(SWR) Grünen-Politiker Nouripour: “Ich hätte den Regenbogen wehen lassen”

Grünen-Politiker Omid Nouripour hat die Seiten gewechselt: Von der Abgeordnetenbank ins Präsidium des Bundestages. Er leitet Bundestagssitzungen und ist sich mit der Präsidentin nicht immer einig.

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Grünen-Politiker Nouripour: "Ich hätte den Regenbogen wehen lassen"

Streit um die Regenbogenfahne auf dem Bundestag: Bundestagsvize Nouripour hätte sie aufgehängt, anders als Präsidentin Klöckner

SWR Aktuell

(Berliner Kurier) Twenty4tim packt aus: “Als ich Sex mit Kim Virginia hatte …”

Eineinhalb Jahre nach der angeblichen Fake-Beziehung zwischen Kim Virginia Hartung und Twenty4tim erzählt Tim jetzt, was wirklich zwischen ihnen war.

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Twenty4tim packt aus: „Als ich Sex mit Kim Virginia hatte ...“

Eineinhalb Jahre nach der angeblichen Fake-Beziehung zwischen Kim Virginia Hartung und Twenty4tim erzählt Tim jetzt, was wirklich zwischen ihnen war.

Berliner Kurier

Nach Messerangriff in Bielefeld: Nein, der Verdächtige hatte keine acht Identitäten

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

Nach Messerangriff in Bielefeld: Nein, der Verdächtige hatte keine acht Identitäten

Ein Syrer, der im Mai mutmaßlich vier Menschen in Bielefeld mit einem Messer angegriffen hat, soll angeblich acht Identitäten haben, mit denen er mehrfach Bürgergeld bezog. Das stimmt nicht.

von Steffen Kutzner

17. Juni 2025

Hat ein Migrant acht Identitäten angenommen und für alle Bürgergeld bezogen? Nein, darauf deutet nichts hin. (Foto: Mike / Pixabay) Behauptung

Der Mann, der in Bielefeld am 18. Mai 2025 mutmaßlich mehrere Menschen mit einem Messer verletzte, habe acht Identitäten gehabt und dadurch mehrfach Bürgergeld erhalten.

Aufgestellt von: Beiträgen auf Facebook und X Datum:
22.05.2025

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Der Verdächtige hatte zwar mehrere Einträge in verschiedenen behördlichen Erfassungssystemen, diese wurden aber ohne dessen Zutun erstellt. Daher kann er sich auch nicht mehrfach Bürgergeld erschlichen haben.

„Wie kann es sein dass der Attentäter von Bielefeld 8 Identitäten hat vom Staat 8x Bürgergeld und 8 Wohnungen bezahlt bekommt […]“, fragt eine Benutzerin am 23. Mai 2025 auf Facebook. Auch auf X kursiert die Behauptung. Quellen werden nicht genannt, in einigen Beiträgen wird jedoch ein Screenshot eines Nachrichtenbeitrags der Welt gezeigt, etwa in diesem Facebook-Beitrag der AfD-Bundestagsabgeordneten Carolin Bachmann.

Wir haben nachgefragt, ob der festgenommene Syrer, der im Mai in Bielefeld vier Menschen mit einem Messer angegriffen haben soll, wirklich mehrere Identitäten hatte.

Beiträge wie dieser über den mutmaßlichen Täter kursieren auf X und Facebook (Quelle: X; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Der beruft sich als Quelle auf die Bild. Die hatte am 21. Mai folgendes berichtet: „Aus Sicherheitskreisen erfuhr BILD, dass Mhemed acht verschiedene Identitäten benutzte. Ob er sich so auch mehrfach Sozialleistungen erschlich, wird derzeit geprüft.“ Wer genau die Quelle ist, und wie die Angabe überprüft wurde, bleibt bei Bild offen. Eine Anfrage dazu an den Springer Verlag blieb bis zur Veröffentlichung dieses Textes unbeantwortet.

Eine Sprecherin des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen (NRW) erklärte uns zu der Angelegenheit, dass es in den verschiedenen Erfassungssystemen nicht acht sondern insgesamt zehn technische Datensätze zu dem Mann gegeben habe, wovon aber immer zwei identisch waren; es lagen also fünf inhaltlich unterschiedliche Datensätze vor. Diese Mehrfacherfassung ließe sich „im Wesentlichen auf technische, administrative und transkriptionsbedingte Gründe zurückführen“, so die Sprecherin. 

