@FotoVorschlag #FotoVorschlag "Dinge, die mit G beginnen"
Gusseisen
#photography #monochrome #MonochromeMonday #Webstuhl #dampfmaschine #TextilmuseumAugsburg
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Die #Dampfmaschine treibt noch immer die #Wirtschaft in #Deutschland an. Wo sich Ende des 19. Jahrhunderts besonders viele Dampfmaschinen drehten, sind heutzutage die #Durchschnittslöhne ĂŒber 4 Prozent höher als anderswo. https://www.rfberlin.com/research-insights/from-steam-power-to-artificial-intelligence/
Regional inequalities remain a central issue in public and policy debates. Where do such disparities originate? And what policies can reduce them? A new study traces these inequalities back to the introduction of a transformative technology: the steam engine. How does immigration affect jobs and wa
Allein wegen der Hypnosescheiben bin ich schwer in Versuchung. Ich wĂŒrde die Maschine dann bei einem Date im CafĂ© aufbauen. #dampfmaschine
Die #Dampflok war ganz sicher kein #hocheffizienterVerbrenner, aber die - echte und nicht nur als Schlagwort genutzte - #Technologieoffenheit hat mit der #Dampfmaschine unsere heutige Welt grundlegend geprÀgt, im Guten wie im Schlechten. Es ist Zeit, weiter zu ziehen und auf den technologischen Errungenschaften aufzubauen, SchÀden zu beseitigen und Fehler nicht zu wiederholen. Und ab und zu: Einfach mal Dampf ablassen!
Wer hĂ€tte gedacht, dass der Filmklassiker "Die Feuerzangenbowle" einmal als Einleitung fĂŒr einen JubilĂ€umstext zur Dampfmaschine taugt? :)
Es sind schon viele Sachen erfunden worden. Zum Beispiel der Tag der Erfinder (am 9.11., seit 2005), ein europĂ€ischer Erfinderpreis (2006), die Ideen-Erfindungen-Neuheiten-Ausstellung (IENA, 1948), eine Weltorganisation fĂŒr Geistiges Eigentum (WIPO, 1967), ein internationaler Patentvertrag (PCT), ein EuropĂ€isches Patent- und Markenamt mit einheitlichem Patentschutz und gemeinsamem Patentgericht (2023), nationale PatentĂ€mter und Patentgerichte, Patent- und LizenzgebĂŒhren, 4000 deutsche PatentanwĂ€lt/innen, weltweit mehr als drei Mio. Erfindungen pro Jahr, davon rund 60.000 in Deutschland (2024).
Eine Angabe der Zahl aller bisherigen Erfindungen ist nicht möglich, da die menschliche Geschichte voller Innovationen ist, von den einfachsten Werkzeugen des Steinzeitmenschen bis zu komplexen digitalen Technologien der heutigen Zeit. Der menschliche Geist hat in den letzten Jahrhunderten viele bahnbrechende Innovationen entwickelt, die unser Leben radikal verÀnderten. Details finden sich in Publikationen, die die wichtigsten Erfindungen der Menschheit auflisten. Hier die von den Autoren ausgewÀhlten Leistungen. Andere Veröffentlichungen behandeln mehr als hundert ausgewÀhlte Erfindungen.
<1> Das Rad (ca. 4000 v.Chr.) revolutionierte Transport und Arbeit.
<2> Buchdruck, um 1450 erfunden von Johannes Gutenberg, erlaubte die weite Verbreitung von Informationen.
<3> ElektrizitÀt, entdeckt und fortentwickelt von einer Reihe von Wissenschaftlern, u.a. Thomas Edison, Michael Faraday und Werner von Siemens
<4> Dampfmaschine: Sie schuf eine ortsunabhĂ€ngige Energiequelle und damit die Voraussetzung fĂŒr Eisenbahnen und Dampfschiffe. James Watt erhielt 1769 ein Patent .
<5> Computer: Der Deutsche Konrad Zuse stellte 1941 den ersten funktonsfĂ€higen Computer vor; Howard Alken baute 1944 in der USA den ersten GroĂrechner, 1976 erschien der erste Personal Computer.
<6> Telefon: Alexander Graham Bell erhielt 1876 den Nobelpreis fĂŒr die Erfindung des Telefons, Thomas Edison 1878 fĂŒr dessen Weiterentwicklung. Die Erfindungen stĂŒtzten sich auf Arbeiten von Antonio Meucci und Johann Philipp Reis.
