🌍 ■ Un embajador de China compara a Pedro Sánchez con Angela Merkel: "Mientras, muchos en Europa lamentan la desaparición de líderes brillantes" ■ El presidente del Gobierno se reunirá el próximo martes en Pekín con Xi Jinping.
https://www.huffingtonpost.es/global/un-embajador-china-compara-pedro-sanchez-angela-merkel-mientras-europa-lamentan-desaparicion-lideres-brillantes-f202604.html?int=MASTODON_WORLD

#pedrosanchez #global #china #angelamerkel

@FlippoFlip

Was ist vom Baron von Merzhausen, dem grĂ¶ĂŸten #LĂŒgenkanzler der Nachkriegszeit, anderes zu erwarten?

Ich war nie ein #AngelaMerkel Fan, aber dass sie uns dieses rĂŒpelhafte dĂŒmmliche Großmaul jahrelang vom Hals gehalten hat, ist eine ihrer herausragenden Leistungen!

Merz criticised after calling for Syrians in Germany to ‘go back’ home

The German chancellor has drawn condemnation from NGOs and members of his own government

The Guardian
@HolgerTDittmann muss man ja mal strategisch sehen: #AngelaMerkel hat, gewollt oder nicht, den grĂ¶ĂŸten strategischen Erfolg gegen die drohenden Folgen des demographischen Wandel ermöglicht. Indem sie ĂŒber 1Mio Immigranten ins Land holte. Sie hatte zudem noch GlĂŒck, denn die #Syrer erwiesen sich ĂŒberwiegend als lernbereites, aufgeschlossenes Volk das sich gut integriert.
#schwarzrot #dobrindt #merz Versuchen das kaputt zu machen, #spd hilft . Strategic Masterminds.

CDU wird “Brandmauer” öffnen

Politische TabubrĂŒche auf allen Ebenen: Warum die CDU die lĂ€ngst durchlöcherte „Brandmauer“ zur AfD bald öffnen wird

„Es wird auch auf kommunaler Ebene keine Zusammenarbeit mit der AfD geben“ (Friedrich Merz 2023, nachdem er zuvor im Sommerinterview nur in Gesetzgebungsorganen eine Zusammenarbeit verneinte)

„Rechtsextreme in demokratische Prozesse einzubinden, wird der Anfang vom Ende der liberalen Demokratien in Europa sein“ (Erik Marquardt, Europa-Abgeordneter der GrĂŒnen)

FĂ€llt nun auch in der Halterner Kommunalpolitik die Brandmauer zur AfD? Von gemeinsamen BeschlĂŒssen und „guter Zusammenarbeit“ zwischen AfD und CDU im Halterner Stadtrat war dieser Tage in der Lokalzeitung zu lesen. Gemeinsam lehnten beide die wirksame und schnelle Entfernung rechtsextremistischer Aufkleber im Stadtgebiet ab, wie von den GrĂŒnen vergeblich beantragt. LĂ€uft nun wie in Ostdeutschland die Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD auf kommunaler Ebene reibungslos – oder war es nur eine “Zufallsmehrheit” aufgrund “gleicher Meinung”, wie der CDU-Fraktionschef rechtfertigt? Bahnt sich womöglich eine Mitte-Rechts-Koalition an, da die CDU zwischen “rechts” und “rechtsextrem” unterscheidet? Noch in 2020 war man froh, dass die AfD in der Halterner Kommunalpolitik keine Rolle spielte, doch bei der Kommunalwahl 2025 kam sie dann mit 11,3% erstmalig in den Rat mit 5 Sitzen.

Schon vergessen, dass noch vor 2 Jahren auf einer „Großdemo gegen rechts“ 5000 Halterner – zehnmal so viele als angemeldet – gegen die AfD protestiert hatten? Darunter auch CDU-Kommunalpolitiker. Und nochmal im Februar 2025 bei frostiger KĂ€lte demonstrierten fast 3.000 Halterner mit den „Omas gegen rechts“ und 80 unterstĂŒtzenden Organisationen fĂŒr Demokratie, einschließlich Halterner CDU auf der UnterstĂŒtzer-Liste. Bahnt sich nun eine Trendumkehr an – mit einer Abkehr vom bisherigen Konsens in der Abwehr der rechtsradikalen Partei auf ihrem ungebrochenen Erfolgskurs?

Auf allen politischen Ebenen hat die CDU die Brandmauer lÀngst durchlöchert

Noch in 2024 hatte der Halterner Ex-BĂŒrgermeister und amtierende Landrat Bodo Klimpel (CDU) in Recklinghausen vor 12.000 Protestteilnehmern „gegen rechts“ diejenigen CDU-Parteifreunde öffentlich als „Vollidioten“ gebrandmarkt, die sich damals am skandalösen „Remigrations-Treffen“ der Rechtspopulisten in Potsdam beteiligten. Wen er damit meinte, ist nachfolgend dokumentiert. Der Rechtspopulismus reicht also bis weit in die politische Mitte, so dass sich insbesondere die dafĂŒr besonders anfĂ€llige Volkspartei CDU eigenen Fehlentwicklungen an ihren RĂ€ndern selbstkritisch zuwenden sollte.

Denn von der kommunalen Ebene ĂŒber die Landes- und Bundespolitik bis hin zur Europapolitik in der EU ist es vor allem die Union, die immer ungenierter auf allen Ebenen die von ihr scheinheilig beschworene Brandmauer zu den Rechtspopulisten und -extremisten durchlöchert und demnĂ€chst wohl umwirft, wie zuletzt im EU-Parlament bereits erfolgt und auch im Bundestag bei der Migrationspolitik 2025 praktiziert. Dies verwundert nicht, denn die ideologische und personelle NĂ€he und Übereinstimmung zwischen der CDU- und AfD-Politik tritt immer offener zu Tage, wie hier anhand von Fakten dokumentiert. Deshalb ist Wachheit und Abgrenzung gefordert, vor allem auch hier in einer Region, die sich im nördlichen Ruhrgebiet zur AfD-Hochburg des Westens entwickelt.

In vielen Kommunen ist die Zusammenarbeit mit der AfD lÀngst RealitÀt

Die Redaktion der Zeitung „DIE ZEIT“ hatte bereits im Juli 2023 eine Übersicht aus den BundeslĂ€ndern veröffentlicht, in denen eine Zusammenarbeit mit der AfD auf kommunaler Ebene schon lĂ€ngst RealitĂ€t ist, sogar bei der Wahl von SpitzenĂ€mtern wie BĂŒrgermeister oder Stadtratsvorsitzender oder bei der Zustimmung von AfD-AntrĂ€gen zur FlĂŒchtlingspolitik im Kreistag. Auch gemeinsame AntrĂ€ge von CDU und AfD sind an der Tagesordnung. CDU-Chef Friedrich Merz hatte fĂŒr einen „pragmatischen Umgang“ mit der AfD auf kommunaler Ebene plĂ€diert, aber wegen der daraufhin erfolgten öffentlichen Kritik war er zurĂŒckgerudert und hatte dann eine Zusammenarbeit auch auf kommunaler Ebene strikt ausgeschlossen.

