Klas Waltersen* 

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Das hier ist mein "Alltags-Kanal". Hier poste ich das random Zeug, das nicht in die Blogs passt & folge euch, wie ich's gerade gut finde. (Deutsch / English)

Beiträge werden (in der Regel) nach einer Woche gelöscht. Weil das hier Social-Media ist - nur für den Moment - und kein Lebenswerk. Das, was länger haltbar ist, steht in den Blogs! ;-)

* https://www.ndr.de/kultur/norddeutsche_sprache/friesisch/Traditionelle-friesische-Nachnamen-ab-1-Mai-wieder-moeglich,nachnamen104.html

Blog:https://nexxtpress.de/author/mediathekperlen/
Blog:https://nexxtpress.de/author/ruhrwellenreiter/
Steven Knight – „The Veil“ (Serie, 2024)

Eigentlich ist diese Serie ein Spionagethriller, aber unter der Oberfläche läuft eine zweite Erzählung über Migration, über Kontrolle und über das permanente Sortieren von Leben in legitim und verdächtig. Das ist nichts für einen TV-Binge-Eskapismus, sondern Spiegel einer europäischen Realität, die sich gern als humanistisch inszeniert und gleichzeitig Abschottung perfektioniert. Mit Elisabeth Moss und Yumna Marwan. (ZDF, Wh.)

Zum Blog: https://nexxtpress.de/mediathekperlen/steven-knight-the-veil-serie-2024/

Kurz nachdem ich diesen Artikel verschickt habe, habe ich so viele Abonnenten auf einmal verloren wie noch nie. Also 5 innerhalb von einer Stunde.

Anscheinend war das Thema zu unbequem.
Nach 24h: über 500 Leserinnen und Leser. 4 neue Abonnenten.

Klare Kante gefällt nicht allen. Aber manche Dinge sind zu wichtig, um sie weichzuspülen.
Wer bleibt, will wirklich lesen. Das ist genug.

👉 https://rollingsohn.substack.com/p/sonderschule-oder-regelschule-wenn

#Inklusion #BarrierenImKopf #FediLZ #InklusiveBildung

Sonderschule oder Regelschule: Wenn Wahlfreiheit zur Farce wird

Warum das Schulsystem entscheidet, bevor Eltern gefragt werden.

RollingSohn Writes
Schönstes Kino.
Stanley Kubrick – „Spartacus“ (1960)

Ein Moment, in dem das Kino seine ganze eigene Geschichte neu überschrieben hat: Dieser Film gehört ganz ohne Zweifel zu den ganz seltenen Fällen. Er ist noch immer ein Monument. Aber auch eines, das immer noch unter seiner Oberfläche brodelt. Kein sauberer Sandalenfilm, sondern ein hochpolitischer Kommentar. Einer, der unter der Last seiner eigenen Entstehungsgeschichte fast zerbrochen ist und genau daraus noch immer seine ganze Wucht zieht. Mit Kirk Douglas, Tony Curtis, Jean Simmons, Peter Ustinov und Laurence Olivier. (ARTE, Wh.)

Zum Blog: https://nexxtpress.de/mediathekperlen/stanley-kubrick-spartacus-1960/
Tolga Karaçelik – „Der Psycho-Coach – Mörderische Therapie“ (2024)

„The Shallow Tale of a Writer Who Decided to Write about a Serial Killer“ – das wäre der Originaltitel gewesen, den der deutsche Filmverleih in Allianz mit der ARD glaubt uns nicht zumuten zu können. In kurz: Ein Autor steckt fest. Hat keine Ideen mehr, keinen Flow und besteht nur noch aus purem Ego. Eigentlich also ein durchschnittliches Blogger:innenschicksal, an fast jedem beliebigen Montag. Ein Film von Tolga Karaçelik, mit Steve Buscemi, Britt Lower und John Magaro. (ARD, Neu!)

Zum Blog: https://nexxtpress.de/mediathekperlen/tolga-karacelik-der-psycho-coach-moerderische-therapie-2024/

Digitaler Wochenrückblick 5. April 2026 – Showdown

Es ist und bleibt so ein wohlig-warmes Gefühl in ein totes Schaf zu treten… die fliegen wieder zum Mond, und? Naja, es funktioniert Outlook nicht, konnten sie aus der Entfernung (remote) lösen. Natürlich wurde der Flight-Director Judd Frieling dazu befragt.

