Unstatistik des monats
Oh, ist das lecker! 🤮️
Habt ihr das auch gehört, dass bei frauen die brustkrebstodesfälle um zwanzig bis dreißig prozent zurückgehen, wenn sie an der früherkennung teilnehmen. Das ist ja fast noch wirksamer als die so genannte „coronaimpfung“! Das ist allerdings eine lüge, also eine vorsätzlich ausgesprochene unwahrheit [sicherheitshalber eine archivversjon]:
Die Realität sieht anders aus: Seit Einführung des Mammographie-Screenings sind Frauen über Nutzen und Schaden systematisch in die Irre geführt worden – denn nicht zuletzt ist es eine milliardenschwere Einnahmequelle für Radiologen, Kliniken und Gerätehersteller. Die 20 bis 30 Prozent sind das jüngste Beispiel
[…] Diese beiden entscheidenden Informationen – dass es keinen Nachweis gibt, dass Screening die Lebenserwartung verlängert oder auch die Wahrscheinlichkeit senkt, an Krebs zu sterben – werden Frauen in Deutschland so gut wie nie mitgeteilt. Auch die Medienberichte zur aktuellen Münsteraner Studie klärten darüber nicht auf
[…] Der statistische Trick ist ebenfalls nicht neu: Man berichtet nur die Reduktion der Brustkrebssterblichkeit. Unterschlagen wird, dass sich die Sterblichkeit von 5 auf 4 in je 1.000 Frauen reduziert, also um 1 in 1.000, oder um 0,1 Prozentpunkte (siehe Punkt 3). Stattdessen präsentiert man diesen Effekt als relative Reduktion von 20 Prozent (von 5 auf 4), oft aufgerundet auf 30 Prozent. Diese Darstellungsweise überhöht den winzigen Effekt dramatisch.
Die kommunizierten „20 bis 30 Prozent“ in den Pressemeldungen der Universität Münster, des Bundesamts für Strahlenschutz und des Bundesministeriums für Gesundheit sind damit nicht nur irreführend, sondern stellen einen klaren Verstoß gegen die seit langem etablierten Standards der evidenzbasierten Gesundheitskommunikation dar, die von vielen anderen Akteuren im Gesundheitssystem und kritischen Journalistinnen und Journalisten regulär eingehalten werden
[…] selbst die besten Informationsmaterialien überzeichnen den Nutzen des Screenings weiterhin, wie etwa die aktuelle Broschüre des Gemeinsamen Bundesausschusses zeigt, die bundesweit an Frauen verschickt wird […] Man rechnete anscheinend den Effekt, der für einen Zeitraum von etwa elf Jahren nachgewiesen ist, linear auf 25 Jahre hoch – ohne ausreichende wissenschaftliche Grundlage. Die einzige Studie, die den Effekt über 25 Jahre verfolgte (mit 100.000 Frauen), fand dagegen keinerlei Rückgang der Brustkrebssterblichkeit durch Screening-Programme
Na, da könnten die feministys doch mal übernehmen — denn hier werden frauen systematisch fehlinformiert und vorsätzlich mit krebs-, verstümmelungs- und todesangst verängstigt, einfach nur, um umsatz für das gesundheitswesen zu produzieren, der dann wieder die krankenkassenkosten erhöht. Das ist schon eine ziemlich widerliche arschlochnummer. Oder genauer gesagt: eine ziemlich widerliche ärztenummer.
Grüße auch an die tagesschaum-redakzjon, die solche fäjhknjuhs weiterträgt.
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Relative Risiken, absolute Verwirrung: Warum das Mammographie-Screening nicht hält, was es verspricht
Die „Unstatistik des Monats" Juli ist die systematische Fehlinformation zum Mammographie-Screening. Ein prominentes Beispiel zeigt, wie vermeintliche Erfolge überzeichnet und potenzielle Schäden verschwiegen werden – zum Nachteil informierter Patientenentscheidungen.