Noch als Bundeskanzler in spe konnte sich Friedrich Merz sogar die Vergabe des Vorsitzes von BundestagsausschĂŒssen oder Stellvertreterposten im BundestagsprĂ€sidium an AfD-Abgeordnete vorstellen. Doch bei der CDU-Klausur im Oktober 2025 wurde in Vorbereitung der Landtagswahlen die neu entfachte Debatte in der Partei, ob die strikte Abgrenzung von der AfD noch zeitgemĂ€ĂŸ sein, laut Tagesschau mit einem klaren Abgrenzungskurs beantwortet. Friedrich Merz verdeutlichte seine daraufhin korrigierte Position: „Es gibt zwischen der CDU und der AfD keine Gemeinsamkeiten. (
) Eine Zusammenarbeit wird es nicht geben, jedenfalls nicht mit mir als Parteivorsitzendem“. Wie lange hĂ€lt diese GrundsatzerklĂ€rung – und folgt ihr die Parteibasis?

Wie CDU-FunktionÀre mit Rechtsextremen anbÀndeln

Die von CDU-Landrat Bodo Klimpel 2024 öffentlich als „Vollidioten“ gebrandmarkten Parteifreunde lassen sich namentlich benennen: Darunter befindet sich Berlins frĂŒherer CDU-Finanzsenator Kurth, der auch als OB-Kandidat der CDU in Köln antrat und zugleich rechtsextreme Netzwerke mit sechsstelligen Summen unterstĂŒtzte. Mit ihm auf dem umstrittenen Potsdamer Geheimtreffen der Rechten war auch der bekannte Jurist Ulrich Vosgerau mit CDU-Parteibuch, der die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung vor dem Bundesverfassungsgericht vertrat.

Und weitere CDU-GrĂ¶ĂŸen drifteten nach Rechtsaußen: Der frĂŒhere Verfassungsschutz-PrĂ€sident Georg Maaßen wechselte von der CDU in seine eigene rechtspopulistische Partei „BĂŒndnis Deutschland“, die eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht ausschließt. Vorher war er Vorsitzender der CDU-nahen „Werteunion“, die lange Zeit von der CDU und einigen Spitzenpolitikern wie Jens Spahn hofiert wurde und die auch Friedrich Merz protegierte, bevor es zum Bruch kam.

Noch 2018 schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn einen UnterstĂŒtzungsbrief zur Eröffnung eines Treffens der nach Rechtsaußen abgedrifteten “Werteunion”. Vor nicht allzu langer Zeit hatte der heutige CDU-GeneralsekretĂ€r Carsten Linnemann den Werteunions-Vorsitzenden Maaßen vor rechtem Gedankengut in Schutz genommen. Von den 4.000 Mitgliedern der umstrittenen Werte-Union am Ă€ußerst rechten Rand kommt ein Großteil aus der CDU-Mittelstandsvereinigung, deren Vorsitzender Carsten Linnemann war.

Die CDU als Quelle fĂŒr Neumitglieder bei der AfD-GrĂŒndung

In der AfD-GrĂŒndungsphase war die CDU ĂŒbrigens die grĂ¶ĂŸte Quelle fĂŒr Neumitglieder: Jedes zehnte AfD-Mitglied war zuvor Mitglied der CDU. Allein in der AfD-GrĂŒndungsphase zwischen 2013 und 2016 wechselten (laut dpa) etwa 2.300 CDU-Mitglieder und 354 CSU-Mitglieder zur AfD. Auch wenn der ĂŒberwiegende Anteil der AfD-Mitglieder vorher keiner anderen Partei angehörte, lĂ€sst sich zusammenfassend sagen, dass die CDU (zusammen mit der FDP, die schon immer einen starken rechtsnationalen FlĂŒgel hatte), in der Anfangsphase die Geburtshelferin der AfD war, teils auch aus Protest gegen die Politik von CDU-Chefin Angela Merkel, aber auch wegen latenter rechter Gesinnung im konservativen CDU-FlĂŒgel, nicht nur in der Ă€ußerst rechten „Werte-Union“. Heute sind es noch ĂŒber 6% der inzwischen auf ca. 50.000 Mitglieder angewachsenen AfD, die vorher in der CDU oder CSU waren.

Die AfD ist somit „Fleisch vom Fleische der CDU“ wie es Politikwissenschaftler und Journalisten ausdrĂŒckten, folglich wendet sich auch vor allem die bisherige CDU-WĂ€hlerschaft der AfD zu und verhilft ihr zu den Wahlerfolgen, wie die WĂ€hlerwanderungen zeigen: allein 1 Mio. Stimmen bei der letzten Bundestagswahl gingen durch die WechselwĂ€hler von CDU zur AfD, die fast 21% bei der Bundestagswahl bekam und jetzt mit prognostizierten 25% mit der CDU nahezu gleichauf liegt. Statt Halbierung der AfD, wie von CDU-Chef Friedrich Merz großspurig angekĂŒndigt, kam es im Gegenteil zur Verdoppelung der AfD mit Rekordergebnissen.

Der CDU half es nicht, AuslĂ€nder rauszuwerfen und den Rechten nach dem Mund zu reden. Kann man die sozialen Probleme lösen und den Rechtsextremismus in den Köpfen bekĂ€mpfen, indem man die Zuwanderer bekĂ€mpft? Ist es klug, in einem “Überbietungswettbewerb” die Migration zur „Mutter aller politischen Probleme“ zu erklĂ€ren, ohne die eigentlichen WĂ€hlermotive einzubeziehen? Die WĂ€hler entscheiden sich lieber fĂŒr das Original statt fĂŒr die FĂ€lschung beim Wettbewerb um die radikalste Migrationswende und den grĂ¶ĂŸtmöglichen Sozialabbau. Und sie finden in der AfD altbekannte CDU-GrĂ¶ĂŸen wieder.

Ehemalige CDU-FunktionÀre als heutige Leitfiguren der AfD

Mehrere der heutigen SpitzenfunktionĂ€re und Leitfiguren der AfD an fĂŒhrender Stelle rekrutieren sich zum Teil aus ehemaligen CDU-FunktionĂ€ren: Der AfD-Ehrenvorsitzende und frĂŒhere AfD- Bundesvorsitzende und Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alexander Gauland, war zuvor 40 Jahre CDU-Mitglied und hessischer Spitzenpolitiker als Chef der dortigen Staatskanzlei unter CDU-MinisterprĂ€sident Roland Koch, der schon damals umstrittene Wahlkampagnen gegen AuslĂ€nder und Migranten startete. Der neue AfD-Fraktionschef in Rheinland-Pfalz nach der Landtagswahl im MĂ€rz 2026, Michael BĂŒge, war zuvor CDU-SpitzenfunktionĂ€r in Berlin als Beigeordneter, BezirksbĂŒrgermeister und StaatssekretĂ€r unter CDU-Senator Mario Caja, dem zeitweiligen GeneralsekretĂ€r der Bundes-CDU. In 2017 koordinierte Michael BĂŒge den AfD-Bundestagswahlkampf.

