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Machen wir uns nichts vor: Jens Spahn wird der naechste Wirtschafts- oder Finanzminister! Ach quatsch: der uebernimmt gleich beide Resorts đŸ€Ą
Krah-Mitarbeiter unter Spionageverdacht: Russland bestellt chinesischen Botschafter ein https://www.der-postillon.com/2024/04/ausspaehen-unter-freunden.html
Krah-Mitarbeiter unter Spionageverdacht: Russland bestellt chinesischen Botschafter ein

Moskau (dpo) - Jetzt sind die Chinesen zu weit gegangen! Nachdem in der Nacht ein Mitarbeiter von AfD-Politiker Maximilian Krah wegen mutma...

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Kolumne: Ein Faschist tĂ€uscht Harmlosigkeit vor, ein Verkehrsminister simuliert Fahrverbote, ein Boulevardblatt Sorge um Gaskunden. Über die echte Bedrohung spricht kaum jemand.
Wir leben in einer Simulation. Einer NormalitÀtssimulation.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/politische-debatten-alle-simulieren-ueber-die-echte-bedrohung-spricht-niemand-a-4bc70826-2308-4e56-9c43-6b66839ddd71?sara_ref=re-so-app-sh

Politische Debatten: Wir leben in einer Simulation

Ein Faschist tĂ€uscht Harmlosigkeit vor, ein Verkehrsminister simuliert Fahrverbote, ein Boulevardblatt Sorge um Gaskunden. Über die echte Bedrohung spricht kaum jemand.

DER SPIEGEL

„Es ist vollkommen wirklichkeitsfremd, die Arbeitsmoral der BeschĂ€ftigten infrage zu stellen", kritisiert unsere Bundesvorsitzende Yasmin Fahimi. "Durch unbezahlte #Überstunden hat sich in den letzten Jahren ein riesiger Haufen Geld gebildet, den sich die Arbeitgeber in ihre eigene Tasche stecken. DarĂŒber mĂŒsste es einen Aufschrei geben."

Mehr dazu auch unter: https://niedersachsen.dgb.de/-/8GK

#DGB #Gewerkschaft #Arbeitszeit #FDP #Lindner #Finanzminister #schlaglicht

LĂ€ngere Arbeitszeiten? Kein ZurĂŒck in die Vergangenheit!

#schlaglicht - Der wöchentliche Newsletter des DGB Niedersachsen

«Das Ergebnis ist nicht – wie ursprĂŒnglich versprochen – ein „journalistisches Powerhouse“, sondern die weitgehende Verschrottung und Verscherbelung eines der wertvollsten MedienschĂ€tze der deutschen Nachkriegsgeschichte.»
https://mmm.verdi.de/medienwirtschaft/grunerjahr-am-ende-verscherbelt-93965/
Gruner+Jahr verkauft seine Magazine

Vor zwei Jahren fusionierte RTL Deutschland mit Gruner + Jahr. Was wurde aus den Zeitschriften und aus den BeschÀftigten nach dem Kahlschlag?

M - Menschen Machen Medien (ver.di)

Ich mach' das mal ziemlich klar, damit das Entfolgen und mich einen Nazi nennen jetzt gleich von der BĂŒhne gehen kann: ich finde Oktober in Europa ist ein verdammt trefflich geschriebenes Lied, das genau die Probleme in unseren eigenen RĂ€ngen aufzeigt.

Ich wuchs in der Autonomen Szene auf. Mit 15 verließ ich das Elternhaus, nicht ganz ohne Beschimpfungen und Anfeindungen, und zog in meine erste „WG“, eine Kommune am Ende der Stadt, mit einem kleinen Garten, in dem man Selbstversorger sein wollte, aber im Endeffekt nur weggeworfene Bierflaschen und Kippen wuchsen. Mein Zimmer war neben dem Klo, das immer nach Kotze und Scheiße stank, und das Fenster hatte der Vorbewohner mit einem Hammer und Sichel besprĂŒht. Aber ich war „daheim“ unter meinen Leuten, meinen Ideen.

Es gab eigentlich immer Kippen und Bier, Weed, wenn man wieder was da war, und niemand drehte auch nur den Kopf, wenn man um drei Uhr nachts nackt auf den Balkon zum Pinkeln ging. Wir hörten Neubauten und Biermann, sangen „Commandante Che Guevara“ mit Inbrunst, lasen Trotsky und Krupskaya, und ab und zu veranstalteten wir „Happenings“ im Wohnzimmer, fĂŒnf Mark Eintritt, und bezahlten davon mehr Weed.

Eine Sache wurde mir damals schon ganz klar gesagt, im FlĂŒsterton, am zweiten Tag: „Lass bloß keinen wissen, dass Du Jude bist.“ Als Jude hatte ich mich noch nie wirklich gesehen. Ja, ich war der Sohn einer JĂŒdin, und damit zumindest auf dem Papier Jude, aber ich war Atheist und Kommunist, und wusste, was Religion war. Nichts Gutes, eben.

Als ich bei einem der Happenings eine junge Frau, der der Gestank von Kotze und Scheiße von nebenan wohl nichts ausmachte, in meinem Bett hatte, schreckte sie zurĂŒck. „Du bist aber kein Jude?“ stöhnte sie Ă€rgerlich, und zeigte auf den Raum zwischen meinen Beinen. Ich redete mich heraus mit „Phimose in der Kindheit”, aber sie fand das Ganze, weil es so jĂŒdisch aussah, nur noch ekelhaft, verließ das Zimmer, und suchte sich einen neuen BettgefĂ€hrten.

