Der 7. VIVO-Workshop 2025 â eine Zusammenfassung
read this article in EnglishAm 24. und 25. September 2025 fand der 7. VIVO-Workshop 2025 im Vortragsraum der TIB statt. An zwei Tagen gab es zahlreiche VortrÀge und Diskussionen rund um das Open-Source-Forschungsinformationssystem VIVO, um (offene) Forschungsinformationen und alles, was die Community in diesem Umfeld bewegt.
Am ersten Tag des Workshops stellten sich verschiedene VIVO-Projekte in kurzen Steckbriefen vor und gaben Einblick in ihre jeweiligen Schwerpunkte. Darauf folgte ein Ăberblick ĂŒber die kommende Version VIVO 1.16, die unter anderem wichtige Weiterentwicklungen im Bereich des Rechte- und Rollenmanagements, in der Suchfunktion und im Bereich Reporting bringen wird. Dies wurde ergĂ€nzt durch einen Beitrag zur Rolle von Lyrasis als âorganisational homeâ von VIVO und der Zusammenarbeit mit der Community.
In Breakout-Sessions wurden praxisnahe Themen in kleinen Gruppen diskutiert. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse ist unten im Text zu finden.
Darauf folgten mehrere Praxis- und Werkstattberichte, in denen gezeigt wurde, wie VIVO konkret in verschiedenen Einrichtungen eingesetzt wird: wie am Zentrum fĂŒr Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) Forschungsdokumentation auf Wissenschaftskommunikation trifft; wie die Architektur des VIVOs an der UniversitĂ€t OsnabrĂŒck fĂŒr verbesserte Systemmigrationweiterentwickelt, Datenworkflows und verschiedene funktionale Erweiterungen wird; wie der Aufbau eines vernetzten Meta-CRIS fĂŒr die Leibniz-Gemeinschaft auf Basis eines VIVO-Pilotsystems vorangetrieben wird; wie das HealthPartners Institute VIVO um Features zur Personalisierung der InformationsbedĂŒrfnisse der Forschenden und zur Sichtbarkeit von herausragenden Forschungsleistungenerweitert hat.
Der zweite Tag des Workshops begann praktisch mit einer EinfĂŒhrung in VIVO fĂŒr Neueinsteiger:innen sowie einer Ăbersicht ĂŒber Reporting-Funktionen. Die Teilnehmenden konnten Funktionen direkt in einem Demo-System ausprobieren.
Der erste Block von VortrĂ€gen widmete sich ĂŒbergeordneten Themen wie der Rolle von offenen Forschungsinformationen und speziell der Barcelona Declaration on Open Research Information fĂŒr die VIVO-Community, aktuellen Entwicklungen rund um den KDSF â Standard fĂŒr Forschungsinformationen in Deutschland sowie der Rolle persistenter Identifier (PIDs) in und fĂŒr Forschungsinformationen.
Im weiteren Programm wurde ein weiter Bogen gespannt von bibliometrischer Forschung im GROBI-Projekt ĂŒber innovative AnsĂ€tze zur Implementierung narrativer CVs bis hin zur ReprĂ€sentation von wissenschaftlichen Instrumenten in VIVO. ErgĂ€nzt wurde dies durch eine kleine Session mit Lightning Talks, in der beispielsweise das Open-Source-Tool Annif fĂŒr die automatisierte InhaltserschlieĂung vorgestellt wurde. AbschlieĂend standen aktuelle Entwicklungen der VIVO-Ontologie, die strategische und technische VIVO-Roadmap sowie technische Themen wie Containerisierung mit Docker und das modernisierte Rechte- und Rollenmanagement im Mittelpunkt.
Fazit
Der VIVO-Workshop 2025 zeigte wieder einmal eindrucksvoll die thematische Vielfalt der Community. Er bot Raum fĂŒr Austausch, zum Lernen und fĂŒr die gemeinsame Weiterentwicklung von VIVO als offenes Forschungsinformationssystem. Wir sehen uns beim 8. VIVO-Workshop 2026!
Zusammenfassung der Breakout-Sessions
FĂŒr die Breakoutsessions wurden die Teilnehmenden in vier Gruppen aufgeteilt, die sich der Reihe nach vier verschiedenen Fragestellungen widmeten. Die wichtigsten Ergebnisse sind im Folgenden stichpunktartig notiert:
1. Welche Themen beschÀftigen Euch im FIS-Alltag?
An dieser Station wurden â unabhĂ€ngig von der eingesetzten FIS-Software, dem Institutstyp oder dem aktuellen Grad der Umsetzung â wichtige Themen und drĂ€ngende Probleme identifiziert werden. Dokumentiert wurden folgende Punkte:
- Import und Altdatenmigration
- Eingabemasken und Anpassen von Eingabefeldern
- User-Management
- Anlegen von Usern
- Wer macht was?
