Mr. Sternzeit Newsletter – Dirk Lorenzen

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Weltraumfans,
 
die Rakete für die Artemis-2-Mission steht auf der Startrampe in Cape Canaveral. Geht alles glatt, fliegen kommende Woche erstmals seit 1972 wieder Menschen Richtung Mond. Mit Apollo hatten die USA den Wettlauf zum Mond gegen die Sowjetunion gewonnen. Bei der Rückkehr zum Mond ein halbes Jahrhundert später ist China der Gegner. NASA-Chef Jared Isaacman richtet gerade das bisher reichlich konfuse Mondprogramm neu aus. Dieses Raumfahrt-Erdbeben ist der verzweifelte Versuch zu retten, was kaum noch zu retten ist. Aus heutiger Sicht dürfte der 13. Mensch auf der Mondoberfläche (nach den zwölf Apollo-Astronauten) nicht aus den USA kommen, sondern aus China. 

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Dass der mythische Weihnachtsstern keinen astronomischen Hintergrund hat, habe ich hier aufgeschrieben. Als Ausgleich gibt es nun einen Osterkometen! Am 4. April (Ostersamstag) gegen 16.24 Uhr MESZ schrammt Komet MAPS in einer Entfernung von nur 160.000 Kilometern an der Sonne vorbei. Vermutlich löst sich der rund 400 Meter große Eis- und Staubbrocken in der Hitze völlig auf. Aber mit etwas Glück entwickelt er einen langen Schweif, der am 4. und 5. April direkt nach Sonnenuntergang tief am Westhimmel zu sehen wäre. In jedem Fall lässt sich die Annäherung von Komet MAPS an die Sonne mit dem Satelliten SOHO verfolgen. Dessen LASCO-Kamera zeigt nahezu in Echtzeit die Umgebung der Sonne. Die Sonne selbst (Position mit weißem Kreis markiert) ist abgedeckt, damit sie nicht alles überstrahlt – der Kometenkopf bleibt während der engsten Passage hinter der Blende verborgen, aber ein heller Schweif wäre trotzdem zu erkennen. 

Foucaults Pendel – Ein Experiment verändert unser Weltbild

Die Erde dreht sich um ihre Achse – daher gehen Sonne, Mond und Sterne im Osten auf und im Westen unter. Ein einfaches Pendel, im Pariser Panthéon 1851 von Léon Foucault präsentiert, belegt die Drehung der Erde. Von Dirk Lorenzen

https://www.deutschlandfunk.de/26-03-1851-l-on-foucault-zeigt-sein-pendel-experiment-im-pariser-pantheon-100.html

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Newsletter der Sternzeit – Ein kosmischer Brocken – Von Dirk Lorenzen

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Weltraumfans,
 
ein kosmischer Brocken kreuzt seit Milliarden Jahren um die Sonne, vorbei an Planeten, Asteroiden und Kometen. Dann, Sonntag um 18.55 h MEZ, ist er zur falschen Zeit am falschen Ort. Die Erde kommt ihm in die Quere. Mit einem Tempo von mindestens 35.000 Kilometern pro Stunde trifft er über Nordfrankreich auf die Atmosphäre. Er glüht auf, zieht eine Feuerspur hinter sich her und zerplatzt. Dann prasseln die Reste auf den Erdboden – mindestens ein Trümmerteil durchschlägt ein Hausdach in Koblenz. Der Vorfall zeigt: Jederzeit kann uns der Himmel auf den Kopf fallen. Der Kosmos ist schön, aber auch gefährlich. Vor den schlimmsten Treffern könnte sich die Menschheit schützen. Aber schafft sie das?

https://archive.newsletter2go.com/?n2g=y8byg6h3-hjtjmwfo-jeg

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Mr. Sternzeit über Schwarze Löcher! – Newsletter

In Schwarzen Löchern ist die Materie extrem zusammengepresst. Aufgrund der enormen Dichte ist die Anziehungskraft der Schwarzen Löcher so stark, dass nichts entkommen kann – nicht einmal Licht. Um dem Griff der Erde zu entkommen, muss eine Rakete etwa elf Kilometer pro Sekunde schnell fliegen. Könnten wir die Erde immer mehr zusammenpressen, so würde die Anziehungskraft an der zusammenschnurrenden Oberfläche immer stärker – und die Rakete müsste immer mehr Schub entwickeln, um zum Mond aufzubrechen. Irgendwann ist die Dichte so hoch und die Anziehung so stark, dass selbst Lichtgeschwindigkeit (300.000 Kilometer pro Sekunde) nicht mehr ausreicht, um die Erdoberfläche zu verlassen. Dafür müsste man die Erde auf die Größe einer 2-Cent-Münze zusammenquetschen. Achtung, zu Hause bitte nicht nachmachen!

https://archive.newsletter2go.com/?n2g=y8byg6h3-41elthoy-sdi

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Mr. Sternzeit – Der Deutschlandfunk Weltraum-Newsletter von Dirk Lorenzen

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Weltraumfans,
 
das James-Webb-Weltraumteleskop hat eine Supernova-Explosion beobachtet, die sich nur 730 Millionen Jahre nach dem Urknall ereignet hat – neuer Rekord! Nie zuvor ließ sich ein einzelner Stern so früh in der kosmischen Geschichte (oder: so weit entfernt) erfassen. Vor einer „Ewigkeit“ ist ein massereicher Stern explodiert, dessen Lichtblitz uns erst jetzt erreicht hat. Supernova-Explosionen sind buchstäblich ein Geschenk des Himmels: Sie sind Leuchtfeuer in den Tiefen des Alls, sie ermöglichen die Vermessung des Universums und sie liefern chemische Stoffe für das Leben. Wir alle bestehen auch aus Supernova-Asche. 