Ich fĂŒhlte mich in den folgenden Tagen ob dieser LĂŒge absolut scheiße. Nicht nur, weil ich gelogen hatte, sondern auch warum ich es getan hatte. FĂŒr Sex. Nicht einmal zum Überleben. Nur um in dieser Nacht einen geblasen zu bekommen. Das wog um so schwerer, als dass ich nur Wochen vorher mit meinem Großvater im Eklat auseinander gegangen war. Ich hatte im vorgeworfen, damals nichts gegen die Nazis getan zu haben, geschwiegen zu haben, gelogen zu haben. Und jetzt, mehr als vierzig Jahre spĂ€ter, log ich. Nicht einmal aus einem triftigen Grund, nur um dazu zu gehören.

Hass auf Juden war in der Linken, Autonomen, Szene weit verbreitet. Das kam hauptsĂ€chlich aus der Heldenverehrung der RAF und der Landshut-MĂ€rtyrer. Baader, Ensslin, Mahler, und Meinhof wurden von der palĂ€stinensischen Fatah ausgebildet, die PLFP hatte auch die Freilassung der Gefangenen in Stammheim wĂ€hrend der Landshut-EntfĂŒhrung gefordert. Geld kam aus dem Osten, aber halt auch aus den terroristisch-islamistischen Kreisen. Und der Feind unseres Freundes war ein Feind. Juden waren Feinde.

Ich verließ die Szene Jahre spĂ€ter. Immer noch verhalten, was mein “Judentum” anging. Erst zwei Jahre spĂ€ter, in einer anderen Stadt, in einem anderen Freundeskreis, traute ich mich anzumerken, dass meine Großmutter gestorben war, und ich deshalb nicht da war, weil ich Schiv'a gesessen hatte.

In all den Jahren in Deutschland, war ich nur einmal aktiv als Jude von Rechts angegangen worden. Es war Freitag Abend, und ich hatte eine Bekannte zum Chabad Haus begleitet, weil sie nicht alleine gehen wollte, und ich halt verfĂŒgbar (und etwas verknallt) war. Auf dem Heimweg, alleine, das ganze Verknalltsein hatte wohl nix gebracht, lief ich in eine Gruppe Burschies und Glatzköpfe. Einer drehte sich um, spuckte auf den Gehweg, und bellte “Schabat Schalom, JUDE!” — das war’s. Mehr passierte mir(!) nicht.

Das bedeutete nicht, dass ich den Antisemitismus der Rechten nicht sah. Parolen auf HĂ€userwĂ€nden, die Lieder der Sturmfront und anderer rechter Musiker, der Judenhass, der selbst in Ansprachen der Republikaner (“ich will den Herrn Bubis nicht mögen mĂŒssen”) heraustrat, und mehr.

Ich verbrachte die nĂ€chsten Jahrzehnte in den USA. Hier war der Hass auf Juden verhaltener. Verschwörungstheorien kamen aus den “verrĂŒckten” Ecken der Linken und Rechten, aber der Mainstream hatte eine sehr viel relaxtere Einstellung zum Judentum. War ich halt Jude, egal. Selbst die Redneck Yokels, mit denen ich meine Zeit im Basic Training und AIT verbrachte, waren mehr neugierig “so y’alls don’t eat them pork things and don’t fuck on Friday night?” als gehĂ€ssig.

Ich stehe seit der Nacht, in der ich gelogen habe um einen Blowjob zu bekommen, nicht mehr still da, wenn Judenhass, Homophobie, Aberkennund der Grundrechte von Frauen und LGBTQ+, und mehr hoffÀhig gemacht werden.

In einer Zeit, in der ein Tweet von 2010 zur totalen Löschung einer Person des öffentlichen Lebens fĂŒhren kann, fĂŒhlt es sich schwer problematisch an, wenn Seiten wie Boykottzionism selbst im Fediverse beworben werden, die offen zum Mord an Juden und Israelis aufrufen. Oder wenn River-to-the-Sea Rufe auf "#niewiederistjetzt" Demos toleriert werden.

Und deshalb, ja, löscht mich, aber ich mag das Lied verdammt gerne.

Gerade live im @deutschlandfunk Kultur gewesen und zu #Digitalzwang und meinem Buch befragt worden.

Und natĂŒrlich gibt es immer die eine Sache, die einem erst hinterher kommt. (Und das, obwohl ich sie mir vorher zurecht gelegt hatte.)

Deswegen werd ich sie jetzt bei euch los.:

Der Moderator fragte, wie ich die Menschen motivieren möchte und ich habe Kant zitiert. Was ich weg gelassen habe war das hier:

(1/3)

Because they bring me such joy, I will share with you all the software testing videos I share with my Software Design and Development students.

Video 1/3: “We don’t need user testing! We already know our users”

Wenn jemand öffentlich im ehemaligen "SturmgeschĂŒtz der Demokratie" mit dem Gedanken spielt, den in der Verfassung verankerten Sozialstaat "kontrolliert sprengen" zu wollen, dann kann man seine Position auch in der Öffentlichkeit durchaus als verfassungsfeindlich bezeichnen.