<7> Elektrische GlĂŒhlampe, 1879 von Thomas Edison in den USA und zeitgleich von Joseph Wilson Swan in GroĂbritannien erfunden.
<8> Automobil: 1886 erhielt Gottfried Benz ein Patent fĂŒr ein motobetriebenes Fahrzeug. Nahezu zeitgleich hatten Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach benzingetriebene Motoren entwickelt.
<9> Flugzeug, 1903 von den BrĂŒdern Wilburg und Orville Wright vorgestellt.
<10> Fernsehen: 1906 projezierte der deutsche Erfinder Max Dieckmann die ersten Fernsehbilder, 1928 stellte August Karolus die erste Fernsehanlage vor.
<11> Internet: Seine Entwicklung erfolgte ab 1960 im mehreren Schritten. 1969 wurde die Technik erstmals vorgefĂŒhrt.
<12> Smartphone, 2007 von Apple-Chef Steve Jobs vorgestellt.
Eine aktuelle Auflistung prĂ€sentiert âZwanzig berĂŒhmte Erfindungen aus Deutschland im Ăberblick 2025â (wobei manche an der Grenze zu Entdeckungen stehen). ZunĂ€chst der Buchdruck von Johannes Gutenberg (1450) und das Reinheitsgebot beim Bierbrauen (Gesetz des bayrischen Herzogs von 1516, gilt als erste Lebensmittelvorschrift der Welt). Die GlĂŒhbirne entstand 1854 (Heinrich Göbel war 25 Jahre schneller als Thomas Edison, versĂ€umte es jedoch, ein Patent anzumelden). 1859 folgte das Telefon von Philipp Reis (auch er verzichtete auf ein Patent, so dass Graham Bell ihm zuvor kam).
Lothar Meyer erfand 1864 das Periodensystem, also die Ordnung der chemischen Elemente. 1966 konstruierte Werner von Siemens den elektrischen Dynamo und 1879 die elektrische StraĂenbahn. Robert Koch gelang 1870 der Nachweis, dass Bakterien als Krankheitserreger verantwortlich sind. 1885 baute Gottfried Daimler das erste Motorrad und ein Jahr spĂ€ter gemeinsam mit Wilhelm Maybach das erste Auto. Otto Lilienthal erfand 1894 das Gleitflugzeug und war damit einer der Pioniere der Luftfahrt. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte und nutzte die nach ihm benannten Strahlen. Aspirin wurde 1897 von Felix Hoffmann erfunden. Albert Einstein formulierte 1915 die RelativitĂ€tstheorie, die den Zusammenhang zwischen Raum und Zeit neu ordnete.
Hans Riegel erfand 1922 das GummibĂ€rchen, ein buntes StĂŒck Weingummi. 1925 entwarf der Hobbyfotograf Oskar Barnack die Kleinbildkamera. Aufbauend auf Arbeiten von Max Dieckmann und August Karolus konstruierte Manfred von Ardenne 1930 die erste vollelektronische Fernsehröhre. Otto Hahn entdeckte und analysierte 1938 gemeinsam mit Lise Meitner und Fritz StraĂmann die Kernspaltung. Der erste Computer wurde 1941 von Konrad Zuse gebaut. JĂŒrgen Dethloff und Helmut Gröttrup erfanden 1969 die Chipkarte, also die Voraussetzung fĂŒr bargeldloses Zahlen. 1988 wurde im Fraunhofer-Institut das MP3-Format entwickelt, also die Grundlage fĂŒr Walkman, iPod und MP3-Player. Das Forschungsehepaar Ugur Sahin und Ăzlem TĂŒreci erfanden 2020 den Impfstoff gegen Covid-19.
Bei Wikipedia entdeckt man ein Liste von rund 1750 Erfindern mit Beschreibung ihrer Erfindungen, die eine gewisse Bedeutung erlangt haben. Die Ă€ltesten ErwĂ€hnungen gehen auf die Sumerer, die Chinesen, die Griechen (Archimedes im 3. Jh. v.Chr.) und die Araber zurĂŒck.. Frauen sind weitaus unterreprĂ€sentiert: 2019 waren es 13%, im Durchschnitt der Jahrhunderte nur 5 bis 6%.
