Unsere neue E-Auto-Ladestation. 😍

Das ist ein Schuppen, dessen Dach wir nach hinten verlängert haben um mehr Solar unterzubringen. Das sind ca. 30kW Solar und die werden gepuffert von 30kWh-Akkus. Es gibt zwei Wallboxen und das ist nicht mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden, also man tankt nicht einmal aus Versehen schmutzigen Strom.
Solar wie auch Akku wird noch ausgebaut, aber das Wetter macht uns gerade einen Strich durch die Rechnung. Vorher hatte ich nur eine kleinere Anlage, wo ich manchmal Strom aus dem Netz nehmen musste, aber die hier reicht im Vollausbau, dass 2-3 Autos zu 100% mit Solar fahren können.
Das spannende ist, dass die Kommune das verbieten wollte, weil Belastung fürs Stromnetz und so, obwohl es von Anfang an als Insellösung geplant war. Erst als es vor Gericht ging haben sie eingelenkt und die Genehmigung erteilt.

Edit: Einheiten korrigiert.

#ev #verkehrswende #solar #solarpunk

Wie man sieht noch nicht ganz fertig, die anderen Wallboxen sollen in die Schränke (wegen Vandalismusproblem...). Die Kraftstromsteckdosen sind auch für andere Verbraucher nutzbar, aber primär geht es um Laden von EV.
@littlealex Please! "kW/h"?
@manes ??? 🤔

@littlealex @manes

Er meinte kWh wäre richtig.

Hätte man auch besser formulieren können...

@alfredz @littlealex Wenn LittleAlex solche coolen Ladeports baut, kann er doch nicht so mit den Einheiten schludern! Das passt doch nicht zusammen!
@littlealex kWh Kilowattstunden, nicht kW/h Kilowatt pro Stunde.

@manes @alfredz Ok, jetzt verstehe ich dich und ändere das. 👍

Also die Solarpanele liefern derzeit 30kW, die Akkus haben 30kWh. Die restlichen Akkus (75kWh insgesamt) und nochmal 20kW Solarpanele kommen dann im frühen Sommer, wenn die Monteure wieder Zeit haben. Theoretisch können wir die Akkus noch weiter ausbauen, Platz ist genug für wahrscheinlich 500kWh, aber keine Ahnung ob die Steuerung das mitmacht. Es muss ja halbwegs zusammenpassen, wobei es auch geplant ist noch eine Leitung, die man manuell umschalten kann, hoch in's Wohnhaus zu legen um mal längere Stromausfälle überbrücken zu können. Im Haus sind auch nochmal 40kW Solar mit 22kwh Akkus, aber die sind in's Netz eingespeisst.

Naja, Nerd-Hobbies....

@littlealex

Welche Akkus (Hersteller, Typ) hast Du verbaut?

in der Größenordnung (30 kW) möchte ich mir welche in den Keller stellen und zu günstigen Zeiten aus dem Netz laden

@alfredz Varta flex storage

Der Monteur meinte, dass sie damit die besten Erfahrungen gemacht haben.

Im Haus habe ich Solarwatt Battery Flex und habe bisher keine Probleme gehabt, bis ganz am Anfang, wo das Steuerteil falsch programmiert war. Das hat zwar alles sauber geladen, aber der hat den Strom trotzdem aus dem Netz gezogen und nicht aus der Batterie. War wohl ein Monteursfehler.

@littlealex @alfredz Himmel! Mit den neuen panels produzierst du 50MWh im Jahr. Wenn die Autos tagsüber unterwegs sind, kannst du sie wahrscheinlich an ~8 Monaten ohne Notwendigkeit eines externen Akkus allein am Wochenende aufladen. Was machst du mit den ganzen Strom? Hängt daran noch ein Gewerbe (Maschinen/ Kühlräume, irgendwas mit hohen Temperaturen)?
Beeindruckend! Hobby=unökonomisch oder verbrauchst du den ganzen Strom? Einspeisung ist ja nicht.

@manes @alfredz Schon klar, aber ich habe schon alle Dachflächen rundum voll mit Solar und speisse ein, mehr geht auch nicht in's Netz, sagt zumindest der Versorger.

Ja, so richtig ökonomisch ist das nicht, zumindest nach gängigen Standards, aber ich sehe es trotzdem als lohnend an. Die Anlage ist komplett aus den Einnahmen der anderen Solaranlagen finanziert, war also Geld was übrig ist.
Die Autos stehen zum Glück sehr oft tagsüber hier, weil ich dort auch mein Büro habe. Grundsätzlich kann man den Strom auch andersweitig verwenden, zumindest habe ich das vorgesehen, aber ob das je passieren wird, weiss ich nicht. Ich schicke gleich ein paar mehr Bilder.
Wie gesagt, ich sehe es als Hobby und Experiment. Vielleicht öffnen wir die Ladestation dann auch mal für die Öffentlichkeit, wenn sich ergeben sollte, dass noch viel übrig ist. Derzeit gehe ich davon aus, dass es in der Dunkelphase im Januar gerade so für drei Autos reicht, das war das Designziel und nichts anderes, auch wenn es im Sommer natürlich für mehr kann.

