Mal so eine Frage in die #Elektrotechnik / #emobility Bubble.
Ich bin gerade mit meinem Auto gefahren und habe mir währenddessen ein paar Gedanken über das Auto gemacht und während ich so dachte kamen weitere Fragen auf. Vielleicht weiß ja jemand was dazu.
Der Enyaq mit APP550 leistet eine Peakleistung von 210 kW und ist in der 30 Minuten Dauerleistung in der Zulassungsbescheinigung mit 89 kW angegeben.
Da stellte sich mir die erste Frage: wo liegt genau die Limitierung im System? Meine Theorien:
1) thermisches Limit des Motors selbst, bspw. Wicklungen werden zu heiß (und bei 89 kW sind das immerhin schon 140 A Strom!)
2) Inverterbegrenzung: der Inverter ist einfach aus wirtschaftlichen Gründen nicht auf hohe Dauerlast ausgelegt, da diese eh nur kurz abgerufen wird
3) BMS/Akku: der Akku und das BMS begrenzen, da 210 kW > 500 A und >2,5C bedeuten und die Belastung für den Akku einfach zu stark ist.
Oder gibt es noch was anderes?
Und während ich über 1) nachgedacht habe und dass 89 kW schon 140 A sind…ein Elektromotor mit der Leistung ist ja schon eine erhebliche Induktive Last, weshalb auch viel Blindleistung benötigt wird. Wo kommt die her? Wie wird das technisch geregelt? Gibt es eine verbaute Blindleistungskompensationsanlage oder ist der Inverter darauf ausgelegt diese Blindleistung zu liefern? Gibts irgendwo Zahlen für den cosφ des Motors und mit welchen Kabel-Querschnitten gearbeitet wird?