Mehrfache Datensätze sind nicht ungewöhnlich und entstehen behördenintern

Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass beispielsweise ein weiterer Datensatz entsteht, wenn die Akte des Verdächtigen vom Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zum BKA geschickt wird. Mehrere der Datensätze seien jedoch schon vor dem Angriff entstanden, als das BAMF bei der Beantragung des Asyls eine sogenannte Herkunftslandprognose durchführte. Dabei wird geschaut, in welchen Ländern der Name der Person häufig vorkommt. „Dies führte zur Zuweisung weiterer Herkunftsländer (Jordanien, Ägypten, Iran), obwohl Syrien als Herkunftsland bestätigt wurde.“ Für jedes dieser Länder werde ein weiterer Datensatz mit dem Namen des Mannes angelegt, so die Sprecherin des NRW-Innenministeriums. 

Das BAMF widerspricht dieser Darstellung: Bei der Herkunftslandprognose würde zwar überprüft, aus welchem Land eine Person kommt, dabei würde aber nicht für jedes Land ein eigener Datensatz erstellt, erklärt uns ein Sprecher telefonisch. 

Dennoch können offensichtlich bei der Einreise nach Deutschland im Rahmen des Asylverfahrens, oder im Falle einer Straftat bei den Polizeibehörden zusätzliche Datensätze entstehen; sie entstehen dann jedoch behördenintern und ohne das Zutun der Person, die einreist. 

Die verschiedenen Datensätze sind also kein Beleg dafür, dass sich der Verdächtige von Bielefeld mehrere Identitäten schuf, geschweige denn mit diesen mehrfach Bürgergeld bezog. Das bestätigt uns auch die Sprecherin des Innenministeriums NRW: „Es liegen keine Hinweise auf eine […] missbräuchliche Nutzung vor.“

Zudem lassen sich all diese Personalien auf eine einzige Identität zurückführen: Die, die von der Bundespolizei bei der Einreise angelegt wird. Dort sei auch der Fingerabdruck hinterlegt, womit Mehrfachidentitäten ausgeschlossen seien, da die am Asylverfahren beteiligten Behörden auf diesen Datensatz zugreifen, schreibt uns das BAMF. Sollten zu der Person mehrere Namen beziehungsweise mehrere Namensschreibweisen bekannt sein oder werden, würden diese als Alias-Namen in der Akte vermerkt. Da in der Akte auch die biometrischen Daten hinterlegt sind, sind auch alle eventuellen Alias-Namen, die etwa an verschiedenen Stellen bei der Übersetzung des arabischen Namens entstehen könnten (zusätzliche oder fehlende Bindestriche, ähnlich klingende Vokale, etc.), mit dieser spezifischen Person verknüpft.

Mehrere Medien berichteten irreführend: Alias-Namen sind keine verschiedenen Identitäten

Auf Nachfrage beruft sich der Axel-Springer-Verlag, zu dem Bild gehört, als Quelle auf eine Aussage des NRW-Innenministers Herbert Reul. Der sagte aber nicht, dass der Mann acht Identitäten habe, sondern acht „Alias-Namen“. Nicht nur Bild setzte die Alias-Namen mit mehreren Identitäten gleich, oder RTL sprachen beispielsweise von acht Identitäten.

Dass eine Person, ob Asylbewerber oder nicht, mit gefälschten Identitäten mehrfach Bürgergeld bezieht, ist nicht auszuschließen, aber es gibt mehrere Sicherheitsvorkehrungen, die so etwas unterbinden sollen, schreibt uns ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit. So müsse sich jeder Antragsteller durch entsprechende Nachweise authentifizieren; die Personaldokumente würden dann mittels eines vom bayerischen Landeskriminalamt entwickelten Online-Systems auf Echtheit geprüft. „Auch im weiteren Verlauf besteht regelmäßiger Kontakt mit dem Jobcenter. Ein Betrugsversuch dieser Art würde daher ein hohes Maß an krimineller Energie und die Umgehung mehrerer Prüfmechanismen erfordern.“ 

Redigatur: Max Bernhard, Matthias Bau

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Author: Steffen Kutzner

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(Spiegel) Ryan Phillippe hatte Angst vor seiner Rolle als schwuler Teenager

Er spielte den ersten schwulen Teenager in einer US-Daily-Soap und wurde ein Vorbild für viele Zuschauer. Heute erinnert sich Ryan Phillippe an seine Sorgen, die Rolle anzunehmen. Und an den Zuspruch danach.

