„Normal findings at rest do not signify normal function; they merely indicate that the system has not yet been sufficiently challenged.” Paul Watton & Bhupesh Prusty: Reframing #MECFS: toward a unified mechanistic model of chronic post-infectious diseases #MEAwarenessHour #PostExertionalMalaise

Reframing ME/CFS: toward a uni...
Reframing ME/CFS: toward a unified mechanistic model of chronic post-infectious diseases - Journal of Translational Medicine

Background Myalgic encephalomyelitis/chronic fatigue syndrome (ME/CFS) is a severe multisystem illness marked by post-exertional malaise (PEM), cognitive dysfunction, autonomic disturbance, and impaired physiological resilience. Historically, the absence of validated biomarkers, heterogeneous definitions, and limited investigative capacity have complicated mechanistic interpretation and contributed to the use of psychosocial and rehabilitative frameworks in clinical practice and in parts of the literature. Main body Advances in systems biology, accelerated by Long-COVID research, have transformed our understanding of post-infectious syndromes, implicating persistent immune dysregulation, mitochondrial and metabolic reprogramming, endothelial and microvascular dysfunction, abnormal coagulation, lipid-mediated signalling, extracellular vesicle communication, and viral protein-associated immune activation. This review charts the shift from early post-infectious observations through psychosocial dominance to contemporary biological frameworks, emphasising that pathology is state-dependent and revealed under physiological stress. Conclusion ME/CFS is thus reframed here as a disorder of impaired adaptive capacity within post-infectious disease biology.

SpringerLink

Neuer Beitrag:
Warum personzentrierte Krankheitsmodelle und hoffnungsvolle Erklärungen nicht nur hilfreich sind und empowern, sondern auch diskriminieren – gerade bei #MECFS, weil Deutungen nicht nur Angebote sind, sondern klinische und sozialrechtliche Folgen haben.

Original auf LinkedIn, hier ohne Login als PDF lesbar: https://ncw-6694843099499706017.nextcloud-ionos.com/s/3Acb6rQaFF26iTF

Weitere Beiträge zu ME/CFS und Long COVID >> Systemische Verkennung:
https://karin-kelle-herfurth.de/mecfs-long-covid-verstehen/#h-systemische-verkennung-verstehen

#biopsychosozial #Psychologisierung
#MEAwarenessHour

Neuer LinkedIn-Beitrag: Warum personzentrierte Krankheitsmodelle und hoffnungsvolle Erklärungen nicht nur hilfreich sind – gerade bei #MECFS, weil Deutungen klinische und sozialrechtliche Folgen haben. Ohne Login als PDF: ncw-6694843099499706017.nextcloud-ionos.com/s/mSMB4FMdZY... #MEAwarenessHour
Meine Güte, was könnten wir für Forschung finanzieren, wenn Deutschland diesem Beispiel folgen und unzulässige Parteispenden umverteilen würde. Schon mal vorsorglich zum Hinschauen … #MEAwarenessHour

RE: https://bsky.app/profile/did:plc:n4e5fq6pc5ikcibo4ejgmlsm/post/3migwhol3u22b

It’s my #MyalgicEncephalomyelitis anniversary. I got that weird virus that changed my life forever 20+yrs ago. Somany years lost.

I almost forgot.l!

Expectations low but I can’t have basics. Thought I’d escape abuse & be safe by now.

I’m slowly dying at this point & still nobody will take me in & save my life from this toxic environment mentally & physically.

I want to go back I time & hug her. Don’t trust your family.

#PwME #MEAwarenessHour #MECFS

Wenn „Ganzheitlichkeit“ #Psychologisierung verstärkt.

Wer den Widerstand von #MECFS Betroffenen gegen das biopsychosoziale Modell nicht nachvollziehen kann,
- darf sich eingeladen fühlen, sich einmal mit der medizinischen Historie zu beschäftigen, wie psychosomatische Deutungen besonders anschlussfähig wurden und
- hier eine Matrix zur Selbstbeobachtung zu nutzen, um die Kopplung von Deutung und Steuerungslogiken in der Versorgung zu reflektieren.

