Elterninitiative setzt sich durch: Zebrastreifen für Worringer Schulkinder wird realisiert

Elterninitiative setzt sich durchZebrastreifen für Worringer Schulkinder wird realisiert

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Christopher Dröge

22.03.2025, 11:01 Uhr

Lesezeit 3 Minuten

Der Zebrastreifen entsteht am südlichen Ende des Schulgeländes.

Copyright: Christopher Dröge

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Eine Elterninitiative hatte beharrlich auf die Umsetzung eines Beschlusses der Bezirksvertretung gedrängt.

Die Baustelle vor dem Komplex der beiden Worringer Grundschulen in der Straße An den Kaulen ist zwar eher übersichtlich, da sie im Grunde nur aus ein paar Absperrungen besteht, dennoch zeigt sie an, dass sich etwas tut: Hier an der südlichen Seite des Schulgrundstücks wird der lange geforderte Zebrastreifen nun tatsächlich realisiert. Die gut 400 Schüler der beiden Schulen werden damit erstmals eine geregelte Möglichkeit bekommen, die Fahrbahn zu überqueren.

Dabei ist der Zebrastreifen schon lange beschlossene Sache: Bereits 2021 hatte die Bezirksvertretung Chorweiler den Beschluss gefasst, die Straße in Höhe der Grundschule mit einem Zebrastreifen auszustatten – sowohl um den Schülern mehr Sicherheit beim Überqueren der Straße zu bieten, als auch um den Kfz-Verkehr abzubremsen, denn dank der langen, geraden Strecke kommt es hier regelmäßig zu Übertretungen der Geschwindigkeitsbegrenzung.

Elterninitiative leitet Zebrastreifen in die Wege

Zwar hatte die Bezirksvertretung damals schon eine „zeitnahe“ Umsetzung gefordert, dass es nun tatsächlich dazu gekommen ist, dürfte aber auch zu einem großen Teil der Lobbyarbeit der Initiative „Sichere Schulwege für Worringen“ und ihrem Initiator David Jungk geschuldet sein. Die in der Initiative organisierten Eltern hatten bei der Verwaltung immer wieder nachgehakt, wie weit die Pläne für den Zebrastreifen gediehen seien.

Jungk hatte die Initiative vor allem wegen der Szenen gegründet, die sich morgens vor Schulbeginn und teilweise in den Nachmittagsstunden beim Abholen der Kinder abspielen, denn auch hier führt der Andrang der sogenannten „Eltern-Taxis“  zu brenzligen Situationen, wie man sie inzwischen vor vielen städtischen Grundschulen beobachten kann.

„Die Eltern halten auf dem Gehweg oder in zweiter Reihe, um ihre Kinder rauszulassen, gleichzeitig laufen andere Schüler zwischen den haltenden Fahrzeugen hindurch. Bei der Hektik, die morgens herrscht, können sie leicht übersehen werden, das ist einfach brandgefährlich“. Neben seinen Bemühungen, die Kölner Verwaltung auf das Problem aufmerksam zu machen, versuchte er daher auch bei der übrigen Elternschaft ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen. Nicht ohne Erfolg, wie am diesjährigen Worringer Rosenmontagszug zu sehen gewesen war, denn dort waren die „Eltern-Taxis“ ein wiederkehrendes Thema gewesen.

Die Umsetzung des Zebrastreifens ist nun ein handfester Etappensieg für die Initiative, wobei Jungk betont, dass sie diese nur „verwandelt“ habe: „Der Beschluss der Bezirksvertretung lag ja bereits vor, und war deshalb die konkreteste Möglichkeit, schnell für Verbesserung zu sorgen. Das war wie ein Elfmeter, den man nur noch versenken muss“, sagt er.

Tatsächlich gehen seine Ambitionen aber deutlich über den Zebrastreifen hinaus: Ziel ist letztlich die Einrichtung einer sogenannten Schulstraße, in der zeitweise Sperrungen für den Kfz-Verkehr, außerhalb gelegene sichere Bring- und Abholzonen und alternative Fußwege für mehr Sicherheit sorgen sollen – ein Konzept, das die Stadt Köln zurzeit stadtweit auf Umsetzung prüft.

Das Containergebäude in der Bolligstraße kann nun endlich genutzt werden.

Copyright: Christopher Dröge

Zunächst aber gehe es nun vor allem darum, den Weg vom Schulgebäude zu den ausgelagerten Schulcontainern in der Bolligstraße zu sichern, die die Platznot der Katholischen Grundschule und der Gemeinschaftsgrundschule lindern sollen. Die Container stehen dort zwar schon seit einigen Monaten, weitere notwendige Arbeiten hatten die Nutzung jedoch bislang verhindert – nun erfolgt am 24. März die Inbetriebnahme.