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(Kleine Zeitung) “Ich hatte schon zu lange mit der Angst gelebt, dass jemand etwas erfahren könnte”

Ende 2024 hat sich Joao Lucas Reis Da Silva als erster Spieler auf der Tennis-Tour geoutet. Ein Schritt, der sein Leben verändert hat. S.a.: Novum im Tennis: Erstmals outet sich ein aktiver ATP-Spieler (11.12.2024)

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Novum im Tennis: Erstmals outet sich ein aktiver ATP-Spieler

João Lucas Reis da Silva ist der erste männliche Tennis-Profi, der sich outet. Frauen machen das bereits seit Jahrzehnten. (Sport)

queer.de

derStandard.at: Hätte KI die Diskriminierung homosexueller Paare beibehalten?

In der Justiz kann KI hilfreich sein. Doch soll sie auch bei Gesetzen und Rechtsprechung mitentscheiden? Fachleute zeigen Gefahren und Grenzen auf

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Hätte KI die Diskriminierung homosexueller Paare beibehalten?

In der Justiz kann KI hilfreich sein. Doch soll sie auch bei Gesetzen und Rechtsprechung mitentscheiden? Fachleute zeigen Gefahren und Grenzen auf

DER STANDARD

Wiener Zeitung: “Ich hatte Angst” – Julias Weg als junge Transfrau

Die Stimme ist hoch und die Haut glatt: Julias erste Schritte zu ihrem Leben als Frau sind gesetzt.

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„Ich hatte Angst“: Julias Weg als junge Transfrau

Die Stimme ist hoch und die Haut glatt: Julias erste Schritte zu ihrem Leben als Frau sind gesetzt.

B.Z. Berlin über Ralph Morgenstern: “Ich hatte mit 42 Jahren einen Herzinfarkt”

In seiner neuen Rolle spielt Ralph Morgenstern eine 20-Jährige und altert dann auf weit über 100.

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Ralph Morgenstern: „Ich hatte mit 42 einen Herzinfarkt“

Morgenstern führt in der Show„Berlin, Du coole Sau!“ durch 100 Jahre Musikgeschichte unserer Stadt. Privat hatte er schon schwere Zeiten.

B.Z. – Die Stimme Berlins

Dass Correctiv mit ihrer Geheimtreffen-Recherche Recht hatte, zeigt sich nicht nur durch ihre juristischen Erfolge, sondern auch darin, dass der Rechtsextremist Martin Sellner vor kurzem versehentlich alles zugegeben hat und es nicht einmal merkte.

Das rechtsextreme Treffen in Potsdam, an dem neben AfD-Politikern auch Mitglieder der Union und der Rechtsextremist Sellner teilgenommen hat, wurde von Correctiv in ihrem Kernpunkten in ihrer bekannten Recherche korrekt wiedergeben und Correctiv darf auch nach vielen juristischen Attacken sagen, dass die “Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland” geplant wurde.

Auch das Landgericht Hamburg hat in einem Urteil festgestellt, dass bei den Punkten rund um Remigration, Staatsbürger und Ausbürgerung alles korrekt war. Zitat vom Gericht dazu: “Die Darstellung entspricht der prozessualen Wahrheit”. Die AfD und ihre rechten Vorfeld-Medien versuchen seit Wochen erfolglos, Correctiv durch Propaganda in Verruf zu bringen und sind gescheitert. Sprich: In Potsdam wurde auch besprochen, deutsche Staatsbürger aus dem Land zu vertreiben.

Ausschnitt aus dem Gerichtsurteil, das Volksverpetzer vorliegt

Hintergrund

Das Treffen, das Ende November 2023 in Potsdam stattfand, hatte das Ziel verfolgt, Pläne zu besprechen, wie man Millionen von Menschen, darunter auch deutsche Staatsbürger, aufgrund rassistischer Kriterien aus Deutschland vertreiben könnte. Das ist das, was die AfD und andere extreme Rechte unter dem Euphemismus “Remigration” verstehen. So hatte Correctiv das auch beschrieben – und darf das auch weiterhin tun. Erinnern wir uns an die Fakten, die extreme Rechte leugnen wollen:

Correctiv hat ein Geheimtreffen von hochrangigen AfD-Politikern, unter anderem dem persönlichen Referenten von Alice Weidel, anderen Neonazis, Werte-Union und Unternehmern enthüllt, das im letzten November in Potsdam stattfand. Darin besprechen die Rechtsextremen, wie man Millionen von Menschen vertreiben könne und auch in Lager (!) in Afrika stecken könne. Und zwar auch deutsche Staatsbürger – diejenigen mit „falscher“ Herkunft oder Andersdenkende. Buchstäblich.