@littlealex wie sieht es mit der Baugenehmigung aus: gilt das als carport oder als PV-Aufständerung, was zumindest hier in NRW ein Kniff ist, Sachen genehmigt zu bekommen…

@Nasenklopfer Das hier ist Sachsen und Sachsen ist Dunkeldeutschland....

Das wurde in zwei Schritten gemacht. Das Dach wurde als Carport genehmigt und die Größe war nur möglich, weil das Gelände ab der Betonmauer Gewerbegebiet ist (war mal eine Gärtnerei). Nach oben ist es Wohngebiet und da wäre das nie genehmigt worden.
Die Solaranlage war dann der 2. Schritt und da hatte sich die Kommune erst quer gestellt. Ich vermute, dass die nicht wussten, was eine Inselanlage ist und erstmal nein gesagt haben.

@littlealex danke für die schnelle Antwort!

@littlealex tja aber für eine dachparallele PV-Anlage auf bestehendem Dach braucht es überhaupt keine kommunale Genehmigung (Denkmalschutz mal kurz außen vor). Und für Inselanlagen auch keine des Netzbetreibers!

@Nasenklopfer

@littlealex Genehmigung für den, zugegebenermaßen XXL-Carport? Denn für die PV darauf (oder auf der Halle/Scheune, für einen "Schuppen" ist es etwas groß) braucht es keine.
@hannes99 @hannes99 Der Carport brauchte eine Baugenehmigung, die er auch anstandslos bekommen hat. Die Solaranlage ist ein wenig kniffelig, da sie über Flurstückgrenzen hinweg geht. Ausserdem war die Genehmigung für die höhere Dachlast nötig, zumindest meinte der Monteur das und deswegen wurde das eingereicht. Anyways, ich denke nachdem die den Begriff Inselanlage gegooglet hatten, war denen auch klar, dass das Argument Stromnetz nicht zieht. Warum sie das nicht gleich gemacht haben, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich fürchte die Begründung ist mal wieder Sachsen. Solar böse und wenn man einen Grund findet es zu verbieten, dann macht man es auch.
@littlealex und für die Feststellung brauchte es ernsthaft erst eine Gerichtsverhandlung? Die Flächenlast von PV beträgt 12-15 kg/m², nichts gegenüber den zu berücksichtigenden Gebrauchslasten, Wind(druck)- und Schneelasten (selbst in schneearmen Regionen). Genauso gut hätte ein schwereres Trapezblech eingesetzt werden können und das Gesamtgewicht der Konstruktion ist m.W. nicht Teil der Baugenehmigung. Sehe hier weiterhin keinen Genehmigungsbedarf, unabhängig vom Netzanschluss.
@hannes99 Nein, bis zur Verhandlung kam es nicht. Mein Anwalt hat die Schrift eingereicht und kurz darauf kam das ok der Kommune.
Und ja, bin bei dir beim ganzen Rest...

@littlealex ich denke, wir bewegen uns dort auf derselben Schiene, wie bei (den vielen) Wohnkonzernen, die mit vorgeschobenen Begründungen, für die es überhaupt keine Rechtsgrundlage gibt, Balkonkraftwerke versuchen zu verhindern. Ganz nach dem Motto: "drohen können wir ja mal, die meisten knicken eh ein!"

Du hättest die InselPV genau genommen nirgendwo (an-)melden müssen, auch über mehrere Grundstücke hinweg nicht, da ohnehin keine bauliche Trennung (mehr) vorhanden. Nur eben bei Netzanschluss

@littlealex ... und dann eben auch nur dem Netzbetreiber sowie, im Erfolgsfalle, nach Netzanschluss im Marktstammdatenregister und ggfs. noch dem Finanzamt. Nicht aber der Kommune.
@littlealex fun fact: ausgerechnet Sachsen hat die höchste bundeslandweite Förderung für Balkonkraftwerke (Bayern die niedrigste), sowie Leipzig eine der höchsten Städteförderungen für BKW! Das geht dann komischerweise schon.

@littlealex

Gratulation.

Neugierige Frage zur Dimensionierung: bringt ihr im Sommer euren Strom weg?

Und was macht ihr dann im Winter?

@littlealex

Danke.

Dann lag ich mit meinen Überlegungen nicht ganz falsch.

Ich habe auch gar nichts zu kritisieren.

@finche Ja, ist alles etwas ausserhalb der üblichen Anlagen, aber ein Grund für mich in die Provinz zu ziehen war, dass man hier Dinge tun kann, die in der Großstadt undenkbar sind. Davon abgesehen halte ich Grossstädte für nicht lebenswert.
Aus der Erfahrung mit der Wallbox am Haus und dem Akku/Solar dort, ist diese Anlage entstanden. Ich bin gespannt wie es sich in der Praxis bewährt. Es gibt halt noch sehr wenig Erfahrung bei solchen Lösungen, sowohl bei den Dienstleistern, als auch wenn man in die Literatur schaut. Am Ende hilft alles nichts und man muss es einfach mal ausprobieren. Die Praxis ist halt immer noch schwer berechenbar...

Mal sehen wie es sich entwickelt, vielleicht machen wir im Sommer einfach das Tor auf und hängen ein Schild hin "Kostenloses EV-Laden".

@littlealex

Die Daumen sind gedrückt.

Auch für das Gelingen des soz. Experimentes - auf dem Dorf könnte das gelingen.