#MEAwarenessHour #BPS
https://www.linkedin.com/posts/drkelleherfurth_psychologisierung-doppelbindung-mecfs-activity-7430022746761375744-vwso

#psychologisierung #doppelbindung #mecfs #meawarenesshour #systemischegesundheitsbildung | Dr. Karin Kelle-Herfurth, MHBA

#Psychologisierung verstehen – warum sie nicht durch „ganzheitliche Perspektiven“ verschwindet In der Beratung zu ME/CFS und belastungslimitierenden Post-/Long-COVID-Verläufen erlebe ich inzwischen häufiger dieses Muster: Viele Fachpersonen möchten integrativ, dialogisch und partizipativ arbeiten – und sind irritiert, wenn sich Betroffene dennoch psychologisiert fühlen. Das bezieht sich weniger auf Hilfsangebote, vielmehr auf die Deutung, die nicht ihrem Erleben entspricht. Der Widerstand gegen das biopsychosoziale Modell ist nicht unbegründet. Nicht, weil das Modell selbst problematisch wäre – seine Binnenlogik ist mehrdimensional angelegt; in ICF-Lesart ordnet es Körperfunktionen, Aktivitäten, Teilhabe und Kontextfaktoren. Einordnung ist nicht Erklärung. Es erzwingt weder Psychologisierung noch Interventionen. Nicht neutral ist jedoch seine historisch gewachsene Kopplung an Versorgungslogiken, in denen psychosomatische Deutungen besonders anschlussfähig wurden. So sind theoretische Plausibilität handlungsleitend – obwohl es sich primär um somatische Krankheitsbilder handelt. Wir arbeiten alle mit Heuristiken. Sie ermöglichen, unter Zeitdruck handlungsfähig zu bleiben und Komplexes zu ordnen. Welche trägt, hängt auch von der Bestimmtheit/Unbestimmtheit der Lage ab: Lassen sich Ursachen und Folgen stabil abschätzen – oder bleiben Rückkopplungen und Verschlechterungsrisiken wahrscheinlich? Meine Reflexionsmatrix unterscheidet vier Funktionsmodi: Trivial – Routine greift. Einfach – lineare Ursache-Wirkung. Kompliziert – mehrere Faktoren, fachlich abwägbar. Komplex – nichtlineare Dynamiken; Sicherheit entsteht durch Begrenzung und Iteration. Kein Modus ist per se besser. Entscheidend ist die Passung zu Situation + Kontext. Bei instabilen ME/CFS- und Post-COVID-Verläufen geben Belastungsreaktionen Grenzen vor. Denn Überlastung kann anhaltende Verschlechterung auslösen. Entscheidend wird, wie Risiko unter Unsicherheit gesteuert wird. Der Blick auf Körper, Geist und Seele ist unzureichend, wenn unreflektiert bleibt, unter welchen Bedingungen welche Deutung operativ wirksam wird. Eine psychosomatische Lesart ist entscheidungs- und handlungsleitend, sie beeinflusst Zugang zu Therapie, sozialrechtliche Anerkennung und Zumutbarkeit. Sie trägt systemfunktionales Gatekeeping, auch ungewollt. Verbesserungslogiken drängen gerade Menschen, die Schutz vor Überforderung brauchen, zudem oft in eine strukturelle #Doppelbindung: Kooperation wird erwartet, während Belastungsgrenzen verhandelbar werden. Informierte Grenzsetzung erscheint als Widerstand. Verhalten wird sekundär psychologisiert. Deshalb lohnt es sich zu fragen: Welcher Funktionsmodus operiert hier? Passt er zur Unbestimmtheit der Lage? Wird Sicherheit priorisiert – oder Intervention aus Plausibilität? Psychologisierung verschwindet nicht durch bessere Absichten. Sie wird sichtbar, wenn wir die Kopplung von Deutung und Entscheidung prüfen. #MECFS #MEAwarenessHour #SystemischeGesundheitsbildung

Wenn „Ganzheitlichkeit“ #Psychologisierung verstärkt. Wer den Widerstand von #MECFS Betroffenen gegen das biopsychosoziale Modell nicht nachvollziehen kann, darf sich eingeladen fühlen, die Kopplung von Deutung und Steuerungslogiken zu reflektieren. #MEAwarenessHour www.linkedin.com/posts/drkell...