Der baden-wĂŒrttembergische AfD-Spitzenpolitiker Rainer Balzer war ebenfalls vorher langjĂ€hriges CDU-Mitglied und unter GĂŒnther Oettinger im Landesvorstand der Jungen Union. Ebenso war der saarlĂ€ndische AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzende und vormalige CDU-Kreisvorsitzende Josef Dörr 23 Jahre lang in der CDU (der allerdings danach auch jahrelang Kreisvorsitzender und Landesschatzmeister bei den GrĂŒnen war) und unterhĂ€lt Kontakte zu NPD-Kadern. In 2022 wechselte die langjĂ€hrige CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach zur AfD und fĂŒhrt seitdem die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung. FĂŒr die BĂŒroleiter- und Mitarbeiter-Stellen in den AbgeordnetenbĂŒros der AfD-Bundestagsabgeordneten bewarben sich auch zahlreiche Mitarbeiter, die vorher fĂŒr die Unionsabgeordneten tĂ€tig waren.

Der frĂŒhere Vorsitzende der Werteunion, Max Otte, Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und Berater des Bundeswirtschaftsministeriums, wurde in 2022 noch als CDU-Mitglied zum BundesprĂ€sidenten-Kandidaten der AfD aufgestellt und erst danach aus der CDU geworfen. In 2020 war er zuvor auf Querdenker-Demos aufgetreten und hatte mit umstrittenen Äußerungen versucht, Rechtsextreme mit Opfern des Nationalsozialismus gleichzusetzen, wie das Zentrum fĂŒr Antisemitismus-Forschung der TU Berlin kritisierte. Umstrittene Äußerungen gab es aber auch wiederholt durch CDU-Spitzenpolitiker, wie nachfolgend erinnert.

Konservative bis reaktionÀre Positionen des wandlungsfÀhigen CDU-Spitzenmannes

Die geistige Verwandtschaft zwischen manchen CDU-Politikern und der AfD wurde immer wieder sichtbar: Betrachtet man zurĂŒckliegende Aussagen von CDU-Spitzenmann Friedrich Merz von 2000 bis 2002, aus seiner Zeit als CDU-Fraktionsvorsitzender im Bundestag (vor seiner politischen Auszeit und seinem Wechsel in die Finanzwirtschaft als Lobbyist), so bleibt manches im öffentlichen GedĂ€chtnis: Der wandlungsfĂ€hige Friedrich Merz forderte sehr frĂŒh Grenzkontrollen und Obergrenzen fĂŒr Einwanderer und lehnte doppelte StaatsbĂŒrgerschaft ab. Das „großzĂŒgige deutsche Asylrecht“ hinterfragte er wiederholt. Er verteidigte den Begriff der Leitkultur und positionierte sich in der Kopftuchdebatte.

Noch im November 2021 warnte er vor “unkontrollierter Einwanderung in unsere Sozialsysteme”. (Damit macht er sich eine AfD-Wahlparole zu eigen). Er war damals Gegner einer Frauenquote und war gegen die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe. Auch lehnte er zunĂ€chst die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ab. Er trat fĂŒr ein „Werbeverbot fĂŒr Abtreibungen“ ein und sprach sich 2001 gegen PrĂ€implantationsdiagnostik aus. Homosexuelle rĂŒckte er in die NĂ€he von PĂ€dophilen. Schon vergessen? Manches kommt einem bekannt vor aus den SprĂŒchen und Programmaussagen der AfD.

TabubrĂŒche durch die CDU-Spitzenpolitiker

Noch als Bundeskanzler in spe konnte sich Friedrich Merz sogar die Vergabe des Vorsitzes von BundestagsausschĂŒssen an AfD-Abgeordnete oder einen AfD-Vertreter als stellvertretenden BundestagsprĂ€sidenten vorstellen, ruderte aber spĂ€ter zurĂŒck. In der Kommunalpolitik empfahl er pragmatischen Umgang mit der AfD, bis er auch hier zurĂŒckruderte. Und im Bundestag brach er ein Tabu: Noch vor seiner Wahl als Bundeskanzler im Mai 2025 im zweiten Anlauf ließ der CDU-Chef im Januar 2025 bei einem Antrag zur Migrationspolitik seine CDU-Fraktion mit der AfD-Fraktion gemeinsam abstimmen und erhielt so eine Mehrheit fĂŒr die ZurĂŒckweisung der Migranten an der deutschen Grenze. Dieser Tabubruch fĂŒhrte zu heftiger öffentlicher und oppositioneller Kritik.

Erst daraufhin verdeutlichte der in die Kritik geratene Friedrich Merz seine verĂ€nderte Position: „Es gibt zwischen der CDU und der AfD keine Gemeinsamkeiten. (
) Eine Zusammenarbeit wird es nicht geben, jedenfalls nicht mit mir als Parteivorsitzendem“ (Quelle: Tagesschau). Ihm pflichtete ausgerechnet Unions-Fraktionschef Jens Spahn bei, der Kontakte zu den rechten Republikanern in den USA sowie zum österreichischen Politiker Sebastian Kurz pflegte, der als Kanzler eine Mitte-Rechts-Regierung anfĂŒhrte und sich nach KorruptionsvorwĂŒrfen aus der Politik zurĂŒckzog. Selbst eigene Parteifreunde des Merkel-FlĂŒgels hatten Jens Spahn in Verdacht, mit einer Mitte-Rechts-Koalition nach österreichischem Vorbild zu liebĂ€ugeln. SpĂ€ter ruderte er zurĂŒck, um als neuer CDU-Fraktionsvorsitzender wĂ€hlbar zu sein.

CDU debattierte 2025 ĂŒber Öffnung zur AfD auf Landes- und Bundesebene

Doch bei der CDU-Klausur im Oktober 2025 wurde in Vorbereitung der Landtagswahlen die Debatte in der Partei durch prominente CDU-Politiker wieder neu entfacht, ob die strikte Abgrenzung von der AfD noch zeitgemĂ€ĂŸ sei. Dies sei aber (laut Tagesschau) am Ende „mit einem klaren Abgrenzungskurs“ beantwortet worden, auch mit Verweis auf den beizubehaltenden Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU von 2018. Doch immer wieder wird dieser Beschluss parteiintern hinterfragt, nicht nur von ostdeutschen CDU-Politikern wie dem thĂŒringischen CDU-Fraktionsvorsitzenden Andreas BĂŒhl oder dem sĂ€chsischen CDU-GeneralsekretĂ€r Tom Unger. Einige CDU- Landes- und KreisverbĂ€nde (z.B. aus Sachsen-Anhalt) forderten angesichts hoher Umfragewerte fĂŒr die AfD weiterhin ein Ende der so genannten „Brandmauer“ und eine „Lockerung des Unvereinbarkeits-Beschlusses“ von 2018.

