NEUE REZENSION: The Ravages of Time 1 (Chinabooks)

Im dicken Historiencomic von Manhua-Künstler Chan Mou, der in der Zeit der drei Reiche spielt, findet Christian "Intrigen und Verschwörungen, die in ihrer erzählerischen Intensität ihresgleichen suchen"!

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The Ravages of Time 1

Ein Manhua, der was auf sich hält, hat heutzutage einen trendigen englischen Titel wie The Ravages of Time. Für den chinesischen Markt gibt es aber auch einen chinesischen Originaltitel; würde man ihn übersetzen, hieße der vorliegende Manhua Der Feuerphönix löst einen Steppenbrand aus. Die Handlung setzt zur „Zeit der drei Reiche“ ein (220 bis 280 nach Christus), eine der berühmtesten Zeitperioden in der chinesischen Geschichte. Im 14. Jahrhundert erschien darüber der monumentale Roman Die Geschichte der drei Reiche. Er erzählt, so steht es in Jing Lius Chinas Geschichte im Comic, „von Helden und Bösewichten, von Kriegstaktiken und politischer Strategie, von Loyalität und Verrat. Er umfasst 1191 Figuren, dies ist ein Rekord unter allen chinesischen klassischen Romanen.“ Ravages of Time dürfte gut und gern das Manhua-Pendant zu diesem Werk sein. Das Personenregister des ersten Bands umfasst satte 34 Akteure, je mit einer Kurzbeschreibung versehen. Ich habe das Register als Stütze sehr zu schätzen gelernt. Bereits das erste Kapitel wirft uns hinein in eine undurchsichtige Schlacht um ein Herrscherhaus. Das Haus eines kindlichen Herrschers und seines übermächtigen …

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🇨🇳 📚 💡 | Current Reading List - Books on China

A wide array of China-related books have been published in recent years, on different matters such as China‘s overall grand strategy, Sino-US relations, Taiwan or the status of Chinese society.

Hence, as a sinologist myself, I am looking forward to dive into these books written by these renowned China experts and/or journalists with deep knowledge on China.

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NEUE REZENSION: The Last Dynasty (Chinabooks)

Unser Rezensent Christian Muschweck ist von diesem Mystery-Comic, bei dem sogar das Buchformat zum Stilmittel wird, sehr angetan!

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The Last Dynasty

Das geht ja gut los. Gao Ying ist einen Tag zu früh für seine Einschreibung an der Uni in der Stadt angekommen und muss sich jetzt eine Nacht um die Ohren hauen, weil auch das Studentenwohnheim noch nicht belegt werden kann. Er wird an ein Hotel in Sichtweite verwiesen. Und da beginnt sein Unglück. Wie das Hotel, so kommt auch dieser Manhua in Form eines Hochhauses daher und ist im Format 10 x 30 extrem in die Höhe gezogen. Der Künstler Mo Fei erzeugt damit einen flotten Lesefluss von oben nach unten, bringt Tempo in die Erzählung und gestattet originelle großformatige Ansichten. Breitwandpanoramen sucht man vergeblich, alles weist nach oben oder unten. Zunächst geht es recht lustig zur Sache, mit einem schrulligen Vermieter und einigen leidlich unheimlichen Begebenheiten. So hängt in Gao Yings Zimmer ein Bild, das Gao Ying so bedrückend findet, dass er möchte, dass es abgehängt wird. Geht nicht, meint der Vermieter, ist ein Erbstück. Aber Gao Ying insistiert, also hängt der Vermieter es eben doch ab. Nächste Barriere: auf der Rückseite des …

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NEUE REZENSION: Oken

"Man glaubt es kaum, dass Wu Shih-hung ein Comicdebutant ist."

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Oken

„Dieser Comic“, so heißt es im Klappentext von Oken, der vorliegenden neuen Veröffentlichung bei Chinabooks, „ist eine Adaption des autobiografischen Werks Sturm in den Bergen, Regen über dem Meer des Dichters Yang Mu“. Immer wieder interessant, mit welchen Werken der Chinabooks-Verlag seine Nische bedient. Unter anderem finden sich im bisherigen Verlagsoeuvre gleich mehrere Manhwa-Reihen über historische Epochen, durchaus facettenreich, manchmal distanziert in ausdruckstarker Ästhetisierung (Die Helden der östlichen Zhou-Zeit), manchmal packend modern (Die Klingen der Wächter). Mit Dao–Der Weg entführte man uns ins Reich chinesischer Sagen und Geistergeschichten, mit der Serie Die Fundamente der chinesischen Zivilisation lernen wir chinesische Geschichte, und immer wieder schwingt das bange Gefühl mit: Handelt es sich bei all dem hier um eine chinesische Charmeoffensive? Timur Vermes hat in seiner eigenen Kurzkritik zu Dao-Der Weg schon mal auf seine unvergleichliche Art attestiert, dass er „politische Unabhängigkeit mal eher nicht“ vermutet. Dabei geht es in Klingen der Wächter um nicht weniger als den Aufstand gegen ein unterdrückerisches China der Ära um 600 nach Christus, was mit etwas Fantasie durchaus  auf die Gegenwart …

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NEUE REZENSION: Heaven Official’s Blessing 1–4

"Grafische Erzählkunst in Vollendung", befindet Rezensent Christian Muschweck.