#psychologisierung #doppelbind...
#psychologisierung #doppelbindung #mecfs #meawarenesshour #systemischegesundheitsbildung | Dr. Karin Kelle-Herfurth, MHBA

#Psychologisierung verstehen – warum sie nicht durch „ganzheitliche Perspektiven“ verschwindet In der Beratung zu ME/CFS und belastungslimitierenden Post-/Long-COVID-Verläufen erlebe ich inzwischen häufiger dieses Muster: Viele Fachpersonen möchten integrativ, dialogisch und partizipativ arbeiten – und sind irritiert, wenn sich Betroffene dennoch psychologisiert fühlen. Das bezieht sich weniger auf Hilfsangebote, vielmehr auf die Deutung, die nicht ihrem Erleben entspricht. Der Widerstand gegen das biopsychosoziale Modell ist nicht unbegründet. Nicht, weil das Modell selbst problematisch wäre – seine Binnenlogik ist mehrdimensional angelegt; in ICF-Lesart ordnet es Körperfunktionen, Aktivitäten, Teilhabe und Kontextfaktoren. Einordnung ist nicht Erklärung. Es erzwingt weder Psychologisierung noch Interventionen. Nicht neutral ist jedoch seine historisch gewachsene Kopplung an Versorgungslogiken, in denen psychosomatische Deutungen besonders anschlussfähig wurden. So sind theoretische Plausibilität handlungsleitend – obwohl es sich primär um somatische Krankheitsbilder handelt. Wir arbeiten alle mit Heuristiken. Sie ermöglichen, unter Zeitdruck handlungsfähig zu bleiben und Komplexes zu ordnen. Welche trägt, hängt auch von der Bestimmtheit/Unbestimmtheit der Lage ab: Lassen sich Ursachen und Folgen stabil abschätzen – oder bleiben Rückkopplungen und Verschlechterungsrisiken wahrscheinlich? Meine Reflexionsmatrix unterscheidet vier Funktionsmodi: Trivial – Routine greift. Einfach – lineare Ursache-Wirkung. Kompliziert – mehrere Faktoren, fachlich abwägbar. Komplex – nichtlineare Dynamiken; Sicherheit entsteht durch Begrenzung und Iteration. Kein Modus ist per se besser. Entscheidend ist die Passung zu Situation + Kontext. Bei instabilen ME/CFS- und Post-COVID-Verläufen geben Belastungsreaktionen Grenzen vor. Denn Überlastung kann anhaltende Verschlechterung auslösen. Entscheidend wird, wie Risiko unter Unsicherheit gesteuert wird. Der Blick auf Körper, Geist und Seele ist unzureichend, wenn unreflektiert bleibt, unter welchen Bedingungen welche Deutung operativ wirksam wird. Eine psychosomatische Lesart ist entscheidungs- und handlungsleitend, sie beeinflusst Zugang zu Therapie, sozialrechtliche Anerkennung und Zumutbarkeit. Sie trägt systemfunktionales Gatekeeping, auch ungewollt. Verbesserungslogiken drängen gerade Menschen, die Schutz vor Überforderung brauchen, zudem oft in eine strukturelle #Doppelbindung: Kooperation wird erwartet, während Belastungsgrenzen verhandelbar werden. Informierte Grenzsetzung erscheint als Widerstand. Verhalten wird sekundär psychologisiert. Deshalb lohnt es sich zu fragen: Welcher Funktionsmodus operiert hier? Passt er zur Unbestimmtheit der Lage? Wird Sicherheit priorisiert – oder Intervention aus Plausibilität? Psychologisierung verschwindet nicht durch bessere Absichten. Sie wird sichtbar, wenn wir die Kopplung von Deutung und Entscheidung prüfen. #MECFS #MEAwarenessHour #SystemischeGesundheitsbildung