Screenshot correctiv.org

Zu den Plänen der millionenfachen Massen-Vertreibungen auch deutscher Staatsbürger haben „die anwesenden AfD-Mitglieder keine Einwände, im Gegenteil. Die AfD-Bundestagsabgeordnete Gerrit Huy betont, dass sie das skizzierte Ziel schon länger verfolge.“ Die AfD gab es zu: Das sind ihre geheimen Ziele!

Vertreibung von Deutschen wurde bisher geleugnet

Um diese Tatsache zu verschleiern, wurde via AfD-Anwalt und Geheimtreffen-Teilnehmer Vosgerau massiv Litigation-PR betrieben. Sprich: Er ging neben Correctiv gegen so ziemlich alle juristisch vor, die über das Treffen berichtet haben, um für potenzielle AfD-Wähler den Eindruck zu erwecken, die Correctiv-Enthüllungen seien im Wesentlichen falsch.

AfD-Anwalt Vosgerau hatte ein größtenteils erfolgloses Gerichtsverfahren gegen Correctiv angestrengt und erhielt dafür viel Aufmerksamkeit. Vosgerau forderte die Unterlassung bestimmter Aussagen des Berichts. Bemerkenswert dabei: In keinem dieser Verfahren ging es um die zentralen Fragen aus dem Bericht, sondern es wurden Nebensächlichkeiten angegriffen, die Vosgerau persönlich betrafen. In zwei von drei Dingen unterlag Vosgerau auch vor Gericht, rechte Medien inszenierten das jedoch trotzdem als die große Widerlegung des Correctiv-Berichts

Und auch das Gericht stellte explizit fest:

“Alle weiteren Inhalte der Correctiv-Berichterstattung, insbesondere ob, durch wen und in welchem Umfang die in dem Artikel thematisierte „Remigration“ von Menschen mit Migrationshintergrund, die einen Aufenthaltsstatus oder die deutsche Staatsbürgerschaft haben, auf der Veranstaltung in Potsdam diskutiert wurde, sind nicht Gegenstand der Entscheidung.”

Rechte versicherten vor Gericht, nicht über Vertreibung von Deutschen gesprochen zu haben

Zu den zentralen Fragen rund um Vertreibungen und deutschen Staatsbürgern wurden von einigen Teilnehmern stattdessen eidesstattliche Versicherungen abgegeben. “Wer eine solche Erklärung zur Vorlage bei Gericht abgibt und darin lügt, wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft (§ 156 StGB). Daher besteht die im Grundsatz berechtigte Erwartung, dass keine falschen Versicherungen abgegeben werden”, erklärte “Legal Tribune Online”. LTO hat zu der “Schlacht der eidesstattlichen Versicherungen” einen guten Artikel veröffentlicht, den wir an dieser Stelle empfehlen und noch einmal zitieren:

“In den Versicherungen heißt es u.a., dass auf dem Treffen “weder über eine Ausweisung von Staatsbürgern mit deutschem Pass gesprochen oder gar diese geplant” wurde, noch sei besprochen worden, „Menschen anhand rassistischer Kriterien, wie Hautfarbe oder Herkunft, auszuwählen und aus Deutschland auszuweisen“. Und ganz wichtig: Die Teilnehmer hätten “zu keinem Zeitpunkt eine Remigration von Menschen mit deutschem Pass gefordert oder geplant“.“

Während Vosgerau und weitere Treffensteilnehmer die Richtigkeit des Berichts via eidesstattliche Versicherungen anzweifeln, legten Correctiv-Mitarbeiter im Gegenzug selbst eidesstattliche Versicherungen vor, die ihre Recherchen und Quellen als zutreffend bestätigen sollen. So fasst LTO zusammen, welche Aussagen das betrifft:

“Insbesondere habe der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner gesagt, es gäbe drei Zielgruppen der “Remigration”: “Asylanten”, “Nicht-Staatsbürger” und die “Staatsbürger, die nicht assimiliert” seien, letztere seien laut Sellner das größte Problem. Hier habe Sellner die Lösung vorgeschlagen, man könne diese Menschen durch „maßgeschneiderte Gesetze“ und „hohen Assimilations- und Anpassungsdruck“ dazu bewegen, das Land zu verlassen. Die AfD-Bundestagsabgeordnete Gerrit Huy habe den Vorschlag eingebracht, Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft die deutsche wieder wegzunehmen.”

Das ist relevant, weil Vosgerau damit unter anderem gegen den NDR gewonnen hatte, dem untersagt wurde, zu schreiben, dass eine Ausweisung von Staatsbürgern Thema des Treffens war.