Zuvor hatten sich mehrere westdeutsche CDU-Spitzenpolitiker wie der frĂŒhere CDU-GeneralsekretĂ€r Peter Tauber und der frĂŒhere CDU-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg sowie Andreas Rödder als ehemaliger Vorsitzender der CDU-Grundwerte-Kommission öffentlich fĂŒr eine Öffnung zur AfD auch auf Landes- und Bundeseben stark gemacht. Sie plĂ€dierten fĂŒr eine Normalisierung der Beziehungen, unterstĂŒtzt von Spitzenpolitikern aus ostdeutschen BundeslĂ€ndern. Derweil bezeichnete CDU-Vize Karl Josef Laumann die AfD als Nazi-Partei.

Zweifel am liberalen Gesellschaftsbild der CDU wegen AnnÀherung an die AfD

Schon in den 90-er Jahren hatten CDU-Politiker wie der ehemalige sĂ€chsische Justizminister Steffen Heitmann, der zeitweilig sogar als BundesprĂ€sidenten-Kandidat der CDU im GesprĂ€ch war, durch ultra-konservative Aussagen zur Geschlechter- oder zur Einwanderungsfrage kurzzeitig Empörung erregt. Nicht zuletzt Friedrich Merz nĂ€hrte mit fragwĂŒrdigen Aussagen selber immer wieder Zweifel an einem liberalen Gesellschaftsbild der CDU. Er rief wiederholt Empörung hervor mit seinen Aussagen zur Asylpolitik, zur Migration und mit seinen als rassistisch und diskriminierend empfundenen Aussagen zum „Stadtbild“. Im September 2023 bekam er einen Shitstorm fĂŒr seine diskriminierende und wahrheitswidrige Kritik, dass abgelehnte Asylbewerber sich angeblich beim Arzt „die ZĂ€hne neu machen lassen, wĂ€hrend deutsche BĂŒrger nebenan keine Termine bekĂ€men.“

Und CDU-Spitzenpolitiker Jens Spahn ĂŒberholte sogar die AfD von rechts mit seiner empörenden Forderung, FlĂŒchtlinge an den europĂ€ischen Außengrenzen gegebenenfalls „mit physischer Gewalt aufzuhalten“. Der Beifall der AfD war ihm gewiss, doch Kritiker warfen ihm vor, damit „am rechten Rand zu fischen“ und rechtsstaatliche GrundsĂ€tze zu verlassen. Die Migrationspolitik der CDU/CSU, insbesondere die von Friedrich Merz vertretenen Positionen, steht seit 2025 unter scharfer Kritik, da ihr von Menschenrechtsorganisationen vorgeworfen wird, rechtsstaatliche GrundsĂ€tze, europĂ€isches Recht und völkerrechtliche Verpflichtungen zu verletzen. CSU-Innenminister Dobrindt hĂ€lt dies nicht zurĂŒck, so weiterzumachen

Kooperation mit Rechtsaußen im EU-Parlament – Risse in der Brandmauer

Unverfroren treibt es vor allem der Koalitionschef der konservativen EVP im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU): Seine EVP-Fraktion kooperiert laut dpa-Recherchen viel enger mit Rechtsaußen-Parteien, einschließlich der AfD, als bisher bekannt geworden. Chatprotokolle und Treffen belegen eine inhaltliche Zusammenarbeit bei der Migrationspolitik, was die Brandmauer gegen rechts bröckeln lĂ€sst, auch wenn Weber eine strategische Zusammenarbeit bei einem Gesetzesvorschlag zur VerschĂ€rfung der Migrationspolitik leugnet. „Die Brandmauer hat tiefe Risse“, sagte ZDF-Korrespondent Röller.

Weber redete sich damit heraus, er setze damit nur die Politik durch, die auch die Bundesregierung vertrete. Dies war aber nicht der einzige Fall einer Allianz mit Rechtsaußen, denn schon beim Handelsabkommen Mercosur sowie beim Lieferkettengesetz kam eine Mehrheit im EU-Parlament nur mit Stimmen des rechten Blocks zustande. Die EVP-Fraktion der konservativen Parteien im EU-Parlament, zu der auch die Unionsparteien gehören, hat zuvor unter dem Fraktionsvorsitzenden Manfred Weber (CSU) allzu lange mit Orbans Fidesz-Partei kooperiert und schielte schon seit lĂ€ngerem fĂŒr die Zeit nach der zurĂŒckliegenden Europawahl nach möglichen Partnern rechts von der Union als Mitte-Rechts-Koalition, im Gleichklang mit Ursula von der Leyen.

Dies verwundert nicht, denn zum autokratischen und korrupten Rechtspopulisten Viktor Orban aus Ungarn hielten CDU und CSU jahrelange freundschaftliche Verbindungen, z.B. bei Orbans Freundschafts-Besuch auf der CSU-Klausur 2019, mit inhaltlicher Übereinstimmung in der Asylpolitik. DafĂŒr lobte auch Donald Trump damals den ungarischen Autokraten und empfing ihn in Washington. Auf dem Parteitag der Republikaner war 2024 auch Jens Spahn (CDU) willkommen und warb danach dafĂŒr, gemeinsame Interessen und Übereinstimmungen mit Donald Trump zu suchen. Spahn traf sich auch mit dessen rechten Wahlkampfmanager Bannon, der eine rechte Bewegung in Europa aufbauen möchte und sich dazu auch mit der AfD-Spitzenfrau Alice Weidel traf.

VerbrĂŒderung der EU-KommissionsprĂ€sidentin mit den Rechtsextremen

Besonders dreist treibt es in der EU vor allem auch die EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen (CDU), die sich im EU-Parlament zweimal mit den Stimmen von Rechtsaußen in ihr Spitzenamt wĂ€hlen und auch mit Hilfe der Rechten wiederwĂ€hlen ließ und somit den Rechtsextremen ihren Posten zu verdanken hat. Die machtbewusste „WiederholungstĂ€terin“ auf der Suche nach BĂŒndnispartnern rechts von der CDU im neuen EU-Parlament verdankte schon in der letzten Wahlperiode der Fidesz-Partei des ungarischen Rechtspopulisten Orban und den polnischen Nationalisten der PIS-Partei in 2019 ihre Wahl als KommissionsprĂ€sidentin mit hauchdĂŒnner Mehrheit und verĂ€rgerte damit das EU-Parlament.

CDU-Chefin Angela Merkel hatte dazu im Vorfeld eigens den damaligen CDU-GeneralsekretĂ€r Paul Ziemiak nach Polen geschickt, um bei PIS-Parteichef KaczyƄski fĂŒr die deutsche Kommissionskandidatin zu werben; sie selber fĂŒhrte dazu TelefongesprĂ€che mit Victor Orban. In den meisten Medien wurde dies nicht skandalisiert (anders als beim Tabubruch im ThĂŒringer Landesparlament im Fall Thomas Kemmerich, der sogar zum RĂŒcktritt von CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer fĂŒhrte). Bei ihrer Wiederwahl zur zweiten Amtszeit benötigte und bekam Ursula von der Leyen wieder Stimmen von rechts.

