Ein Krieg oder anderer gewaltsam ausgetragener Konflikt endet für seine Opfer nicht mit ihrem Tod, auch für ihre Angehörigen nicht. Die humanitäre Aufarbeitung der Folgen dauert Jahrzehnte. Ein aktuelles Beispiel bezüglich des Georgisch-Abchasischen Kriegs in den Jahren 1992 und 1993:
➡️ https://www.icrc.org/en/news-release/georgia-remains-eleven-people-missing-connection-1992-93-armed-conflict-handed-over («Georgia: Remains of eleven people missing in connection with 1992–93 armed conflict handed over to families»)

#RotesKreuz #IKRK #ICRC #Georgien #Abchasien #Krieg #Konflikt #Vermisste

Georgia: Remains of eleven people missing in connection with 1992–93 armed conflict handed over to families

Georgia (ICRC) – The remains of eleven people, who went missing in connection with the 1992–1993 armed conflict in Abkhazia, were recovered, identified and handed over to their families by the International Committee of the Red Cross (ICRC).

International Committee of the Red Cross

Heute ist der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers #Mauthausen. An der Rettung einer Vielzahl von Insassen wirkte Louis Häfliger (1904–1993), ein Delegierter des @icrc.org , mit.
➡️ https://roter-kreis.de/Mauthausen?utm_source=mastodon&utm_medium=social&utm_campaign=blog (Enzyklopädie: Mauthausen)

#RotesKreuz #RedCross #IKRK #ICRC #Häfliger #LouisHäfliger #Befreiung #Konzentrationslager #KZ #Nationalsozialismus #Österreich

Mauthausen

Roter Kreis - Enzyklopädie des Rotkreuz-Wissens

Das Gift der Gewöhnung

Folgen des Irankriegs: Um Iran wird ein Weltkrieg neuen Typs geführt: Bomben auf ziviles Leben sind heute Absicht. Wer dem nicht widerspricht, hat keinen moralischen Kompass.

In Indien geht das Gas zum Kochen aus, Schulen in Laos kürzen den Unterricht, und auf dem afrikanischen Kontinent werden Lebensmittel unbezahlbar. „Jeder Einzelne in jedem Land auf dieser Welt“ werde früher oder später die Auswirkungen des Irankriegs spüren, sagt die Präsidentin des Internationalen Roten Kreuzes, Mirjana Špoljarić. Manche ziehen Vergleiche mit der Coronapandemie, doch es ist eher von einem Weltkrieg neuen Typs zu sprechen. So entgrenzt seine sozialen Folgen sind, die vor allem die Ärmsten treffen, wo immer sie leben, so ungezügelt ist die Gewalt auf den direkten Schauplätzen des Kriegs.

Es liegt nahe, diesen Gewaltausbruch als Kennzeichen unserer Epoche zu deuten, einer globalen Umbruchzeit. Der geschwächte einstige Hegemon USA taumelt, und Donald Trump verleiht dem Taumeln eine besonders gefährliche Form. Aber dies ist kein vorübergehender Albtraum. Es wird zur neuen Regel, Kriege regellos zu führen, humanitäre Konvention verspottend.

Bomben auf ziviles Leben sind längst nicht mehr Kollateralschäden, sondern militärische Absicht. Das verbindet die Schauplätze Gaza, Sudan, Ukraine nun mit dem südlichen Libanon, wo die Vertriebenen mit einem Blick über die Schulter sehen, wie hinter ihnen die israelische Armee ihre Häuser, Fotoalben, Kinderbetten mit Bulldozern planiert. Für Iran werden Kriegsverbrechen – zivile Infrastruktur vernichten, jede Brücke, jedes Kraftwerk – gleich vollmundig in den Abendnachrichten angekündigt.