Sellner: Es ging doch um deutsche Staatsbürger

“Sie planten nichts Geringeres als die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland”, fasste Correctiv das Treffen zusammen. “Wichtigstes Ziel” sei es, Menschen “aufgrund rassistischer Kriterien” aus Deutschland zu vertreiben. Und zwar: “egal, ob sie einen deutschen Pass haben oder nicht.” Dieser Satz steht weiterhin im Text, weil Correctiv ihn sagen darf, weil er wahr ist. 

Die Rechten und Rechtsextremen haben das jedoch bisher wider allen bekannten Tatsachen geleugnet. Na ja, das stimmt auch nicht so ganz. Der rechtsextreme AfD-Politiker René Springer (der auch schon persönlicher Referent von Gauland war) nimmt kein Blatt vor dem Mund. Er gab nämlich zu, dass er „Millionen“ vertreiben möchte. Springer nennt das sogar ein “Versprechen”. Kurzer Realitätscheck: In Deutschland sind aktuell etwa 54.000 Menschen unmittelbar ausreisepflichtig. Die AfD will nicht diese Leute abschieben, das wurde auch auf der geheimen Konferenz klar. Sie will offenbar ALLE abschieben, die nicht weiß sind oder eine andere Meinung haben. Sie spricht ja nicht zufällig von “Millionen”.

Viel gravierender für das rechte Narrativ ist jedoch, dass der Rechtsextremist Martin Sellner vor kurzem versehentlich zugegeben hat, dass es in Potsdam sehr wohl um deutsche Staatsbürger ging. In einem Tweet zur angeblichen Migrationspolitik Schwedens schreibt der Faschist, er habe in Potsdam vorgeschlagen, dass Staatsbürger von jener “Remigration” betroffen seien.

Sellner hat damit Eidesstattlichen Versicherungen widersprochen

Also ging es sehr wohl in Potsdam um “Remigration” von deutschen Staatsbürgern. In den eidesstattlichen Erklärungen hieß es buchstäblich: Die Teilnehmer hätten “zu keinem Zeitpunkt eine Remigration von Menschen mit deutschem Pass gefordert oder geplant“. Der Rechtsextremist hat nicht einmal gemerkt, dass er hier versehentlich die zentrale Behauptung auffliegen hatte lassen. Hier gibt es den wesentlichen Knackpunkt: Plötzlich ging es doch um deutsche Staatsbürger, aber jetzt solle “Remigration” nicht die zwangsweise Ausweisung umfassen – Deportationen – sondern nur die Vertreibung mit anderen Mitteln. Also er meint, er möchte Staatsbürger zwar nicht deportieren, aber mit anderen Maßnahmen zur Ausreise drängen. 

Klar, er tut so, als gebe es einen wesentlichen Unterschied dazwischen, “Anreize” zu setzen, dass die Menschen “freiwillig” aus dem Land fliehen, der aktiven Ausweisung und zum Beispiel Deportation und er stört sich dennoch an den Begriffen wie “Vertreibung”. Jedoch war laut Correctiv buchstäblich auch von Lagern in Afrika die Rede, in die man Menschen “hinbewegen” könne. Sie geben quasi alles zu, nur distanzieren sie sich von den erzwungenen Ausweisungen (von Staatsbürgern).

Wir sollten nicht auf rechte Selbstverharmlosung hereinfallen

Es ist klar, dass diese Unterscheidung nur eine Propagandataktik ist, um etwas harmloser zu wirken. Wer das nicht glauben will, kann die Rechtsextremen ja einmal fragen, was sie als Nächstes tun werden, wenn steigende Diskriminierung nicht dazu führt, dass auch “Staatsbürger” freiwillig das Land zu Millionen verlassen. Deshalb haben sie ja den Begriff “Remigration” genutzt, um ihn selbst neu zu definieren. Ob sie damit auch gewaltsame Deportationen meinen – der AfD-Faschist Höcke spricht in dem Kontext in seinem Buch von “wohltemperierter Grausamkeit”, “Aderlass” und dass man “einige Volksteile verlieren werde” – wird bewusst verschleiert.

Der Holocaust begann nicht mit Deportationen, sondern zuerst mit Druck, dass Juden das Land zunächst “freiwillig” verlassen und später nach Madagaskar ausgesiedelt werden würden. Was “nichtassimiliert” heißen soll und wer das am Ende bestimmt, bleibt nämlich völlig offen. Anzunehmen, es ginge nicht um rassistische Kriterien bei den offenen Rassisten bei AfD und Sellner, wäre naiv. Das, was sie “Remigration” nennen, kann man auch einfach vor dem historischen Kontext “Vertreibungen” nennen. Den Potsdam-Teilnehmern nachzuweisen, dass es um zwangsweise Ausweisungen wie “Deportationen” geht, kann man nicht. An diesem Punkt setzen die juristischen Angriffe (erfolgreich) an. Dass es bei “Remigration” als “Vertreibungen” von deutschen Staatsbürgern ging, hat Sellner jetzt aber selbst zugegeben.