Auf dem gut 400 Meter langen Weg dorthin müssen die Schüler auch die Straße Lievergesberg überqueren. „Da gibt es keinen Übergang und auch noch keine Kennzeichnung für die Verkehrsteilnehmer, dass sie sich im Bereich einer Schule befinden“, sagt Jungk. Mattis Dieterich, der Vorsitzende des SPD-Ortsverbands im Kölner Norden, hat daher bereits einen weiteren Zebrastreifen an der Kreuzung von Bolligstraße und Lievergesberg angeregt.

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Christopher Dröge

schreibt für das Stadtteil-Ressort des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Jahrgang 1979, studierte an der Universität zu Köln Sachen, die mit G anfangen (Germanistik, Geschichte und Geografie). Seit 2010 als freiberuflicher Journalist und Autor tätig, schreibt für verschiedene Kölner Lokalmedien. Seit 2020 auch für die KStA-Stadtteile, hier vor allem über den Kölner Norden.

Kölner Stadt-Anzeiger
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Düsseldorf braucht mehr Platz für Drogenabhängige
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wdr.de

Per Klick auf den Sprachatlas kann man sich heute schon anhören, wie beispielsweise das Wort Haus, ob Huus, Jius oder Wuusin in NRW ausgesprochen wird. Um die Sprache in Köln zu erheben, bedarf es weiterer älterer, vor allem auch jüngerer Kölner, mit familiären Wurzeln in Meschenich, Rondorf, Godorf, Junkersdorf, Fühlingen, Merkenich, Longerich, Nippes und Bayenthal. 

Wilhelm Jüllich setzt sein Kölsch manchmal ganz bewusst ein. Auf dem Wochenmarkt oder mit Handwerkern spricht er Dialekt, da sei man mit den Leuten sofort auf Augenhöhe. Aber es gibt auch andere Erlebnisse: „In einem kölschen Brauhaus habe ich mal Kühl bestellt. Der Köbes schüttelte den Kopf und sagte: ‚Haben wir nicht.‘ Ich sagte, das steht auf der Karte – gemeint ist Grünkohl. Das macht dann schon Spaß.“

www.dmw-projekt.de

https://www.bachhausen.de/koelsch-ist-fuer-mich-ein-wohlfuehlfaktor-worringer-nimmt-an-sprachstudie-fuer-dialektatlas-teil/

#dialektatlas #kolsch #nimmt #sprachstudie #wohlfuhlfaktor #worringer

DMW – Dialektatlas Mittleres Westdeutschland

Am 12. Juni 2024 sprach der nordrhein-westfälische 

So einfach, wie der NRW-Umweltminister es darstellt, ist die Situation vor Ort jedoch nicht. Verfolgt man die Diskussionen, gibt es schon lange massive Bedenken der Einwohnerinnen und Einwohner. Von den 80 in Deutschland geplanten Retentionsräumen befinden sich vier in Nordrhein-Westfalen, darunter der in Köln-Worringen. Die Planungen für diesen Raum stießen jedoch auf erheblichen Widerstand in der Bevölkerung.

Im März 2019 legte die Arbeitsgemeinschaft Retentionsraum Worringer Bruch, bestehend aus dem Bürgerverein Köln-Worringen und dem Bürgerverein Köln Roggendorf/Thenhoven, Widerspruch gegen die vorgelegten Pläne bei der Bezirksregierung ein. Bereits seit 2012 gab es intensive Diskussionen zwischen den betroffenen Menschen vor Ort und den Stadtentwässerungsbetrieben 

Eine „kleine“ Alternativlösung mit einem Fassungsvermögen von 15 Millionen Litern wurde bereits 2012 von den Bürgervereinen vorgeschlagen. Denn die seit Jahren engagierten Bürger*innen sprechen sich nicht generell gegen einen Polder aus. Der vorliegende Plan der Stadtentwässerung Köln, sei jedoch unverhältnismäßig, sowohl was den Schaden für Infrastruktur, Natur und die Bevölkerung angehe. 

Meine Kolleg*innen aus dem zuständigen Ausschuss und ich werden weiter an diesem Thema dranbleiben und die Sorgen der Menschen im Kölner Norden zur Sprache bringen.

https://www1.wdr.de/

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Hier weiter lesen…

https://www.bachhausen.de/hochwasserschutz-in-nrw-sorgen-der-menschen-zum-retentionsraum-im-worringer-bruch-muessen-ernstgenommen-werden/

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Hochwasser: Sind wir heute besser geschützt?

Die Hochwasserkatastrophe 2021 steckt vielen Betroffenen noch in den Knochen. Hat sich der Hochwasserschutz seitdem verbessert? Die Opposition im Landtag sagt: nein. Die Landesregierung spricht von "Hochwasser-Demenz" .

