Ermüdend über #PaperMills und Untergang des wiss. Publikationsystems zu lesen. Dahinter steckt eine Engführung auf das kaputte lebens- und naturwissenschaftliche #Publikationssystem. Das war schon vor #KI und hinüber und kippt jetzt endgültig. In den #Geisteswissenschaften kann ich alle diese Beobachtungen nicht wiedererkennen. Die sind aber auch Wissenschaft. Die viel bemängelte Unsichtbarkeit in den Metriken ist da mehr Segen als Fluch.

Anlass: https://b-i-t-online.de/heft/2026-01-reportage-mutschler.pdf

RE: https://phalanstere.social/@the_conversation_fr/116138239999899644

#PublierLaScience 2500$ pour devenir 2e auteur d'une fausse publi dans une revue indexée par Embase (base de données de référence en médecine, comme Pubmed). On peut choisir son article et sa position d'auteur. cf. cet "appel à auteur" (frauduleux) diffusé sur Facebook.
Merci pour cette copie d'écran @the_conversation_fr qui illustre les pratiques des #papermills : cela donne du concret à nos discours de sensibilisation.

RE: https://blog.tib.eu/2026/03/04/paper-mills-publikationen-per-prompt/

Unser Kollege @StefanSchmeja arbeitet im Bereich der #TIB-Publikationsdienste und ist insbesondere für Beratung und Schulungen zum Thema #OpenAccess zuständig. Er hat sich sog. #PaperMills genau angeschaut und beschreibt in diesem #TIBBlog-Beitrag, welche Auswirkung #KI auf das Phänomen hat: https://blog.tib.eu/2026/03/04/paper-mills-publikationen-per-prompt

Paper Mills: Publikationen per Prompt

Zu wenige Publikationen für die nächste Bewerbung? h-Index zu niedrig? Kein Problem. Wissenschaftliche Artikel kann man zwar nicht bei Amazon oder Temu, aber bei sogenannten Paper Mills bestellen. Diese Unternehmen erstellen gegen Bezahlung gefälschte wissenschaftliche Artikel, um sie in Fachzeitschriften zu veröffentlichen. Wissenschaftler:innen müssen also nicht erst mühsam Experimente durchführen oder Daten analysieren, um eine Veröffentlichung auf ihre Publikationsliste setzen zu können. Ganz billig ist das nicht, die Kosten reichen von einigen hundert US-Dollar für Zeitschriften mit niedrigem Impact Factor bis zu 20.000 US-Dollar für renommierte Zeitschriften. Damit der Artikel auch tatsächlich veröffentlicht wird, wird häufig auch der Peer-Review-Prozess manipuliert, zum Beispiel durch Gutachter:innen, die mit im Boot sind.

Studien zu Artikeln aus Paper Mills

Eine im August 2025 veröffentlichte und viel beachtete Studie hat versucht, das Ausmaß dieser fragwürdigen Praktiken abzuschätzen. Die Autor:innen untersuchten rund 277.000 Artikel im Megajournal PLOS One, identifizierten offensichtlich gefälschte Artikel und fanden heraus, dass eine kleine Anzahl von Editors für einen signifikanten Anteil an später zurückgezogenen Artikeln zuständig war. Diese bildeten offenbar ein regelrechtes Netzwerk, um mutmaßliche Erzeugnisse von Paper Mills einzuschleusen.

Geschätzt 50.000 gefälschte wissenschaftliche Artikel stammen jährlich aus Paper Mills. Foto: Nothing Ahead via Pexels, Pexels License

Das Phänomen wurde auch bei anderen Zeitschriften gefunden und die Autor:innen schätzen, dass mindestens 50.000 Artikel pro Jahr aus Paper Mills stammen. Dass gerade PLOS One für die Studie ausgewählt wurde, hat einen einfachen Grund: Die seit 2006 erscheinende Open-Access-Zeitschrift veröffentlicht umfangreiche, maschinenlesbare Metadaten und auch die Namen der verantwortlichen Editors. Das zeigt, dass Transparenz und Offenheit im Forschungs- und Publikationsprozess (zum Beispiel auch das Veröffentlichen der zugrundeliegenden Daten) betrügerische Praktiken zwar nicht verhindern können, aber für die Aufdeckung essenziell sind.

Das Problem der Paper Mills ist freilich nicht neu. Derartige Praktiken sind seit mehr als zwanzig Jahren bekannt, dank generativer KI erleben sie in letzter Zeit aber einen regelrechten Boom. Kein Wunder, sind Sprachmodelle doch hervorragend dafür geeignet, auf den ersten Blick plausibel erscheinende Texte samt Abbildungen zu einem beliebigen Thema zu fabrizieren. Eine weitere Studie zeigt einen 17-fachen Anstieg von redundanten Publikationen in den Lebenswissenschaften zwischen November 2022 – als die erste Version von ChatGPT veröffentlicht wurde – und 2024. Was früher einiges an Aufwand bedeutet hat, lässt sich heute per Prompt in wenigen Minuten erledigen. Mit dem Draft Outline Research Assistant oder Prism gibt es sogar die passenden Tools dafür. Ein Test zeigt, wie einfach das geht.