Wikipedia definiert Erfinder als jemanden, der ein Problem erkannt, schöpferisch gelöst und mindestens einmal damit Erfolg gehabt hat. Erfindungen können auch mehrmals gemacht werden oder durch stĂ€ndige Verbesserungen in mehreren Schritten entstanden sein. Zumeist handelt es sich um ein technisches GerĂ€t oder eine Maschine, es kann aber auch ein Verfahren, eine Methode oder eine Dienstleistung sein. Auch eine nicht materielle Idee, selbst wenn sie erst spĂ€ter von einem anderen in die Tat umgesetzt wird, kann als Erfindung zĂ€hlen. Gleiches gilt fĂŒr Erfindungen, die keinen Nutzen hatten oder die spĂ€ter wieder verworfen oder technisch ĂŒberholt wurden.
Bekanntlich haben sich bereits die Naturmenschen als Erfinder betĂ€tigt und unter anderem den Faustkeil und das Beil hergestellt. SpĂ€ter kamen Speer, Pfeil und Bogen, Steinbohrer, das Rad, die Kontrolle des Feuers, der Anbau von Pflanzen und die Tierhaltung dazu. Der Pflug diente der Landwirtschaft, die Töpferei schuf KeramikgefĂ€Ăe und mit Spindel und Webstuhl wurde Kleidung hergestellt.
Geeignete Erfindungen aus allen Gebieten der Technik können patentiert und damit geschĂŒtzt werden. Ein Patent wird auf Antrag und nach PrĂŒfung erteit, wenn die Erfindung neu ist, auf einer erfinderischen TĂ€tigkeit beruht und gewerblich anwendbar ist. Ein Patent erlaubt es, anderen bis zu 20 Jahre zu untersagen, die Erfindung gewerblich zu nutzen.
Um einen weltweiten Schutz einer Erfindung zu erreichen, ist die internationale Anmeldung beim Patent Cooperation Treaty (PCT) sinnvoll. Dieses Verfahren ist erforderlich, um nationale PatentschutzantrÀge bei jenen Staaten einzureichen, die sich dem PCT-Verfahren angeschlossen haben. Mit einem einzigen Antrag können somit Schutzrechte in 158 LÀndern veranlasst werden.
Der Patentschutz ist immer auf ein einzelnen Land begrenzt. Daher mĂŒssen nach der internationalen Anmeldung und PrĂŒfung SchutzantrĂ€ge bei den jeweiligen nationalen PatentĂ€mtern eingebracht werden. FĂŒr den Schutz in Europa reicht zumeist eine Anmeldung beim EuropĂ€ischen Patentamt (EPA) aus, die dann in den 39 Vertragsstaaten gĂŒltig wird.
Seit 2023 gibt es neben nationalem und internationalem Schutz ein âeuropĂ€isches Patent mit einheitlicher Wirkungâ, einschlieĂlich eines gemeinsamen Gerichtssystems âEinheitspatentâ). Die SchutzgewĂ€hrung gilt jedoch nur fĂŒr diejenigen EU-Mitgliedstaaten, die dieses Abkommen ratifziert haben. Bislang sind dies achtzehn.
Gegen eine Patenterteilung kann jedermann neun Monate lang beim EPA Einspruch einlegen. Ein Patent wird widerrrufen, wenn wichtige Voraussetzungen fehlen, zum Beispiel die Neuheit. Auch ein Teilwiderruf des Patents ist möglich. Gegen ablehnende Entscheidungen des EPA kann Beschwerde eingelegt werden. HierfĂŒr sind nationale Gerichte zustĂ€ndig. In Deutschland wĂ€re das eine Nichtigkeitsklage vor dem Bundespatentgericht.
Die Kosten fĂŒr die Patentierung einer Erfindung umfassen einmalige Anmelde- und RecherchegebĂŒhren sowie fortlaufende JahresgebĂŒhren. FĂŒr eine Patentanmeldung in Deutschland fallen bei elektronischer Einreichung mindestens 490 ⏠an (40 ⏠AnmeldegebĂŒhr + 300 ⏠Rechercheantrag + 150 ⏠PrĂŒfungsgebĂŒhren). Dazu kommen Kosten fĂŒr die technische Dokumentation und GebĂŒhren fĂŒr PatentanwĂ€lte. Kosten fĂŒr internationale Patente sind deutlich höher.