Geschichte eines UmzugsWarum der Worringer Bahnhof mitten in Nippes steht

Von

Christopher Dröge

31.03.2024, 15:00 Uhr

Lesezeit 2 Minuten

Der Worringer Bahnhof steht heute in Nippes. Über seine Geschichte informiert eine Broschüre des Heimatarchiv Worringen.

Copyright: Christopher Dröge

Das Heimat-Archiv Worringen beleuchtet in einer Broschüre die Geschichte des Worringer Bahnhofs. Der fand Ende der 1980er in Nippes eine neue Heimat. 

Wer den Worringer Bahnhof nicht kennt und auf der Karte sucht, wird sich beim ersten Mal womöglich verwundert die Augen reiben: denn das so benannte Gebäude findet sich nicht in dem Stadtteil am Kölner Ortsrand, sondern viele Kilometer weit weg auf dem Gelände des ehemaligen Eisenausbesserungswerks in Nippes.

Auch Gleise sucht man in dessen Umkreis vergeblich – statt als Bahnhof zu dienen, sind in dem historischen Gebäude mit der markanten Holzfassade heute verschiedene soziale Einrichtungen, wie etwa das Handwerkerinnenhaus, untergebracht.

129 Jahre lang war Worringer Bahnhof wirklich ein Bahnhofsgebäude

Den Namen trägt der Bau dennoch nicht von ungefähr, denn 129 Jahre lang war genau das seine Funktion: 1855 war er von der damaligen Cöln-Crefelder Eisenbahn als Haltestelle der damaligen Bahnstrecke zwischen Köln, Neuss und Krefeld erbaut worden.

Die Holzbauweise soll ihm im Volksmund auch die Bezeichnung „Westernbahnhof“ eingebracht haben, tatsächlich aber soll sich ein Direktor der Eisenbahngesellschaft ähnliche Bahnhofsgebäuden im zaristischen Russland zum Vorbild genommen haben.  Als die Trasse zu Beginn der 1980er Jahre in das Streckennetz der S-Bahn integriert wurde, genügte der alte Fachwerkbau den Ansprüchen nicht mehr, der Abriss wurde beschlossen.

Worringer Bahnhof für symbolischen Preis von einer Mark erstanden

Doch dagegen regte sich Widerstand und engagierte Bürger gründeten eine Initiative, aus der später der Verein „Zug um Zug“ hervorgehen sollte. Diese hatte sich zum Ziel gesetzt, das Gebäude zu einem Zentrum für Jugendarbeit zu machen. Nachdem sie den Bahnhof 1983 für den symbolischen Preis von einer Mark erstanden hatte, ließ die Initiative das Gebäude sorgfältig Stück für Stück abbauen.

Dank der Unterstützung durch Mittel der EU konnte er dann ab 1988 am heutigen Standort an der Kempener Straße wiederaufgebaut werden. Auch „Zug um Zug“ ist dort heute noch beheimatet und hat sich zu einem gemeinnützigen Träger entwickelt, der zahlreiche soziale Angebote unterhält.

Bereits seit Dezember letzten Jahres ist die Geschichte des Worringer Bahnhofs auch in einer neuen Broschüre des Heimatarchiv Worringen nachzulesen. Dessen Mitglieder Josef Heinz und Walter Bröder hatten akribisch nach alten Fotografien und historischen Erwähnungen des Gebäudes geforscht und diese auf 36 Seiten zusammengetragen.

Die Broschüre ist sowohl im Heimatarchiv als auch in weiteren Verkaufsstellen in Worringen für sieben Euro zu haben – geöffnet ist das Archiv am Breiter Wall 4 jeden Mittwoch zwischen 17 und 19 Uhr.

https://www.bachhausen.de/geschichte-eines-umzugs-warum-der-worringer-bahnhof-mitten-in-nippes-steht/

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Christopher Dröge

schreibt für das Stadtteil-Ressort des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Jahrgang 1979, studierte an der Universität zu Köln Sachen, die mit G anfangen (Germanistik, Geschichte und Geografie). Seit 2010 als freiberuflicher Journalist und Autor tätig, schreibt für verschiedene Kölner Lokalmedien. Seit 2020 auch für die KStA-Stadtteile, hier vor allem über den Kölner Norden.

Kölner Stadt-Anzeiger

#Ausflug nach #Worringen mit #Peter am 10.03.2020

Der #Worringer #Bruch ist eine rund 164 Hektar große, #sumpfig(e) #Flachlandschaft im äußersten #Norden #Köln(s). Dabei handelt es sich um einen etwa 8000 Jahre alten, mittlerweile fast völlig verlandeten #Mäanderbogen des #Rhein(s).