https://archive.newsletter2go.com/?n2g=y8byg6h3-spd1y204-17ew

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Sternzeit: Der Neumond und das chinesische Jahr des Pferdes – Von Dirk Lorenzen

Morgen um 13 Uhr MEZ fängt das neue Jahr an – nach dem traditionellen chinesischen Kalender. Zwar nutzt auch China seit mehr als hundert Jahren den Gregorianischen Kalender, aber der alte Jahresbeginn ist dort noch immer das wichtigste Fest. | 16. Februar 2026, 02:05 Uhr

https://www.deutschlandfunk.de/sternzeit-16-februar-2026-der-neumond-und-das-chinesische-jahr-des-pferdes-100.html

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Jahr des Pferdes: Am 17. Februar feiern die Chinesen das traditionelle Neujahrsfest

Am 17. Februar fängt nach dem traditionellen chinesischen Kalender das neue Jahr an. In China ist der Jahresbeginn noch immer das wichtigste Fest.

Deutschlandfunk

Sternzeit – Newsletter

Dirk Lorenzen
Astrophysiker, Autor der Sternzeit­Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Weltraumfans,
 
unsichere Zeiten. Was mag das neue Jahr bringen? Verständlicherweise möchten viele ein wenig in die Zukunft sehen. Bleigießen und Kaffeesatzlesen sind etwas aus der Mode – dafür ist der Blick in Horoskope sehr verführerisch. Laut Umfragen liest fast jeder Zweite hin und wieder himmlische „Prognosen“. Die haben es in sich: Für 2026 – so hört man – verheißt Saturn im Widder gesundheitlich nicht nur Gutes, Pluto könnte das Gefühlsleben durcheinanderbringen und die Konjunktion von Mars und Venus im Steinbock sorgt für Irritationen bei Sonnenaufgang. So, so.

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Sternzeit Newsletter

Dirk Lorenzen – Astrophysiker, Autor der Sternzeit­Liebe Leserinnen und Leser,

liebe Weltraumfans, gleich zwei Kometen ziehen gerade „nah“ an der Erde vorbei und zeigen sich am Abendhimmel. So ein Zusammentreffen ist sehr selten. Komet Lemmon hat Dienstag mit 90 Millionen Kilometern den geringsten Abstand zur Erde erreicht. Komet SWAN passierte Montag den erdnächsten Punkt seiner Bahn: Er ist „nur“ 40 Millionen Kilometer entfernt. Trotzdem benötigen Sie ein Fernglas oder kleines Teleskop, um den runden Nebelfleck erkennen zu können. Im Gegensatz zu seinem kosmischen Kollegen, Komet Lemmon. Der ist von einem dunklen Standort aus schon mit bloßem Auge als kleine diffuse Wolke zu erkennen (in einem Fernglas zeigt sich sein schöner Schweif). Ich hatte das Glück, am Wochenende beide bestaunen zu können. 

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Newsletter Sternzeit – Von Dirk Lorenzen

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Weltraumfans,
 
der Brocken ist nur wenige Kilometer groß. Er besteht aus Eis und Geröll und ist von einer Gaswolke umgeben. Er kommt von weit her – sehr weit: aus den Tiefen der Milchstraße. Der Komet ATLAS ist viele Lichtjahre entfernt irgendwo bei einem anderen Stern entstanden. Von dort hat er sich auf den Weg gemacht und zieht nun – nachdem er Millionen Jahre lang unterwegs war – an der Sonne vorbei. Danach entschwindet er wieder in die Tiefen des Alls. Er wird nie wiederkehren, im Gegensatz zu den anderen uns bekannten Kometen, die im Sonnensystem ihre Bahn ziehen. ATLAS ist erst das dritte „interstellare“ Objekt, wie Fachleute sagen. Daher trägt er die Nummer 3I. 

https://archive.newsletter2go.com/?n2g=y8byg6h3-u9cmn1e9-7up

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Anziehendes Kunstwerk – Sturz ins künstliche Schwarze Loch – Von Dirk Lorenzen

Vor dem Betreten des Schwarzen Lochs wird dringend gewarnt. Dennoch ist ein unvorsichtiger Besucher ins Schwarze Loch gestürzt – zum Glück nur in das des Künstlers Anish Kapoor. Im Universum hätte es kein Zurück gegeben.

https://www.deutschlandfunk.de/sternzeit-22-mai-2025-sturz-ins-kuenstliche-schwarze-loch-100.html

https://www.youtube.com/watch?v=bvtRKiR6-DE

In meinem Kunstvlog konzentriere ich mich auf den indisch-britischen Künstler Anish Kapoor, der dort zu sehen ist, und auf das schwärzeste Schwarz der Welt: Vantablack. Vantablack absorbiert 99,9 Prozent des sichtbaren Lichts und wurde von Nanotechnologen entwickelt. Kapoor meditiert dieses Schwarz, das etwas Absolutes hat, potenziell alles enthält, aber nur negativ beschreibbar ist (über dasjenige, was es nicht zeigt), das tiefe Angst auslösen kann, aber auch in die Nähe von Gottesvorstellungen rückt. Ein Schwarz, das sich von Gegenständen löst und dadurch Absolutheit gewinnt. (RefLab 2022)

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Anziehendes Kunstwerkt: Sturz ins künstliche Schwarze Loch

Ein unvorsichtiger Besucher ist ins Schwarze Loch gestürzt – zum Glück nur in das des Künstlers Kapoor. Im Universum hätte es kein Zurück gegeben.

Deutschlandfunk