LizenzgebĂŒhren sind die vertraglich vereinbarte VergĂŒtung fĂŒr die Nutzung eines geschĂŒtzten Patents. Sie werden zwischen den Vertragsparteien privatrechtlich ausgehandelt und können entweder als prozentualer Anteil am Umsatz oder als feste Pauschale vereinbart werden. Die genaue Höhe hĂ€ngt von Faktoren ab wie der Branche, der Wettbewerbssituation, dem Wert und der ExklusivitĂ€t des Patents.
Das deutsche Patentgesetz von 1877 ermöglicht in KrisenfĂ€llen die Erteilung von Zwangslizenzen fĂŒr die gewerbliche Nutzung einer Erfindung, vor allem zur Sicherstellung der Inlandsversorgung. Seit 2024 plant dies auch die EuropĂ€ische Union, um zum Beispiel begrenzten ProduktionskapazitĂ€ten beim Kampf gegen Pandemien und Naturkatstrophen zu begegnen.
Wer ein Patent beantragen will, kann in Deutschland auf rund 4.000 PatentanwĂ€lt/innen zurĂŒckgreifen. Diese prĂŒfen die Chancen des Antrags, erstellen die notwendigen Unterlagen und fĂŒhren das Antragsverfahren. Ăblicherweise absolvieren sie ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium, dem eine mehrjĂ€hrige juristische Spezialausbildung folgt.
Nicht alle Erfindungen können mittels Patent geschĂŒtzt werden. Gemessen wird am bisherigen Stand der Technik. Die Erfindung muss neu sein, auf einer schöpferischen TĂ€tigkeit beruhen und gewerblich genutzt werden können. Daher sind insbesondere technische Problemlösungen schutzfĂ€hig. In Deutschland, Ăsterreich und der Schweiz enthĂ€lt das Patentrecht die Vorgabe, dass die Erfindung auf einem technischen Gebiet liegen muss. Andere Neuartigkeiten können z.B. durch Gebrauchsmuster geschĂŒtzt werden. Unser Alltag besteht aus Abertausenden Einzelteilen, Materialien, Herstellungsweisen und Anwendungen, fĂŒr die irgendwann irgendwer ein Patent angemeldet hat. FĂŒr die Frage, ob eine Erfindung zu einem Fortschrift fĂŒhrt, sind dann nicht die erfundenen Technik, sondern deren Anwendung und gesellschafte Akzeptanz entscheidend.
Wer eine geeignete Idee hat, kann sie sich also patentieren lassen. Damit sichern sich Personen und Unternehmen das Recht, dass nur sie damit Geld verdienen dĂŒrfen. Der Patentinhaber kann auch gegen Zahlung entsprechender GebĂŒhren Lizenzen vergeben, die Dritten die (gewerbliche) Nutzung eines Patents erlauben. Angesichts der Tatsache, dass ein Patent eine Monopolstellung verleiht und zu erheblichen EinkĂŒnften fĂŒhren kann, ĂŒberrascht es nicht, dass immer wieder Streit entsteht, weil die Konkurrenz eine Erfindung nachahmt oder sogar fĂŒr sich reklamiert oder ein Patent nicht anerkennt.
Eine hĂ€ufige Kontroverse geht um die Patentierbarkeit von Pflanzen und Tiere. Bei ZĂŒchtungen, die auf herkömmlichem Wege â also ohne Gentechnik â erfolgen, sind Patente unzulĂ€ssig. Unternehmen haben daher Schlupflöcher gesucht und gefunden, dies Verbot zu umgehen. Das EuropĂ€ischen Patentamt zeigt sich offenbar groĂzĂŒgig und soll schon mehr als 300 Patenten auf konventionell gezĂŒchtete Pflanzen und Tiere erteilt haben. Beispielhaft genannt werden Brokkoli, Salarsorten, Forellenarten und die Wassermelone. Der Verein âKeine Patente auf Saatgutâ klagt jetzt gegen die Genehmigungen.
Patente gibt es seit dem 15. Jahrhundert. Das erste bekannte Patent, das 1421 schriftlich dokumentiert wurde, galt einem âLastkahn mit Hebewerkâ zum Bau der Kuppel des Doms von Florenz. 1593 wurde in NĂŒrnberg ein Prozess wegen der Verletzung eines Patents abgehalten. Es ging um ein Mahlwerk zum Schleifen von Halbedelsteinen. Der Beschuldigte musste eine Strafe von zehn Gulden zahlen. Der Wert eines Guldens wird auf 10 Euro geschĂ€tzt.
