medien Publicity verschaffen könnten.

Ein deutsches Mainstream-Medium wird drauf aufmerksam und interviewt ihn und macht eine Story über ihn und Mastodon. Viele Leute lesen darüber, daß es an Microblogging nicht nur Twitter gibt. Twitter ist damals schon nicht unumstritten, aber allgemein wird bisher angenommen, daß es keinen Alternative dazu gibt. Identi.ca kennt keiner, GNU social kennt keiner, Pleroma kennt keiner, Friendica kennt keiner, Hubzilla kennt keiner. Aber von Mastodon lesen sie jetzt. Schon kommen neue Nutzer, die weiter microbloggen wollen, aber von Twitter wegwollen, nach Mastodon.

2017. Auf Twitter werden Furries, Manga-/Anime-Fans und queere Personen von rechten Störenfrieden angegriffen. Irgendjemand entweder unter ihnen oder unter den Leuten, die sie kennen, kennt Mastodon und sagt, da können sie doch hingehen. Es findet ein großer Exodus dieser Personengruppen von Twitter nach Mastodon statt. Mastodon wächst weiter. Wieder kennt niemand Identi.ca, GNU social, Pleroma, Friendica oder Hubzilla. Daher gehen ausnahmslos alle nach Mastodon, und nur Mastodon profitiert davon.

In den nächsten Jahren gibt es weitere solche Vorfälle auf Twitter. Wieder ist Mastodon die einzige bekannte Alternative (Grund: siehe 2016 und 2017). Wieder geht der Exodus nur nach Mastodon.

Ein Schneeball kommt ins Rollen: Mastodon wird größer, mehr Leute sind da, mehr Leute kennen es, mehr Leute empfehlen Mastodon, Mastodon wird größer und so weiter.

Mehr und mehr andere Serveranwendungen kommen ins Fediverse und verbinden sich mit Mastodon. Mastodon selbst ist aber so riesengroß, daß es innerhalb Mastodon geschätzte 99% allen Inhalts stellt. Inhalte von woanders sind auf Mastodon superselten.

Dazu kommt: Mastodon zeigt nicht an, woher Beiträge kommen. Mastodon zeigt bei Beiträgen von Misskey nicht an, daß die von Misskey kommen. Daher erfahren Mastodon-Nutzer auch nicht, daß die von Misskey kommen. Sie erfahren somit nicht, daß es Misskey gibt. Sie glauben, das sind Mastodon-Tröts.

Dazu kommt dann auch noch: Mastodon ist noch auf Version 3.x. Mastodon kann noch keine wie auch immer geartete Textformatierung darstellen. Das wird alles, aber auch wirklich alles von Mastodons HTML-"Sanitiser" rausgelöscht. Mastodon zeigt nur Klartext an. Das einzige, was Nicht-Mastodon-Beiträge von Mastodon-Tröts unterscheidet, ist, daß sie über 500 Zeichen lang sein können, daß Erwähnungen anders aussehen können (als wenn da einer drauf achtet), und daß Hashtags anders aussehen können (als wenn da einer drauf achtet).

Februar 2022. Elon Musk, längst ein durch und durch xenophober Faschist, kündigt an, Twitter aufzukaufen. Viele wollen weg, wissen aber nicht wohin. Millionen von ihnen werden eingeladen nach Mastodon. Ohne irgendeine Erwähnung von irgendeiner anderen Alternative. Weil die, die sie einladen, selbst auch nur Twitter und Mastodon kennen und nie von irgendeiner anderen Alternative gehört haben.

Februar/März 2022. Millionen von Twitter-Nutzern flüchten von Twitter nach Mastodon. Alle mit dem Wissensstand "es gibt nur Twitter und Mastodon" und "Fediverse = Mastodon". Das so schon nicht kleine Mastodon wächst auf ein Vielfaches seiner Größe. Sowohl die Anzahl als auch der relative Anteil derjenigen, die glauben, das Fediverse sei nur Mastodon, und es gäbe nur Twitter und Mastodon, steigt.

Die wenigen Pleroma-Nutzer scheinen die Situation zu verpennen.

Misskey wächst auch, aber nur in Ostasien und speziell in Japan, wo es den Stellenwert hat, den Mastodon in der westlichen Welt hat. Aufgrund von Zeitzonen- und Sprachbarrieren (und weil die meisten westlichen Fediverse-Server den Misskey-Leuchtturmserver misskey.io gesperrt haben) kommen aus Japan kaum bis keine Informationen über die Existenz von Misskey an westliche Mastodon-Nutzer. Nennenswerte Forkeys gibt es zu diesem Zeitpunkt in der westlichen Welt auch noch nicht.

Auf Friendica, Hubzilla und (streams) tut man auch nichts, weil das ein Twitter-Thema ist und man eher Richtung Facebook orientiert ist. Ein paar Friendica-Nutzer wären bereit gewesen, Leute von Facebook nach Friendica zu holen. Auf Hubzilla sorgte man sich eher darüber, wie tageslichttauglich Hubzilla gerade war, und die Community steckte allgemein in einer Lethargie. (streams) hatte zu diesem Zeitpunkt kaum Nutzer. Und überall schien man anzuzweifeln, daß man in der Lage ist, einen Riesenexodus von mehreren Millionen auf den existierenden Servern aufnehmen zu können.

Oktober 2022. Elon Musk kauft Twitter auf. Noch sehr viel mehr Leute wollen da weg, wissen aber nicht wohin. Sie werden nun nach Mastodon eingeladen von denen, die im Februar/März von Twitter nach Mastodon geflohen sind. Ihr Wissensstand ist immer noch derselbe: "Es gibt nur Twitter und Mastodon" und "Fediverse = Mastodon".

Pleroma? Misskey? Forkeys? Friendica? Hubzilla? (streams)? Siehe oben.

So, warum sind Friendica und Hubzilla nicht größer, obwohl sie älter sind?

Zunächst einmal: Mike Macgirvin hat bis 2023 angenommen, wenn er etwas baut, dann kommen die Leute schon von ganz alleine. Er ist kein Mensch der Öffentlichkeit. Er lebt mit seiner Frau, zwei Australian Shepherds und ein paar Hühnern auf einer Farm im australischen Outback, also in einer ziemlichen Einöde, wo man schon seine eigenen Nachbarn nicht sieht.

Mikes Hoffnung scheint auf dem Leidensdruck der Leute und ihrer Bereitschaft zum selbständigen Googlen zu beruhen. Mike glaubt, wenn die Leute mit Facebook nur unzufrieden genug sind, dann googlen sie von ganz alleine nach Alternativen, und dann werden sie seine Kreationen finden und als am besten erachten. Was er nicht auf dem Zettel hat: Niemand googlet nach dezentralen Facebook-Alternativen, wenn man nicht einmal eine vage Vorahnung hat, daß es sowas geben könnte. Oder daß es überhaupt Alternativen zu Facebook geben könnte. Social Networking = Facebook zur damaligen Zeit.

Jedenfalls:

März 2010. Facebook wird langsam so schlimm, daß Mike sich selbst daransetzt, eine freie, quelloffene, dezentrale, selbsthostbare und obendrein sehr mächtige Alternative zu entwickeln.

Mai 2010. Zum einen: Mike rollt die erste Vorabversion von Mistpark aus.

Zum anderen: Vier junge Apple-Fanbois in den USA finden Facebook auch schlimm. Auch sie wollen eine freie, quelloffene, dezentrale, selbsthostbare Alternative zu Facebook entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt ist es noch zu früh, um Mistpark auf Google zu finden. Abgesehen davon rechnen auch die vier nicht damit, daß jemand so etwas schon mal gemacht haben könnte. Sonst hätten sie ja davon gehört, oder?

Jedenfalls: Die vier beschließen, ihren "Facebook-Killer" namens diaspora* über den Sommer 2010 zu entwickeln. Dafür brauchen sie aber Geld. $3.000 pro Nase, also $12.000 insgesamt. Sie starten eine Crowdfunding-Kampagne. Die geht komplett viral. Die Mainstream-Massenmedien picken auf, daß da vier Jungs etwas entwickeln wollen, was das immer schlimmer werdende Facebook ersetzen soll, und zwar, ohne die Nutzer auszuspionieren.

Binnen kürzester Zeit nehmen sie über $200.000 ein.

An dieser Stelle hätte Mike sich an die Massenmedien wenden können: Das, was die vier da vorhaben, das hat er schon fast fertig entwickelt. Ohne Crowdfunding. Tut er aber nicht. Er glaubt weiter an die Macht der Suchmaschinen in Kombination mit der Überlegenheit von Mistpark.

Juli 2010. Mike rollt den ersten stabilen Release von Mistpark aus. Die mächtigste föderierte Serversoftware, bis Mike es selbst entthronen wird. Wieder ohne jegliche Werbung, PR, Publicitiy oder was auch immer. Jetzt hätte Mike erst recht an die Tech- und Massenmedien gehen können und sagen können: "Hier, ich habe ganz alleine und für lau einen Facebook-Killer entwickelt, der sogar noch viel besser und mächtiger ist als Facebook!" Tut er aber nicht. Er glaubt weiter an die Macht der Suchmaschinen in Kombination mit der Überlegenheit von Mistpark.

Herbst 2010. Die erste superfrühe Alpha-Version von diaspora* wird ausgerollt. Im Grunde ist es eine ziemliche Enttäuschung. Es ist buggy, es läuft nur auf Mac-Servern, und es kann auch nicht sehr viel. Trotzdem wird es zumindest von genügend Hipstern angenommen, daß Google davon erfährt und diaspora* nach Strich und Faden für sein eigenes Google+ abkupfert und sogar das Aussehen von diaspora* zu Googles neuer Corporate Identity macht.

Auch etliche Tech-Geeks gehen nach diaspora*. Warum nicht nach Mistpark? Weil sie von Mistpark nichts wissen. Und weil sie angesichts der Sowieso-Verfügbarkeit von diaspora* kein Stück auf die Idee kommen zu googlen, ob's nicht noch was Besseres gibt.

Sogar auf diaspora* erfährt man erst allmählich von Mistpark, das inzwischen Friendika heißt, als es dessen Entwicklern gelungen ist, sich ohne jegliche API oder so mit diaspora* zu verbinden. Friendika wird auf diaspora* dadurch bekannt, daß a) es selbst dort vertreten ist und b) seine Nutzer zu diaspora*-Nutzern darüber reden. Ein paar ziehen tatsächlich um, weil ihnen diaspora* zu unterausgestattet ist. Das heißt, einige merken auch diese Unterausstattung erst, als sie Friendika ausprobieren.

Das geht so weiter. Auch als Tobias und Michael übernehmen, machen sie für Friendica kaum Werbung. Das heißt, es gibt einen Vortrag auf einem CCC. Aber der Vortrag ist nicht auf potentielle Nutzer ausgelegt, sondern auf Entwickler und Serveradmins.