Mitte-Rechts-BĂŒndnis durch Unionspolitiker im EU-Parlament etabliert

Als geeignete BĂŒndnispartnerin betrachtet EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen (CDU) lĂ€ngst die umworbene postfaschistische Partei „Fratelli d`Italia“ der italienischen Regierungschefin Meloni, mit der sie eng befreundet ist. Auch hatte die französische Rechtsnationalistin Marine Le Pen von der rechtsnationalen und europa-skeptischen Partei „Rassamblement National“ (vormals Front National) ebenfalls eine Zusammenarbeit angeboten.

Mit einem solchen DreierbĂŒndnis wĂŒrde die CDU-FĂŒhrung die Brandmauer zwischen Konservativen und Rechtsaußenparteien nach rechts von Giorgia Melonis Partei verschieben, um mit einem „Mitte-Rechts-BĂŒndnis“ die Machtposition ihrer Spitzenkandidatin Ursula von der Leyen zu sichern, wie die ARD-Sendung Monitor am 23. Mai 2024 berichtete. Erstaunlich waren die sehr verhaltenen Kommentare in den meisten Medien auf die AnkĂŒndigung der CDU-Spitzenkandidatin, die postfaschistische italienische Partei Melonis, in der es auch Mussolini-AnhĂ€nger gibt und vereinzelt der Hitlergruß gezeigt wird, als kĂŒnftige (gelĂ€uterte) BĂŒndnispartnerin im EU-Parlament zu betrachten.

AfD braucht nur zuschauen, um zu ernten – Brandmauer fĂ€llt!

Mit dieser Anbiederungs- und BĂŒndnispolitik fĂŒhrender CDU-Politiker auf allen politischen Ebenen braucht die AfD nur zuzuschauen, um in den nĂ€chsten Jahren zu ernten? Gerade erlebt sie, wie sich nach der FDP ein weiterer Konkurrent in der Parteienlandschaft, nĂ€mlich die SPD zerlegt und verzwergt. SpĂ€testens nach den bevorstehenden Landtagswahlen wird die AfD wohl das erreichen, was sie in den ostdeutschen BundeslĂ€ndern und sogar in der einstigen SPD-Hochburg Gelsenkirchen auf lokaler Ebene schon erreicht hat: Sie ĂŒbertrumpft SPD und CDU und wird stĂ€rkste Kraft, getragen von enttĂ€uschten WĂ€hlern und sozialen Verlieren, die danach erst recht ihr „blaues Wunder“ erleben werden.

Die Sorge aller Demokraten: Die CDU wird dann ihre einzige Machtoption nutzen, nĂ€mlich mit der geistverwandten AfD zu kooperieren in einem Mitte-rechts-BĂŒndnis zunĂ€chst in den ostdeutschen LĂ€ndern und schließlich auch in der Bundespolitik. Nach den aktuell bevorstehenden Landtagswahlen in mehreren BundeslĂ€ndern wird die VerfĂŒhrung fĂŒr die CDU groß sein, sich mit der erstarkenden AfD zu arrangieren, um die eigene Macht zu erhalten. Ein Albtraum, aus dem uns allen ein böses Erwachen droht!

Auch die Kleinstadt Haltern am See bleibt nicht vom Rechtstrend verschont

Vor diesem Albtraum und Rechtstrend bleibt auch die bĂŒrgerliche und wehrhafte Kleinstadt Haltern am See nicht verschont, deren Ratsmitglieder sich tunlichst vor TabubrĂŒchen hĂŒten sollten! Es sei daran erinnert: In Haltern, wo immer noch eine Willkommenskultur fĂŒr FlĂŒchtlinge und Migranten gepflegt wird, auch wenn Rechtsradikale mit Aufklebern im Stadtgebiet ihren Protest kundtun, konnte die AfD von Wahl zu Wahl stetig zulegen: Bei der Bundestagswahl 2021 gewann sie 4,5% hinzu, bei der Landtagswahl 2022 fast 6%, bei der Europawahl 2024 wiederum fast 3%, und bei der Bundestagswahl 2025 um 8,1% gegenĂŒber der letzten Bundestagswahl, so dass sie sich von 5,5% auf 13,6 % steigerte. Bei der Kommunalwahl bekam sie dann auf Anhieb ĂŒber 11% und erhielt damit 5 Sitze! Dies ist alarmierend. (In der Nachbargemeinde Olfen wurde die AfD mit ĂŒber 19% sogar zweitstĂ€rkste Partei).

Ihren Durchbruch in dieser Region erlangte die AfD hier vor allem bei der zurĂŒckliegenden Europawahl, obwohl zigtausende Menschen wochenlang in allen RuhrgebietsstĂ€dten gegen Rechtsextremismus auf die Straße gegangen waren – offenbar vergeblich, denn der Rechtsruck ist trotzdem eingetreten: Im benachbarten Gelsenkirchen hat die AfD zuletzt bei den Europawahlen mit 21,7% sogar die SPD ĂŒberholt. Auch in mehreren StĂ€dten des Kreises Recklinghausen holte sie ihre landesweit besten Resultate ĂŒber dem Landes- und Bundesdurchschnitt, z.B. In Marl und Gladbeck mit fast 20%, aber auch in den anderen StĂ€dten zwischen 17 bis 19%, weit ĂŒber dem Landes- und Bundesdurchschnitt von 12,65 bis 15,9%. In Marl hĂ€lt sie zudem gerne ihre Landesparteitage ab.

Mehrere tausend BĂŒrger in Haltern wĂ€hlen rechts

Bei der letzten Bundestagswahl, wo die AfD in der Vergangenheit in Haltern nicht ĂŒber 10% hinauskam, erreichte sie diesmal in Haltern fast 14 %, (im Ortsteil Hullern sogar fast 23% !), obwohl CDU und SPD hier deutlich ĂŒber dem Bundesdurchschnitt liegen und auch die GrĂŒnen leicht darĂŒber. WĂ€hrend einerseits mehrere tausend Halterner zweimal gegen die AfD demonstriert hatten, wĂ€hlten andererseits ĂŒber 3.600 Halterner dennoch die AfD. (Das ist vergleichsweise so viel wie die gesamte Einwohnerzahl des Halterner Stadtteils Lippramsdorf).

Der AfD-Wahlkreiskandidat im Wahlkreis 121 (Recklinghausen II mit Haltern) lag sogar mit fast 21% im AfD-Bundesdurchschnitt und deutlich vor dem grĂŒnen Direktkandidaten, der nur 7% erhielt. (Die mit 88% hohe Wahlbeteiligung in Haltern brachte auch bisherige NichtwĂ€hler an die Urne, ĂŒberwiegend auch zugunsten der AfD.) Es ist auch hier in Haltern „5 vor Zwölf“, wenn nicht sogar bald “5 nach 12”, wie auf einem Plakat bei der örtlichen Demo fĂŒr Demokratie und gegen rechts zu lesen war. Allein mit Gegen-Demonstrationen „gegen rechts“ ist es auch in Haltern nicht getan, ebenso wenig mit dem Fingerzeig auf die verantwortliche Landes- oder Bundespolitik.

