Wie USA den Revolutionsgarden helfen

Die Geschichte hat bisher kein Beispiel dafür geliefert, dass ein Regime mittels Luftkrieg besiegt oder gar beseitigt werden kann. Hätten die Alliierten sich darauf beschränkt, ab 1942 Hitlerdeutschland nur zu bombardieren, – vielleicht wären die Nazis heute noch an der Macht? Wir wissen es nicht, aber es ist nicht auszuschließen, weil Bomben nicht entnazifizieren. Die aktuelle Entwicklung im Iran deutet darauf hin, dass das Regime noch einen Zahn zulegt. Die Revolutionsgarden, 200.000 Mann stark und hochgerüstet, Wirtschaftsprofiteure und ideologische Elitetruppe der Mullah-Diktatur, haben den Sohn Ali Chameneis zum neuen Religionsführer vorgeschlagen und offensichtlich damit ihren Einfluss ausgeübt.

Auch Ali Chamenei, von Israel und den USA getöteter Mullah, war auf Druck der islamischen Revolutionsgarden zum Nachfolger des Revolutionsführers Chomeini durchgesetzt worden – weil er ein Hardliner und korrupter Häscher ist, Moschar Chamenei ist ein ebensolcher Hardliner, wie sein Vater. Religiös qualifiziert ist er nicht, denn sein Studium ist eher die eines “Mullah light” – das spielt aber in diesem korrupten Regime offensichtlich keine Rolle, weil es den religiösen Heuchlern nicht um Allah, sondern um Geld geht, – und das haben der Chamenei-Clan und der Trump-Clan gemeinsam – einen Kopf wirtschaftlich führender Oligarchien aufgrund familiärer Bindungen an die Macht zu bringen. Die Chamenei-Familie wird auf ein Vermögen von vielen  Milliarden Dollar geschätzt, die Bonzen und Führungskräfte der Revolutionsgarden liegen knapp dahinter. Es liegt also auf der Hand, dass der bisherige Kriegsverlauf keine wirkliche Verbesserung der Verhältnisse für die iranische Zivilbevölkerung bringt, die bis in die Mittelschicht nach wie vor hungert.

Keine Fortschritte für demokratische Strukturen

Das gewaltsame Regime gräbt sich ein und weiss, dass es mit dem Rücken zur Wand steht. es wird also zum einen alle Möglichkeiten nutzen, um zu überleben und wenn nicht, versuchen, größtmöglichen Schaden im Untergang anzurichten. Darin bestehen enge Prallelen zum Untergang des NS-Regimes. Viele Fragen sich heute in den Medien, wie Donald Trump mehr demokratische Strukturen im Iran schaffen wolle. Wieso sollte er? Sein Vorgehen in Venezuela hat deutlich gemacht, dass ihm völlig egal ist, wer anstelle von Maduro die Macht ausübt – wenn sie geschmeidig ist, auch seine sozialistische Stellvertreterin. Würde sich – was nicht zu erwarten ist – der Khamenei-Sohn als geschmeidig gegenüber den Interessen der USA erweisen, hätte er eine echte Überlebenschance.

Willkür und Unseriosität Trumps ist das Kernproblem

Die Unzuverlässigkeit Trumps, der sich einen Dreck darum schert, dass nur der Kongress einen Kriegseinsatz der USA beschließen kann und nicht der Präsident per Dekret, und seine Launen machen ihn sogar als Kriegspartner unberechenbar. Trump interessieren keine Details, das hat er in den jüngsten Pressekonferenzen wiederholt deutlich gemacht. Etwa die Frage der Verantwortung für hunderttausende Kurdinnen und Kurden, die schon im Irak und in Syrien unter Eisatz ihres Lebens für die Demokratie und für ihre vermeintlichen eigenen Rechte gekämpft haben. Sie kämpften auf Seiten der USA und Russlands gegen den Islamischen Staat. Ohne die YPG-Milizen wäre der IS in Syrien nicht besiegt worden.  Zum Dank wurden sie anschließend durch Erdogan verfolgt, von Trump, Biden und wieder Trump verraten und verkauft. Im Zuge der Eroberung Syriens durch die herrschenden Islamisten und auf Initiative Erdogans, der die USA nichts entgegensetzten, wurden und werden die Kurden als nützliche Idioten des Westens benutzt. Sie haben den IS-Terror bekämpft und diese Leute inhaftiert, um erleben zu müssen, wie die neue syrische Regierung unter Duldung der USA die IS-Terrorlager mit mindestens 30.000 IS-Terroristen und ihren Familien freilässt.