- ZustÀndigkeiten bei der Datenaufnahme
- Level der QualitÀtssicherung
- Antragsbewilligungsquoten
- Schnittstellen
- Mapping von Daten
- DatenqualitÀt sichern
- Akzeptanz
- Policies in Institutionen
- mögliche Unzufriedenheit mit Standards
- kein Anspruch auf VollstÀndigkeit
- Darstellung auf der Webseite
- Reporting
- Ressourcen bereitstellen
2. Was wĂŒnscht Ihr Euch in/fĂŒr VIVO?
Diese Frage zielte darauf ab, Input fĂŒr die Weiterentwicklung der VIVO-Entwicklungsroadmap zu liefern:
- KI hilft beim Verschlagworten
- Export aus Suchergebnissen
- besseres Reportingtool (hohe PrioritÀt)
- Beispiele fĂŒr Visualisierungen und Auswertungen
- Firsttime/everytime-Konfigurationen
- bessere UI & Design
- Rest-API
- Aktualisierung der KDSF-Ontologie
- Sammlung von Best-Practice-Beispielen
3. Welche Klassifikationen sind fĂŒr Euch im FIS-Kontext wichtig? Welche EntitĂ€tstypen sollten mit Klassifikationen erschlossen werden?
An dieser Station wurden relevante Klassifikationen fĂŒr die klassifikatorische ErschlieĂung von Forschungsinformationen identifiziert. Genannt wurden die FĂ€cherklassifikationen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und von Destatis, die KDSF-Forschungsfeldklassifikation (KDSF-FFK) sowie die Ăsterreichische Systematik der Wissenschaftszweige (ĂFOS). Zudem wurde die Gemeinsame Normdatei (GND) zur Verschlagwortung genannt. DarĂŒber hinaus besteht der Wunsch nach Vokabularen, um Sachverhalte wie Academic Degrees, akzeptiert/publiziert, die Ebene der Drittmittelgeber, Typen von (hausinternen) Events, geographische Schwerpunkte oder den Projektstatus einheitlich zu erfassen. Als zentrale EntitĂ€tstypen, die mithilfe dieser Vokabulare erschlossen werden sollen, wurden Projekte, Publikationen, (externe) Organisationen, Forschungsdaten, Preise und Auszeichnungen, Personen und AktivitĂ€ten in Lehre und Promotion genannt.
4. Welche lokalen Ontologien habt Ihr?
Diese Station zielte darauf ab, lokale Ontologie-Entwicklungen zu erheben und Potentiale der Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene zu identifizieren. Folgende lokale Ontologien wurden genannt:
- Patente
- Equipment
- Graphische Objekte
- MedienbeitrÀge
- Attribute Based Access Control
- AntrÀge/Förderlinien
- Vitro Search Ontology
- Personenrollen in Projekten, Gremien und Events
Um eine verbesserte Zusammenarbeit innerhalb der VIVO-Community zu ermöglichen, wurde vorgeschlagen, öffentliche Register von Ontologie-Erweiterungen zu pflegen und fĂŒr stabilere Anpassungsmöglichkeiten der VIVO Ontology nach Updates zu sorgen.
An dieser Station wurden relevante Klassifikationen fĂŒr die klassifikatorische ErschlieĂung von Forschungsinformationen identifiziert. Genannt wurden die FĂ€cherklassifikationen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und von Destatis, die KDSF-Forschungsfeldklassifikation (KDSF-FFK) sowie die Ăsterreichische Systematik der Wissenschaftszweige (ĂFOS). Zudem wurde die Gemeinsame Normdatei (GND) zur Verschlagwortung genannt. DarĂŒber hinaus besteht der Wunsch nach Vokabularen, um Sachverhalte wie Academic Degrees, akzeptiert/publiziert, die Ebene der Drittmittelgeber, Typen von (hausinternen) Events, geographische Schwerpunkte oder den Projektstatus einheitlich zu erfassen. Als zentrale EntitĂ€tstypen, die mithilfe dieser Vokabulare erschlossen werden sollen, wurden Projekte, Publikationen, (externe) Organisationen, Forschungsdaten, Preise und Auszeichnungen, Personen und AktivitĂ€ten in Lehre und Promotion genannt.
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