Gute Kommunalpolitik vor Ort als Bollwerk gegen rechts

In anderen Regionen des Landes sind die dort viel niedrigeren AfD-Wahlergebnissen im nur einstelligen Bereich auch auf erfolgreiche Regional- und Kommunalpolitik vor Ort zurĂŒckzufĂŒhren, die dort offenbar besser gelingt als im nördlichen Ruhrgebiet, wie das Beispiel MĂŒnster zeigt mit unter 5% fĂŒr die AfD. Bei der Kommunalwahl 2025 erreichte die AfD auch in StĂ€dten wie Bonn, Aachen und Köln nur einstellige Werte zwischen 6% und 7% bis 9%. Im benachbarten Kreis Coesfeld lag sie bei nur 9,2%. In zahlreichen weiteren StĂ€dten erreicht die AfD nur unter 10%, wie z.B. in Freiburg, Heidelberg, TĂŒbingen, Stuttgart und Karlsruhe, ebenso in Teilen von Hamburg und MĂŒnchen.

Urbane StĂ€dte mit Studenten und vielen akademisch gebildeten Menschen (sowie mit hohem Anteil GrĂŒnen-WĂ€hlern) und bĂŒrgernaher Kommunal- und Wohnungspolitik auch fĂŒr soziale benachteiligte Schichten können sich dem AfD-Zuwachs erfolgreich erwehren. Auch die urbane Kleinstadt Haltern hat eine einkommensstarke Bevölkerung mit ĂŒberwiegend hohem Bildungsstand und sozialem Engagement, aber mit enormen Problemen auf einem nicht bezahlbaren Wohnungsmarkt, der ein aktives Gegensteuern erfordert, um keine frustrierten WĂ€hlerinnen und WĂ€hler zu erzeugen.

Keine Normalisierung der lokalen Zusammenarbeit mit der AfD

Völlig verkehrt und kontraproduktiv wĂ€re hingegen eine „Normalisierung“ der Zusammenarbeit mit der AfD im Stadtrat oder eine Wiederholung dessen, was eine Halterner CDU-Ratsfrau und ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete aus Haltern wĂ€hrend der „Bauernproteste“ im Januar 2024 sich unter Billigung der Halterner CDU geleistet hat – als sie im Gleichklang mit den Rechtspopulisten mit einem skandalösen Plakat gegen den vom Pöbel bedrĂ€ngten Bundesumweltminister die „Umsturz-Phantasien“ des Bauernprotestes unterstĂŒtzte. Rechte Umtriebe in der „Haltern-Partei“ kommen nur denen zugute, die man zu bekĂ€mpfen vorgibt, aber die Brandmauer damit auch vor Ort weiter ins Wanken bringt. Wenn in KĂŒrze bei den bevorstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland die verbleibenden Machtoptionen fĂŒr die CDU nur mit der obsiegenden AfD realisierbar wĂ€ren, wie positioniert sich dann die CDU hier vor Ort zu den richtungspolitischen KlimmzĂŒgen?

Dieser Beitrag erschien zuerst im “Lokalkompass”, hier mit freundlicher Genehmigung des Autors. Einige Links wurden nachtrĂ€glich eingefĂŒgt.

CDU wird “Brandmauer” öffnen – Beueler-Extradienst

Rheinland-Pfalz – ratlose SPD

Schweigen zur AfD

Das rheinland-pfĂ€lzische Wahlergebnis – das Versinken des blassen und gegenĂŒber Malu Dreyer unterirdisch langweiligen MinisterprĂ€sidenten Schweitzer – ist  in keiner Hinsicht ĂŒberraschend. Der Wahlsieg des  CDU-Kandidaten folglich kein Wunder, das Abschneiden der AfD und die Reaktion darauf – nĂ€mlich keine – erschreckend. Da hat eine in weiten Teilen faschistoide Partei in Rheinland-Pfalz fast 20% geholt und niemand sagt etwas dazu?

Was bringt WĂ€hler dazu, die um ihren Arbeitsplatz fĂŒrchten – wenn die Analyse stimmt, dass ehemalige SPD-WĂ€hler aus dem Arbeitermillieu AfD wĂ€hlen – eine nationalistisch-chauvinistische Partei, die ein Exportland wie die Bundesrepublik Deutschland durch ihren engstirnigen Nationalismus ruinieren wĂŒrde und von Wirtschaft keinen blassen Schimmer hat?

Kann es so dumme WĂ€hler:innen wirklich geben?

Scheint so. Denn den AfD-WĂ€hlern – in der ĂŒberwiegenden Mehrzahl MĂ€nner – ist es in der Tat egal, was  im Programm steht, was an Korruption herrscht, wie sehr sich ihre FunktionĂ€re die Taschen vollmachen, und auch wieviele Verwandte sie beschĂ€ftigen.

Warum sorgt ein solches Wahlergebnis nicht dafĂŒr, dass breit diskutiert wird, dass eine AfD-Wirtschaftspolitik, wĂŒrde sie verwirklicht, Deutschland zum Zwergstaat machen wĂŒrde, was ein Austritt aus der EU bedeuten oder gar der Schwachsinn einer RĂŒckkehr zur D-Mark fĂŒr Deutschland bedeuten wĂŒrde? Ökonomisch abgehĂ€ngt und aufs Abstellgleis geschoben, ökonomischer Selbstmord.

Und warum ist es offensichtlich naiven WĂ€hlern, vor allem relativ jungen WĂ€hlern zwischen 20 und 30 Jahren, die in großer Zahl AfD gewĂ€hlt haben, nicht klar zu machen, dass sie es sind, die die  die Zeche fĂŒr teure Energie und knappen Kraftstoff in 20, 30 Jahren zahlen werden, wenn sich die klimaleugnende Politik der AfD durchsetzt?

Von der RusslandabhÀngigkeit der AfD gar nicht zu reden.

Internet und asoziale Netzwerke entscheidend

Die Wahlentscheidungen gerade dieser WĂ€hler:innen sind zweifelsfrei gewollt, aber werden zumeist völlig verantwortungslos getroffen. Bei der Frage nach dem “Warum” liegt es nahe, Struktur, Folgen und Wirkung der asozialen Netzwerke der letzten 20 Jahre als ErklĂ€rung zu betrachten. Die jungen Menschen dieser Altersgruppe haben in den letzten 20 Jahren gelernt, dass ihr Handeln im Internet in der Regel ohne juristische Folgen bleibt. Mobbing, Stalking, Ghosting und alle anderen Formen der Nötigung auf elektronischem Weg werden vom Staat nicht wirklich verfolgt, Straftaten wie Beleidigung, Verunglimpfung, Bedrohung, Diffamierung, Nötigung, RufschĂ€digung, bis hin zu sexuellen Übergriffen bleiben nach wie vor meistens ungesĂŒhnt, nazistische und völkische Propaganda werden geduldet, bestenfalls entfernt, aber die TĂ€ter von den Providern nicht preisgegeben oder angezeigt.  Eine ganze Generation hat inzwischen gelernt, dass ihre rechtsextremistischen Taten im Internet  ohne jede Konsequenz bleiben. Das könnte das Verhalten einer ganzen Generation prĂ€gen, die fĂŒr Straftaten im Internet keinerlei Konsequenzen fĂŒrchten muss. Warum sollten die bei der Wahl von AfD-Nazis irgendein Unrechtsbewusstsein entwickeln?