“Gespräche” der USA mit den Kurden?

Im Nordirak, das darf nicht vergessen werden, sind seit dem Irakkrieg die beiden wichtigsten kurdischen Familien, die Barsani- und die Talabani-Clans vor Erdogan nur durch ihre eigene Bewaffnung sicher. Sie werden seit Jahrzehnten auch durch Deutschland, insbesondere Nordrhein-Westfalen unterstützt und dort sind auch Bundeswehrsoldaten stationiert, die sie ausbilden und für eine gewisse Sicherheit sorgen. Auch Deutschland kann so leicht zum Ziel iranischer Anschläge werden. Wenn es nun “Gespräche” zwischen den Kurden über die Nutzung ihrer Stützpunkte für Aktionen der USA gegeben hat, wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch ausgelotet, inwieweit Kurden gemeinsam mit ihren Geschwistern jenseits der iranischen Grenze bereit wären, als Bodentruppen in die Kämpfe gegen den Iran eingreifen zu wollen. Nach den Erfahrungen in Syrien mit der Zuverlässigkeit der USA und vor allem Trumps sollte es ihnen eine Lehre sein, sich für deren Ziele instrumentalisieren und im wahrsten Sinne den Hals riskieren zu lassen. Ohnehin finden die Kurden auch in den “Übergangsplänen” des feinen Herrn Pahlevi als Minderheit ohne Rechte sowieso nicht statt.

Kein kurdisches Kanonenfutter für Trumps Regime-Vabanque

Es bleibt zu hoffen, dass es den Kurden erspart bleibt, in den Krieg gegen das Mullah-Regime gezwungen zu werden. Denn die Kurden beiderseits der Grenzen sind zwar verhältnismäßig gut ausgebildet, ihre Bewaffnung eher in die Jahre gekommen, aber ihre Zahl und Ausrüstung ist den hochgerüsteten und fanatischen Revolutionsgarden, die neben der iranischen Armee mit über 200.000 Kämpfern mit modernsten Waffen den gefährlichsten Gewaltfaktor iranischer Bodentruppen darstellen, keineswegs ebenbürtig. Ihre Anführer wissen das, abr wissen das die US-Amerikaner, wenn sie Druck ausüben? Hier könnte übrigens die Bundesregierung unterstützend tätig werden. Denn die Bundeswehr ist in Erbil im Nordirak in einem internationalen Ausbildungslager stationiert und am jordanischen Flughafen  Al Asrak in Jordanien stehen sechs Eurofighter der Bundeswehr mit dem Auftrag, ein Wiedererstarken des IS aufzuklären. Beide Standorte wurden  am Wochenende vom Iran aus beschossen. Die Bundeswehr war laut Führungskommando nicht unmittelbares Ziel der Angriffe. Ein guter Grund nicht nur vor Ort, sondern auch auf diplomatischen Wegen auf die USA einzuwirken. Und nicht nur stumm dabei zu sitzen, wie Friedrich Merz, wenn Trump den spanischen Ministerpräsidenten mit Drohungen überzieht.

 

Wie USA den Revolutionsgarden helfen – Beueler-Extradienst

@Maren_Kroymann Ganz ehrlich: Jemanden, der sagt, der #Euromaidan sei der Grund für ru[ZZ]lands Krieg gegen die #Ukraine ( https://digitalcourage.social/@helgenug/114859150079883757 ), jemanden, der sich unter Verweis auf Deutschlands Geschichte gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausspricht, 2014 aber keine Probleme mit Waffenlieferungen an die #Kurden im #Nordirak hatte, jemand ( https://digitalcourage.social/@helgenug/113876702047248200 ), der wahrheitswidrig behauptet, die Ukraine habe die russische Sprache verboten und dies erst auf dezidierte Nachfrage revidiert, jemanden, der sagt, die Ukraine habe Minsk II verletzt weil sie nicht bereit war, den Donbas für autonom zu erklären und die russische Sprache unterbunden habe, *ohne* gleichzeitig zu erwähnen, dass der Vertrag ohnehin nichtig wurde (Art60WienerVertragsrechtskonvention), als die prorussischen Rebellen bei Debalzewe den Waffenstillstand brachen, jemanden, der glaubt, wenn an der Front in der Ukraine die Waffen schweigen, höre das Töten auf, einen Juristen, der vom Völkerrecht entweder keine Ahnung hat...
helgenug (@[email protected])