Gaza war ein Menetekel, kein Einzelfall. Und während die Kriegsführung verroht, wird weltweit die humanitäre Architektur untergraben. Das Budget des Roten Kreuzes, von Regierungsspenden abhängig, sank um ein Drittel, fast 3.000 Stellen wurden gestrichen, Büros und Programme geschlossen. Das ist die Kehrseite der allenthalben steigenden Militärausgaben. Deutschland, vermeintlich zu schwach, um gegen US-amerikanische und israelische Völkerrechtsvergehen einmal das Händchen zu heben, ist zum viertgrößten Rüstungsexporteur der Welt aufgestiegen, inklusive Waffendeals mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien, die in Sudan einen grausamen Stellvertreterkrieg anfeuern.

Lässt sich auf all dies anders als mit Verzweiflung reagieren?

Muss ich noch erwähnen, dass der Irankrieg, vermeintlich gegen eine atomare Gefahrenquelle gerichtet, zur nuklearen Proliferation beitragen wird? Was Iran nach 2015 widerfuhr, nachdem es in einen umfassenden Vertrag eingewilligt hatte, den US-Präsident Donald Trump dann cancelte, ist eine Lektion nicht allein für Nordkorea: Atomwaffenbesitz bietet Schutz, während Abmachungen nicht schützen. Israel, das sein Atomprogramm (anfänglich von der Bundesrepublik mitfinanziert) stets jeder internationalen Kontrolle entzog, führt nun einen vom Westen als legitim erachteten Krieg gegen ein Land, das sein Programm der Kontrolle unterstellte. Voilà.

Lässt sich auf all dies anders als mit Verzweiflung reagieren? Wer nach dem Ende der Sowjetunion Alternativen zur Nato suchte, wurde verhöhnt. Heute bettelt Europa, der irrlichternde Faschist Trump möge das Bündnis nicht verlassen – so weit ist es gekommen. Nahezu alles, was Friedensbewegung und Friedensforschung über Jahrzehnte angemahnt haben, war richtig. Und was sie als künftige Schrecken ausmalten, wird heute von der Realität übertroffen. Die Katastrophe, in der wir uns befinden, war vermeidbar. Es ist wichtig, sich dies wieder und wieder ins Bewusstsein zu rufen, damit wir aus dem Zustand der Hilflosigkeit und des intellektuellen Überwältigtseins hinausfinden.

Es gab eine Zeit, als in Deutschland Faschingsumzüge abgesagt wurden, um stattdessen gegen George W. Bushs Irakkrieg zu demonstrieren: Kein Blut für Öl! Wenn Trump nun ganz offen sagt, er wolle das Öl Irans, herrscht geisterhafte Stille – und politische Verwirrung. Doch gegen diesen Krieg einzutreten, heißt nicht, das Teheraner Regime zu verteidigen. Genauso wenig war es eine Verteidigung der Hamas, gegen den Genozid in Gaza zu protestieren. Sich von solchen ideologischen Kurzschlüssen nicht beeindrucken zu lassen, ist auch ein Beitrag zur eigenen geistigen und emotionalen Gesundheit.

Es täuscht sich, wer meint, diese Art von Kriegen würde uns, die wir abseits stehen und zuschauen, nicht verändern

Denn das Gift der Gewöhnung zersetzt unser Denken ebenso wie unsere Fähigkeit zur Empathie. Es täuscht sich, wer meint, diese Art von Kriegen würde uns, die wir abseits stehen und zuschauen, nicht verändern. Wir sind „nach Gaza“ nicht mehr die Gleichen wie vorher. Es gibt eine indirekte Brutalisierung der Zuschauenden und Schweigenden.

Offene Angriffe müssen empören

Es mangelt heute so oft an einem moralischen Kompass. Das gilt auch für jene Strömung der iranischen Diaspora, die in den USA Trump umschmeichelte und von ihm die Bombardierung Irans verlangte. Eine derartige Forderung mit lang angestauter Verzweiflung zu erklären, mag für Menschen innerhalb Irans gelten. Doch kaum für jene, die aus nächster Nähe Trumps hemmungslosen Rassismus erleben und seine Verachtung aller Nichtweißen. Nun, wie einst der Schah, glauben vielleicht manche heutige Monarchisten, Iraner seien eigentlich Westler und nur durch einen „geografischen Zufall“ in Asien beheimatet.

