Bildung für Kinder mit besonderen Bedarfen darf nicht unter die Räder geraten! 🛑🏫
Die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) in Baden-Württemberg leisten hervorragende Arbeit. Die Nachfrage steigt enorm – bis 2033 wird allein im Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ ein Plus von 37 % erwartet. Doch dieser Trend trifft auf einen eklatanten Lehrkräftemangel und eine fehlende Strategie des Landes.
Die Folge: Die Landkreise müssen als unfreiwillige Ausfallbürgen einspringen. Allein 2024 wurden die Kreishaushalte mit rund 90 Millionen Euro für Schulbegleitungen belastet, weil sonderpädagogische Lehrkräfte fehlen.
Mit Blick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung ab dem Schuljahr 2026/2027 verschärft sich die Lage weiter. LKT-Präsident Dr. Achim Brötel mahnt:
„Wenn das Land hier nicht rasch gegensteuert und für eine auskömmliche Ressourcenausstattung sorgt, gerät das Bildungsangebot gerade für die Kinder und Jugendlichen mit besonderen Bedarfen unter die Räder.“
Die 35 baden-württembergischen Landkreise haben deshalb ein 10-Punkte-Positionspapier zur Stärkung der SBBZ veröffentlicht. Die zentralen Forderungen an die Landespolitik:
✅ Bedarfsgerechter Ausbau und eine weitsichtige Landesstrategie.
✅ Nachhaltige, strukturelle Finanzierungslösungen im Bereich der Schulbegleitungen statt befristeter Hilfen.
✅ Vollständige Mitfinanzierung der kommunalen Betreuungs- und Eingliederungsangebote (GaFöG-Begleitungen) im Ganztag.
✅ Gezielte Schulbauförderung für den rasant steigenden Raumbedarf.
Eltern brauchen echte Wahlfreiheit und Kinder brauchen die bestmögliche Förderung. Dafür muss das Land jetzt die Weichen stellen!
Das vollständige 10-Punkte-Positionspapier gibt es hier zum Nachlesen: 👉
https://www.landkreistag-bw.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Downloads/Positionen_u_Stellungnahmen/2026/Zugang_zu_sonderpaedagogischer_Bildung_sichern.pdf
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