Allianz für postinfektiöse Erkrankungen, #LongCOVID, #MECFS und #PostVac: Gesundheits- und Forschungsministerium setzen gemeinsames Signal Die heutige Pressekonferenz von Nina Warken (BMG) und Dorothee Bär (BMFTR) markiert einen deutlichen politischen Wendepunkt: #MEAwarenessHour 1/x

#longcovid #mecfs #meawareness...
#longcovid #mecfs #meawarenesshour | Dr. Karin Kelle-Herfurth, MHBA | 16 comments

Allianz für postinfektiöse Erkrankungen: Gesundheits- und Forschungsministerium setzen gemeinsames Signal Die heutige Pressekonferenz von Nina Warken und Dorothee Bär markiert einen deutlichen politischen Wendepunkt: Beide Ressorts bündeln ihre Arbeit in einer „Allianz für postinfektiöse Erkrankungen, #LongCOVID und #MECFS“. Das erklärte Ziel – ambitioniert und notwendig: Forschung, Diagnostik und Versorgung enger miteinander zu verknüpfen, um strukturelle Lücken zu schließen, die Betroffene seit Jahren belasten. Nina Warken stellte zunächst den gesundheitspolitischen Teil vor: Das BMG finanziert bis 2028 drei große Versorgungsforschungs-Projekte mit insgesamt 118 Mio. Euro, ergänzt durch 16 Vorhaben des Innovationsfonds (30 Mio. Euro). Ein besonderer Fokus liegt auch auf Kindern und Jugendlichen, die bislang kaum systematisch versorgt wurde. Betont wurde: Die Mittel wurden nicht gekürzt, die Zusagen stehen. Für die Versorgung verwies sie zudem auf bereits angestoßene Schritte: – Ein Therapiekompass Long COVID, der bereits zugelassene, evidenzbasierte Medikamente für häufige Beschwerden auflistet. – Vier Wirkstoffe, die zur Off-Label-Prüfung an den G-BA übermittelt wurden. Eine Entscheidung zur Erstattungsfähigkeit wird bis Mitte 2026 erwartet. Es sei kein Durchbruch, aber ein relevanter Fortschritt: erstmals eine Perspektive auf frühzeitig wirksame Behandlungsoptionen. Dorothee Bär ordnete die Allianz in einen größeren wissenschaftspolitischen Rahmen ein. Sie werde eine "Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen" ausrufen und die Forschung ab 2026 mit 500 Mio. Euro über zehn Jahre ausstatten. Sie machte deutlich, dass postinfektiöse Mechanismen komplex sind, mehrere Subgruppen betreffen und keine „Wunderpille“ zu erwarten sei. Genau deshalb braucht es vertiefte Grundlagenforschung, erweiterte Daten- und Sequenzierungsprogramme, klinische Studien und Nachwuchsförderung. Nur so werde die pharmazeutische Entwicklung neuer Therapien möglich. In den Fragen wurde die wichtigste Sorge offen angesprochen: „Wann kommt die Hilfe wirklich bei Betroffenen an?“ Beide Ministerinnen räumten ein, dass Fortschritte für viele zu langsam und unzureichend sind. Warken verwies auf neue Ambulanzen und Modellprojekte; Bär betonte die Notwendigkeit solider Evidenz und Sicherheitsprüfungen, um sekundäre Schäden zu meiden. Therapieentwicklung brauche Zeit, aber verlässliche Förderung sei Voraussetzung, damit sie gelingt. Zu psychosomatischen Ansätzen äußerte sich Warken: Sie sind kein Schwerpunkt laufender Programme zu biologischen Mechanismen, Versorgungsstrukturen und Therapieentwicklung.* In Bezug auf Impffolgen bestätigte Bär, dass diese in die Erforschung postinfektiöser Mechanismen einfließen. Zur #MEAwarenessHour: Die Bundesregierung erkennt die Dringlichkeit an und setzt erstmals einen ressortübergreifenden politischen Rahmen, der Forschung, Versorgung und Betroffenenperspektiven zusammenführt. Die Erwartungen bleiben hoch – der Maßstab ebenso. | 16 comments on LinkedIn