Es hilft, sich an menschlicher Gleichheit zu orientieren, gerade wenn man den Menschen in Iran ein Leben in Würde wünscht. Ein offen angekündigter Angriff auf iranische zivile Infrastruktur muss genauso empören, als gälte diese Drohung zum Beispiel Österreich. Wenn iranische Krankenhäuser bombardiert werden (und es gibt mehr als 20 verifizierte Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen), ist das genauso verwerflich wie russische Bomben auf ukrainische Kliniken. Und das Teheraner Pasteur-Institut anzugreifen, war so kriminell, als wäre es das Pariser Mutterinstitut gewesen.

Über Charlotte Wiedemann / Gastautorin:

Charlotte Wiedemann ist Autorin von Auslandsreportagen, Essays und Büchern, seit 2003 mit dem Schwerpunkt "Islamische Lebenswelten". Recherchen in etwa 30 außereuropäischen Ländern, darunter Iran, Pakistan, Ägypten, Jemen, Libyen, Saudi-Arabien, Libanon, Türkei, Syrien, Oman, Tunesien, Marokko, Usbekistan, ferner Nigeria, Swasiland, Kamerun, Senegal, Tansania, Sudan und besonders häufig Mali. Ihre hier übernommenen Texte sind zuerst in ihrer "Schlagloch"-Kolumne auf taz.de, für die sie in den 90ern als Korrespondentin in Bonn gearbeitet hat, erschienen.

Das Gift der Gewöhnung – Beueler-Extradienst

Die Biographie eines Flugzeugs zu schreiben, ist mit Abstand das nerdigste, was ich je gemacht habe. (b m) #Unterwalden #Balair #IKRK #UNO #PanAm #USAF #SwissAir #ZeroHour #FlugInGefahr

https://www.benediktmeyer.ch/unterwalden.html

Unterwalden

Geschichte der HB-ILU, genannt "Unterwalden" der Swissair.

BENEDIKT MEYER - Historiker, Kabarettist, Autor

Die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (#IKRK), Mirjana Spoljaric Egger, wurde für weitere vier Jahre wiedergewählt.
➡️ https://www.icrc.org/de/artikel/ikrk-praesidentin-fuer-eine-zweite-amtszeit-wiedergewaehlt (IKRK: «IKRK-Präsidentin für eine zweite Amtszeit wiedergewählt»)
➡️ https://roter-kreis.de/Pr%C3%A4sident?utm_source=mastodon&utm_medium=social&utm_campaign=blog (Enzyklopädie: Präsident)

#RotesKreuz #ICRC #RedCross #Spoljaric #Genf

IKRK-Präsidentin für eine zweite Amtszeit wiedergewählt

INTERNATIONALES KOMITEE VOM ROTEN KREUZ

Ein aktueller Beitrag von Samit D’Cunha und Mauro Vignati im «Humanitarian Law & Policy Blog» des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz über den Stand der Entwicklung digitaler Schutzzeichen:
➡️ https://blogs.icrc.org/law-and-policy/2026/01/15/ihls-lighthouse-navigating-towards-a-digital-emblem/ («IHL’s lighthouse: navigating towards a digital emblem»
➡️ https://roter-kreis.de/Schutzzeichen?utm_source=mastodon&utm_medium=social&utm_campaign=blog (Enzyklopädie: Schutzzeichen)

#RotesKreuz #IKRK #ICRC #Schutzzeichen #Emblem #DigitalEmblem #HVR #Völkerrecht #IHL #InternationalLaw

IHL’s lighthouse: navigating towards a digital emblem

From lighthouses to cyberspace: how the ICRC’s Digital Emblem Project seeks to safeguard protected medical and humanitarian assets online.