Sagt er auf der täglichen Pressekonferenz entschuldigend zu den Outlook Problemen, dass so etwas nicht selten vorkommen würde. Na, dann kann ja nix mehr passieren. Dennoch hat sich die Marketing-Abteilung von Microsoft das völlig anders vorgestellt – nicht, dass ihre Programme funktionieren würden, darum geht es nicht, aber muss wirklich darüber gesprochen werden?

Auf BlueSky gab es dieses Bildchen von Karl Klammer (der schwachsinnige Windows-Klassiker) dazu und die Antwort sieht so aus (Draufklicken, Fotos haben wir hier nicht …)

Die ganze neuerliche Mondlandung erinnert mich an den Science-Fiction Kult-Klassiker Iron Sky von 2012, vom Helium 3-Abbau auf dem Mond, eine US-Präsidentin die wieder gewählt werden, bis hin zu einem schwarzen Astronauten an Bord. Nachdem alles schiefgeht, entdeckt die Präsidentin, dass sie auch durch einen Krieg Wahlen gewinnen kann. So weit ist das alles nicht weg –  nur eine amerikanische Präsidentin ist denn doch zu hoch gegriffen! (Wer den Film sehen will, der besorgt sich nicht die Kinofassung, sondern gleich den „Dictators Cut“, ein cineastischer Hochgenuss!)

Science-Fiction kann sehr realistisch sein, die Wirklichkeit ist oftmals sogar dramatischer. Gestern sprachen alle darüber, wie Instagram/Meta durch Dauerscrollen die jugendlichen Nutzerinnen und Nutzer, vor allem Kinder am Smart-Device halten, bis hin zur Selbstaufgabe und diesem selig-glücklichen leeren Blick am Ende des Tages.

Was macht Meta und wer strahlt lustvoll in die Kamera: Mark Zuckerberg, darüber der Titel im Business InsiderMeta is assembling an elite new AI lab for its recommendations division

Da wird KI zum Bruder des Teufels!

Aber: wer nur scrollt, kann nicht arbeiten, kann sich also den Ramsch nicht leisten, der da unablässig präsentiert wird. Ob das sinnvoll ist? Wir wissen es einfach nicht, wir glauben …

An den dicken Eiern und die kleinen Überraschungen dazwischen konnten im Morgengrauen viele Kinder heute das Osterfest entdecken. Für die Eltern habe ich auch noch eine Überraschung: Heute ist nicht nur Ostersonntag, sondern es ist auch der 1. Sonntag im Monat, das ist der di.day und steht für Digital Independence Day.  

Diesmal haben wir das über Wochen vorbereitet, wer es in den kleinen, überschaubaren Häppchen nicht schlucken wollte, der muss jetzt die ganze Pulle auf einmal nehmen.

Wenn schon Outlook nicht bei der Mondmission funktioniert, müssen wir uns auch nicht damit quälen, besser wir denken drüber nach, wie wir von Outlook oder Google wegkommen, darum ging es am 8. Februar, hier starten!

Am 15. Februar blickten wir auf das Grauen bei einem neuen Mailprogramm.

Am 22. Februar haben wir bei „Der Umstieg“ erfolgreich ein neues Mailkonto eingerichtet.

Am 1. März mit der „Der Loslösung“ würgen wir outlook/hotmail und gmail ab – wir haben eine neue Mailadresse!

Am 8. März folgt die „Der Vollendung“ und alle sind in der Lage alle Mails von Google zu entfernen und an dieser Stelle auch der Tipp für treue Leserinnen und Leser wie sie an den Rabatt für den Extradienst von mail.de kommen.

Am 15. März geht es mit „Weg hier“ darum die Mails bei Mircosoft von Outlook zu befreien. Probleme mit Outlook hat auch unsere Mission zum Mond, also besser jetzt eingreifen.

Am 22. März sammeln wir unter „Der Rest…?“ Adressbuch und Kalender bei Google ein,

am 29. März mit „No Way Back“ werden die letzten digitalen Spuren bei Microsoft ausgelöscht.

Übrigens, eMails an die Raumstation sind problemlos mit Thunderbird möglich, sofern die Mailadresse bekannt ist und Outlook dort funktioniert, auf der Erde brauchen wir Outlook nicht.

Insgesamt gehört nicht viel dazu, um von google/outlook/hotmail wegzukommen, es muss der Wille zur Veränderung angestachelt werden.