Was Sellner oder die AfD letztlich unter ihrem Euphemismus “Remigration” verstehen oder nicht, ist dann jetzt zweitrangig. Aber obwohl sogar vor Gericht versichert wurde, dass es in keinem Fall um deutsche Staatsbürger gegangen sei, gibt Sellner jetzt öffentlich zu, dass es doch so war. Das steht im Widerspruch zu den eidesstattlichen Versicherungen, die beim Landgericht Hamburg eingegangen sind. Dass Rechtsradikale lügen, ist an sich keine Neuigkeit, dass aber vor Gericht getan zu haben, könnte aber juristische Folgen haben. Eine Volksverpetzer-Anfrage, ob Anzeigen zu den falschen Aussagen eingegangen sind und ob ermittelt wurde, blieb unbeantwortet.

Anwalt Chan-jo Jun, der ebenso Ziel von (bisher ebenfalls erfolglosen) juristischen Attacken durch Vosgerau ist, ist der Meinung, dass die ganze “Remigrations”-Forderungen von Mitgliedern und Teilen der AfD sogar ein weiterer Baustein für ein AfD-Verbotsverfahren sein könnte: 

“Jeder sollte sich bewusst sein, dass die von Teilen der AfD angestrebte Remigration vor allem dafür steht, alle nicht Bio-Deutschen aus dem Volk zu verdrängen. Gerade diese Absicht ist wegen der innewohnenden Verletzung der diskriminierungsfreien Menschenwürde einer der wichtigsten Verbotsgründe.”

Fest steht: Correctiv hatte Recht. Und auch Volksverpetzer darf das schreiben – Vosgerau ging auch gegen uns juristisch vor und hat verloren. Wir dürfen weiterhin sagen, dass Correctiv aufgedeckt hat, dass die “Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland” beim Geheimtreffen in Potsdam geplant wurde. Correctiv berichtet, dass sie massiv bedroht und angegriffen wurden durch die rechten Anfeindungen. Außerdem haben sie die vielen juristischen Auseinandersetzungen viel Geld gekostet. Hier kann man Correctiv dabei unterstützen, sich nicht mundtot machen zu lassen. Correctiv hatte Recht – das hat jetzt Sellner versehentlich selbst zugegeben. Trotzdem attackieren Rechtsextreme sie dafür. Ob sie die Scharade weiter aufrechterhalten können, wenn das jetzt juristische Folgen für sie hat, kommt auch darauf an, ob die Medien ihren Job machen und darüber berichten.

Artikelbild: Sebastian Willnow/dpa / Screenshot twitter.com

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https://www.bachhausen.de/geheimtreffen-teilnehmer-gesteht-dass-correctiv-recht-hatte/

#correctiv #geheimtreffen #gesteht #hatte #recht #teilnehmer

Geheimplan gegen Deutschland

Hochrangige AfD-Politiker, Neonazis und finanzstarke Unternehmer planten die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland.

correctiv.org

Aktuell kursieren im Netz viele Memes und Videos, die behaupten, dass der Vizepräsidentschaftskandidat des Faschisten Donald Trump  – J.D. Vance – Sex mit einer Couch gehabt haben sollte. Angeblich hat Vance in seinem Buch „Hillbilly Elegy“ auf Seite 179-181 geschrieben, dass er mehrfach Sex mit einer Couch hatte. Hier wird das zum Beispiel behauptet: 

Aber stimmt es überhaupt, dass in dem Buch tatsächlich steht, dass Vance Sex mit einer Couch hatte? 

Diese dumme Frage beantworten wir an dieser Stelle jetzt bewusst noch nicht. Denn in diesem Artikel geht es in Wahrheit gar nicht um darum, auch wenn wir es bis jetzt so satirisch dargestellt haben. Das ist kein (absichtlich schlecht gemachter) Faktencheck. Denn wir wollten etwas ganz anderes damit zeigen: Hättest du ohne diesen Artikel überhaupt gewusst, dass dieses perfide Gerücht über amouröse Beziehungen zwischen Trumps Vize und Wohnzimmermöbeln im Raum steht? Und hältst du es jetzt vielleicht sogar für glaubwürdig, nachdem wir das alles so präsentiert haben?

