PV Austria begrüßt ElWG-Kompromiss: Keine Netzentgelte für Photovoltaik-Anlagen bis 20 Kilowatt

Kurz vor der Verabschiedung im Nationalrat kam es noch zu wesentlichen Änderungen im Gesetz. So ist nun für neue Photovoltaik-Anlagen eine Begrenzung der Einspeiseleistung auf 70 Prozent vorgesehen. Netznutzungsentgelte in Höhe von 0,05 Cent pro Kilowattstunde wird es ab 2027 für alle neuen und bestehenden Photovoltaik-Anlagen ab 20 Kilowatt netzwirksamer Leistung geben.

pv magazine Deutschland
Hunderte Menschen haben uns geschrieben: Sie wollen mit einer PV-Anlage bei der Energiewende mithelfen & werden dafür von der Regierung bestraft. Für mich war klar: Das geht so nicht. Darum: Wir Grüne haben Wort gehalten & diese Einspeise-Entgelte aus dem #ElWG rausverhandelt. 1/2
Meine Haltung war immer klar: Wir brauchen ein Energiegesetz, das die Energiewende beschleunigt und nicht ausbremst. Daher freut es mich, dass ich heute mit Expert:innen aus der Branche beim Round Table zum Thema #ElWG diskutieren konnte. 1/2
Energieminister Hattmansdorfer und Staatssekretärin Zehetner haben offenbar noch nicht realisiert, dass sie mit ihrem Gesetzesentwurf für das #ElWG auf dem Holzweg sind. Die Strafgebühren für Klimaschützer stoßen nicht nur bei der Bevölkerung auf Widerstand. (1/3)
Letzten Freitag endete die Begutachtungsfrist des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (#ElWG), das die Preisexplosionen am Strommarkt endlich abfedern soll. Unser Policy Brief “Strompreise senken wie die Schweiz” legt offen, warum die Bundesregierung sich das Nachbarland zum Vorbild nehmen sollte. 1/

Ich habe gemeinsam mit @FridaysForFutureAT das #ElWG analysiert:

Abgesehen von der fehlenden #Klimaneutralität großteils gute Ideen, die aber nicht fertig gedacht sind:
➡️ Sinnvolle Auflagen sind an die falschen Kriterien gebunden und erzeugen dadurch teure Fehlanreize.
➡️ #Spitzenkappung ist das radikalste Mittel gegen #Netzengpässe. Es fehlen Anreize, die Engpässe von vorn herein vermeiden.

Mehr Details im 🧵 (1/3)

BTW: Unsere Stellungnahme kann auch unterstützt werden:
https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/SNME/1046/

Elektrizitätswirtschaftsgesetz und Energiearmuts-Definitions-Gesetz; Energie-Control-Gesetz, Änderung | Parlament Österreich

321/SN-32/ME

@c_ozwei Die Info der WienEnergie ist irreführend. Es sind alleine 2024 70.000 Batteriespeicher NEU installiert worden: https://energie.gv.at/energiewende/wie-schreitet-der-ausbau-von-erneuerbaren-energien-in-oesterreich-voran

Gute Nachricht ist das aber nicht wirklich. Der Großteil dieser Speicher wird nicht systemdienlich betrieben. Statt dessen verbrauchen die Speicher Energie:
StandBy-Verbrauch: ca. 100 MWh/Tag
Ladeverluste: 100-200 MWh/Tag

In Summe schaden die Batterien derzeit mehr als sie nutzen. Wichtige Maßnahmen, das zu drehen, fehlen im #ElWG leider auch wieder.

Wie schreitet der Ausbau von Erneuerbaren Energien in Österreich voran? - energie.gv.at

energie.gv.at
Strom vom Dach? Bitte zahlen! Das neue #ElWG: Wer sauberen Strom produziert, soll zahlen – weil’s den Konzernen nicht passt. Gegen „Systemschädliches Einspeisen“ (ÖVP-Staatssekretärin #Zehetner). Was sie meinen: Wer den Stromkonzernen den Profit verdirbt, wird abgezockt. Für eine geplante Energiewende in Arbeiter*innenhand – gegen die #Klimazerstörer im Parlament! #systemchangenotclimatechange #sozialismusoderbarbarei

➡️ Das Mindeste sollte sein, dass eine sinnvolle Einstellung der Batterie Teil der #Förderbedingungen ist!
➡️ Auch das unangenehme Thema "nachträgliche Umstellung des Bestands" wird man angehen müssen. Das könnte z.B. über das #ElWG gemacht werden.

Zum Glück haben auch die Batteriebesitzerinnen einen Vorteil: Geringere Ladeverluste heißt natürlich höherer Ertrag.

Man fragt sich: Warum wählen Hersteller eine Standardeinstellung, die in kaum einem Szenario sinnvoll ist? 🤔 3/4