nicht alle gelöscht. Stattdessen postet es einer der anderen Jungs im Klassenchat. Nun mischt auch die Lehrerin mit, bespricht das Thema mit allen. Alle sollen das Bild löschen. Auch der Versender kann es aus der Gruppe löschen [geht nur für 24 Std.]. Ein Kind war krank und fragt im Klassenchat, was denn gewesen sei. Junge C will diesen Jungen im Klassenchat aufklären und postet den Sticker dazu erneut.
Dieser Vorfall zeigt eindringlich, wie wenig kognitive Kompetenzen Kinder in diesem 2/…
Alter haben und wie schwer es ihnen fällt, ihre Impulse (schnelles Versenden) zu kontrollieren.
Wir als Gesellschaft, insbesondere Eltern und Schule müssen Medienkompetenz aktiv ab der 1. Klasse durchführen, denn Kinder brauchen diese Kompetenz, wenn sie ein Handy bekommen (meist 5. Klasse). Man kann nicht erst zeitgleich oder danach anfangen.
Es handelt sich hier um Kinderpornographisches Material = strafbare Inhalte. Jeder der Kenntniss davon hätte, hätte es anzeigen müssen. 3/…
Insbesondere die Schule. Alle Handys wären einkassiert worden. Jedes Handy mit diesem Sticker hätte eine Anzeige wegen Besitzes an Kinderpornographie bekommen. Wenn man so ein Material erhält verhält man sich so:
- Material SOFORT über die „nur für mich löschen“ Funktion löschen
- keine Kopie machen
- schreiben, dass man das nicht haben möchte
- aus Gruppe austreten
- (abwägen ob/ bzw. theoretisch muss eine Anzeige gemacht werden).
4/…
5/5
Liebe Eltern, ihr MÜSST Klassenchats kontrollieren (nicht heimlich, sondern gemeinsam mit dem Kind) und eure Kinder bei digitaler Kommunikation eng begleiten.
Liebe Lehrkräfte, ihr MÜSST die Eltern anweisen, dies zu tun und euch zurück zu melden, was im Chat abgeht, was ggf. besprochen werden muss und parallel beibringen, wie man sich digital verhält.
So!
Ich kommuniziere ganz klar, dass es von der Schule keinen(!) WhatsApp Chat gibt. Mit meiner Klasse bespreche ich Regeln in eigenen Chats, wir haben die Polizei zur Prävention eingebunden und ich habe alle Eltern aufgefordert, die Chats ihrer Kids im Blick zu haben.
Ich mache nicht die Geräte, die bei uns an der Schule übrigens verboten sind, auch noch zu meinem Job. Ich kläre im angemessenen Rahmen auf und dann ist auch mal gut.
@Giliell
Definiere "Klassenchat"...wer solch eine Gruppe einrichtet, hat (m.E.) auch gleichzeitig für ausreichend Moderationsteilnehmer zu sorgen...sobald Lehrkräfte Bestandteil einer solchen Gruppe sind, können sie Vorfälle wohl auch nicht ausblenden, oder? Ausserhalb würde ich die Schulsozialarbeit (ggf. in Schulräumlichkeiten) als Vermittlungspunkt betrachten, sonst fehlen auch uns Eltern eigene Interventionsmöglichkeiten (ohne Schulunterstützung kaum möglich)...
In der Regel sind das von Kindern erstellte Chats, die sie selbst nach ihrer Klasse benennen und Kids aus der Klasse selbst einladen. Das sind keine durch eine Lehrkraft begleitete Chats. Die gibt es eher nicht. Wenn es das hier gab, dann ist das eher seltener.
Ich erkläre meist in den ersten Elternabenden meiner Klasse, dass es keine Klassenchats gibt, die von mir kommen. Unser Kommunikationsweg ist die offizielle Schulplattform und nichts anderes.

Lügde, Bergisch Gladbach, Münster – immer wieder berichten Medien über Kindesmissbrauchsfälle. Oft ist dann auch die Rede von "Kinderpornographie". Doch der Begriff ist unpassend und verharmlost Gewalt gegen Kinder.
@goodthinkhunting
Gut, das WhatsApp erst ab 13 erlaubt ist. 🤦♂️ (früher 16, fand ich besser)
D.h. für mich: Eltern sind zuständig, nicht ich als Lehrkraft, v.a. da es im privaten Rahmen - inoffizieller Klassenchat - passiert ist.
Und wenn die Eltern wollen, dass ich dafür zuständig bin, können wir gerne über eine Adoption reden. 🤷♂️
Bedeutet nicht, dass Medienbildung nicht wichtig ist. ABER: zuerst müssen sich die Eltern bilden, bevor wir bei den Kindern und Jugendlichen weiter machen können! 😱
Wenn ich mich als Lehrkraft hinstelle und iwas erzähle, vom Elternhaus dann aber das Gegenteil kommt, dann war alles für die Katz! 😤
Nein, das sehe ich nicht so.
Wenn Lehrkräfte einen Klassenchat einrichten, weil sie dies für ihren Unterricht als wichtig und unverzichtbar erachten, dann sollen auch genau diese dafür Sorgen, dass online die gleiche Regeln/Netiquette gilt wie im Klassenzimmer.
Einen Chat einzurichten, den die Schüler verwenden müssen und dann diesen nicht selbst zu moderieren, geht in meinen Augen gar nicht.
Nein, das ist keine wirksame Massnahme, das ist schlicht seiner eigenen Verantwortung nicht nachkommen wollen.
@expertenkommision_cyberunfall
#Medienkompetenz bei Kindern ist eine Illusion.
Ein Kind mit #Medienkompetenz könnte man dann ja auch unbedenklich in einem Kiosk Gummibärchen kaufen lassen wo links und rechts die Pornos offen liegen und an der Theke das Erwachsenen Spielzeug liegt.
Vieles passiert aus der Situation heraus und Kinder sind nicht in der Lage daraus die Folgen abzuschätzen.
Das schaffen nicht mal alle Erwachsenen.
Du verwechselst hier etwas. Das Kinder Medienkompetenz ab Klasse 1 lernen, bedeutet nicht, das Kinder ab Klasse 1 einfach unbeschränkten Zugriff auf das Internet bekommen sollten. Und nein, dazu braucht es keine Altersverifikation im Internet, „lediglich“ Kompetenz bei den Erziehungsberechtigten.
@expertenkommision_cyberunfall
Die meisten Erziehungsberechtigten erlauben den Kindern auch nicht Alkohol zu trinken oder zu rauchen.
Trotzdem landen viele Kinder besoffen im Krankenhaus.
Sogar die eigenen Kinder von Ärzten.
Selbst wenn die Erziehungsberechtigten eine #Medienkompetenz besitzen, wird sich das nicht ändern.
Das was verboten ist war schon immer anziehend.
Selbst in den 70 - 90 iger Jahren gänzlich ohne Internet.
Ja, das ist richtig und einen 100%igen Schutz gibt es auch nicht und wollen wir als Gesellschaft auch nicht, weil die letzten pasr hunderstelprozentpunkte mut immer höheren Kosten (und damit meine ich nicht €) kommen.