... Meine Fresse, Gregor! 1: Nein, der Grund war nicht der Maidan, sondern putins imperialistischer Wahn von der Unrechtmäßigkeit einer souveränen Ukraine. 2.: Nein, es stimmt nicht, dass die Ukraine putin entzogen wurde, DENN SIE GEHÖRT IHM NICHT UND HAT IHM NIE GEHÖRT, VERDAMMT! Von daher spar Dir 3. Deine jämmerliche "Dieser Krieg muss verurteilt werden."- Floskel. Die kauft Dir niemand mehr ab; so, wie Du sie hier formulierst, wahrscheinlich nicht mal mehr Du selbst. Es wird nur noch getoppt von seinem süffisanten Grinsen, mit dem er sich darüber freut, wie, ach, rhetorisch geschickt er doch seine #TäterOpferNivellierung mal wieder verpackt hat. Ich könnt' so kotzen. Slowclap übrigens auch für Brugger und Spitzer, die dem nichts entgegenhalten. Was für eine #shitshow

digitalcourage.social

🎶 Benefizkonzert der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit (SEZ)

Am Donnerstagabend fand im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart das traditionelle Benefizkonzert der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg statt. Unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Muhterem Aras kamen Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft zusammen, um ein Zeichen für globale Gerechtigkeit und Solidarität zu setzen. 🌍✨

Musikalisch gestaltet wurde der Abend von der Camerata Europeana unter der Leitung des Dirigenten Radoslaw Szulc. Das Ensemble begeisterte das Publikum mit einem hochkarätigen Programm, darunter Gustav Mahlers Adagietto und Vivaldis Arie „Vedró con mio diletto“, vorgetragen von der Sopranistin Tamara Bueno de la Torre. 🎻🎵

In diesem Jahr stand die Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und dem Nordirak im Mittelpunkt. Der Erlös des Abends kommt Projekten zugute, die unter anderem junge Menschen in Sindschar unterstützen – darunter „Hoffnung durch Sport neu aufbauen“ der Organisation Nadia's Initiative : مبادرة نادية مراد, gegründet von Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad.🕊️

In ihrem Grußwort betonte Landtagspräsidentin Aras die verbindende Kraft von Musik und gemeinschaftlichem Engagement. Sie erinnerte an den Völkermord des sogenannten IS an Jesidinnen und Jesiden 2014. Damals sei es die Provinz Dohuk im Nordirak, Baden-Württembergs Partnerregion, gewesen, die den Menschen eine erste Zuflucht geboten habe. „Diese humanitäre Leistung verdient noch immer tiefsten Respekt. Sie zeigt: Auch unter schwierigen Bedingungen können Menschen füreinander einstehen. Baden-Württemberg hat auf diesen humanitären Notruf reagiert – mit Mitgefühl, aber auch mit konkreter Hilfe“, so die Landtagspräsidentin. 💬

💫 Hêvî jiyana mirovan e – Hoffnung ist das Leben der Menschen.

#Benefizkonzert #SEZ #LandtagBW #CamerataEuropeana #NeuesSchlossStuttgart #NadiaMurad #BadenWürttemberg #Nordirak

/Team LandtagBW

Heute begrüßte Landtagspräsidentin Muhterem Aras den Gouverneur der Provinz Dohuk im Nordirak, Prof. Dr. Ali Tatar, im Landtag von Baden-Württemberg . 🇮🇶🤝🇩🇪

Baden-Württemberg und die Provinz Dohuk verbindet eine langjährige Partnerschaft. Zunächst über das Sonderkontingent für jesidische Opfer des IS-Terrors sowie in den letzten Jahren über zahlreiche humanitäre Projekte vor Ort. 🌍✨ Bereits im September 2022 war Gouverneur Tatar mit einer Delegation im Landtag zu Gast. Auch beim heutigen Besuch stand die Situation in den irakischen Kurdengebieten im Mittelpunkt.

Vor seiner Berufung zum Gouverneur war Ali Tatar Direktor für Nationale Sicherheit der Autonomen Region Kurdistan sowie Professor für neue und zeitgenössische Geschichte an der Universität Dohuk. Er ist auf diesem Fachgebiet für sämtliche Hochschulen in Kurdistan tätig.