Fakes durch Wiederholung

Vorab: Wir haben nichts Falsches geschrieben, das Gerücht ist echt. Wir haben den Faktencheck sogar genau so aufgebaut, wie ihn viele Faktencheck-Seiten bei seriösen Medien aufgebaut haben. 

Viele Faktenchecks und Artikel machen aber den Fehler, dass der Fake in den Vordergrund gestellt wird. Er steht fett in der Überschrift, im Titelbild und wird auch im Text wird er mehrfach erwähnt. Dass er falsch ist, oder was stattdessen wahr ist, steht weiter hinten im Kleingedruckten. Wir bei Volksverpetzer halten das für einen großen Fehler, denn dadurch entsteht beim Leser erst recht die Assoziation, dass etwas dran sein könnte. 

Eine Studie zeigt sogar, dass die Wiederholung des Fakes sogar dazu führen kann, dass der Fake eher geglaubt wird. 

Fakes buchstäblich in den Schlagzeilen

Viele Leser klicken außerdem nicht auf den Artikel. Was dann hängen bleibt, ist die Überschrift – in vielen Fällen ist das fatal. Oft kommt erst sogar ganz am Ende im Text die Auflösung, ob es nun tatsächlich stimmt oder nicht. Dann unterscheiden sich solche Artikel kaum noch von denen von Fake Seiten wie Reitschuster & Co., die packen auch erst bewusst jede Menge Spekulation und Fakes in den Artikel und schreiben dann manchmal ganz am Schluss, wo niemand mehr liest, dass es nicht stimmt. Hier hatte die FAZ unverantwortlich die Lüge dick in die Überschrift gepackt:

Ja, Menschen mit Medien- und Lesekompetenz lesen oben das „Fakes zu Trump-Anschlag“. Aber genau die Menschen ohne das fallen ja auf diese Fakes herein. Während die Fake-Verbreiter die Lüge laut und simpel wiederholen, verstecken die seriösen Journalisten die Wahrheit als „Spoiler“.

Russische Trolle schreiben sogar buchstäblich deutsche Medien – auch uns – an und bitten sie darum, ihre Fakes aufzudecken. Denn dadurch bekommen sie mehr Reichweite!

Genau deshalb machen wir das bei Volksverpetzer gerade nicht. Manche kritisieren uns und unsere Überschriften, dass sie emotional, reißerisch oder wertend sind. Dass das Urteil laut und knallig schon auf den ersten Blick ersichtlich ist. Das ist volle Absicht. Denn wir wollen ja die Fakten verbreiten, nicht den Fake. Und andere Medien müssen wirklich nicht voll aufdrehen wie wir (wir denken, wir müssen das machen, um ein Gegengewicht zu erzeugen), aber sie könnten zumindest den Fake nicht einfach nur plump wiederholen.

Heise Autos hat das letztens sehr gut gelöst zum Beispiel:

Faktenchecks machten diesen Fake bekannt

Genau so ist es jetzt mit dem Gerücht über Vance und den Sofas. Wir tragen durch einen Faktencheck (!) dazu bei, dass dieses Gerücht weiter gestreut wird. Wir haben diesen in unseren Augen Fehler, den seriöse Medien sonst bei rechten Fakes machen, deshalb bewusst mal bei einem Fake über einen rechten Extremisten gemacht. Quasi als ausgleichende Ungerechtigkeit. Obwohl wir ja gar nicht mal so viel unverantwortlicher geframed haben, als es als seriös anerkannte Medien und Faktenchecks machen. Aber manche werfen jetzt wirklich den Faktencheckern vor, diesen absurden Fake erst zu einer großen Diskussion gemacht zu haben.

Das ist vielleicht ein sehr gutes Beispiel, wie exzessives Faktenchecken in Kombination mit einem Meme erst eine „Debatte“ erzeugt hat. Vielleicht kann man das besser erkennen, wenn es mal „von der anderen Seite“ passiert, als inmitten einer aufgeheizten, parteiischen Diskussion. Hat vielleicht deshalb die US-amerikanische Faktencheck Seite AP ihre Faktencheck dazu inzwischen wieder gelöscht?

Auch ihr macht diesen Fehler!

Das gilt übrigens nicht nur für Journalisten und Medienschaffende. Die allermeiste Zeit, wenn ich einen Post von Nius oder anderen rechtsradikalen Lügnern in meinem Feed sehe, ist es genau dann, wenn Menschen sich darüber aufregen. Ihr teilt das aus einem antifaschistischen Impuls heraus, oder weil euch die Wahrheit wichtig ist, um zu zeigen, wie „böse“ oder unverantwortlich ihr diese Leute haltet. Aber letztlich passiert hier genau das gleiche: Der Fake oder das rechte Narrativ verbreiten sich und werden wiederholt. Die rechten Fake-Verbreiter preisen eure Aufregung direkt mit ein. Die formulieren das extra so, damit ihr euch darüber aufregt. So kriegen sie Reichweite. Das ist teilweise auch das Geschäftsmodell des Desinformations-Mediums WELT.