Heute sind die finanziellen Dimensionen bei Patentstreitigkeiten ungleich gröĂer. 2022 gingen beim Bundespatentgericht rund 230 Klagen ein, oft wird darin um MillionenbetrĂ€ge gestritten. Beklagt sind zumeist Unternehmen des Maschinenbaus, der Elektrotechnik, der Chemie oder der Medizin. Ein prominentes Beispiel ist die Klage um die Herstellung des Corona-Impfstoffs. Die Kosten fĂŒr den Unterlegenen lagen bei knapp zwei Mio. Euro.
In den USA sind die Schadensersatzforderungen und die Strafen vielfach deutlich höher. Das hat ĂŒberraschende Auswirkungen auf den deutschen Patentmarkt. Da Patente nur in jenen LĂ€ndern gelten, wo sie erteilt wurden, melden US-Unternehmen ihre Erfindungen auch in Deutschland an. So kann es vorkommen, dass zwei US-Unternehmen sich vor einem deutschen Gericht streiten. Viele StreitfĂ€lle landen indes gar nicht vor Gericht, auch um Anwalts- und Gerichtskosten zu sparen. AuĂergerichtliche Einigungen sind einfacher und gĂŒnstiger.
Entdeckungen sind in der Regel keine Erfindungen. Sie betreffen nĂ€mlich etwas, das bereits vorhanden ist, allerdings bislang unbekannt und ungenutzt war. Danach Ă€ndert sich durch die Entdeckung nichts â auĂer der Kenntnisnahme und deren Verbreitung und dass das neue Wissen kĂŒnftig genutzt und gegebenenfalls weiterentwickelt wird. Beispiele sind z.B. die Schwerkraft oder ein chemischer Grundstoff.
Entdeckungen sind daher nicht patentierbar. Gleiches gilt fĂŒr wissenschaftliche Theorien, physikalische Gesetze oder mathematische Formeln. Sie bestehen unabhĂ€ngig davon,ob und wann sie entdeckt werden. Computerprogramme sind nur patentfĂ€hig, wenn sie zur Steuerung von NaturkrĂ€ften verwendet werden (z.B. der Airbag). Auch schöpferisch-kreative Werke aus Literatur, Musik und Kunst erhalten können nicht patentiert werden.
Hier greift das Urheberrecht. Es entsteht automatisch mit der Schöpfung und muss nicht wie gewerbliche Schutzrechte registriert werden. GeschĂŒtzt sind die ideellen und wirtschaftlichen Rechte von Schöpfern an ihren Werken, z.B. Texten, Musik, Pantomimen, Bauwerken, bildender und angewandter Kunst, Malereien, Fotografien und Filmen, wissenschaftlichen und technischen Darstellunge oder Computerprogrammen. Es umfasst u.a. das Recht, das Werk uu vervielfĂ€ltigen, zu verbreiten oder öffentlich zugĂ€nglich zu machen. Die Nutzung durch Dritte bedarf einer Erlaubnis des Urhebers. Der Schutz gilt in der Regel 70 Jahre nach dessen Tod.
Literatur darf nur aufgrund vertraglicher Vereinbarungen genutzt werden. Ihre Nutzung die Zustimmung des Rechteinhabers (Lizenz) oder eine gesetzliche Erlaubnis voraus. Gesetzlich zugelassen ist die Verwendung fĂŒr bestimmte Zwecke wie wissenschaftliche Forschung und Lehre einschlieĂlich des Zitierens, das Erstellen von Kopien fĂŒr den Eigengebrauch oder die Nutzung in der Lehre. Kunstwerke dĂŒrfen nicht kopiert, bei Wahrung der Rechte des Kunstschaffenden jedoch abgebildet und dokumentiert werden. Bei Musik ist fĂŒr eine öffentliche Nutzung grundsĂ€tzlich eine Genehmigung des Rechteinhabers erforderlich. DafĂŒr sind GebĂŒhren zu zahlen, deren Höhe von der Art der Musiknutzung abhĂ€ngt. Verwaltung und Inkasso liegen bei der privatrechtlichen Gesellschaft GEMA.