Als Friendica sich mit Facebook verbindet, hofft man darauf, daß Friendica auf Facebook durch seine bloße Präsenz für sich werben kann. Klappt nicht.

April 2015. diaspora* ist weitestgehend wieder vergessen. Von Friendica weiß weiterhin keine Sau.

Nun wird das gerade erst aus der Red Matrix umgebaute Hubzilla erstmals vorgestellt. Es ist mächtiger als alles, was es bisher an dezentraler, föderierter Software gab. Aber weder Mike noch Mario noch Harald macht irgendwelche Werbung dafür. Wieder hofft man auf Suchmaschinen.

Die Communities von beiden machen auch nichts. Ihnen gehört das ja nicht, also ist Werbung nicht ihr Bier. Außerdem haben gerade die Friendica-Nutzer immer noch PTSD davon, daß Friendica-Nodes sogar auf dedizierten Servern oft nur ein paar hundert Leute aufnehmen können. Man könnte Leute allenfalls kleckerweise von Facebook holen, aber keine riesige Umsteigerlawine verkraften. Und auf Hubzilla redet man sich ein, daß Hubzilla ja eigentlich kein soziales Netzwerk ist, sondern ein "soziales CMS", aber trotzdem jetzt nicht so unbedingt direkt eine Facebook-Alternative, daß man jetzt unbedingt Leute von Facebook einladen müßte.

Das zieht sich bis heute so hin. Die erste zaghafte Werbung gibt es erst 2023. Und auch die gibt's nur im längst von Mastodon dominierten Fediverse. Und auch die hält sich zum einen nicht an Mastodons Regeln (zu lange Posts führen zu Mutes und Blocks, fehlende Hashtags führen zu Unauffindbarkeit, aber wer kann schon damit rechnen, daß man Hashtags braucht, wenn man doch selbst an Gruppen gewöhnt ist). Zum anderen spricht man nicht die Sprache der Mastodon-Nutzer, erklärt ihnen also nicht, daß Friendica/Hubzilla/(streams) im Fediverse und damit auch mit Mastodon verbunden ist. Selbst wenn man das täte, würde man mehr Mastodon-Nutzer verstören als anziehen.

Und zum anderen: Was würde denn all die benannten Beteiligten davon abhalten, das zu tun genau jetzt? Warum passiert genau das noch nicht? Wäre doch, wenn alle das wollen, leicht möglich, oder? Abschauen, was Mastodon richtig gemacht hat nach außen, und das genau so gut oder besser machen? Welche Entschuldigung gibt es dann im Moment, das nicht zu tun?
Die "Entschuldigung" wäre, daß viele andere Fediverse-Anwendungen dann aufhören könnten.

Ich rede nicht von denen, die von vornherein ganz anders aufgestellt sind als Mastodon (PeerTube, Funkwhale, Owncast, Mobilizon, Flohmarkt, Ibex etc.).

Ich rede von denen, die im Prinzip auch das tun könnten, was Mastodon. Deren Alleinstellungsmerkmal aber ist, daß sie eben gerade anders sind als Mastodon und Dinge anders machen als Mastodon (Pleroma, Akkoma, Misskey, Sharkey, CherryPick, Iceshrimp-JS, Iceshrimp.NET, GoToSocial, Mitra, snac2, Socialhome, Friendica, Hubzilla, (streams), Forte etc.).

Wenn die alle total an Mastodon angepaßt werden, wenn die alle ganz genau wie Mastodon werden, wofür braucht es die dann noch? Warum sollte sie jemand benutzen? Was außer dem Namen unterscheidet sie dann noch von Mastodon?

Und vor allem: Glaubst du wirklich, die Entwickler werden ihre Babys zusammenschnippeln auf Mastodon-Format, nur um Frieden mit Mastodon zu haben? Und glaubst du auch, die Serveradmins werden auf diese zusammengeschnippelten neuen Versionen updaten?

Okay, nehmen wir mal Hubzilla als Beispiel, das ultimative Anti-Mastodon.

Nehmen wir mal an, morgen früh (um das Ganze möglichst schnell zu machen; du willst ja, daß das jetzt sofort augenblicklich passiert) rollen @Mario Vavti und @Harald Eilertsen Hubzilla 12.0 aus. Änderungen:
  • Die Mastodon Client API wird eingeführt. Der gesamte Funktionsumfang wird reduziert auf das, was die Mastodon Client API abdeckt. Hubzillas eigene Client API wird abgeschafft.
  • ActivityPub ist jetzt das Basisprotokoll.
  • Unterstützung für alle anderen Protokolle, inklusive Zot6 und diaspora*, aber auch der RSS- und Atom-Aggregator, fliegen raus.
  • Es gibt keine mehreren Identitäten pro Konto mehr, weil Mastodon die nicht versteht. Jeder Kanal wird zu einem eigenständigen Konto mit denselben Credentials wie das Konto, zu dem er vorher gehörte.
  • Das heißt, Forenkanäle werden gänzlich gelöscht, weil Mastodon keine Gruppen unterstützt.
  • Es gibt keine nomadische Identität mehr, weil Mastodon das nicht hat und damit nicht umgehen kann. Klone werden zu eigenständigen Konten. Umziehen geht höchstens noch per Export und Import. Und auch die Formate sind an Mastodon angepaßt.
  • Alle Profile außer dem öffentlichen werden gelöscht. Damit könnte Mastodon sowieso nicht umgehen.
  • Beim öffentlichen Profil werden alle Profilfelder außer dem Profiltext gelöscht. Vier neue Mehrzweck-Profilfelder werden angelegt. Das ist das, was Mastodon versteht.
  • Das Konzept bidirektionaler Kontakte wird ersetzt durch einseitiges Folgen und auch einseitiges Gefolgtwerden wie auf Twitter. Das ist das, was Mastodon versteht.
  • Privacy-Gruppen werden umgewandelt in Listen, die nur noch haargenau die Features und die Handhabung von Mastodon-Listen haben.
  • Es gibt keine verschiedenen Kanalrollen mehr, nur noch eine Art von Konto. Wie auf Mastodon. Wie gesagt, Forenkanäle werden nicht in Konten umgewandelt, sondern gänzlich gelöscht.
  • Das komplette Berechtigungssystem wird ersatzlos gelöscht. Alle existierenden Berechtigungen (außer bei DMs) werden auf öffentlich gesetzt.
  • Die kanalweite, jetzt kontoweite Filter-Blacklist wird umgewandelt in jeweils eine Filtereinstellung pro Zeile. Reine Schlüsselwörter werden normale Filter. Schlüsselwörter mit RegEx, die nur dazu dienen, daß die Wörter nur als Ganzes erkannt werden, werden umgewandelt in entsprechende Filter. Alle anderen Filterzeilen werden ersatzlos gelöscht.
  • Die kanalweite, jetzt kontoweite Filter-Whitelist wird ersatzlos gelöscht, ebenso die individuellen Filter pro Kontakt.
  • Überhaupt, alle Pro-Kontakt-Einstellungen werden gelöscht, weil Mastodon sowas nicht unterstützt und auch nicht damit rechnet.
  • Die NSFW-Filterliste könnte auch entsprechend in Filterzeilen konvertiert werden, die Posts nicht löschen, sondern verstecken. Weil dieses Feature auf Mastodon aber nie Teil der Mastodon-Kultur geworden ist, die noch auf Mastodon 3.x basiert, wird die NSFW-Filterliste gänzlich und ersatzlos gelöscht.
  • Die maximale Postlänge wird von 16.777.215 Zeichen auf 500 Zeichen reduziert. Längere Beiträge werden automatisch in Threads zerstückelt.
  • Titel werden abgeschafft; existierende Titel werden gelöscht. Damit kann Mastodon eh nichts anfangen.
  • Das Zusammenfassungsfeld wird in CW-Feld umbenannt, damit es aus Mastodon-Sicht nicht mehr falsch benutzt wird.
  • Jegliche Form von Textformatierung und -gestaltung wird ersatzlos abgeschafft. Schon existierende Formatierungen werden entfernt.
  • Eingebettete Bilder und mehr als vier Bilder pro Beitrag werden auch abgeschafft. Von den Bildern in Beiträgen werden die ersten vier in Dateianhänge umgewandelt und die übrigen gelöscht. Alt-Texte wandern in separate Text- und Datenbankfelder mit einem harten Limit von 1.500 Zeichen.
  • Zitate werden abgeschafft. Auch die könnte Mastodon darstellen, aber nicht erzeugen, also gehören sie nicht nach Mastodon.
  • Das Teilen von Beiträgen wird in "Zitieren" umbenannt und umgestellt auf dieselbe Art und Weise, die auch Mastodon anwendet. Oder gleich komplett abgeschafft, weil es Mastodon-Nutzer stören könnte.
  • Das Wiederholen von Beiträgen wird in "Boosten" umbenannt. Oder gleich in "Retröten", weil das mehr Mastodon-Nutzer verstehen.
  • Umfragen können nur noch vier Optionen haben, deren Namen auf 50 Zeichen beschränkt sind, und das Wählen mehrerer Optionen geht nicht mehr.
  • Jegliche Unterstützung geschlossener Konversationen wird abgeschafft zugunsten eines losen Threadmodells wie auf Twitter. Das ist das, was Mastodon versteht. Die Unterstützung für FEP-171b "Conversation Containers" wird komplett und ersatzlos gestrichen. Das ganze FEP wird gelöscht.
  • Posts heißen jetzt Tröts.
  • Kommentare heißen jetzt auch Tröts.
  • Der Zähler für ungelesene Beiträge wird abgeschafft.
  • Die HQ-Seite wird abgeschafft. Die Kanalseite wird abgeschafft. Es gibt nur noch den Network-Stream. Der wird darauf hartgecodet, nur noch Einzelbeiträge zu zeigen und keine ganzen Konversationen mehr. Das soll verhindern, daß Hubzilla-Nutzer immer noch Hubzilla irgendwie anders nutzen, als Mastodon-Nutzer Mastodon nutzen.
  • Der Filespace wird abgeschafft. WebDAV sowieso. Dateien werden so gehandhabt wie auf Mastodon.
  • Der Eventkalender wird abgeschafft, weil Mastodon eh keine Events kann.
  • Der CalDAV-Kalenderserver wird abgeschafft.
  • Der CardDAV-Adreßbuchserver wird abgeschafft.
  • Artikel werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
  • Planungskarten werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
  • Wikis werden abgeschafft. Irritieren Mastodon-Nutzer nur.
  • Webpages werden abgeschafft. Hubzilla wird eine neue offizielle Website brauchen.
  • Kanalquellen werden abgeschafft. Auf Mastodon kann man ja auch nicht mit Bordmitteln Bots bauen, außerdem sind Bots böse.
  • Der PDL-Editor wird abgeschafft. Die Unterstützung von Themes wird abgeschafft. Hubzillas Oberfläche wird hartgecodet. Entweder sieht es jetzt wie Mastodon oder wie Twitter aus. Egal, ob es eigentlich aus einer Facebook-Alternative hervorgegangen ist. Aber die primäre Facebook-Alternative im Fediverse ist jetzt auch Mastodon.
  • Alle anderen optionalen Apps werden auch abgeschafft. Hubzilla ist nicht mehr modular.