Natürlich können wir abwarten, einfach sitzen bleiben – so schlimm ist das doch alles nicht. Ganz wie der Frosch, der im heißen Wasser sitzt – bis es kocht und er einfach platzt. Geht auch, ganz schmerzfrei sei das nicht, heißt es.

Noch ein Frohes Osterfest – und lasst mir die Frösche in Ruhe …

LibreOffice am Abgrund: Wie die Document Foundation ihre eigenen Gründer vor die Tür setzte - Linux Guides Community

LibreOffice steckt in der schwersten Krise seit seiner Gründung. Die Document Foundation hat im April 2026 über 30 Kernentwickler aus ihren Gremien ausgeschlossen - darunter die Leute, die fast die Hälfte des gesamten Codes geschrieben haben. Der Trick: Erst verklagt man den Partner, dann schliesst man seine Mitarbeiter mit Verweis auf die laufende Klage aus. Collabora, das Unternehmen hinter den ausgeschlossenen Entwicklern, schlägt mit einem eigenen Desktop-Produkt zurück, das technologisch einen klaren Bruch mit dem alten LibreOffice darstellt. Droht LibreOffice das gleiche Schicksal wie Apache OpenOffice? Eine Analyse der Eskalationsspirale - vom gescheiterten Branding-Experiment 2020 über den Krieg um die Cloud bis zum endgültigen Bruch im April 2026.

Linux Guides Community
Mein Text zu Essen vs Duisburg. "Aber letztendlich gilt die alte Regel - Fußball ist ein Ergebnisspiel, und ist es zu hart, bist du zu weich. Drei Punkte im Sack und ab dafür."
#RWE #Essen #Fußball #Ruhrgebiet
https://raul66as.wordpress.com/2026/04/05/derbysieg-spannend-gemacht/
Derbysieg, spannend gemacht

Der einzige Kritikpunkt am gestrigen Spiel zuerst: Ich muss es im Fußball nicht unbedingt immer spannend haben. Mal so ein klares 4:0 oder 5:1, früh entschieden, das nehme ich hin und wieder auch g…

Catenaccio 07

Die starke Frau dahinter

Der München-“Tatort” wäre ohne sie nicht das geworden, was er war – aber wer erinnert noch an sie?

mit Update 7.4.

Ohne solche Redakteur*inn*e*n wäre das TV schon lange tot. Sie haben es gross gemacht, zum zeitweise zentralen und mächtigsten Medium der BRD, das auch in der DDR ausgiebig konsumiert wurde. Das German Television. Sie sind heute fast vergessen, weil sie uneitel kreative Arbeit gemacht haben: Stoffe entwickeln, Bühnen bauen, das Senden gegen ignorante kenntnisfreie Chefs durchsetzen, sich still freuen, wenn sich Erfolg einstellt und Stars geboren werden. Horst Königstein (NDR) war so einer, Heidi Steinhaus (WDR, Schimanski-“Tatorte”, noch nicht mal mit Wikipedia-Eintrag) und ganz sicher auch Silvia Koller, ohne die es die gegenwärtigen Oster-Feierlichkeiten nicht geben würde. Aber wer erinnert an sie?

Ich erinnerte mich an eine angemessene Würdigung von David Denk in der taz. Sie erschien nur drei Wochen vor Frau Kollers Tod. Sie starb kurz nach ihrer Pensionierung. Denks würdigenden Text, der mich damals erstmals auf Frau Kollers segensreiches Wirken aufmerksam gemacht hatte, wird vom taz-Archiv frevelhafterweise hinter einer Paywall vergraben. Warum? Fragen Sie in Berlin.

So muss Ihnen und mir der 16 Jahre alte Nachruf ihres Arbeitgebers, des Bayrischen Rundfunks genügen. Mit ihrem kurz angebundenen Interview. Das haben wir mit unseren TV-Gebühren schon bezahlt.

Wie konnte Frau Koller das tun, was sie getan hat?

Es war die Zeit, als es in den öffentlichen Sendeanstaltedn noch Fachredaktionen gab. Die sind heute fast ausnahmslos wegrasiert.

Meine Hypothese: Frau Koller u.a. profitierten beim BR davon, dass die Herden der servilen irren CSU-Karrieristen alle dahin strömten, wo sie glaubten wichtig zu sein: bei dem, was im BR für Journalismus gehalten wurde. “Fiktion” war nicht wichtig, weil mann da weder Mitgliedern der Landesregierung noch der CSU-Parteiführung begegnen konnte. Und genau das liess die Kreativen und Vernünftigen dorthin gehen, ein sicheres Exil. Persönlichkeiten wie Marianne Lienau (WDR) oder Silvia Koller (BR) wurden zu sorgsamen Müttern solcher Exile.

