Mit #Fragnesia ist eine weitere Variante der Linux-Kernel-Lücke #CopyFail bekannt geworden. Die Schwachstelle ermöglicht es lokalen Angreifern Root-Rechte zu erlangen und betrifft erneut das XFRM-ESP-Subsystem von #IPsec. XFRM ESP-in-TCP ist eine Erweiterung des Linux-Netzwerk-Stacks für
IPsec-Verbindungen. Sie kapselt verschlüsselte ESP-Pakete in TCP, damit #VPN-Verbindungen auch in Netzwerken funktionieren, die herkömmlichen IPsec-Datenverkehr blockieren oder filtern.

Neue Linux-Kernel-Lücke Fragnesia ermöglicht Root-Zugriff über IPsec-Subsystem
Mit Fragnesia ist eine weitere Variante der Linux-Kernel-Lücke Copy Fail bekannt geworden. Die Schwachstelle ermöglicht es lokalen Angreifern Root-Rechte zu erlangen und betrifft erneut das XFRM-ESP-Subsystem von IPsec. XFRM ESP-in-TCP ist eine Erweiterung des Linux-Netzwerk-Stacks für IPsec-Verbindungen. Sie kapselt verschlüsselte ESP-Pakete in TCP, damit VPN-Verbindungen auch in Netzwerken funktionieren, die herkömmlichen IPsec-Datenverkehr blockieren oder filtern. Technisch nutzt der Angriff einen Fehler in der Verarbeitung fragmentierter Speicherbereiche innerhalb von XFRM ESP-in-TCP aus. Durch speziell präparierte Netzwerkpakete lassen sich inkonsistente Zustände im Speicher erzeugen, wodurch Angreifer Schreibzugriffe auf Kernel-Speicherbereiche erhalten können. Konkret wird dabei eine Speicherkorruption im Zusammenhang mit dem Page-Cache ausgelöst. Der Exploit manipuliert anschließend gezielt den Cache-Eintrag der Datei /usr/bin/su. Dadurch werden beim Ausführen des Programms veränderte Datenstrukturen aus dem Speicher geladen, was letztlich das Starten einer Shell mit Root-Rechten ermöglicht. Die eigentliche Binärdatei auf dem Datenträger bleibt dabei unverändert, da ausschließlich der im RAM befindliche Page-Cache verändert wird.