So, jetzt frage ich dich: Glaubst du, Mario und Harald machen das wirklich?

Glaubst du wirklich, sie kastrieren Hubzilla tatsächlich freiwillig um locker 90% seiner Features, nur um sich Mastodon anzubiedern? Die beiden, die sich bis jetzt von Gargron überhaupt gar nichts haben sagen lassen?

Und glaubst du allen Ernstes, Hub-Admins wie @Der Pepe (Hubzilla) ⁂, @Mark Nowiasz oder @Steffen gehen wirklich dabei und stellen ihre Hubs auf das so zusammengestrichene Hubzilla 12.0 um, das sich außer im Namen praktisch nicht mehr von Mastodon unterscheidet? Für einen Diktatfrieden mit dem eigentlich konzeptionell völlig anderen und bis dahin featuremäßig hoffnungslos unterlegenen Mastodon?

Und warum glaubst du, daß genau diese Personen genau das auch tatsächlich tun werden? Auch ich hätte dafür gerne eine ehrliche Antwort.

Wohlgemerkt, @Steffen 🦉🇪🇺 hat erst vor kurzem einen Mastodon-Server abgeschaltet und setzt jetzt nur noch auf Friendica und Hubzilla. Und du glaubst allen Ernstes, er läßt zu, daß beide durch neue Versionen der Serversoftware zu Mastodon-Klonen reduziert werden?

#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #diaspora* #Mistpark #Friendica #Hubzilla #Streams #(streams) #Mastoverse #MastodonFediverse
Netzgemeinde/Hubzilla

@Kristian Na ja, Friendica war ja ausgereift. Zumindest soweit ausgereift, wie Friendica selbst und das DFRN-Protokoll es zuließen. Smartphone-Apps gab es nicht, weil man damals, 2010/2011, Smartphone-Apps für Sachen, die es auch als Websites gab, noch als Gimmicks ansah und noch nicht als lebensnotwendig. Das war, bevor die Leute gewisse Websites mehr über dedizierte Apps nutzten als über die Websites selbst.

Nur: Eine Weiterentwicklung war zwingend notwendig. Und die ging nicht mit Friendica, wie es war, denn die ging auch nicht mit DFRN.

Der Auslöser: 2011 waren binnen kurzer Zeit mehrere größere Friendica-Nodes von jetzt auf sofort ohne Ankündigung verschwunden. Einfach so weg. Friendica war durch das Verschwinden einiger weniger, aber jeweils sehr großer öffentlicher Nodes auf die Hälfte seiner Größe geschrumpft. Die andere Hälfte der Nutzer hatte alles verloren ohne die Chance, irgendwas zu retten. Die konnten wieder ganz neu bei null anfangen.

Das beste, was Mike an Friendica selbst machen konnte, war, eine Export- und Importfunktion einzubauen. Damit konnte man Backups des eigenen Konto machen. Das half aber nur, wenn man entweder brav ein tägliches Backup machte oder die Schließung eines Node vorher angekündigt wurde. Noch einmal: Genau das war 2011 nicht passiert. Die Nodes waren einfach futsch. Da hilft dir auch eine Backup-Funktion nicht, wenn du nicht laufend regelmäßig Backups machst.

Mike sah nur eine mögliche wirkliche Lösung. Und das war, indem deine Identität nicht bombenfest an einen Server gebunden ist, sondern simultan gleichzeitig als identische Klone auf mehreren unabhängigen Servern existieren kann. Wenn davon mal einer ausfällt, egal, die anderen laufen ja noch, also läuft deine Identität noch.

Problem: Mit DFRN ging das nicht umzusetzen. Es brauchte ein ganz neues Protokoll. Auch deshalb, weil Mike noch andere Verbesserungen im Kopf hatte wie ein nochmals deutlich aufgebohrtes Berechtigungssystem. Auch das ging mit DFRN so nicht und brauchte ein neues Protokoll. So entstand Zot.

Zum einen hieß ein neues Protokoll aber auch, wo auch immer das eingebaut werden soll, muß das komplette Backend ausgetauscht und neu geschrieben werden. Und große Teile des Frontend gleich mit. Das konnte Mike aber nicht auf Friendica im laufenden Betrieb machen. Friendica hätte unmöglich seine Grundfunktionalität gleichzeitig auf DFRN und auf Zot betreiben können. Und ein Protokollaustausch hätte bedeutet, daß Nodes, die die neue Friendica-Version mit Zot fahren, sich nicht mehr nativ hätten verbinden können mit Nodes, die alte Versionen mit DFRN fahren. Die wären zueinander inkompatibel gewesen.

Mike hatte als neue Entwicklungsplattform ja gerade das neue Red, das ein Fork seiner bisherigen "geheimen" Entwicklungsplattform Free-Friendika war. Das war ebenso "geheim", das konnte er also entsprechend umbauen.

Mike hätte aber niemals gleichzeitig Red komplett umbauen und Friendica selbst auf Free-Friendika weiterpflegen und die Weiterentwicklungen von Free-Friendika nach Friendica selbst bringen können. Und die einzige Alternative zum Umbau von Red auf Zot war, wieder solche Massencrashs wie 2011 mit exakt denselben Auswirkungen zu haben, ohne irgendwas tun zu können.

Also hat Mike sich auf Red konzentriert (dessen Umbau ja alleine schon länger dauern sollte als die Entwicklung von Friendica) und Friendica in die Hände von Tobias und Michael gegeben, die es seitdem nach ihren Vorstellungen weiterentwickeln. Die beiden waren ja meines Wissens sowieso schon Co-Entwickler von Friendica. Das hat Mike ja längst nicht mehr alles alleine gemacht.

Bei Red war das wieder anders. Das machte Mike ganz alleine. Das mußte er ja erstmal aufbauen. Und selbst als es fertig war, wurde es kaum angenommen. Es war zwar kein Geheimprojekt mehr, nachdem es sich von Friendica gelöst hatte. Aber es wurde kaum angenommen.

Auch als es umbenannt wurde in Red Matrix, was es leichter machte, es zu googlen, wurde es nicht angenommen. Die Friendica-Nutzer nahmen es wahr als Friendica mit nomadischer Identität. Was nomadische Identität ist, verstanden sie gar nicht. Selbst wenn doch: Die meisten von ihnen hatten inzwischen ihre eigenen privaten Einzelnutzer-Nodes.

So sahen sie in der Red Matrix gegenüber Friendica keine Vorteile, also warum umsteigen? Mal ganz davon abgesehen, daß Friendica und die Red Matrix nur über das diaspora*-Protokoll oder OStatus kommunizieren konnten. Die einzigen, die wechselten, dürften die gewesen sein, die eh immer das neueste, heißeste Zeug ausprobieren wollten.

Außerhalb von Friendica wußte eh keine Sau, daß die Red Matrix existierte. Herzlich wenige Leute wußten ja überhaupt auch nur, daß Friendica existierte. Mikes "Wenn du es baust, werden sie kommen" funktionierte damals schon nicht. Kleckerweise kamen noch neue Leute nach Friendica. Aber kaum einer ging von Friendica auf die Red Matrix, und absolut niemand ging von null auf die Red Matrix.

Interessant wurde die Red Matrix eigentlich erst 2015, als sie zu Hubzilla aufgebohrt wurde, also auf einmal Sachen konnte, die Friendica nicht konnte, die aber vielleicht nützlich sein konnten. Damit konnte Hubzilla auch für ganz andere Sachen eingesetzt werden als Friendica, also nicht nur als Facebook-Ersatz oder Blog.

Aber wenn Mario schon Anfang 2015 das noch brandneue Hubzilla übernahm, was ja so auf der offiziellen Website steht (nach meinen Informationen war es erst 2018), dann war es ein Wunder, daß Mike überhaupt jemanden fand, der übernehmen würde, der also schon seit Red-Matrix-Zeiten dabei war. Aber Mike hat ja an der Weiterentwicklung von Hubzilla noch weiter aktiv mitgewirkt, nur eben nicht als Projektleiter.

Hubzilla selbst wurde ja erst ab Ende 2015 interessant, als es seinen ersten stabilen Release hatte. Und auch Hubzillas Existenz war eigentlich nur auf Friendica bekannt. Selbst heute noch sind die allermeisten Hubzilla-Nutzer Friendica-Veteranen. Direkt von Mastodon nach Hubzilla ist kaum einer gekommen, von null nach Hubzilla schon gar nicht.

Selbst da war Mike keiner, der Sachen so läßt, wie sie sind, und sie nur noch weiter poliert. Wenn es etwas zu verbessern gibt, dann macht er das auch. Und wenn das nicht auf existierender Software im laufenden Produktivbetrieb geht, dann forkt er eben, und dann nimmt er sich weit mehr Zeit für seinen Fork als für das, was er vorher gemacht hatte. Und das ist auch gut so. Ansonsten hätten wir heute noch nur Friendica und immer noch keine Lösung für das Problem, daß die Leute alles verlieren, wenn mal wieder ein großer Node verschwindet.

Jetzt wollte Mike Zot weiterentwickeln, wohl auch deshalb, weil Zot, wie es damals war, nicht gut mit ActivityPub zusammenspielte. Aber potentiell kompatibilitätsbrechend. In einem eigenen zusätzlichen Branch von Hubzilla wäre das nicht gegangen, schon deshalb, weil Hubzilla für solche Experimente schlicht und ergreifend zu groß war.

Also hat Mike 2018 Osada von Hubzilla abgeforkt und alles rausgerissen, was im Weg war. Artikel, Karten, Wikis, Webpages, alle Verbindungsmöglichkeiten außer Zot, ActivityPub und RSS/Atom, alles raus.

Weil dann abzusehen war, daß nomadisches Zot6 (zumindest vorerst) mit ActivityPub überhaupt nicht mehr funktionieren würde, brauchte Mike zwei Projekte: Osada behielt ActivityPub, wurde aber nichtnomadisch. Zusätzlich forkte er Zap von Osada, ließ es nomadisch, entfernte aber ActivityPub.

Jetzt konnte Mike endgültig nicht gleichzeitig Zot6 entwickeln und Osada entwickeln und Zap entwickeln und Hubzilla weiterpflegen. Auch dieses Mal half ihm bei den Neuentwicklungen niemand. Also überließ er Hubzilla gänzlich Mario.