Triumphierende AfD in Berlin

Ein völlig aus dem Ruder gelaufenes Interview eines Phoenix-Moderators am Montagvormittag mit dem zynischen Rechtsideologen und Parlamentarischen GeschĂ€ftsfĂŒhrer der AfD, Bernd Baumann,  zeigte die SchwĂ€chen auf, die dann zutage treten, wenn man sich nur oberflĂ€chlich auf ein Interview vorbereitet. Er wollte Baumann mit realen rechtsextremen Sprechchören auf AfD-Parteitagen konfrontieren und scheiterte schon beim Versuch an der Dreistigkeit, mit der Baumann ihm vorhielt, die an “Sieg Heil” erinnernden Rufe hĂ€tten doch nichts damit zu tun, denn der Mann heiße eben mal Sieg 
.. und das sei nun mal nicht strafbar. Dem so verhöhnten Berlin-Korrespondenten von “Phoenix” fiel daraufhin keine Entgegnung mehr ein. Der Mann ist intellektuell offensichtlich fehl am Platz. GenĂŒsslich suhlte sich Baumann daraufhin in seiner Siegeslaune, indem er die CDU verhöhnte, die ja seit Monaten “in dieser Regierung nichts anderes tue, als die AfD-FlĂŒchtlingspolitik umzusetzen” und dieser damit politisch recht zu geben. Daraus wird eines klar: Die AfD wird in Wahlen so lange nicht abnehmen, wie die CDU dieser Hetze und dieser verfehlten Politik nicht endlich den RĂŒcken kehrt und zur demokratischen Verfassung und einer rechstaatlichen FlĂŒchtlings- und Einwanderungspolitik zurĂŒckkehrt.

Der AfD nachzugeben ist der grĂ¶ĂŸte Fehler der Union und der SPD

Wer der AfD nicht wirklich widerspricht und sie nicht widerlegt, muss sich nicht wundern, dass er/sie kein Mittel zur Reduzierung der AfD findet. Deren Hetze gegen FlĂŒchtlinge und Abschottungsphantasien trump’sche ZĂŒge nicht nur angenommen haben, sondern von dessen Handlangern wie Musk und Zuckerberg gefördert werden. Wenn AfD-WĂ€hler nicht begreifen wollen, dass Deutschland und die EU aufgrund ihrer demografischen Entwicklung auf Einwanderung angewiesen sind, um die Sozialsysteme aufrechtzuerhalten, ohne die sie in grĂ¶ĂŸte ökonomische Krisen stĂŒrzen wĂŒrden, muss diese Botschaft von der CDU kommen – weil sie richtig ist. NatĂŒrlich auch von der SPD – denn es ist keine grĂŒne Botschaft, sondern die einzige Botschaft der Vernunft. Wir brauchen Einwanderung und wir sind auf FachkrĂ€fte mit Migrationshintergrund angewiesen. Wer etwas anderes behauptet, ist ein TotengrĂ€ber der Verfassung und des Sozialstaats.

Feigheit vor der Wahrheit

Wenn unser Pflegesystem auf Eingewanderte verzichten mĂŒsste, fehlten sofort 100.000 PflegekrĂ€fte und zudem ca. 8.000 Ärzte mit syrischem Migrationshintergrund. Warum sagt das kein SPD-WahlkĂ€mpfer? Warum sagen SPD und CDU nicht klar, was die Steuerpolitik der AfD bedeuten wĂŒrde, nĂ€mlich vor allem die Reichen zu entlasten und keinen Finger fĂŒr Arbeitnehmerrechte zu rĂŒhren, sollten sie irgendwo mitregieren oder gar an die Macht kommen? Ist es Feigheit vor der WĂ€hlerin? Schon 1993, als damals die rechten Parolen gegen FlĂŒchtlinge von der CDU/CSU kamen, konnte ich feststellen, dass man als Politiker gegen Menschen mit Verlust- und WohlstandsĂ€ngsten nur durchkommen kann, wenn man diesen Parolen mit Zahlen und Argumenten widerspricht und sie widerlegt. Alles andere ist aussichtslos. Aber die CDU und auch die CSU tun das nicht. Das ist nichts anderes, als Demokratiezerstörung durch Unterlassen. Nicht zu vergessen: die christlich-demokratische Arbeitnehmerschaft war 50 Jahre lang fĂŒr die CDU genau so wichtig, wie die Arbeiterschaft und GewerkschaftsnĂ€he fĂŒr die SPD. Das Versagen vor der WĂ€hlerwanderung zur AfD der SPD zuzuschieben wĂ€re wohlfeil. Die CDU trĂ€gt dieselbe Mitverantwortung. Wenn nicht noch schlimmer.

Die CDU ist die ideologische Mutter der AfD

Es war nicht das erste Mal, dass die CDU 1999 im Landtagswahlkampf in Hessen den Kampf gegen die doppelte StaatsbĂŒrgerschaft zum Wahlkampfthema machte. “Wo kann ich gegen AuslĂ€nder unterschreiben” fragten damals viele WĂ€hler am Stand von Roland Koch im Landtagswahlkampf Hessen. “Asyltourismus”, “Asylschwindel” “Scheinasylanten” waren die Kampfberiffe des CDU-OppositionsfĂŒhrers Helmut Linssen im Landtag NRW von 1991-95. Damals widersprachen bundesweit GrĂŒne und die grĂ¶ĂŸten Teile der SPD. Schon 1996 hatte ĂŒbrigens Friedrich Merz vorgeschlagen, dass die CDU die “deutsche Leitkultur” zum Wahlkampfthema machen solle. Es war Angela Merkel, die das damals als GeneralsekretĂ€rin der CDU verhinderte. Wenig spĂ€ter zeigte der CDU-HinterbĂ€nkler Martin Hohmann einen soliden Antisemitismus mit der Behauptung, auch das jĂŒdische Volk habe “eine dunkle Seite in der neueren Geschichte”. Angela Merkel schickte Volker Kauder und Wolfgang Bosbach nach Hessen, um Hohmann den Fraktionsausschluss mitzuteilen.