Solche Begegnungen sind wertvolle Brücken für mehr Verständnis, Zusammenarbeit und Zukunftsperspektiven.

#Landtag #Besuch #Diplomatie #Dohuk #Nordirak #Dialog #Politik

/Team LandtagBW

https://taz.de/Ankommen-in-Deutschland-als-Gefluechtete/!6103413/ Ankommen in #Deutschland als #Geflüchtete
Liebe auf den dritten Blick
Geflüchtet sind sie vor rund zehn Jahren, aus #Syrien, aus #Afghanistan, aus dem #Nordirak. Gelandet sind sie in Deutschland. Wie geht es ihnen heute?
Ankommen in Deutschland als Geflüchtete: Liebe auf den dritten Blick

Geflüchtet sind sie vor rund zehn Jahren, aus Syrien, aus Afghanistan, aus dem Nordirak. Gelandet sind sie in Deutschland. Wie geht es ihnen heute?

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

Erste PKK-Kämpfer legen Waffen nieder

Im Mai hatte die PKK angekündigt, den bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat zu beenden. Nun wollen die ersten der 2.000 Kämpfer im Nordirak ihre Waffen abgeben. Die Türkei setzt den Kampf gegen sie bis heute fort. Von Moritz Behrendt.

➡️ https://www.tagesschau.de/ausland/europa/waffengabe-pkk-100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=tagesschau.de

#Nordirak #PKK #Waffen

Erste PKK-Kämpfer legen Waffen nieder

Im Mai hatte die PKK angekündigt, den bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat zu beenden. Nun wollen die ersten der 2.000 Kämpfer im Nordirak ihre Waffen abgeben. Die Türkei setzt den Kampf gegen sie bis heute fort.

tagesschau.de

@Plasmogen5_2
Sagt Gysi, der einst Waffenlieferungen an die #Kurden im #Nordirak forderte, bei Waffenlieferungen an die #Ukraine aber plötzlich von einer problematischen Geschichte Deutschlands schwafelt, die dem entgegenstünde. Gysi, der vergessen hat, wann #putin |s #Krieg gegen die Ukraine begann (s. "Missverstehen Sie mich richtig" vom 22.12.2023).
#Gysi mag noch nicht in Therapie gehören, aber eben auch nur deswegen, weil er zuerst in Diagnostik gehört.

#dieLinke #PdL #dieSogenannteLinke

Der kurdische Journalist Rêbîn Bekir spricht über Angriffe auf kritische Re­por­te­r:in­nen im Nordirak. Er selbst überlebte nur knapp einen Anschlag.#Nordirak #Kurdistan #PKK #FeindederPressefreiheit #Türkei #Pressefreiheit #Medien #Gesellschaft #Schwerpunkt
Kurdischer Journalist über Pressearbeit: „Der Türkei ein Dorn im Auge“
Kurdischer Journalist über Pressearbeit: „Der Türkei ein Dorn im Auge“

Der kurdische Journalist Rêbîn Bekir spricht über Angriffe auf kritische Re­por­te­r:in­nen im Nordirak. Er selbst überlebte nur knapp einen Anschlag.

„Der #Türkei ist unsere Arbeit ein Dorn im Auge“

Der #kurdisch​e Jour­na­list Rêbîn #Bekir spricht über #Repressionen und #Angriffe auf kri­ti­sche #Reporter_innen im #Nordirak. Er selbst über­leb­te knapp einen Anschlag

Interview #TimKrüger
https://www.taz.de/!6036832

„Der Türkei ist unsere Arbeit ein Dorn im Auge“

Der kurdische Journalist Rêbîn Bekir spricht über Repressionen und Angriffe auf kritische Re­por­te­r:in­nen im Nordirak. Er selbst überlebte knapp einen Anschlag

Taz talk zu êzidischen Perspektiven auf den Genozid nach zehn Jahren. Mit Hakeema Taha, Düzen Tekkal, Max Lucks und Ronya Othmann. Mittwoch, 31.07. um 19:00 in der taz Kantine und per #Livestream. #Genozid #ISIS #Nordirak

Tickets: taz.de/talk
Livestream (gratis, ohne Anmeldung): https://m.youtube.com/watch?v=uVvyMt9Hp6I

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