Klas Waltersen* 

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Das hier ist mein "Alltags-Kanal". Hier poste ich das random Zeug, das nicht in die Blogs passt & folge euch, wie ich's gerade gut finde. (Deutsch / English)

Beiträge werden (in der Regel) nach einer Woche gelöscht. Weil das hier Social-Media ist - nur für den Moment - und kein Lebenswerk. Das, was länger haltbar ist, steht in den Blogs! ;-)

* https://www.ndr.de/kultur/norddeutsche_sprache/friesisch/Traditionelle-friesische-Nachnamen-ab-1-Mai-wieder-moeglich,nachnamen104.html

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Georg Tressler – „Das Totenschiff“ (1959)

Das ist vielleicht bisher das seltenste Fundstück unter all den Wiederholungen anlässlich des Todes von Mario Adorf. Die Geschichte eines Schiffes, auf dem Identität zur Ware wird und der Mensch zur austauschbaren Ressource. Lange bevor das Wort Globalisierung überhaupt im Umlauf war, hat dieser Film schon von einer Welt erzählt, in der Herkunft, Papiere und Bürger:innenrechte nicht naturgegeben sind, sondern willkürlich und jederzeit entzogen werden können. B. Traven, der Autor des Romans wusste genau, wovon er schrieb. (ARTE, Wh.)

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Urs Egger – „Krokodil“ (2013)

Es gibt Bücher, die bleiben. Sie tragen eigene Stimmen, Erinnerungen an Orte, Körper, Gerüche, Licht und eine bestimmte Zeit in einem Leben. „Krokodil“ war für mich so ein Buch. Ein Geschenk, das mir so viel mehr wert war als Papier. Denn Philippe Djian gehört zu den wenigen Autor:innen, die sich jeder Glättung verweigern, die ihre Figuren nicht retten und genau deshalb so nah an ihnen bleiben. Seine Geschichten sind Zustände von Einsamkeit, Begehren und Kontrollverlust. Dass daraus mal ein deutscher Fernsehfilm wird, habe ich für ein Missverständnis gehalten. Und dann kam Mario Adorf und verschob alles, was ich wusste. (ZDF, Wh.)

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Jon Amiel – „Copykill“ (1995)

Noch so ein Relikt aus der Zeit, bevor das Internet unsere kollektive Paranoia gänzlich neu strukturiert hat. Dieser Triller gehört genau in diese Übergangszone. Einer, der Serienmördern folgt wie andere Menschen heute Influencer:innen. Einer der Wissen zur Waffe macht und Intelligenz als etwas Bedrohliches codiert. Und mittendrin Sigourney Weaver und Holly Hunter. Eine Frau, die zu viel weiß und eine andere die handelt. Das funktioniert hier ziemlich gut! (3Sat, Wh.)

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Judy Landkammer, Philipp Fussenegger – „Teaches of Peaches“ (2024)

Ein Körper als Bühne, als Waffe, als Meme lange bevor es das Wort überhaupt gab. Merrill Beth Nisker, besser bekannt als Peaches, hat Pop nie als Konsensveranstaltung verstanden, sondern als Dauerprovokation gegen Scham, gegen Norm, gegen das, was „geht“. Dieser Dokumentarfilm greift genau dort rein: mitten in diese rohe, manchmal widersprüchliche, oft radikale Selbstinszenierung. Und er macht das nicht geschniegelt, sondern mit einer Energie, die sich eher nach Backstage-Schweiß als nach Hochglanz anfühlt. (ARTE, Neu!)

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Es kommt der Tag, da will die Säge sägen: Der Filmemacher #AdolfWinkelmann, ein liebevoller Zertrümmerer aller Pathosformeln des #Ruhrgebiet|s, wird achtzig. #FAZ https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/kino/der-filmemacher-adolf-winkelmann-wird-80-accg-200715546.html
Der Filmemacher Adolf Winkelmann wird 80

Es kommt der Tag, da will die Säge sägen: Der Filmemacher Adolf Winkelmann, ein liebevoller Zertrümmerer aller Pathosformeln des Ruhrgebiets, wird achtzig.

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Einst wollte er das Kino revolutionieren, heute verschönert er das Dortmunder Stadtbild. Ein Widerspruch? Eine Begegnung mit dem Filmemacher #AdolfWinkelmann anlässlich seines 80. Geburtstags. #FAZ https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/80-geburtstag-eine-begegnung-mit-dem-filmemacher-adolf-winkelmann-accg-200697442.html
80. Geburtstag: eine Begegnung mit dem Filmemacher Adolf Winkelmann

Einst wollte er das Kino revolutionieren, heute verschönert er das Dortmunder Stadtbild. Ein Widerspruch? Eine Begegnung mit dem Filmemacher Adolf Winkelmann anlässlich seines 80. Geburtstags.

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Helmut Dietl – „Rossini – Oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief“ (1997)

Der Tod von Mario Adorf legt sich heute natürlich wie ein Filter über diesen Film. Plötzlich wirkt alles endgültiger, musealer – und gleichzeitig elektrischer. Denn Helmut Dietls Kinohit war zu seiner Zeit alles andere als ein leiser Abschied, sondern eine laute, lärmende, eitle, funkelnde Satire auf eine Branche, die sich selbst am liebsten im Spiegel sieht. Und das mit einem unglaublichen Ensemble, das zu seiner Zeit wahrscheinlich auf der absoluten Höhe seiner kollektiven Kunst gewesen ist. Unvergesslich! (ARD, Wh.)

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Jafar Panahi – „Taxi Teheran“ (2015)

Es gibt ja immer wieder Filme, die plötzlich ganz anders gegenwärtig werden, ohne dass sie sich eigentlich verändert haben. Das hier ist so einer. Während Bilder von Krieg, Eskalation und geopolitischer Drohkulisse den Iran erneut auf Schlagzeilen reduzieren, fährt dieser Film schon seit mehr als 10 Jahren einfach immer weiter durch Teheran. Langsam. Gesprächig. Widerspenstig. (ARTE, Neu!)

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Angelina Maccarone – „Klandestin“ (2024)

Frankfurt am Main: Das steht für Hochhäuser, Glasfassaden, Blaulicht, Geld und Macht. Die Stadt wirkt hier wie ein Versprechen und eine Drohung zugleich. Kapital zirkuliert wie die Menschen, aber nicht unter denselben Bedingungen. Angelina Maccarone interessiert sich nicht für einfache Gegensätze. Sie baut ein Beziehungsgeflecht, das sich anfühlt wie die Gegenwart. Widersprüchlich, überreizt, emotional aufgeladen und politisch vermint. Mit Barbara Sukowa, Lambert Wilson, Habib Adda und Banafshe Hourmazdi. (ARTE, Neu)

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Steven Knight – „The Veil“ (Serie, 2024)

Eigentlich ist diese Serie ein Spionagethriller, aber unter der Oberfläche läuft eine zweite Erzählung über Migration, über Kontrolle und über das permanente Sortieren von Leben in legitim und verdächtig. Das ist nichts für einen TV-Binge-Eskapismus, sondern Spiegel einer europäischen Realität, die sich gern als humanistisch inszeniert und gleichzeitig Abschottung perfektioniert. Mit Elisabeth Moss und Yumna Marwan. (ZDF, Wh.)

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