Deine #Vergleiche hinken hier und da. #Konkret wird auf Englisch definitiv mit "concrete" übersetzt, obwohl es deutsch übersetzt auch "Beton" heißt. Intelligenz IST gleich Intelligence. Manchmal haut man halt daneben. 😂
Deine #Vergleiche hinken hier und da. #Konkret wird auf Englisch definitiv mit "concrete" übersetzt, obwohl es deutsch übersetzt auch "Beton" heißt. Intelligenz IST gleich Intelligence. Manchmal haut man halt daneben. 😂
Überhaupt: Die Sache mit den Tippfehlern, die sich auch durch die Artikel ziehen, ist ziemlich peinlich für eine Zeitschrift, deren Kritik an den herrschenden Verhältnissen immer auch Kritik an der Sprache der Herrschenden war und ist.
Das gute alte #konkretmagazin ist ab Januar 2026 nur noch als ePaper zu haben - die Druckausgabe wird eingestellt.
Die Tippfehler in der Anleitung zur Kontoerstellung und die Tatsache, dass #konkret weiterhin ausschließlich auf die asozialen Medien Twitter und Facebook (statt auf #Mastodon) und nun auch auf die Stores von Google und Apple (statt auf #FDroid) setzt, lassen Schlechtes ahnen.
Digitale Kompetenz im Jahr 2025 sieht anders aus.
mit Update nachmittags
Hartmut Palmer spielte bei meiner jugendlichen Politisierung in den 70er Jahren eine Schlüsselrolle. Im damals noch aufregend hörenswerten WDR, nach meiner Erinnerung war es das Kritische Tagebuch, hörte ich einen Kommentar von ihm zum faschistischen Militärputsch in Chile 1973. Darin verschonte er auch die damalige sozialliberale Bundesregierung von Willy Brandt nicht mit Kritik. Ich nahm das Thema in die damals von mir redigierte Schülerzeitung der Essener Jungdemokraten auf. Palmers Laufbahn von der Süddeutschen zum Spiegel verfolgte ich mit Interesse. Und also auch seinen aktuellen Nachruf auf seinen Spiegel-Kollegen Koch im “Blog der Republik” von Alfons Pieper.
Meine Informationen über den “Spiegel” bezog ich damals schon von seinem gefeuerten Redakteur und konkret-Herausgeber Hermann L. Gremliza. Der liess an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Und es deckte sich mit den Erfahrungen, die wir als Jungdemokraten mit diesem Medium gemacht hatten. Im Zweifel liessen sich die Spiegel-Kollegen (Gendern unnötig) immer von der FDP instruieren, die wir 1982 kollektiv verlassen hatten.
Darum pflegten wir eine skeptische Distanz, als wir in den Jahren 1985-87 unser Mittagspausenlokal mit der Bonner Spiegel-Redaktion teilten. In der “Laterne” in der Ermekeilstrasse sassen wir Tisch an Tisch. Während wir, Harald Jansen, Georg Hundt, Reiner Rosner und ich zum Nachtisch noch eine Runde flipperten, mussten die Spiegel-Fuzzis wieder arbeiten gehen. Die einstige “Schumann-Klause” (Ecke Schumann-/Weberstrasse) hatte sich in “Laterne” und “Südbahnhof” gespalten.
An die Herren Koch und Wirtgen, beide in Palmers Nachruf namentlich erwähnt, kann ich mich noch gut erinnern. Tragisch, dass Koch in seinem Lebenskampf gegen Kohl politisch verloren hat. Immerhin hat er ihn deutlich überlebt, und diese Jahre hoffentlich genossen.
Ich will den Kollegen nicht zu nahe treten. Sie haben zweifellos ihre politischen und journalistischen Verdienste. Die wichtigsten sind in Palmers Nachruf benannt.
Aber was ist an Substanz geblieben?
Update nachmittags
Lesen Sie dazu zunächst das Gespräch zweier vernünftiger alter weisser Männer, Wolfgang Storz und Klaus Lang/bruchstuecke: “Die Brandmauer steht oder die Union geht unter”. Darin rufen sie dazu auf, “die jetzige Regierung daran zu erinnern, dass es ihre verdammte Verantwortung ist, in Stil und Inhalt gut zu regieren und damit der AfD den Boden zu entziehen.” Gute Idee, aber ein bisschen spät, oder? Update Ende.
Diese Frage warf René Martens/MDR-Altpapier, den ich in den 90ern bei einem Fussball-Fantreffen in Erkenschwick kennenlernte, wo Dieter Bott ihn mir vorstellte, als der ebenfalls noch für Gremlizas konkret schrieb, gestern völlig zurecht auf:
“Wachen wir noch rechtzeitig auf? – 2026 könnte das ‘Schicksalsjahr’ des Journalismus werden. Soll sich das ‘Schicksal’ zum Guten wenden, müssten Redaktionen ihre Berichterstattung über Klima, Umwelt und Trump ändern.”
Ich wage eine Vorhersage: sie werden es nicht tun.
Der romantische Wesenskern von Pop beinhaltet den Wunsch nach Absolutheit und Eindeutigkeit (Idylle, Orgie oder gerechter Kampf), kann bewegungslinken Revolutionskitsch befördern und interessiert sich einen Scheiß für komplexe Zusammenhänge und Wechselwirkungen.
Andreas Vogel in #konkret 12/25
"Politik ist ein schmutziges Geschäft" reimt sich für Deppen gut auf: "Ein starker Mann muss da mal aufräumen."
Verena Lueken in #konkret 12/25