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Heaven Official’s Blessing 1 – 4

Es war einmal – so erzählt es uns die Einleitung von Heaven Official’s Blessing, im Herzen Chinas ein Land namens Xianle, das steht für „Himmlische Seligkeit“. Xianle war ein großes und blühendes Reich, dessen größte Schätze „bezaubernde Frauen, betörende Musik und Dichtung, Gold und Juwelen und ein weithin berühmter Kronprinz“ namens Xie Lian waren. Dieser Kronprinz war mit außergewöhnlichen Gaben gesegnet und rettete mal einem jungen Mann, der von einer Brücke stürzte, das Leben. Ein anderes Mal besiegte er einen bösartigen Dämon. Jedoch, mit gerade einmal siebzehn Jahren überstand er ein „himmlisches Verhängnis und erhob sich zu den Göttern.“ Ein früher Tod also? Wir erfahren schnell, wie durchlässig die Schranken zwischen dem Diesseits und dem Jenseits in dieser chinesischen Traumwelt sind, zumindest für wichtige Persons of Interest, denn schon drei Jahre später fällt der Kronprinz wieder aus der Gunst der Götter und findet sich erneut in der Welt der Sterblichen. Von dort erhebt er sich ein zweites Mal in den Himmel, aber dieser zweite Aufstieg missrät „zur Farce“ – der Kronprinz überwirft sich mit dem …

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NEUE REZENSION: "Dao – Der Weg"

Eine faszinierende Sammlung von Geschichten voller chinesischer Märchenmotive und Mythen.

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Dao – Der Weg

„Ei, Großmutter, was hast du für große Hände?“ — „Dass ich dich besser packen kann.“ — „Aber, Großmutter, was hast du für ein entsetzlich großes Maul?“ — „Dass ich dich besser fressen kann.“ Jeder kennt das Märchen der Brüder Grimm von Rotkäppchen und dem bösen Wolf, und vieles spricht dafür, dass diese archetypische Konstellation quasi Grundbaustein der menschlichen Verfasstheit ist. Nun erschien bei Chinabooks eine Sammlung märchenhafter Geschichten, die diese Annahme bestätigt. Da klopft die Tigerin an die Tür dreier Kinder und ruft: „Kinderlein, macht die Tür auf.“ – „Ist Oma schon zurück?“ fragt eines der Kinder. Irgendwas stimmt nicht: „Zeig uns erst deine Hände“, fordern die Kinder, worauf die Tigerin ihre Pranke durch den Spalt schiebt. „Unsere Oma hat keine so großen Hände“, sagen sie, aber die Tigerin erwidert schlau: „Aber Enkelchen, hast du etwa die Handschuhe vergessen, die du Omi geschenkt hast?“ Die Kinder lassen nicht locker: „Sie hat auch keinen Schwanz“, stellen sie fest, darauf die Tigerin: „Ach meine Kleine, das ist bloß das Seil, das sich Oma umgebunden hat, um ihren …

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NEUE REZENSION: "Die Klingen der Wächter" Band 10

"Worldbuilding von der Größenordnung eines Sonnensystems", findet Christian Muschweck in dieser chinesischen Comicserie.

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Die Klingen der Wächter 10

Am Ende des zehnten Teils von Klingen der Wächter schließt sich ein Bogen zu Band 1: Daoma und sein Junge Xiaoqui beginnen, steckbrieflich gesuchte Kriminelle einzuschüchtern, um ihnen Reisegeld abzupressen. Das ist eine Rückkehr zu alten Kopfgeldjägermethoden, ebenso eine Rückkehr zu den Ursprüngen des ersten Teils. Der Ballast der Politik wird abgestreift, wenn auch nur vorrübergehend. Überhaupt fügen sich in den letzten vorliegenden Kapiteln von Biaoren, wie die Reihe im Original heißt, viele parallele Handlungsstränge zu einem dicht gewobenen, vielschichtigen Erzählteppich. Xu Xianzhe setzt eben nicht nur epische Kämpfe spektakulär in Szene, sondern entwirft darum herum ein komplexes Handlungsgeflecht. Teilweise arbeitet er mit fast schon monströsen, aber doch stets sehr bewusst platzierten Auslassungen, beispielsweise wenn bereits im ersten Teil zwei finstere Verfolger auftreten, deren Hintergrund uns aber erst knapp 1000 Seiten später, im neunten Band, nachgereicht wird. Ebenso ist es mit zahlreichen politischen Entwicklungslinien, die nicht nur parallel zur Haupterzählung stattfinden, sondern – bisweilen auch zeitversetzt in der Vergangenheit – manchmal elliptisch erzählt sind. Als Leser ist man gut beraten, sich einfach in die Geschichte …

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Bilderbücher sind was für Kinder. Falsch! Jimmy Liao beweist es mit seinen einfühlsamen und oft melancholischen Geschichten. Farbenfroh, vielschichtig und wunderbar metaphorisch macht Liao eine Verbeugung vor dem Kino. "Das Kino des Lebens" vom schweizer Verlag Chinabooks. https://www.huenerfuerst.de/archives/das-kino-des-lebens #Comic #JimmyLiao #Bilderbuch #Kino #Chinabooks #Taiwan
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Oh wie schön war es als Kind durch die malerischen Bilderbücher zu blättern. Wenig Text, viele Weisheiten und moralisch lehrhafte Aussagen, fand man auf wenigen Seiten. Als Elternteil kann das 100. Lesen eines solchen Buchs schon ermüden. Was wäre denn, wenn man wunderschön gemalte Bilderbücher an erwachsene Menschen richten würde? Dann hat man Kontakt mit dem Werk Jimmy Liaos gemacht. Seine Karriere begann mit seiner Krebsdiagnose. Anstatt sich auf seinen letzten Weg zu begeben, begann er zu Malen und Geschichten zu schreiben. Anfangs noch als Abschied für seine Familie gedacht. Nun überstand er seine Erkrankung und zählt heute zu den

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