Wie gefälschte Artikel der Wissenschaft schaden

Der Schaden durch Paper Mills ist enorm. Im besten Fall enthalten die gefälschten Artikel „nur“ redundante Informationen, im schlimmsten Fall aber Fehlinformationen, die die wissenschaftliche Literatur kontaminieren und – da häufig klinische Studien betroffen sind – sogar Leben gefährden können. Doch auch wenn der Betrug rechtzeitig entdeckt wird, beim Peer Review oder schon bei der Eingangskontrolle durch den Editor, entsteht ein Schaden. Die Einreichungen binden einerseits Kapazitäten von Herausgeber:innen und Gutachter:innen, andererseits bringen abgelehnte Manuskripte dem Verlag keine Einnahmen. Eine Schätzung kommt auf Kosten von vielen Millionen US-Dollar durch Manuskripte aus Paper Mills – Kosten, die viele Verlage wohl über APCs (Article Processing Charges) oder Subskriptionen wieder hereinholen wollen.

Stockholm Declaration: Qualität statt Quantität

Wie bei Predatory Journals und anderen Fehlentwicklungen läuft es immer wieder auf das selbe grundlegende Problem hinaus: Eine Wissenschaftsbewertung, die zu großen Teilen auf Quantität statt Qualität setzt, insbesondere auf problematische quantitative Metriken wie Publikations- und Zitationszahlen, den h-Index oder den Journal Impact Factor. Diese sagen einerseits wenig über die Qualität der Forschung aus, sind aber andererseits, wie man sieht, manipulierbar. Auch das ist seit langem bekannt, und seit langem wird versucht, gegenzusteuern, formuliert etwa in der San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA) oder durch die Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA). Der neueste Aufruf ist die im November 2025 veröffentlichte Stockholm Declaration, entstanden aus einem Workshop an der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften (genau, die, die die Nobelpreise verleiht). Darin wird (wieder einmal) appelliert, akademische Anreizsysteme so zu gestalten, dass Qualität und nicht Quantität belohnt wird. Ob es diesmal etwas bewirkt? Wir werden sehen.

#KI #LizenzCCBY30DE #PaperMills #WissenschaftlichesPublizieren #Wissenschaftsbetrug

RE: https://mamot.fr/@amarois/116121013153213078

L'abstract d'un des articles cités publié ds le BMJ démontrant présence d'articles sans doute issus de #papermills est très chouette (entrainement d'1 modèle #AI pr tagger 2,6M articles sur le #cancer entre 1999 et 2024) : Scancar Baptiste, Byrne Jennifer A., Causeur David et Barnett Adrian G., « Machine learning based screening of potential paper mill publications in cancer research: methodological and cross sectional study », BMJ, 30 janvier 2026, vol. 392, p. e087581, https://doi.org/10.1136/bmj-2025-087581

[Veille] court papier dans les Débats de @lemonde montrant l'inanité du #publishORperish, des #rankings et des modèles de publication basés sur les APCs :« Ceux qui se lamentent du retard de la recherche occidentale risquent de tomber dans le piège tendu par l’Etat-parti chinois » https://www.lemonde.fr/idees/article/2026/02/19/ceux-qui-se-lamentent-du-retard-de-la-recherche-occidentale-risquent-de-tomber-dans-le-piege-tendu-par-l-etat-parti-chinois_6667432_3232.html
#papermills #chine #publishing #science #researchintegrity #ethics #evaluation #libertéAcadémique
« Ceux qui se lamentent du retard de la recherche occidentale risquent de tomber dans le piège tendu par l’Etat-parti chinois »

Le régime de Xi Jinping, ayant droit de vie ou de mort sur la carrière académique, a fixé le nombre de publications comme critère primordial d’évaluation, analyse Isabelle Feng, vice-présidente du cercle de réflexion Asia Centre, dans une tribune au « Monde ». Elle rappelle la très faible liberté des chercheurs et l’importante corruption qui gangrène le pays.

Le Monde

📣 Save the Date

Predatory Publishing, Paper Mills & andere unseriöse Praktiken beeinflussen zunehmend das Publikations- und Zitierverhalten von Forschenden.

Am 29. April 2026 um 12:30 Uhr spricht Jasmin Schmitz im Rahmen des BW-CAR LunchLabs über das Thema „Unseriöse Praktiken im wissenschaftlichen Publikationswesen und wie Forschende darauf reagieren können“.

📎 Mehr Infos & Anmeldung:
https://eveeno.com/149045218

#Wissenschaft #Publizieren #PredatoryPublishing #PaperMills #LunchLab

Guest post: Forget pickles and ice cream. I published a fake paper on pregnancy cravings for prime numbers – Retraction Watch https://retractionwatch.com/2026/01/30/guest-post-ai-chatgpt-generated-paper-pregnancy-math/ #ai #researchpaper #fake #fraud #papermills #journals
Guest post: Forget pickles and ice cream. I published a fake paper on pregnancy cravings for prime numbers

Image generated by Google Gemini I had grown weary of the constant stream and abuse of spam invitations to submit manuscripts to journals and to attend fake conferences on the other side of the wor…

Retraction Watch
FOS 54 Paper Mills und Fake Journals - The Future is Open Science

Paper Mills und Fake Journals. Wissenschaftlicher Betrug im großen Stil. Welche Möglichkeiten haben Autor:innen?

The Future is Open Science
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