Humanitarian Law & Policy Blog

Clara Palmisan vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz hat aus Archivsicht einen Abriss der #Geschichte um die Schlacht vom #Solferino, die Entstehung des Roten Kreuzes und die Erinnerung daran durch die heutige #Fiaccolata veröffentlicht.
➡️ https://blogs.icrc.org/cross-files/a-memory-of-solferino-the-fiaccolata-and-a-brief-research-guide/ («A Memory of Solferino: The ‘Fiaccolata’ and a Brief Research Guide»)
➡️ https://roter-kreis.de/Kategorie:Geschichte?utm_source=mastodon&utm_medium=social&utm_campaign=blog (Kategorie «Geschichte» in der Enzyklopädie)

#RotesKreuz #IKRK #ICRC #Genf #Archiv

A Memory of Solferino: The ‘Fiaccolata’ and a Brief Research Guide - Cross-Files | ICRC Archives, audiovisual and library

A humanitarian torchlight procession in Solferino and a research guide to the archival and library materials about Solferino and its enduring humanitarian legacy.

Cross-Files | ICRC Archives, audiovisual and library

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (#IKRK, #ICRC) stellt nach fast einem Jahrzehnt seinen #Podcast «Intercross» ersatzlos ein, der einen Schwerpunkt auf dem Humanitärem #Völkerrecht (#HVR) hatte. Ob das mit fehlenden finanziellen Mitteln und dem damit verbundenen allgemeinen Rückbau des IKRK zusammenhängt, ist nicht bekannt.
➡️ https://blogs.icrc.org/intercross/2025/12/18/intercross-the-podcast-closes-the-conversation-continues/ («Intercross: The Podcast Closes, The Conversation Continues»)
➡️ https://roter-kreis.de/Podcast?utm_source=mastodon&utm_medium=social&utm_campaign=blog (Sammlung von Rotkreuz-Podcasts)

#RotesKreuz #IHL

Intercross: The Podcast Closes, The Conversation Continues - Intercross: The Podcast

Today on the show we’re saying good-bye to almost a decade of this podcast. We started this podcast to inform audiences about International Humanitarian Law. We’ll talk about what’s next, look back at some of our most memorable moments, including one of our first episodes in 2017 produced by Nikki Clark, my predecessor, and review some...

Intercross: The Podcast

Andrea Böhm in @DIEZEIT : «Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat das Fundament für das humanitäre Völkerrecht gelegt. Was passiert, wenn sich immer weniger Staaten daran halten?»
➡️ https://www.zeit.de/2025/50/humanitaeres-voelkerrecht-rotes-kreuz-krieg-internationales-komitee («Den Krieg zivilisieren»)
➡️ https://roter-kreis.de/Humanit%C3%A4res_V%C3%B6lkerrecht?utm_source=mastodon&utm_medium=social&utm_campaign=blog (Enzyklopädie: Humanitäres Völkerrecht)

#RotesKreuz #HumanitäresVölkerrecht #HVR #IKRK #ICRC #Krieg #Kriegsrecht

Humanitäres Völkerrecht: Den Krieg zivilisieren

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat das Fundament für das humanitäre Völkerrecht gelegt. Was passiert, wenn sich immer weniger Staaten daran halten? 

DIE ZEIT
Das «internationale #Genf» verliert weiter an Bedeutung: www.nzz.ch/schweiz/ikrk... #uno #who #ikrk #unicef

Schwarze Woche in Genf: Nach W...
IKRK streicht 2900 Vollzeitstellen - auch WHO und Unicef sparen massiv

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz streicht weltweit 2900 Arbeitsplätze, das Uno-Kinderhilfswerk zügelt weitgehend nach Rom. Weil auch die Schweiz weniger zahlt.

Neue Zürcher Zeitung