Wie es dann weiterging, lag nicht an Mikes Sprunghaftigkeit.

Anfang 2019 fand er einen Weg, auch nomadisches Zot6 mit ActivityPub kompatibel zu machen. Abgesehen davon war die Idee, einen nomadischen Zap-Kanal über einen nichtnomadischen Osada-Kanal mit dem Fediverse zu verbinden, sowieso kompletter Blödsinn und technisch in der Praxis kaum realisierbar, selbst mit Kanalquellen nicht. Also stellte Mike Osada ein, forkte von Zap ein ganz neues Osada und baute da ActivityPub-Support ein. Noch war nomadisches Zot6 + ActivityPub ja noch experimentell, deswegen hat er es nicht in Zap eingebaut.

Dann aber wurden Osada und Zap stabil und bekamen sogar einen 1.0-Release. Inzwischen gab es Leute, die Osada oder Zap produktiv nutzten. Die kamen alle von Hubzilla, denn nur da wußte man, daß es Osada und Zap gab. Nicht mal auf Friendica wußte das jemand, im übrigen Fediverse erst recht nicht und außerhalb des Fediverse schon gar nicht.

So baute Mike dann Osadas ActivityPub-Support auch in Zap ein, schaltete ihn aber standardmäßig auf Serverebene ab, auf Kanalebene sowieso. Das führte dazu, daß Osada und Zap bis auf das Branding und die Standardeinstellungen völlig identisch waren. Es brauchte gar nicht mehr beide. Mike ließ das aber so.

Irgendwie gab es wohl genug Osada- und Zap-Anwender, daß Mike jemanden fand, der beides weiterpflegen wollte. Denn Mike hatte wieder neue Weiterentwicklungen im Sinne, die er aber nicht mehr auf Osada und Zap machen konnte, weil die jetzt beide als stabile Produktivsoftware galten. So gab er Osada und Zap dann wieder an "die Community" weiter, die als quasi erste Amtshandlung mit Mikes Segen Osada nach Zap mergete, in dem Zuge auch auf Zap ActivityPub standardmäßig aktivierte und Osada kurzerhand einstellte.

2020 ging es dann weiter. Zap war damals State of the Art. Zot6 war so stabil, daß es nach Hubzilla zurückportiert wurde. Zap war jetzt quasi der modernere kleine Bruder von Hubzilla, der sich etwas eleganter bediente und einen nicht mit Features erschlug. Nur war Zap immer noch obskurer als Hubzilla, Hubzilla war obskurer als Friendica, und Friendica war selbst sehr obskur, weil für keins der drei wirklich Werbung gemacht wurde. Zap war weiterhin sonst nur auf Hubzilla bekannt und Hubzilla sonst nur auf Friendica.

Und Mike bastelte an Zot8, das nochmals besser werden sollte. Dafür brauchte er aber Software zum Experimentieren. Und so entstanden drei neue Forks in so kurzer Folge, daß heute nicht mehr bekannt ist, was jetzt wovon geforkt wurde, nur daß irgendwas von Zap geforkt worden ist. Im einzelnen waren das schon wieder ein neues Osada, ein neues Mistpark und eine neue Redmatrix.

Warum drei?

Es ging das Gerücht um, das seien verschiedene Stabilitätsstufen. Redmatrix 2020 sei experimentell mit wie früher bei Zap standardmäßig deaktiviertem ActivityPub, das damit der Entwicklung von Zot8 nicht im Wege stehe. Osada sei auch experimentell, aber wie früher schon bei Osada mit standardmäßig aktiviertem ActivityPub, um zu gucken, wie die Weiterentwicklungen von Zot8 sich mit ActivityPub vertragen. Mistpark 2020 wiederum sei "halbstabil" wie Debian testing, also stabiler als Osada und eher für den Produktiveinsatz geeignet, aber aktueller als Zap.

Zap sei also für die, die etwas neueres als Hubzilla haben wollten und auf die Zusatzfeatures von Hubzilla verzichten konnten. Misty sei für die, die etwas noch aktuelleres als Zap haben wollten, also das neueste Zeug noch früher, und die etwaige Instabilitäten in Kauf zu nehmen bereit waren. Osada sei für die, die unbedingt bleeding-edge wollten, instabil oder nicht. Und Redmatrix 2020 sei eh nur für Mike.

In Wahrheit waren Osada, Misty und Redmatrix 2020 bis auf das Branding völlig identisch und quasi Soft-Forks. Alle Commits wurden gleichermaßen und fast gleichzeitig in alle drei eingepflegt.

Warum?

Weil Mike der Markenfetischismus im Fediverse auf den Keks ging. Es gab Leute, die bildeten sich ein, die Software, die sie nutzten, sei die beste, einfach, weil sie Fans der Softwaremarke waren. Ganz besonders gab es die natürlich auf Mastodon, aber auch sonst. Genau diese Leute wollte er trollen, indem er drei bis auf den Namen und das Logo völlig identische Serveranwendungen pflegte. Misty z. B. konnte überhaupt nicht "die beste Fediverse-Serversoftware" sein, egal, wer sich das einbildete, wenn Osada und Redmatrix bis auf die Marke völlig baugleich waren.

Anfang 2021 kam dann Roadhouse dazu. Das Abenteuer Zot8 war im Grunde vorbei, bevor Zot8 stabil war. Denn Zot11 sollte noch besser werden. Vor allem sollte Zot11 von allen Zot-Versionen die beste Kompatibilität mit ActivityPub bekommen. Blöderweise konnte Mike aber Zot11 nicht auf Osada, Misty und Redmatrix entwickeln. Zot11 sollte nämlich zu allen Vorgängern so inkompatibel werden, daß es letztlich nicht mehr Zot heißen sollte. Aber es gab Leute, die Osada, Misty oder Redmatrix produktiv nutzten.

Also mußte Mike von einem von den dreien Roadhouse forken. War ihm aber egal, weil er damit die Leute mit noch einer weiteren Marke trollen konnte. Wohlgemerkt, effektiv hatte er sogar Zap noch an der Backe, weil es in der Community dann wohl doch zuwenig Interesse an der Weiterentwicklung gab.

Nomad, eigentlich ja Zot11, wurde zum Erfolg. Und das Erfolgsrezept lag auch darin, zusätzlich Support für Hubzillas Zot6 einzubauen, über den Roadhouse auch mit Osada, Misty und Redmatrix kommunizieren konnte. Ansonsten waren von den praktischen Features her Zap, Osada, Misty, Redmatrix und Roadhouse identisch und von der Benutzeroberfläche her auch beinahe. Es machte in der Praxis keinen großen Unterschied, welches man nutzte. Außerhalb waren sie eh, wenn überhaupt, nur auf Hubzilla bekannt. Das heißt, Roadhouse war beinahe komplett unbekannt, weil da endgültig nur Mike drüber redete.

Daß es (streams) gibt, obwohl Roadhouse doch gut war, hatte andere Gründe.

Grund 1: Mike fand einen neuen Weg, die Markenfetischisten zu trollen. Nämlich mit Software, die gar keinen Namen und gar keine Markenidentität hat. Also nahm Mike dem neuen Roadhouse-Fork von Ende 2021 den Namen und sogar den fediverseinternen festen Identifikator weg. Letzteren kann man entweder händisch ausfüllen, oder (streams) übernimmt ihn vom Instanznamen. Alleine das wäre mit einem "Debranding" von Roadhouse nicht getan gewesen, weil weiter alle von "Roadhouse" gesprochen hätten.

Grund 2: Dieses ständige Wetteifern, welche Software auf The Federation, Fediverse Observer, der FediDB usw. jetzt am populärsten ist und am meisten genutzt wird, ging ihm inzwischen auch auf dem Zeiger. Ein weiteres "Feature" von (streams) ist, daß Mike neben dem Namen und der Markenidentität auch nodeinfo praktisch komplett entfernt hat. (streams) sendet überhaupt keine Statistiken und hält sich von allen Instanzlisten-Websites fern. Und das ist so gewollt.

Grund 3: Zusätzlich wollte Mike es der Free-Software- und Open-Source-Community leichter machen. Da kloppt man sich ja bekanntlich darum, welche Lizenzen wirklich frei sind und welche nicht. Also hat Mike (streams), dessen sämtliche Vorgänger unter der MIT-Lizenz stehen, in die Public Domain gestellt. Freier als das geht's nun wirklich nicht mehr. Gleichzeitig wollte Mike diejenigen ärgern, die vielleicht vorhaben könnten, aus (streams) proprietäre, kommerzielle Closed-Source-Software zu machen. Die ganzen Apps sind nämlich durchaus schon mal Fremdcode und stehen unter eigenen Lizenzen. Und die sind untereinander inkompatibel.

(streams) sollte stabil werden und wurde stabil. Im Grunde war Mikes Plan, (streams) zu der Fediverse-Software der Zukunft zu machen. So hat er am 31.12.2022 offiziell Zap, Osada, Misty, Redmatrix und Roadhouse eingestellt. Das war aber kein Problem, denn zwischen den fünfen konnten Admins durch einfaches Rebasen nicht nur crossgraden, sondern auch zu (streams) upgraden.

Jetzt gab es nur noch Friendica, Hubzilla und (streams), wovon Mike nur noch (streams) betreute.

Dann kam ja silverpill auf Mike zu mit der Idee der nomadischen Identität über ActivityPub. Mike war interessiert. silverpill trieb das ziemlich voran inklusive dem einen oder anderen neuen FEP, darunter auch FEP-ef61, das in ActivityPub dezentrale Identitäten einführen sollte. Zot hat so etwas, Nomad natürlich auch, aber anders, und ActivityPub hatte das natürlich nicht.

Diese dezentralen Identitäten hat Mike auch in (streams) eingebaut. Langfristig sollte es ja möglich sein, zwischen verschiedenen Serveranwendungen zu klonen, so auch zwischen (streams) und Mitra. Zumindest aber sollten sie voneinander die dezentralen Identitäten als ebensolche verstehen. So sollte (streams) geklonte Mitra-Identitäten als solche erkennen, und Mitra sollte geklonte (streams)-Kanäle als solche erkennen.

Unter Laborbedingungen in Mikes nomadic-Zweig funktionierten die. Also mergete Mike im Juni 2024 den nomadic-Zweig in den dev-Zweig, den allgemeinen Entwicklungszweig. Auch der lief nur unter Laborbedingungen, weil (im Gegensatz zu Hubzilla, wo zwei öffentliche Produktivhubs Entwicklerversionen fahren) niemand außer Mike den dev-Zweig von (streams) produktiv fuhr.

