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Geschichte eines UmzugsWarum der Worringer Bahnhof mitten in Nippes steht

Von

Christopher Dröge

31.03.2024, 15:00 Uhr

Lesezeit 2 Minuten

Der Worringer Bahnhof steht heute in Nippes. Über seine Geschichte informiert eine Broschüre des Heimatarchiv Worringen.

Copyright: Christopher Dröge

Das Heimat-Archiv Worringen beleuchtet in einer Broschüre die Geschichte des Worringer Bahnhofs. Der fand Ende der 1980er in Nippes eine neue Heimat. 

Wer den Worringer Bahnhof nicht kennt und auf der Karte sucht, wird sich beim ersten Mal womöglich verwundert die Augen reiben: denn das so benannte Gebäude findet sich nicht in dem Stadtteil am Kölner Ortsrand, sondern viele Kilometer weit weg auf dem Gelände des ehemaligen Eisenausbesserungswerks in Nippes.

Auch Gleise sucht man in dessen Umkreis vergeblich – statt als Bahnhof zu dienen, sind in dem historischen Gebäude mit der markanten Holzfassade heute verschiedene soziale Einrichtungen, wie etwa das Handwerkerinnenhaus, untergebracht.

129 Jahre lang war Worringer Bahnhof wirklich ein Bahnhofsgebäude

Den Namen trägt der Bau dennoch nicht von ungefähr, denn 129 Jahre lang war genau das seine Funktion: 1855 war er von der damaligen Cöln-Crefelder Eisenbahn als Haltestelle der damaligen Bahnstrecke zwischen Köln, Neuss und Krefeld erbaut worden.

Die Holzbauweise soll ihm im Volksmund auch die Bezeichnung „Westernbahnhof“ eingebracht haben, tatsächlich aber soll sich ein Direktor der Eisenbahngesellschaft ähnliche Bahnhofsgebäuden im zaristischen Russland zum Vorbild genommen haben.  Als die Trasse zu Beginn der 1980er Jahre in das Streckennetz der S-Bahn integriert wurde, genügte der alte Fachwerkbau den Ansprüchen nicht mehr, der Abriss wurde beschlossen.

Worringer Bahnhof für symbolischen Preis von einer Mark erstanden

Doch dagegen regte sich Widerstand und engagierte Bürger gründeten eine Initiative, aus der später der Verein „Zug um Zug“ hervorgehen sollte. Diese hatte sich zum Ziel gesetzt, das Gebäude zu einem Zentrum für Jugendarbeit zu machen. Nachdem sie den Bahnhof 1983 für den symbolischen Preis von einer Mark erstanden hatte, ließ die Initiative das Gebäude sorgfältig Stück für Stück abbauen.

Dank der Unterstützung durch Mittel der EU konnte er dann ab 1988 am heutigen Standort an der Kempener Straße wiederaufgebaut werden. Auch „Zug um Zug“ ist dort heute noch beheimatet und hat sich zu einem gemeinnützigen Träger entwickelt, der zahlreiche soziale Angebote unterhält.

Bereits seit Dezember letzten Jahres ist die Geschichte des Worringer Bahnhofs auch in einer neuen Broschüre des Heimatarchiv Worringen nachzulesen. Dessen Mitglieder Josef Heinz und Walter Bröder hatten akribisch nach alten Fotografien und historischen Erwähnungen des Gebäudes geforscht und diese auf 36 Seiten zusammengetragen.

Die Broschüre ist sowohl im Heimatarchiv als auch in weiteren Verkaufsstellen in Worringen für sieben Euro zu haben – geöffnet ist das Archiv am Breiter Wall 4 jeden Mittwoch zwischen 17 und 19 Uhr.

https://www.bachhausen.de/geschichte-eines-umzugs-warum-der-worringer-bahnhof-mitten-in-nippes-steht/

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Christopher Dröge

schreibt für das Stadtteil-Ressort des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Jahrgang 1979, studierte an der Universität zu Köln Sachen, die mit G anfangen (Germanistik, Geschichte und Geografie). Seit 2010 als freiberuflicher Journalist und Autor tätig, schreibt für verschiedene Kölner Lokalmedien. Seit 2020 auch für die KStA-Stadtteile, hier vor allem über den Kölner Norden.

Kölner Stadt-Anzeiger

5x hab ich in den letzten 3 Wochen darauf hingewiesen.
Gestern haben wir sogar telefoniert und ich habe vom geplanten Ablauf des #Umzugs erzählt.
Und auch nochmal betont, dass der geplante Auftrag dann erst in der ersten Dezemberwoche in die Umsetzung gehen kann.

Gerade kommt die Mail rein:
"Auftrag hiermit erteilt. Bitte Umsetzungstermin in der nächsten Woche. Kannst du bis Donnerstag fertig sein?"

Ich übe jetzt Tanzschritte um's in dieser Sprache nochmal zu erklären 🙄

#leichtsauer

Das fuhr gerade ein Ferrari oder artverwandtes über die Autobahn.

Ja, auf der Terrasse kann man hier dem Klang der A81 lauschen.

#Umzugs Vorfreude