Sonett XXIV – Schwerelosigkeit

Ich schwebe still in diesem weiten Raum,
den wir erschufen aus Berührung, Nähe,
wo jede Grenze sich ins Off'ne drehe,
und alles Endliche vergeht im Traum.

Die Trauer, die einst tief in mir geschah,
liegt fern nun wie ein Schatten ohne Schwere,
weil deine Nähe mich ins Licht begehre,
das ich durch dich in mir selbst wieder sah.

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Sonett XXIII – Stille

Die Stille trägt uns weiter als jedes Wort,
sie ist der Raum, in dem wir uns begegnen,
wo keine Zweifel unser Fühlen regen,
und alles Sein sich sammelt an diesem Ort.

Kein Drängen mehr, kein Suchen, kein Versteh’n,
nur dieses Wissen ohne jede Frage,
das uns durch jede noch so leise Lage
in sanfter Sicherheit lässt weitergeh’n.

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Sonett XXII – Einklang

Nun ruht die Welt in einem stillen Ton,
der aus uns wächst und leise weiterklingt,
als hätte sich in uns ein Raum vollbringt,
der alles trägt – und nichts verlangt davon.

Die Nähe ist nicht Drängen, nicht Begehren,
sie ist ein Sein, das ohne Worte spricht,
ein Gleichgewicht aus Dunkel und aus Licht,
in dem wir uns als Ganzes neu erklären.

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Sonett XXI – Erleuchtung

Ein stilles Leuchten wächst aus uns heraus,
als würde jede Tiefe sich verklären,
und selbst die Schatten sich ins Helle kehren,
getragen von dem, was wir sind daraus.

Dein Blick wird weit und trägt mich sanft darin,
als könnte ich mich ganz in ihm verlieren,
und doch in diesem Verlieren neu spüren,
wie ich in dir erst wirklich bei mir bin.

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Sonett XX – Schweben

Ich fühle, wie mein Innerstes sich hebt,
als hätte deine Nähe Flügel gegeben,
die mich nun sanft durch neue Räume tragen,
wo jede Angst sich still zur Ruhe legt.

Die Zeit verliert sich in dem, was wir sind,
kein Vor und Nach bestimmt noch unser Streben,
nur dieses Jetzt, das wir uns ganz ergeben,
trägt uns dahin, wo wir uns wiederfind’n.

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Sonett XIX – Öffnung

Es öffnet sich in mir ein weiter Raum,
als würde alles Schwere von mir weichen,
und deine Nähe beginnt auszugleichen,
was einst verloren lag in dunklem Traum.

Dein Atem trägt mich still in neue Sicht,
die Hände ruhen, ohne zu verlangen,
als hätten wir uns wirklich aufgefangen,
im leisen Licht, das durch uns beide bricht.

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Sonett XIIX – Auflösung

Ein leiser Schauer zieht durch unser Sein,
als würde sich die Spannung sanft entladen,
und alles Drängen wandelt sich in Gnaden,
die still und warm durch jede Faser scheinen.

Die Glut wird weich und trägt uns dennoch fort,
nicht mehr als Drängen, sondern als Verweilen,
als wollten wir die Ewigkeit hier teilen,
in diesem still gewordenen Akkord.

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Sonett XVII – Wellen

Wie Wellen zieht dein Rhythmus durch mich hin,
lässt jede Faser deines Taktes folgen,
als hätten wir uns längst darin geborgen,
und alles Strömen führt uns tiefer hin.

Die Zeit verliert sich in der Wiederkehr,
von Atem, Druck und sanftem Losgelassen,
als würden wir uns immer weiter fassen,
und jede Grenze weicht dem inn'ren Meer.

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Sonett XVI – Steigerung

Die Glut erhebt sich tiefer in uns zwei,
als würde jedes Fühlen sich verdichten,
und jede Berührung beginnt zu berichten,
wie nah wir uns im Innersten schon sei’n.

Dein Atem bricht sich warm auf meiner Haut,
die Hände finden Wege ohne Fragen,
als würden sie seit jeher alles sagen,
was sich in uns als leises Wissen baut.

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Sonett XV – Verschlingen

Die Nähe zieht mich tiefer noch in dich,
als gäb es keinen Rand mehr unsrer Räume,
als lösten sich im Fließen alle Träume,
und jede Grenze endet still in mich.

Dein Atem brennt und wandert durch mein Sein,
die Hände greifen tiefer nach dem Leben,
als wollten wir uns ganz einander geben,
und nichts bleibt fremd in diesem Einssein rein.

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