Im Juli 2024 mergete Mike dann den dev-Zweig in den release-Zweig, um die neuesten Weiterentwicklungen an die produktiv gefahrenen, stabilen Server auszurollen. Da war allerdings Schluß mit Laborbedingungen. Jetzt mußten sich FEP-ef61 und die DIDs unter täglichen und breitgefächerten Realbedingungen beweisen.

Genau das taten sie nicht. Erst jetzt stellte sich heraus, daß (streams) mit den vielen Identitäten nicht klarkam. Es föderierte nicht mehr über ActivityPub. Es föderierte nicht mehr mit Hubzilla. Es föderierte nicht mal mehr mit sich selbst. Es konnte sich mit nichts mehr vernünftig verbinden.

Mike brauchte eine Weile, um überhaupt festzustellen, daß der Verursacher dieser Misere ein Identitätenchaos war. Das konnte er aber nicht auf (streams) selbst beheben. Hilfe hatte er auch keine. Die (streams)-Community war so winzig, da gab es niemanden, der ihm hätte helfen können. Der einzige, der die Fähigkeit gehabt hätte, hatte keine Zeit. Und der einzige, der Zeit und Bock hatte, hatte vom Coden keine Ahnung.

So mußte Mike sich erstmal einen Überblick verschaffen. Im August, also dem Monat nach dem Crash, als der Crash noch nicht behoben war, forkte er das streams-Repository und schuf Forte. Da wiederum riß er alles raus, was nicht ActivityPub war, also die Unterstützung sowohl von Nomad als auch von Zot6, um einen freien, ungehinderten Blick auf ActivityPub zu haben.

Inzwischen hatte er auch zwei andere Sachen gelernt: Software, die keinen Namen hat, interessiert keinen. Das verwirrt die Leute eher. Also bekam Forte wieder einen Namen. Die Public Domain brachte auch nichts. Also kam Forte wieder unter die MIT-Lizenz. Und Fediverse-Software, die überhaupt keine nodeinfo hat, ist praktisch unsichtbar. Also bekam Forte wieder nodeinfo, zunächst aber, ohne brauchbare Zahlen zu versenden. So konnte Forte zumindest vom Fediverse Observer und später vom FediIndex gelistet werden.

Forte half ihm, die ID-Misere zu entwirren, zu entflechten und zu lösen. Das reichte er dann auch nach (streams) weiter, das allmählich wieder funktionierte. Allerdings brannte er sich in dem August derart aus, daß er zum 31.8.2024 offiziell sowohl das streams-Repository als auch Forte zur Übernahme anbot und seinen Ruhestand ankündigte.

Dieses Mal fand eine Übernahme gleich gar nicht statt. Wie gesagt, in der (streams)-Community gab es niemanden, der sowohl die Zeit als auch das Know-how hatte, um auch nur Mike zu helfen, geschweige denn, eine Rolle wie Tobias oder Michael oder Mario anzunehmen.

Außerhalb von (streams) war (streams) selbst sogar auf Hubzilla kaum bekannt. Forte war sogar auf Hubzilla noch unbekannter, zumal es noch eine obskure, nichtöffentliche Bastelbude war, bis Mike im September 2024 die erste "offizielle" Entwicklerversion von Forte (und damit Forte selbst) veröffentlichte.

Und außerhalb von Hubzilla? Mike war es so leid, daß Mastodon als alternativlose Referenzimplementation des Fediverse angesehen wurde, daß er um 2023 anfing, Werbung für (streams) zu machen. Das erste Mal überhaupt, daß Mike von "wenn du es baust, werden sie kommen" abkam (es kam ja keiner) und irgendwas bewarb. Nur wußte Mike nicht, wie man zu Mastodon-Leuten spricht; ehrlich gesagt, das weiß auch auf Friendica und Hubzilla kaum jemand.

Oft genug ging aus Mikes Posts nicht mal hervor, daß er über ein konkretes Fediverse-Produkt sprach, und schon gar nicht, über welches. Wie auch, sprach er doch von etwas Namenlosem. Das heißt, auch er fing langsam an, den Namen des Repository zu verwenden. Aber er machte nicht unbedingt wirklich glasklar, daß er von etwas sprach, das jetzt in diesem Augenblick im Fediverse existierte. Schon gar nicht erwähnte er, daß es auch mit Mastodon verbunden ist, denn kaum jemand außerhalb von Mastodon weiß, daß Mastodon-Nutzer das nicht unbedingt automatisch verstehen.

Stand Mitte September 2024 hatte (streams) keine 100 aktiven Nutzer und Forte außer Mike gar keine. Traurigerweise hatte (streams) damals mehr öffentliche Server als heute, derweil Forte anderthalb Jahre gebraucht hat, um auch nur einen hervorzubringen. Wo sollen da Entwickler herkommen?

Mike hat übrigens nicht vor, (streams) einzustellen. Er und nicht nur er sagt, (streams) hat weiterhin seine Existenzberechtigung, und zwar als moderne Fediverse-Software, die von ActivityPub unabhängig ist. Er und nicht nur er sieht den ActivityPub-Schalter als eine Art letztes Bollwerk gegen Mastodon an und das einzige, das auf Kanalebene funktioniert, also nicht nur serverweit.

So, nun noch das Wort zu Smartphone-Apps.

Von Mike selbst war da nie etwas zu erwarten. Fediverse-Apps sind reine Frontend-Sachen. Und wir sollten inzwischen wissen, daß Mike nicht mal Web-UIs kann. Hubzilla ist für seine Oberfläche berüchtigt. Es ist doch erst schick geworden, als Saiwal mit seinen Utsukta-Themes anfing.

Außerdem hatte Mike immer schon genügend mit Webentwicklung zu tun. Da konnte man von ihm nicht auch noch erwarten, eine Smartphone-App zu entwickeln. Besser gesagt, zwei Smartphone-Apps, weil die iOS-App wahrscheinlich separat hätte entwickelt werden müssen. Mike wäre ja auch keiner gewesen, der in einer Smartphone-App nur das nötigste an Features eingebaut hätte. Wenn, dann alles. Er hätte also neben der Serversoftware zwei ziemliche Monster-Apps entwickeln und pflegen müssen.

Apps von Drittentwicklern?

Guck dir mal an, wie lange es gedauert hat, bis es von RaccoonForFriendica einen öffentlich verfügbaren Android-Release gab. Für iOS ist es meines Wissens bis heute nur über TestDrive verfügbar, aber nicht im App Store. Und selbst auf Android ist es noch nicht so stabil und fully featured, daß man es als Daily Driver nutzen könnte.

Für Hubzilla gab es mal Nomad für Android. Das wird seit gut sechs Jahren nicht mehr weiterentwickelt. Unter aktuellen Android-Versionen läuft es inzwischen gar nicht mehr. Und auch das ist nur ein Wrapper für die Weboberfläche, also ein glorifizierter Webbrowser. Ansonsten gibt's nur eine Minimalst-App von Mario, mit der er mal versuchsweise getestet hat, ob man von Android aus nach Hubzilla posten kann. Das ist absolut das einzige, was die App überhaupt kann.

Hubzilla hat eine Client API. Ob die aber funktioniert, ist weitestgehend unbekannt, weil noch nie jemand versucht hat, dagegen eine hinreichend mit Features ausgestattete App zu bauen. Dasselbe dürfte für (streams) und Forte gelten, für die es überhaupt noch nie irgendwelche Apps gegeben hat. Alle drei setzen statt dessen auf den Einsatz als PWA, nur daß da draußen keine Sau weiß, daß es das überhaupt gibt, geschweige denn, wie man das einrichtet.

Auf Drittentwickler kann man hier erst recht nicht hoffen. Von den Leuten im Fediverse, die Smartphone-Apps entwickeln können, kennt genau niemand Hubzilla, geschweige denn (streams) oder Forte. Selbst wenn sie Hubzilla kennenlernen würden, hätten sie keinen Bock, dafür eine App zu entwickeln. Lohnt sich nicht, weil nutzt keiner. Es lohnt sich viel mehr, die drölfzigtausendste reine Mastodon-App fürs iPhone zu bauen. Das heißt, mindestens die Hälfte von denen weiß doch sowieso nicht, was es außer Mastodon sonst noch so im Fediverse gibt.

Auf Hubzilla selbst gibt's nicht einen Mobilentwickler. Auf (streams) und Forte dürfte es niemanden geben, der überhaupt wirklich irgendwas entwickeln kann, nicht mal Webanwendungen (sonst hätte Mike Hilfe), Smartphone-Apps schon gar nicht.

#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #DFRN #Zot #Zot6 #Zot8 #Nomad #Mistpark #Friendica #RedMatrix #Hubzilla #Osada #Zap #Roadhouse #Streams #(streams) #Forte
Netzgemeinde/Hubzilla

When you see it, you'll shit brix: The Hubzilla timeline.

The "it" that you're supposed to see is:
  • The Fediverse did, in fact, not start with Mastodon.
    There was something in the Fediverse before Mastodon: Mistpark was there almost 6 years before Mastodon, Hubzilla was there 10 months before Mastodon.
    Mastodon came into an already existing Fediverse with servers and users and content and a culture.
    The Fediverse has never been only Mastodon. And it will never be.
  • The Fediverse had quote-posts almost 6 years before Mastodon.
    (Accurate implication: The non-Mastodon Fediverse can quote-post any public Mastodon toot with no problems, and it has always been able to do so, for as long as Mastodon has been around.)
  • The Fediverse had groups almost 6 years before Mastodon which still doesn't even support groups.
  • The Fediverse had better lists than Mastodon lists almost 6 years before Mastodon.
  • The Fediverse had reply control almost 6 years before Mastodon where people are still waiting for some kind of reply control.
  • The Fediverse had permissions almost 6 years before Mastodon where the concept of permissions is completely unknown.
And if you've really paid attention:
  • The Fediverse had no character limit to worry about almost 6 years before Mastodon came along with only 500 characters.
    The Fediverse had 16,777,215 characters almost 6 years before Mastodon had 500 characters.
  • The Fediverse had full rich-text formatting almost 6 years before Mastodon.
    The Fediverse could generate bold type, italics, underline, code blocks, bullet-point lists etc. without any Unicode trickery. Almost 6 years before Mastodon was there. And more than 12 years before Mastodon could even only display that stuff.

Although it should be blatantly obvious: This here is not a Mastodon toot. This post comes from Hubzilla directly to your Mastodon apps.

#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #Mistpark #Friendica #Hubzilla #FediverseCulture #QuotePost #QuotePosts #QuoteTweet #QuoteTweets #QuoteToot #QuoteToots #QuoteBoost #QuoteBoosts #QuotedShares #Groups #FediGroups #FediverseGroups #Lists #ReplyControl #Permissions #CharacterLimit #CharacterLimits #CharacterLimitMeta #CWCharacterLimitMeta #500Characters #TextFormatting #RichText #NotOnlyMastodon #FediverseIsNotMastodon #MastodonIsNotTheFediverse
Hubzilla Timeline and History

When you see it, you'll shit brix: The Hubzilla timeline.

