In 2 Wochen sind Parlamentswahlen in #Armenien und es scheint - wie beim letzten Mal - wieder unübersichtlich zu werden.
Premierminister Paschinjan will seine Mehrheit für eine weitere Amtszeit verteidigen und die Arbeit seit der Revolution 2018 fortführen. Er verspricht weitere Reformen, außenpolitischen Ausgleich mit den alten Feinden Türkei und Aserbaidschan und dabei weitere vorsichtige Westintegration. Inzwischen fährt er eine populistische Social-Media-Kampagne mit Herzchen und Ortsbesuchen. Dabei wirkt seine Regierung teils inzwischen autoritär.
Denn die Oppositionsparteien, die alle irgendwelchen russlandnahen Oligarchen "gehören", sehen sich immer weiteren Ermittlungsverfahren, Festnahmen bis hin zu Verboten ausgesetzt. Dabei geht es um Korruption sowie Spionage und Einflussnahme für #Russland. Den Oligarchen droht inzwischen auch Verstaatlichung ihrer Konzerne. Wie die Geschichte des Landes lehrt, möglicherweise alles zu Recht. Die Opposition beklagt natürlich ihre Unterdrückung, entwirft bei einem erneuten Sieg Paschinjans Bedrohungsszenarien einer Übernahme Armeniens durch #Aserbaidschan und will wieder näher zu Russland.
Umfragen für die Wahl haben eine große Unsicherheit. Bei der letzten wurde eine Niederlage Paschinjans oder zumindest ein knappes Rennen prognostiziert - seine Partei erhielt dann aber eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Nun soll es angeblich wieder knapp werden, aber ob das glaubhaft ist?
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