Auch Merkel irrte – aber ihr “Wir schaffen das” war ein PlĂ€dojer fĂŒr Demokratie

Aber auch Angela Merkel selbst fiel durch einen ideologischen Fauxpas auf, als sie zu ihrem 50.Gebutstag den umstrittenen Hirnforscher Wolf Singer als Festredner einlud, der die These vertritt, dass das menschliche Denken  deterministisch funktioniert, wir nur glauben, einen freien Willen zu haben, in Wirklichkeit aber weitgehend von Reflexen gesteuert werden. War dies eher eine auf philosophischem Niveau angesiedelte, antiaufklĂ€rerische Position,  wurde etwa gleichzeitig in Nordrhein-Westfalen durch JĂŒrgen RĂŒttgers der nĂ€chste chauvinistische Keiler durchs Dorf getrieben:

JĂŒrgen RĂŒttgers: “Kinder statt Inder”

“Kinder statt Inder” – wurde der Slogan der NRW-CDU nach der Jahrtausendwende. Und auch 2007 behauptete sein baden-wĂŒrttembergischer CDU-Kollege und MinisterprĂ€sident Oettinger wahrheitswidrig, bei dessen Beerdigung, der ehemalige Nazi-Marinerichter und MinisterprĂ€sident Hans Filbinger sei “Nazigegner” gewesen.  Im Wahljakr 2009 brachte Roland Koch, damals nach Umfragen mit dem RĂŒcken zur Wand, eine Kampagne gegen “kriminelle AuslĂ€nder” vom Zaun. Nicht zu vergessen, dass Erika Steinbach, Berufsvertriebene der “Sudetendeutschen” und heute PrĂ€sidentin der AfD-Stiftung, zwei Jahrzehnte in der CDU ihr politisch rechtes Unwesen getrieben hat.  Der schlimmste SĂŒndenfall der CDU/CSU jedoch war die gemeinsame Abstimmung mit der AfD zur FlĂŒchtlingspolitik im Januar 2025 in Sachen Abschottungs- und FlĂŒchtlingspolitik. Das ist und bleibt der SĂŒndenfall des Friedrich Merz und seine Unterwanderung der “Brandmauer”-.

Was muss geschehen, um die AfD politisch zu bekÀmpfen?

Die CDU/CSU muss erkennen, welche Mitverantwortung sie fĂŒr die rechtspopulistische Entwicklung in Deutschland seit den 90er Jahren trĂ€gt. Sie muss gegensteuern, ihre Programmatik klar auf die Inhalte und Werte des Grundgesetzes zurĂŒckorientieren. Es ist absurd, wenn eine konservative Partei im Jahr 2025, angesichts des ArbeitskrĂ€ftemangels der Wirtschaft und der dringend notwendigen Einwanderung von FachkrĂ€ften, auf die Karte des Chauvinismus und der Fremdenfeindlichkeit setzt. Die CDU/CSU muss endlich aufhören, umzusetzen, was die AfD an rassistischer, nationalistischer und chauvinistischer Politik fordert.  Denn damit gibt sie im Prinzip – trotz verbaler Ablehnung – der AfD durch ihr realpolitisches Handeln recht. Wer diese Politik vollzieht, hat jede GlaubwĂŒrdigkeit in der Sache verloren. WĂŒrde sich eine liberale Partei in einem EU-Land fĂŒr die Todesstrafe einsetzen, wĂ€re der Widerspruch fĂŒr jede/n erkennbar. Wenn die CDU/CSU gegen ihre demokratischen Gene handelt und verstĂ¶ĂŸt, scheinen ihre Mitglieder und FunktionĂ€re diesen Widerspruch zu verdrĂ€ngen. Die VĂ€ter und MĂŒtter des Grundgesetzes von CDU, CSU und Zentrum wĂŒrden sich im Grab herumdrehen.

 

Rheinland-Pfalz – ratlose SPD – Beueler-Extradienst

Am 18. MĂ€rz 2016 starb der FDP-Politiker Guido Westerwelle – WeggefĂ€hrten erinnern sich.

Zum zehnten Todestag von Guido Westerwelle erinnern sich politische WeggefĂ€hrten wie Angela Merkel, Annalena Baerbock und Lars Klingbeil an den frĂŒheren FDP-Chef, Außenminister und Vizekanzler.

https://t1p.de/g84cm

#GuidoWesterwelle #FDP #AngelaMerkel #PolitikDeutschland #Außenminister #Vizekanzler #LiberalePolitik #DeutschePolitik #PolitischesErbe #Erinnerung #Todestag #Bundespolitik #Diplomatie

On the 14th of March 2018: #AngelaMerkel sworn in for fourth term as German Chancellor, head of a coalition government, 171 days after the general election.
Angela Merkel – „Wer ist das Volk?“ (Podcast, 2026)

Angela Merkel Gast im hr-Podcast „FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinic“. Das am Dienstag, 3. MĂ€rz, im ARD-Hauptstadtstudio aufgezeichnete GesprĂ€ch ist das erste Interview der frĂŒheren Bundeskanzlerin in diesem Jahr. Marinic spricht mit Merkel ĂŒber das anstehende Wahljahr, wie man Rechtspopulisten bekĂ€mpft und den Zusammenhalt in Europa. (Crosspost von @martin.boettger)

Zum Blog: https://nexxtpress.de/mediathekperlen/angela-merkel-wer-ist-das-volk/

Wollen Sie Merkel verstehen?

“Feministin auf meine Art”

Was ich ĂŒber die Persönlichkeit von Angela Merkel weiss, weiss ich von unserer ehemaligen OberbĂŒrgermeisterin. 2017 trafen die Damen bei den Verhandlungen um eine “Jamaika-Koalition” zusammen, und sollen sich gut verstanden haben. Vielleicht war es das, was einen gewissen Lindner diese Koalition fĂŒrchten liess, so dass er sie zum platzen brachte. Nie war die Chance auf eine soziale Kindergrundsicherung so gross, wie zwischen Merkel und Dörner. Aber meine These ist, dass Lindner die UnfĂ€higkeit seiner nichtministrablen Partei freund*inn*e*n noch mehr fĂŒrchtete 
 Aber ich schweife ab.

Anders als der irrlichternde Gerhard Schröder arbeitet die Bundeskanzlerin a.D. bei strategisch vollem Bewusstsein an ihrem Bild in der Öffentlichkeit. Mit entsprechenden Hintergedanken begab sie sich in ein 70 Minuten langes GesprĂ€ch mit der Heidelberger Schriftstellerin Jagoda Marinić, das nur vordergrĂŒndig ein Kuschelinterview ist. Denn Frau Marinić holt aus Vollprofi Merkel alles raus, was die rauszulassen bereit ist.

Wenn Angela Merkel fĂŒr Sie als Politikerin “gestorben” ist, können Sie das hier ĂŒberspringen. Wenn Sie dagegen immer noch wissen wollen, was fĂŒr eine die ist, dann ist das hier fĂŒr Sie gewiss keine Zeitverschwendung, auch wenn die pathetische Schlagzeilung durch die ARD, die das offenbar nötig hat, ein paar Nummern kleiner angemessener wĂ€re. Aber “sophisticated” – was Merkel sichtlich beherrscht – können die nicht:

“Angela Merkel – Wer ist das Volk? – Freiheit Deluxe mit Jagoda Marinić und Angela Merkel” (Video 70 min)

Wer den Ukrainekrieg, wie ich, etwas anders sieht als Frau Merkel, beachte dennoch gegen Ende des GesprĂ€chs den Einsatz des SchlĂŒsselbegriffs “Diplomatie“. Sieh’ mal an, ein bisschen spĂ€t, diese Einsicht 


Wollen Sie Merkel verstehen? – Beueler-Extradienst