Ein dritter Weg, Erfindungen zu schĂŒtzen, gewerbliche Schutzrechte. Sie dienen dem Schutz des geistigen Eigentums, wie Erfindungen, Marken und Designs. Sie gewĂ€hren dem Inhaber das ausschlieĂliche Recht, die geschĂŒtzte Leistung zu nutzen, zu verwerten oder andere von der Nutzung auszuschlieĂen, und bilden so einen Wettbewerbsvorteil. Beispiele sind Gebrauchsmuster, Marken, Geschmacksmuster (Designs), Kennzeichen und geografische Herkunftsangaben. Sie schĂŒtzen vor Nachahmung und Kopien und sichern das alleinige Nutzungsrecht, sofern kein Lizenzvertrag besteht. Die Eintragung gewerblicher Schutzrechte erfolgt beim Deutschen Patentamt.
Der Tag der Erfinder wird international an verschiedenen Tagen begangen. In Deutschland, Ăsterreich und der Schweiz ist es der 9. November. Es ist der Geburtstag der Erfinderin (und Schauspielerin) Hedy Lamarr. Ihre Erfindung legte einen Grundstein fĂŒr Technologien wie drahtlose Netzwerke und Mobilfunk. Die Initiative fĂŒr einen Tag der Erfinder ergriffen 2005 zwei Berliner Unternehmer, die das Projekt bis heute betreuen ([email protected]). In den USA feiert man seit 1983 den 11.2., den Geburtstag von Thomas Edison, dem nach Zahl der Patente erfolgreichsten Erfinder. PrĂ€sident Reagan hatte diesen Gedenktag proklamiert. Andere Staaten haben andere Termine gewĂ€hlt.
Die Aktionen am Tag der Erfinder sollen zur KreativitĂ€t und zu eigenen Ideen ermuntern, die tĂ€gliche Bedeutung einzelner Erfindungen verdeutlichen, sich fĂŒr das Image zeitgenössischer Erfinder und VisionĂ€re einsetzen, ĂŒber aktuelle Erfindungen und deren Potential informieren und gleichermaĂen an wirkungsvolle wie an vergessene Erfinder erinnern.
Seit 2006 vergibt das EuropĂ€ische Patentamt jĂ€hrlich den EuropĂ€ischen Erfinderpreis. Er soll Wissbegierde und Ideenreichtum anspornen, den Erfinder/innen aus aller Welt Anerkennung zollen und jene Menschen wĂŒrdigen, die ihre Schöpfungen in technischen Fortschritt, Wirtschaftswachstum und Verbesserungen des Alltags umsetzen. 2025 wurde eine Recycling-Lösung fĂŒr Elektroschrott ausgezeichnet.
Bereits seit 1948 besteht die âIdeen-Erfindungen-Neuheiten-Ausstellungâ IENA, die jĂ€hrlich in NĂŒrnberg tagt. Sie ist die weltgröĂte Messe fĂŒr Erfinder und TĂŒftler und findet groĂen Zuspruch bei Personen und Firmen, die ander Vermarktung der Produkte interessiert sind. Vieles von dem, was erstmals auf der IENA prĂ€sentiert wurde, ist aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Mehr als 30.000 Erfindungen sollen dort bislang vorgestellt worden sein. Auf der diesjĂ€hrigen Messe (31.10. â 2.11.) wurden ĂŒber 540 âIdeen â Erfindungen â Neue Produkteâ prĂ€sentiert.
Der Sicherheit und Förderung von Erfindungen dient die World Intellectual Property Organisation (WIPO), eine 1967 gegrĂŒndete Sonderorganisaton der Vereinten Nationen. Sie dient dem Schutz des geistigen Eigentums und will den Innovatoren und Kreativen der Welt dabei helfen, ihre Ideen sicher zu nutzen und grenzĂŒberschreitend zu verbreiten. Sitz der Organisaton ist Genf. Sie hat 194 Mitgliedstaaten, denen jĂ€hrlich eine WIPO-Dokumentation ĂŒber den Schutz und die Förderung geistigen Eigentums vorgelegt wird.
Stolz lachend auf dem Weg ins Industrielle Abseits. Das ist die #cdU. #Verbrenner, #Dampfmaschine, 6-PS-Kutsche, #FAX, #Modem, #WettenDass
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/ministerpraesidenten-konferenz-bund-laender-100.html