Mein Name ist keine Laune und kein Trend.
Er ist für mich Schutz.
Mit 14 habe ich die Schule gewechselt und wollte bereits damals meinen Namen ändern,
in der Hoffnung, dass das Mobbing und die Gewalt aufhören würden.
Diese Namensänderung wurde mir nicht erlaubt.
Zwei Jahre später kaufte ich mir ein Modem.
In dieser Szene fand ich erstmals Freundschaften, in denen ich einfach angenommen wurde, wie ich bin. Dort wurde ich nicht mehr mit meinem alten, für mich toten Namen angesprochen.
Einige dieser Freundschaften bestehen bis heute.
Mein alter Name ist für mich mit jahrelangem Mobbing, körperlicher Gewalt und einem Messerangriff verknüpft. Wenn dieser Name heute ausgesprochen wird, werden diese Erfahrungen im Körper wieder aktiviert – nicht nur in Gedanken.
Hinzu kommt:
Mit meinem alten Namen wird mir zugleich ein falsches Geschlecht zugeschrieben.
Das bedeutet, ich werde nicht nur an Gewalt erinnert, sondern auch in meiner Identität verfehlt.
Darum ist mein neuer Name so wichtig. Er steht für Sicherheit, Würde und Selbstbestimmung.
Niemand muss jede Entscheidung anderer gut finden. Aber respektvolle Ansprache ist kein Entgegenkommen, sondern eine Grundform von Anerkennung.
#ChosenName #Respekt #Selbstbestimmung #TraumaAwareness #Deadnaming #TransRights