Volksverpetzer dreht das systematisch um, das ist unsere ganze Erfolgsstrategie. Auch unsere Gegner machen so diesen Fehler: Hier verbreitet der Cicero Autor Daniel Gräber aus lauter Wut unseren Faktencheck über seinen Artikel. 

Wir haben die Klick-Zahlen von damals ausgewertet: Dieses erneute Teilen hat die Zugriffszahlen auf unseren Faktencheck über Twitter nochmal VERDOPPELT. Danke Daniel Gräber. 

Er bzw. Cicero haben auch versucht, gegen diesen Artikel juristisch gegen uns vorzugehen. Und sind natürlich gescheitert. Seit dem herrscht gigantisches Schweigen dort zu diesem Thema.

AKW-Pseudo-Skandal: Cicero scheitert vor Gericht gegen Volksverpetzer

Also: Macht das nicht. Verlinkt nicht rechtsextreme Fake-Schleudern, um sie zu “widerlegen”. Teilt auch keine Screenshots von BILD-Schlagzeilen. Wiederholt nicht ihre Lügen. 

So geht es besser

Stellt die Fakten in den Vordergrund. Macht Werbung für die Wahrheit, wie es Thomas in seinem Buch zum Thema beschrieben hat. Stellt nicht das Fake-Narrativ und die Lügen in den Vordergrund, auch wenn es sie sind, die ihr widerlegen wollt. Benennt lieber klar, was stimmt, und was ihr denkt, was auch andere glauben sollten. Packt den Fake Screenshot vielleicht erst in den Kommentar im Thread, sodass man ihn erst sieht, NACHDEM man eure Widerlegung gesehen hat. Beziehungsweise das, was halt wirklich stimmt. Macht ein fettes rotes Kreuz über die Posts von Lügnern, damit man gleich auf den ersten Blick checkt, dass es falsch ist. 

Und so geht das Faktensandwich: Betone zuerst, was tatsächlich stimmt. Dann erst kommt die Einordnung, was an dem Fake tatsächlich falsch ist. Und am Schluss endet ihr nochmal mit den Fakten und der Wahrheit. 

So etwa: 

Haltloses Gerücht über Trumps Vize Vance

Aktuell verbreitet sich ein Fake über das Buch von Trumps Vize J.D. Vance „Hillbilly Elegy”. Darin beschreibt Vance, wie er in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist. Es enthält aber keine intimen Details über sein Sexleben.

Im Netz verbreitet sich ein Meme zu diesem Thema. Es ist aber scherzhaft gemeint und enthält falsche Informationen. Ein Social Media User hatte die Behauptung aufgestellt, dass in J.D. Vances Buch beschrieben wäre, wie JD Vance Sex mit einem Sofa hätte. Diese Behauptung verbreitete sich dann stark und viele User hielten den anfänglichen Scherz für eine tatsächlich korrekte Information. 

Das ist aber ein unbelegtes Gerücht, und es steht nicht in seinem Buch. In seinem Buch ist zu keinem Zeitpunkt von sexuellen Praktiken die Rede. Bitte achtet darauf, dass auch Sachen, die ihr als Scherz teilt, von anderen für echt gehalten werden können. Insbesondere wenn ein Fake so wie hier auch ziemlich übergriffig ist und das (sexuelle) Privatleben betrifft, was nichts mit Politik zu tun haben sollte.

Auch wenn Menschen wie Vance und Trump, deren Propaganda fundamental auf Desinformation angelegt haben (und auch solche Fakes unter der Gürtellinie verbreiten), es vielleicht verdient hätten zu erfahren, wie es ist, Opfer derartiger Lügen und Hetze zu sein. Aber das macht es moralisch nicht richtig. Wir sind die Leute mit den Fakten, deswegen müssen wir uns nichts ausdenken, um andere zu kritisieren. Das müssen die machen.

Trumps Vize-Wahl J.D. Vance: Rechtsextrem & Machthungrig

Artikelbild: canva.com / Vance: flickr.com, Gage Skidmore, CC BY-SA 2.0

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https://www.bachhausen.de/faktencheck-hatte-trumps-vize-j-d-vance-sex-mit-einer-couch/

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