The "it" that you're supposed to see is:
  • The Fediverse did, in fact, not start with Mastodon.
    There was something in the Fediverse before Mastodon: Mistpark was there almost 6 years before Mastodon, Hubzilla was there 10 months before Mastodon.
    Mastodon came into an already existing Fediverse with servers and users and content and a culture.
    The Fediverse has never been only Mastodon. And it will never be.
  • The Fediverse had quote-posts almost 6 years before Mastodon.
    (Accurate implication: The non-Mastodon Fediverse can quote-post any public Mastodon toot with no problems, and it has always been able to do so, for as long as Mastodon has been around.)
  • The Fediverse had groups almost 6 years before Mastodon which still doesn't even support groups.
  • The Fediverse had better lists than Mastodon lists almost 6 years before Mastodon.
  • The Fediverse had reply control almost 6 years before Mastodon where people are still waiting for some kind of reply control.
  • The Fediverse had permissions almost 6 years before Mastodon where the concept of permissions is completely unknown.
And if you've really paid attention:
  • The Fediverse had no character limit to worry about almost 6 years before Mastodon came along with only 500 characters.
    The Fediverse had 16,777,215 characters almost 6 years before Mastodon had 500 characters.
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    The Fediverse could generate bold type, italics, underline, code blocks, bullet-point lists etc. without any Unicode trickery. Almost 6 years before Mastodon was there. And more than 12 years before Mastodon could even only display that stuff.

Although it should be blatantly obvious: This here is not a Mastodon toot. This post comes from Hubzilla directly to your Mastodon apps.

#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #Mistpark #Friendica #Hubzilla #FediverseCulture #QuotePost #QuotePosts #QuoteTweet #QuoteTweets #QuoteToot #QuoteToots #QuoteBoost #QuoteBoosts #QuotedShares #Groups #FediGroups #FediverseGroups #Lists #ReplyControl #Permissions #CharacterLimit #CharacterLimits #CharacterLimitMeta #CWCharacterLimitMeta #500Characters #TextFormatting #RichText #NotOnlyMastodon #FediverseIsNotMastodon #MastodonIsNotTheFediverse
Hubzilla Timeline and History

@Gaming on the Fediverse That's quite a bit simplified. For one, four server applications and one protocol were lumped together. Besides, Zap is dead, and Forte isn't even mentioned.

So here's an attempt at telling the whole story (server applications are in bold type, protocols are in bold type and italics):

tl;dr:

2010:
  • DFRN
  • Mistpark/Friendika/Friendica
    (DFRN)
2011:
  • Zot
  • Free-Friendika
    (DFRN)
    (forked from Friendika)
  • several other Friendika forks
    (DFRN)
    (forked from Friendika)
    (discontinued 2011)
  • Red/Red Matrix
    (DFRN, from 2012 Zot)
    (forked from Free-Friendika)
    (rebuilt into Hubzilla 2015)
2015:
  • Hubzilla
    (Zot, later Zot6)
    (rebuilt from the Red Matrix)
2018:
    Zot6
  • Osada
    (Zot6)
    (forked from Hubzilla)
    (discontinued in 2018)
  • Zap
    (Zot6)
    (forked most likely from Osada, maybe from Hubzilla)
    (discontinued in 2022)
  • Osada
    (Zot6)
    (forked from Zap)
    (discontinued in 2019)
2020:
    Zot8
  • Redmatrix 2020
    (Zot8)
    (forked from either Zap or Mistpark 2020 or (the third) Osada)
    (discontinued in 2022)
  • Mistpark 2020 a.k.a. Misty
    (Zot8)
    (forked from either Zap or Redmatrix 2020 or (the third) Osada)
    (discontinued in 2022)
  • Osada
    (Zot8)
    (forked from either Zap or Redmatrix 2020 or Mistpark 2020)
    (discontinued in 2022)
2022:
  • Nomad
    (originally Zot11)
  • Roadhouse
    (Nomad)
    (forked from either Redmatrix 2020 or Mistpark 2020 or (the third) Osada)
    (discontinued in 2022)
  • (streams)
    (Nomad)
    (forked from Roadhouse)
2024:
Forte
(ActivityPub)
(forked from (streams))[/list]
So as far as Fediverse server applications go, he created Friendica, Free-Friendika, a few more Friendika forks, the Red Matrix, Hubzilla, three Osadas, Zap, Redmatrix 2020, Mistpark 2020, Roadhouse, (streams) and Forte. Depending on how you want to count them, that's at least 13 or 14 server applications. Four of these are still being maintained (Friendica by a new team, Hubzilla by another new team, (streams) and Forte by himself).

The long version:

In 2010, he created
  • the DFRN protocol
  • Mistpark (renamed first into Friendika later in 2010 and then into Friendica in 2011)

In 2011, he made several forks of Friendika. The reason was licensing: Friendika was getting quite some attention. As it was under the MIT license, chances were that it was tempting to fork it and turn the fork into a commercial, proprietary, closed-source monolith or something. On the other hand, the GPL in any shape or form would have hindered further development.

So Mike made a number of forks and relicensed all but one: Free-Friendika kept the MIT license and became the main development platform for Friendika. Friendika itself was relicensed under the AGPLv3.

Shortly afterwards, Mike discontinued all forks except Free-Friendika.

The same year, Mike needed something to keep people from losing everything whenever their Friendika home node was shut down. So he invented nomadic identity and created the Zot protocol.

Also the same year, Mike forked Free-Friendika into Red (spanish la red = the network). It would be renamed Red Matrix in late 2012 because "Red" is hard to Google.

In 2012, Mike rewrote Red almost completely. The whole backend was rebuilt against Zot.

However, the Red Matrix didn't take off. Most Friendica users were hosting their own private nodes. Nomadic identity made no sense for them. Besides, it seemed like many Friendica users didn't understand nomadic identity anyway, so they saw no advantage in the Red Matrix over Friendica, seeing as the features were almost identical otherwise. The Red Matrix had to be made more popular for hosting public servers.

So in 2015, the Red Matrix was rebuilt and greatly expanded into Hubzilla.

In 2018, Mike wanted to develop the Zot protocol further into Zot6. But this would have meant compatibility-breaking changes, also because what he wanted to do with nomadic identity over Zot6 was likely to not work with non-nomadic protocols anymore. So he couldn't do that on Hubzilla.

Instead, he made two new forks:
  • first Osada, forked from Hubzilla, which was the original Zot6 development platform and then evolved into a non-nomadic "gateway" between Zot6 and everything else
  • then Zap, forked most likely from Osada or maybe from Hubzilla, which got the whole Zot6 feature set, including nomadic identity, but which lost support for any and all non-nomadic protocols

A bit later, Zot6 became compatible enough with non-nomadic protocols. Forwarding content from Zap via Osada to the rest of the Fediverse was clunky anyway, forwarding content from the rest of the Fediverse via Osada to Zap even more so. So Osada was discontinued.

Instead, a new Osada was forked from Zap and got ActivityPub support. This and the branding were the only differences between Osada and Zap.

In 2019, when both Osada and Zap had become stable, Zap got ActivityPub support itself. The only difference between the two was now that Osada servers had ActivityPub turned on by default, and Zap servers had it turned off by default. It simply didn't make much sense to keep both alive, so Osada was discontinued again.

I think it was also in 2019 that Hubzilla was upgraded to Zot6.

In 2020, Mike made three more forks to develop Zot8, at least one of which was forked from Zap, and those that weren't were forked from one another: Redmatrix 2020, Mistpark 2020 a.k.a. Misty and Osada.

There was a rumour that Zap was the stable one, Misty was a bit more up-to-date, but potentially less stable, Osada was experimental with ActivityPub support on by default, and Redmatrix 2020 was experimental with ActivityPub support off by default. In fact, however, Misty, Osada and Redmatrix 2020 were absolutely identical in all but branding. Mike kept four server applications around to mess with brand fetishists.

In 2022, Mike forked one of the three into Roadhouse to develop Zot11. But Zot11 was no longer compatible with Zot6 as implemented on Hubzilla and Zap, so he declared it a new protocol named Nomad. Roadhouse got additional support for Zot6.

Now Mike had five server applications, still in order to mess with brand fetishists.

Later the same year, Mike forked Roadhouse into something intentionally nameless and brandless. Again, this was done to troll brand fetishists, this time also to facilitate forking and make people think up their own individual names for the fork rather than keeping the existing one. However, the code repository absolutely required a name, so Mike called it streams.

The community needed something to name this nameless thing by, so they took the name of the repository and wrapped it in parentheses to make sure that this is not actually the name. Ever since, it is colloquially being called (streams). By the way, (streams) is running on what would be Zot12 if it wasn't Nomad now.

On New Year's Eve 2022, Mike discontinued Zap, Redmatrix 2020, Misty, Osada and Roadhouse. (streams) was stable enough, and the other five could be upgraded not only to each other by rebasing the server code, but also to (streams). He asked all admins of Zap, Redmatrix 2020, Misty, Osada and Roadhouse servers to upgrade to (streams).

In 2024, (streams) got bogged down by some identity confusion after the stable release branch introduced decentralised IDs as per FEP-ef61, a part of the development of nomadic identity via ActivityPub. Partially in order to be able to sort this out, partially because the time seemed to have come for this to actually work, Mike forked the streams repository into Forte and removed all support for any protocols other than ActivityPub while still keeping it nomadic. And so Forte became the very first Fediverse server application that establishes nomadic identity via ActivityPub.

#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #DFRN #Zot #Zot6 #Zot8 #Nomad #Mistpark #Friendika #FreeFriendika #Friendica #Red #RedMatrix #Hubzilla #Osada #Zap #Redmatrix2020 #Mistpark2020 #Misty #Roadhouse #Streams #(streams) #Forte
Netzgemeinde/Hubzilla

@Thomas Eibich aka DK2NB Bauen die Workshops aufeinander auf oder kann man auch einfach so mal vorbei kommen?
Wir haben jedes Mal Leute dabei, die zum ersten Mal bei der Sprechstunde sind und häufig auch erst seit kurzem überhaupt im Fediverse. Das ist also kein Problem. Und da baut auch nichts aufeinander auf.

Was ist Hubzilla?
Oh, da muß ich weit ausholen. (Ich kommentiere übrigens gerade von Hubzilla.)

Hubzilla ist das absolute, ultimative Featuremonster im Fediverse. Eine Art Alleskönner, der Features hat, die für die allermeisten Fediverse-Nutzer im Fediverse völlig unvorstellbar sind, aber auch Features, die sich viele im Fediverse wünschen. Wohlgemerkt, ohne zu wissen, daß es diese Features im Fediverse längst gibt.

