Letztes Jahr habe ich bei Europcar in Freiburg einen Transporter gemietet, um Werke für eine Ausstellung von Basel nach Hof/Saale zu transportieren. Ich habe ausdrücklich gefragt, was für einen legalen Grenzübertritt in die Schweiz nötig ist. Die Zusatzgebühr wurde mir aus Kulanz erlassen. Weil ich es eilig hatte, habe ich nicht geprüft, ob das auch korrekt im Vertrag vermerkt war. Später kam dann eine Nachforderung über 44,99 Euro inklusive Strafgebühr: Laut Europcar habe die automatisierte Auswertung von Telemetriedaten einen „unerlaubten Grenzübertritt“ festgestellt.
Erst nach einer DSGVO-Anfrage, erneutem Nachhaken und mehreren Anrufen bekam ich die Telemetriedaten. Die Excel-Datei zu dieser einen Fahrt hat 4397 Zeilen. Erfasst wurden alle 1 bis 9 Sekunden exakte GPS-Koordinaten, inklusive Zeitstempel, Geschwindigkeit und Google-Maps-Link zu jedem Punkt.
Laut Europcar werden die Daten nur an autorisiertes Personal, Behörden und technische Dienstleister weitergegeben. Wenn zu jeder Koordinate ein Google-Maps-Link hinterlegt ist, drängt sich die Frage auf, ob Google hier als technischer Dienstleister eingebunden ist.
Für mich ist das unverhältnismäßig: keine gezielte Betrugsbekämpfung, sondern lückenlose Bewegungsüberwachung. Ich werde bei Europcar kein Auto mehr mieten. Meine Daten habe ich löschen lassen.
Gibt es datensparsame Alternativen zu Europcar?
#Europcar #Datenschutz #DSGVO #Surveillance
https://www.europcar.de/de-de/p/datenschutzrichtlinie-connectedvehicles