Wer erinnert noch an sie?

Dietrich Leder (72) ist einer der wenigen Medienpublizist*inn*en, die ein Auge für solche wichtigen Persönlichkeiten hatten. Seine Werke sind heute mehrheitlich in Paywall-Kellern vergraben (Medienkorrespondenz), wie es meine (gegen meinen Willen, ich habe weder Geld noch Lust zu prozessieren) bei Augstein sind.

Heute gibt es solche Redakteur*inn*e*n nicht mehr. Die Sendeanstalten haben alles an kommerzielle Produktionsfirmen privatisiert. Die erhalten Aufträge und (nicht wenig) Geld, und geben weniger Widerworte, weil sonst … Sie wissen schon. Frau Koller, so wurde mir von Besserinformierten berichtet, hat nie Filz mit einer Produktionsfirma entstehen lassen, sondern sie regelmässig gewechselt. Ich meine: das war den München-“Tatorten” auch anzusehen. Jede Folge war irgendwie neu. Und sehr viele guckten zu.

Danke an Frau Koller, und alle die uns diese guten Zeiten beschert haben. Vorbei.

Update 7.4.

Aus der Unzahl laberiger Besprechungen hinter meistens digitaler Vermauerung ragt der Kollege Rüdiger Suchsland/telepolis heraus. An seiner Fachkenntnis der Filmproduktionsverhältnisse besteht kein ernsthafter Zweifel, ganz im Gegensatz zu seinem Irrlichtern in Fragen politischer Strategieproduktion. Immerhin kann er sich an Frau Koller erinnern.

Fairness gegenüber Kollegen fällt ihm dagegen schwer. Wie so viele Scheinlinke ohne materialistische Grundkenntnisse ist er nur Objekt des Individualisierungsschubs im Neoliberalismus (s. Männerkrise). So nennt er den Kollegen Matthias Dell, “freier” also prekärer Journalist wie er, ohne Namensnennung “Tatortonkel”, weil er ihm offenbar den besseren Deal (mit der florierenden Zeit statt den honorarsparsamen Heises) neidet. Dells “Tatort”-Kompetenz ist in der Branche anerkannt und respektiert. Respekt fiel Suchhsland aber schon bei der Berlinale schwer, als er sich wie ein Möchtegernexekutor des Windbeutels im Kanzleramt aufführte.

Offenlegung: mit Matthias Dell habe ich kurze Zeit sehr gut zusammengearbeitet, als er beim Vor-Augstein-Freitag in paywallfreier Zeit der exzellenten Medienredakteurin Barbara Schweizerhof nachfolgte. Die ist mindestens so filmkompetent wie Suchsland und hat zu ihm auch eine eigene Meinung.

Die starke Frau dahinter – Beueler-Extradienst

Die Revolution ist hier

Böhmermanns ZDF-Magazin Royale war es schon vor zwei Jahren aufgefallen (nicht mehr online). Nun hat es auch das “Netzwerk Recherche” gemerkt. Wo sich Lokalmedien zurückziehen, weil die verlegenden Milliardärsfamilien es nicht mehr für rentabel halten, da finden sich grosszügig bespendete Faschisten, um in die Lücke, bisweilen blutig und/oder feurig, hineinzustossen. Lobenswert: beim Netzwerk haben sie, Thomas Schnedler und Malte Werner, sich richtig Arbeit gemacht. Danke, das ist wichtig. Und es gibt hier eine kompakte Würdigung:

Ralf Heimann/MDR-Altpapier: Ach, diese Lücke … – Was kommt, wenn die Lokalzeitung geht? Das ist die Leitfrage einer neuen Studie. Um sie zu beantworten, muss man verstehen: Es geht nicht nur um die Zeitung.”

Ein kluger Kerl, der begreift, dass es sich um einen langlaufenden Prozess mit offenem – also beeinflussbarem! – Verlauf und Ausgang handelt. Ein Ausgang, der übrigens nie zuende sein wird. Ruhe wird niemals einkehren.

Lesen Sie das, und fragen Sie sich dann, ob Sie zu AfD-Wahlergebnissen noch Fragen haben.

Die Revolution ist hier – Beueler-Extradienst