Hubzilla ist im Prinzip "Facebook trifft WordPress trifft Google Cloud Services trifft noch mehr Zeug" im Fediverse, und es kann mit wenigen Mausklicks aufgebohrt werden zu "Facebook trifft WordPress trifft Google Cloud Services trifft Joplin trifft GeoCities trifft <irgendeine Wiki-Engine hier einsetzen> trifft noch mehr Zeug" im Fediverse. Ja, GeoCities. Man kann buchstäblich Webseiten auf Hubzilla aufbauen.

Hier sind ein paar Links:

Hubzilla ist übrigens älter als Mastodon.

Hubzillas Vater ist @Mike McCue , ein pensionierter professioneller Software-Entwickler mit fast einem halben Jahrhundert an Erfahrung. Der hat schon 2010, noch vor dem in dem Sommer in den Himmel gehypeten diaspora*, eine extrem vielseitige und extrem leistungsfähige freie, quelloffene, dezentrale Facebook-Alternative gestartet, die ursprünglich Mistpark hieß und heute als Friendica bekannt ist. Die gibt's heute hoch, sie ist Teil des Fediverse, und sie ist mit Mastodon föderiert, seit es Mastodon gibt.

Friendica ist kein Facebook-Klon, sondern eine Facebook-Alternative, die grundsätzlich dieselbe Funktion haben soll wie Facebook, aber besser als Facebook ist. Friendica kann nebenher auch genutzt werden als vollwertiges Blogging-System mit allen Schikanen: Titel, Zusammenfassung, Kategorien, alles Mögliche an Textformatierung, beliebig viele Bilder mitten im Text eingebettet, über 16 Millionen Zeichen.

Friendica wurde aufgebaut auf seinem eigenen Protokoll namens DFRN. Aber ein Killerfeature von Friendica war schon immer, daß es sich in alle möglichen und unmöglichen anderen Richtungen verbinden kann: Fediverse, diaspora*, Tumblr, WordPress, sogar Twitter, ein paar Jahre sogar Facebook und so weiter.

So ganz zufrieden war er damit aber nicht. Ein großes Problem war nämlich, daß jedes Mal, wenn ein öffentlicher Friendica-Node dichtmachte, die Nutzer alles verloren. Auf die Lösung kam er 2011: nomadische Identität, also die Möglichkeit, die eigene Social-Networking-Identität gleichzeitig voll synchron auf mehreren Servern zu haben.

Dafür entwickelte er ab 2011 ein neues Protokoll names Zot, das genau diese Funktion bieten sollte. Um es zu implementieren, forkte Mike noch 2011 einen Friendica-Fork, den er im selben Jahr erstellt hatte, um mit verschiedenen Lizenzen zu experimentieren. (Deswegen steht Friendica heute unter der AGPLv3 und die meisten seiner "Nachfahren" weiterhin unter der MIT-Lizenz.)

So entstand etwas namens "Red" (von spanisch "la red" = "das Netzwerk"). 2012 wurde es komplett neu geschrieben gegen das Zot-Protokoll. Das war der eigentliche Startschuß für Hubzilla. Damals gab Mike übrigens Friendica (das inzwischen auf die AGPLv3 relizensierte Original) an die Community ab. Ende 2012 wurde Red umbenannt in "Red Matrix", weil man "Red" nicht googlen kann.

Allerdings wurde die Red Matrix kaum angenommen, weil sie im Grunde Friendica mit vielleicht ein oder zwei weniger Verbindungsmöglichkeiten und nomadischer Identität war. Die meisten verstanden nomadische Identität aber gar nicht, und von denen, die sie verstanden, glaubten viele, sie gar nicht zu brauchen, weil sie eh ihr Friendica-Konto auf ihrem eigenen Node hatten.

So gab es dann im März 2015 den Schnitt. Mike und seine Mitstreiter aus der Community nahmen die Red Matrix und strickten sie um für neue Zielgruppen, insbesondere Betreiber öffentlicher Server. Dafür wurden haufenweise neue, teilweise optionale Features drangebaut: WebDAV für den eingebauten Filespace, ein CalDAV-Server, der das Frontend des Eventkalenders mitnutzt, ein CardDAV-Server, nichtföderierende Artikel, Planungskarten, Wikis, Webseiten usw. usf. Und das Ganze wurde umbenannt in Hubzilla.

Wir sind übrigens immer noch zehn Monate vor dem Start von Mastodon.

Standardmäßig föderiert Hubzilla nur über sein eigenes Zot-Protokoll. Es unterstützt immer noch einiges an nichtnomadischen Protokollen und Verbindungen, aber alles, was nichtnomadisch und bidirektional ist, ist optional und standardmäßig deaktiviert, muß also in einem neuen Kanal erst aktiviert werden. Darunter fällt auch ActivityPub, das Hubzilla seit Juli 2017 als allererste Software überhaupt implementiert hat, zwei Monate noch vor Mastodon.

Damit war aber das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Mike wollte das Zot-Protokoll noch weiter entwickeln, und zwar auf Arten und Weisen, die möglicherweise die Kompatibilität beeinträchtigten. Das konnte er nicht auf Hubzilla selbst machen.

Also gab er 2018 Hubzilla ab an zwei Entwickler aus der Community und forkte es. Erst kam Osada, das wohl zunächst als Entwicklungsplattform für Zot6 dienen sollte, aber trotzdem noch die meisten von Hubzillas Verbindungsmöglichkeiten hatte. Bei Osada wurde übrigens fast alles wieder entfernt, was beim Umbau von der Red Matrix zu Hubzilla dazugekommen war.

Wie es aber zunächst aussah, würde Zot6 nicht mit nichtnomadischen Protokollen zusammenspielen können. So entstand als zweiter Fork Zap; ich glaube heute, Zap war ein Fork von Osada und nicht von Hubzilla. Jedenfalls behielt Osada die ganzen Verbindungsmöglichkeiten, verlor aber nomadische Identitäten. Zap wiederum blieb nomadisch, unterstützte aber nur Zot6.

Schließlich stellte sich heraus: Zot6 konnte sehr wohl mit nichtnomadischen Protokollen zusammenspielen. Also wurde Osada, wie es war, Anfang 2019 eingestampft. Die Idee, einen Osada-Kanal als Gateway zwischen Zap und dem Rest des Fediverse zu haben, war sowieso gaga und wenig praktikabel. Dafür wurde von Zap kurz darauf ein zweites Osada geforkt, das sich zumindest wieder mit ActivityPub verbinden konnte. Das war zunächst der einzige Unterschied zwischen Osada und Zap.

Im Laufe des Jahres wurden Osada und Zap stabil. Das heißt auch, Osada war so stabil, daß es keinen Grund mehr gab, warum Zap kein ActivityPub können sollte. Kurz darauf war der einzige Unterschied zwischen Osada und Zap neben dem Branding, daß auf Osada-Servern ActivityPub standardmäßig aktiviert und auf Zap-Servern standardmäßig deaktiviert war. Weil auch das Käse war und nur unnötigen Mehraufwand in der Entwicklung mit sich brachte, wurde das zweite Osada im Herbst 2019 komplett in Zap gemerget und eingestellt.

Weil Zap jetzt aber ein stabiler Daily Driver war, brauchte Mike wieder neue Entwicklungsplattformen für Zot8. Dafür wurden 2020 ein drittes Osada, Mistpark 2020 (alias Misty) und Redmatrix 2020 geforkt. Es gab das Gerücht, daß sie verschiedene Stabilitätsstufen darstellten. Tatsächlich waren sie bis auf das Branding identisch, und es waren deshalb drei, weil Mike damit die Markenfetischisten im Fediverse trollen wollte.

Einen stabilen Release mit Zot8 gab es nie. Statt dessen kam im Frühjahr 2021 Roadhouse dazu als Fork von einem von den dreien. Das basierte eigentlich schon auf Zot11, aber Zot11 war zu Zot6 in keinster Weise mehr kompatibel. Also entschied sich Mike, das Protokoll in Nomad umzubenennen. Heute sagt Mike, alle Versionen des Protokolls heißen jetzt Nomad; die Hubzilla-Entwickler widersprechen ihm aber und sagen, Zot6 ist immer noch Zot.

Jetzt hatte Mike fünf Projekte, die unterschiedliche Protokollversionen nutzte, ansonsten aber dasselbe konnten und fast dasselbe UI hatten.

Up- und Crossgrades gingen übrigens ganz einfach, in dem die Codebase des Servers umgestellt wurde. Man konnte von Zap nach Osada, Misty und Redmatrix 2020 upgraden. Man konnte zumindest zwischen Osada, Misty und Redmatrix 2020 hin und her crossgraden. Und man konnte von allen vieren nach Roadhouse upgraden.

Im Oktober 2011 forkte Mike Roadhouse in wieder etwas Neues. Dieses Mal ging er in eine ganz andere Richtung: Was er jetzt erschaffen hatte, hatte keinen Namen. Es hatte kein Logo. Es hatte keine Markenidentität. Es war auch kein Projekt mehr. Alles mit voller Absicht und sehr gut begründet. Noch dazu nahm er sogar die MIT-Lizenz weg und stellte es direktweg in die Public Domain. Damit wollte er noch größere Anreize für Entwickler schaffen, es zu forken, um daraus etwas Eigenes zu bauen.

Das Code-Repository brauchte aber zwingend einen Namen. Also wurde es "streams" genannt (ein Stream ist von Friendica bis heute das, was auf Twitter ein Feed und auf Mastodon eine Timeline ist). Weil nun aber die Community etwas brauchte, womit sie diese neue Software bezeichnen konnte, nahm sie den Namen des Repository und packten ihn in Klammern, um klarzustellen, daß das nicht der Name der Software war. Seitdem wird es seitens der Community "(streams)" genannt.

Von Zap, Osada, Misty, Redmatrix 2020 und Roadhouse konnte durch Rebasen auf (streams) geupgradet werden. Weil (streams) selbst aber keinen Namen, kein Branding und nicht mal einen festgelegten Identifier für den Servertyp hat, übernahm es kurzerhand den Server-Identifier und das Logo von der vorherigen Software. Ich habe selbst mal einen (streams)-Server gesehen, der mit Zap angefangen hatte (wie aus der Subdomain hervorging) und zwischendurch mal Misty war (weil er als Misty gebrandet war), aber vom UI und von der Softwareversion her eindeutig (streams) war.

Zum Silvesterabend 2020 stellte Mike dann Zap, Osada, Misty, Redmatrix 2020 und Roadhouse ein. Wer noch einen Server betrieb, dem war dazu geraten, auf (streams) upzugraden.

