Improvisationen (Rilke + Barrett-Browning)

Sonett III

Tritt näher. Deine Seele kennt den Weg.
Zwei Innerste begegnen sich nicht wild.
Was sich erkennt, verlangt, was sich erfühlt,
hat längst entschieden, was es nicht mehr trägt.

Ich glaube an dich wie an einen Schwur,
der nicht erklärt, nur vollzogen sein will.
Dein Zögern brennt, doch gerade das Gefühl
macht meinen Griff so ruhig und so pur.

#Sonett #Gedicht #Lyrik #Poesie

Vergesst die Gastfreundschaft nicht

Genesis 18,1-15 berichtet von Abrahams Gastfreundschaft gegenüber drei Engeln, durch die der Herr ihn dann wissen lässt, dass seine betagte Frau Sarah gegen alle Wahrscheinlichkeit schwanger werden…

Katholisch? Logisch!

Improvisationen (Rilke + Barrett-Browning)

Sonett II

Wie liebe ich dich? Frag mein Fordern nicht.
Ich zähle nicht — ich treibe dich voran.
Mein Blick kennt längst den Punkt, an dem dein Bann
sich löst und mir gehorcht aus freier Pflicht.

Ich liebe dich mit einem klaren Drängen,
das weiß, wann Schonung nur ein Aufschub ist.
Wo du noch weich bist, werde ich bewusst
und zieh dich tiefer in dein eigenes Verlangen.

#Sonett #Lyrik #Poesie #Gedicht

Inspirationen durch Rilke und Barrett-Browning:

Sonett XIII

Bleib. Nicht, weil du es solltest — weil du musst.
Nicht aus Pflicht, sondern aus innerem Drang.
Dein Körper weiß es längst, dein Mund ist lang
schon ehrlicher als jedes Wort der Lust.

So wird die Liebe fordernd, fast gefährlich,
doch niemals ohne dich, niemals allein;
wir fallen nur, weil wir gemeinsam sein
und fallen wollen — ganz und unentbehrlich.

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Inspirationen durch Rilke und Barrett-Browning:

Sonett XII

Ich liebe dich nicht nur im offenen Sein,
ich liebe dich im Widerstand der Haut,
wo Lust sich gegen letzte Zweifel baut
und Nähe lernt, nicht vorsichtig zu sein.

So fordere ich dich mit meinem Blick,
der keine Antwort sucht, nur Gegenwehr;
denn erst, wo du mir nicht mehr sicher wärst,
beginnt das tiefe, dunkle Wir zurück.

#Lyrik #Poesie #Gedicht #Sonett

Inspirationen durch Rilke und Barrett-Browning:

Sonett XII

Ich liebe dich nicht nur im offenen Sein,
ich liebe dich im Widerstand der Haut,
wo Lust sich gegen letzte Zweifel baut
und Nähe lernt, nicht vorsichtig zu sein.

So fordere ich dich mit meinem Blick,
der keine Antwort sucht, nur Gegenwehr;
denn erst, wo du mir nicht mehr sicher wärst,
beginnt das tiefe, dunkle Wir zurück.

#Lyrik #Poesie #Gedicht #Sonett

Inspirationen durch Rilke und Barrett-Browning:

Sonett XI

Komm näher. Nicht aus Bitte — aus Verlangen.
Die Liebe weiß, wann Zögern Lüge wird.
Was uns noch trennt, ist längst schon angerührt,
der Körper hat die Seele eingefangen.

Ich will dich nicht verschonen, nicht erklären,
nicht sanft sein, wo das Feuer Wahrheit spricht;
dein Atem widerspricht dem inneren Licht,
das sagt: Jetzt heißt es bleiben oder gehen.

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Inspirationen durch Rilke und Barrett-Browning:

Sonett X

Wie liebe ich dich? Nicht, um mich zu finden.
Nicht, um in dir mein Spiegelbild zu sein.
Ich liebe dich, um neben dir allein
und dennoch ganz verbunden sein zu können.

Ich liebe dich mit meinem ganzen Werden,
mit meinem Anfang und dem späten Mut;
mit meiner Lust, die glaubt, und meinem Blut,
das weiß: Wir sind nur hier auf Erden.

#Lyrik #Poesie #Gedicht #Sonett

Inspirationen durch Rilke und Barrett-Browning:

Sonett IX

Dein Name ruht in mir wie stilles Brot,
das nährt, auch wenn ich es nicht täglich sehe.
Ich liebe dich mit einer solchen Nähe,
die selbst im Fernsein ihre Wärme bot.

Ich liebe dich mit Atem, Blick und Haut,
mit allem, was sich nicht erklären lässt;
mit jener Lust, die nichts besitzen heißt,
sondern sich schenkt, weil sie vertraut.

#Lyrik #Poesie #Gedicht #Sonett

Inspirationen durch Rilke und Barrett-Browning:

Sonett VIII

Mein Glaube wurde menschlich durch dein Sein,
nicht kleiner — weiter, tiefer, ohne Rand.
Ich fand in dir kein fernes Vaterland,
sondern ein Hier, in dem ich ganz darf sein.

Ich liebe dich mit meiner ganzen Schuld,
mit allem, was noch unerlöst in mir;
denn deine Nähe sagt mir ohne Ziel:
Du darfst. Du bist. Ich habe Zeit.

#Lyrik #Poesie #Gedicht #Sonett