(streams) wird heute noch von Mike weiterentwickelt. An Verbindungsmöglichkeiten hat es neben Nomad auch Hubzillas Zot6 und optional, aber standardmäßig aktiviert ActivityPub. Sogar RSS- und Atom-Feeds werden nicht mehr unterstützt, um den Entwicklungsaufwand zu reduzieren.

Der letzte Fork kam im August 2024. Mike war ja damals einer der beiden Entwickler, die an nomadischer Identität über ActivityPub arbeiteten. Im Zuge dieser Entwicklung rollte Mike Portable Objects nach FEP-ef61 im Juni vom "nomadischen" Zweig von (streams) in den hauptsächlichen Entwicklungszweig und im Juli von da in den stabilen Zweig aus. Was im Labor aber funktioniert hatte, sorgte im täglichen Einsatz für Chaos, weil (streams) zuviele verschiedene Identitäten zu jonglieren hatte.

Also forkte Mike (streams) im August zu Forte, entfernte jegliche Unterstützung für Nomad und Zot6 und basierte das ganze Ding komplett auf ActivityPub, und zwar inklusive nomadischer Identität. Das dürfte hauptsächlich passiert sein, um die Nomad- und Zot6-Identitäten loswerden zu können, um das Chaos sichten zu können, aber auch, weil nomadische Identität über ActivityPub die Zukunft sein soll.

Zum 31. August warf Mike erst alle Brocken hin und wollte mit Entwicklung aufhören, weil das alles ein Riesenaufwand war. Er machte aber trotzdem weiter, weil sich in der winzigen (streams)-Community niemand fand, der (streams) und das noch instabile Forte hätte übernehmen können.

Im September wurde erstmals ein Post von Forte durch das öffentliche Fediverse föderiert. Von da an gab es die ersten, die mit ihren eigenen Forte-Servern experimentierten. Und im März 2025 erklärte Mike Forte offiziell für stabil. (streams) lebt aber weiter, denn sein Killerfeature gegenüber Forte ist, daß es ActivityPub nicht braucht. Man kann es also als Zugbrücke verwenden, um das ganze ActivityPub-basierte Fediverse auf einen Schlag auszusperren.

#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #ActivityPub #Zot #Zot6 #Nomad #Mistpark #Friendica #Red #RedMatrix #Hubzilla #Osada #Zap #Mistpark2020 #Misty #Redmatrix2020 #Roadhouse #Streams #(streams) #Forte
Thomas Eibich aka DK2NB (@[email protected])

4.2K Posts, 178 Following, 149 Followers · Fachlehrer und Schulleiter (Fachschule Heilerziehungspflege), Heilpädagoge, Heilerziehungspfleger, Krankenpfleger Vinyl collector HamRadio Operator DK2NB, DOK B11, CW, QRP Linux Debian (stable) Gnome Desktop 1. FCN Genealogie Eibich, Ullrich - Niemes, Nordböhmen Grillmeier, Höreth - Arzberg, Fichtelgebirge

radiosocial.de
Happy birthday Mike, and happy anniversary Mistpark and your whole family!

Best wishes from Hubzilla (I've still Got Zot)!

#FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #HappyBirthday #Mistpark #Friendica
Netzgemeinde/Hubzilla

#Fediverse-Plattform #Friendica

#Friendica (ehemals #Friendika, ursprünglich #mistpark, erschienen 2010) ist eine freie #Software für ein verteiltes soziales Netzwerk. Der Fokus liegt auf wirkungsvollen Datenschutzeinstellungen und leichter Installation auf eigenen Servern, welche insgesamt unabhängig operierend das dezentrale Netzwerk des #Fediverse formen. Wie auch #Mastodon versteht Friendica das Protokoll #ActivityPub.

https://friendi.ca/

friendica – A Decentralized Social Network

@prex Sit down, get a snack and a drink, for this will be long.

I wish someone made the federated G+
"The federated G+" was literally made before Google+ itself.

diaspora*


Have you ever heard of diaspora*?

If not, let me take you back to 2010. Back then, it first came out that Facebook was spying on its users and selling their private data. In spring, four students asked for $12,000 of crowdfunding for an ambitious project: a free, open-source, non-commercial, non-corporate, decentralised alternative to Facebook named diaspora*.

The word spread like wild fire. Tech media jumped upon it. Non-tech mass media jumped upon it. These four guys were about to develop a Facebook killer! Of the requested $12,000, they got over $200,000.

They started working in May, 2010. In October, they presented a first very early alpha version of diaspora* that could only run on Macs as servers. It would take the likely suicide of the project founder, the replacement of the whole development team and several years to even release a first beta. To this day, diaspora* did not have a 1.0 stable release.

In general, diaspora* did not become the huge, super-popular Facebook killer. It always remained obscure.

Google+


Then came Google. They saw that people wanted to move away from Facebook, but they thought they had nowhere to go. And Google wanted to exploit the self-same source of income as Facebook. So they launched Google+.

Google+ was a blatant, full-on, all-out rip-off of diaspora*. The circles that almost everyone "knows" were invented by Google? diaspora*'s aspects, stolen by Google. Google's entire new corporate UI design with the black navigation bar at the top? diaspora*'s design.

Like, cirlces? So ahead of its times!

Again: diaspora* had Google+'s circles before Google+ had circles. diaspora* has aspects, and Google stole them and named them circles.

Google got away with it easily. Nobody knew diaspora*. Nobody knew what diaspora* looks like. And diaspora* itself had other things to take care of than a multi-billion-dollar lawsuit against a power-mongering Silicon Valley teracorporation or even a C&D against Google.

The slow death of diaspora*


But seriously, diaspora* isn't worth looking at nowadays. It may have released a 0.9 beta last year, skipping 0.8 altogether. But it's withering away.

Shortly before New Year's Eve 2024, three major diaspora* pods shut down. According to one statistics website, diaspora* lost more than half its user accounts within three days. For April 1st, 2025, the shutdown of diasp.org, one of the biggest and most important pods, has been announced. JoinDiaspora, the old lighthouse pod, has been gone for quite a while now.

But diaspora*'s issues lie not only in its slow development, but also in its design decisions. It's beautiful, but it's minimalist to the point of being lack-lustre. Also, diaspora* does not support ActivityPub and never will. It only supports its own protocol. The developers have explicitly decided against supporting ActivityPub because Fediverse projects don't "implement ActivityPub", they "implement Mastodon". This, however, also means that diaspora* cannot connect to most of the Fediverse by far.

Friendica


But: There's even better than diaspora* and Google+ that's free, open-source, decentralised and federated. And it was there before Google+. I'm not kidding.

Remember, it took four students, $200,000 of crowd-funding and five months (May to October, 2010) to create a first, very unfinished preview of diaspora*.

But the same year, it took one developer and protocol designer with some three decades of experience (@Mike Macgirvin 🖥️), zero crowd-funding and only four months (March to July, 2010) to create a first, very fleshed-out and useable release of something initially called Mistpark.

At this point, when the four diaspora* creators were still tinkering, Mistpark was already more powerful than both diaspora* and Mastodon are today. It already had everything a social network needs. It had diaspora*'s aspects before diaspora* had aspects and long before Google+ had circles; only it called them lists. And Mistpark's lists were diaspora*'s aspects and Google+'s circles on coke.

Since early 2012, Mistpark has been known as Friendica (official website). Since mid-January, 2025, it is the primary go-to alternative to Facebook in the Fediverse. And it has continuously been fully federated with Mastodon for as long as Mastodon has been around. Since January, 2016. Again, I'm not kidding.

Friendica's descendants


But Mike didn't stop there. He went on and improved the same concept further and further by forking his own creations and advancing them technologically.

In 2011, he invented the concept of nomadic identity (something that Bluesky claims to have invented much later, but has yet to prove to be functional) to make identites more resilient against server shutdown, and he created another all-new communication protocol named Zot (today known as Nomad) for that purpose.

In 2012, he handed Friendica over to the community and forked it into something called Red, later the Red Matrix. It was the first not only decentralised, but nomadic social server application in the world. In 2015, it was redesigned, vastly expanded in features and renamed Hubzilla (official website).

To this day, Hubzilla is the one most powerful and feature-rich Fediverse server application. It is not a vague concept or in early development; instead, it has been a rock-solid multi-purpose daily driver for longer than Mastodon has been around.

Another one of its key features is what's the second-most advanced and fine-grained permissions system in the Fediverse, something that Mastodon doesn't have at all. Its privacy groups are diaspora*'s aspects or Google+'s circles on coke and 'roids because you can do things with them that are impossible even on Friendica, much less diaspora* or Google+, not to mention what Mastodon calls lists. They aren't called privacy groups for nothing.

In 2018, Mike handed the development of Hubzilla over to the community to concentrate on the further advancement of Zot. This led to:
  • Osada (2018, discontinued in 2019)
  • Zap (2018, discontinued in 2022)
  • another Osada (2019, discontinued later in 2019)
  • yet another Osada (2020, discontinued in 2022)
  • Redmatrix 2020 (2020, discontinued in 2022)
  • Mistpark 2020 a.k.a. Misty (2020, discontinued in 2022)
  • Roadhouse (2021, discontinued in 2022)
  • (streams) (code repository, 2021)
  • Forte (code repository, 2024)

Except for the first Osada, all of them were or still are nomadic. Except for Zap until some point in 2019, all of them supported or still support ActivityPub. And they all had or still have an advanced permissions system which, at least on (streams) and Forte, even slightly surpasses Hubzilla's. Their access lists are at least on par with Hubzilla's privacy groups.

Finally


If you're looking for a decentralised Google+ drop-in replacement, that'd be diaspora*. But diaspora* is dying, and it will never federate with Mastodon.

If you're also interested in something that's even better than Google+, check Friendica, Hubzilla and (streams).

#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Google+ #GooglePlus #diaspora* #Mistpark #Friendika #Friendica #RedMatrix #Hubzilla #Osada #Zap #Mistpark2020 #Misty #Redmatrix2020 #Roadhouse #Streams #(streams) #Forte #Lists #Aspects #Circles #PrivacyGroups #AccessLists
The diaspora* Project

Sorry if, like Steve Jobs, I believe that great design is part of the efficacy of any frameworks. My apologies to Friendica fans.

After spending (wasting) half a day exploring the eventuality of interesting posts and trying to change settings while waiting for anything to load, I closed my account despite my sincere efforts to appreciate Friendica.

Lesson learned: these hours would have been more enjoyable painting watercolors.

Apologies to Friendica fans if reporting my experience may sound exasperating.
I'm fully aware that Mastodon -is not- the fediverse but only a share of it and that Friendica is not a commercial venture, yet I observe that Mastdon is finely designed, and returns insightful content and is less time-consuming.

On a side note, I express my disapproval of Bluesky.

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