Ich komme selbst aus der Tech-Szene – und erlebe es trotzdem immer wieder - gerade heute wieder: Wer keine Ahnung von Technik hat, wird schnell als naiv oder unwissend abgestempelt. Statt Brücken zu bauen, wird belehrt. Statt zu erklären, wird mit Fachwissen um sich geworfen. Das schreckt ab, anstatt einzuladen. Digitale Selbstbestimmung funktioniert aber nur, wenn wir Menschen mitnehmen – nicht wenn wir sie durch zweifelhafte Belehrungen verlieren. Die Tech-Szene hat ein Toleranzproblem. Und das sollten wir ehrlich benennen. 👇

https://www.kuketz-blog.de/das-toleranzproblem-der-tech-szene-menschen-mitnehmen-statt-belehren/

Das Toleranzproblem der Tech-Szene: Menschen mitnehmen statt belehren

Wenn Tech zur Religion wird: Warum gute Prinzipien ohne Kontext zu Dogmen werden – und wie Orientierung und realistische Schritte mehr Menschen mitnehmen.

@kuketzblog Das ist nicht nur im Tech-Bereich der Fall. Das ist ein generelles Problem in Deutschland.
@kuketzblog @Bine147 Möglicherweise sogar ein Geschlechter-Problem. Ich lese vergleichsweise wenig von Erklärbärinnen.

@bionk @kuketzblog @Bine147

Frauen können bitte mehr erklären, Männer bitte weniger.

@bionk das hängt dann doch eher vom Thema ab. In der veganen Bubble ist dieser Fundamentalismus beispielsweise ziemlich unabhängig vom Geschlecht.

@kuketzblog @Bine147

@cybso Vegan ist halt auch binär. Es gibt nicht "ein wenig vegan".
@truhe
Q.e.d. 😏

@truhe ich versuche wo möglich auf Tierprodukte zu verzichten. Trotzdem möchte ich keine Pizza ohne Käse essen, und wenn die Kinder (die auf Fleisch bestehen) etwas übrig lassen, dann esse ich das auch schon einmal auf.

Soll ich es deswegen lieber komplett bleiben lassen, weil ich es nicht zu 100% durchziehe?

@cybso Natürlich nicht. Aber du würdest vermutlich nicht über dich sagen, dass du vegan bist, denn du isst ja weiterhin Käse. Das meinte ich mit "binär".

Perfekter Käseersatz ist übrigens Milram Gouda-Alternative. Gibt's manchmal bei Call-a-Pizza, selten im Supermarkt. Ich dachte erst, es wäre Tierkäse 😃.

@truhe nein, ich nenne mich nicht vegan, aber ich sage, dass ich versuche, mich überwiegend vegan oder zumindest vegetarisch zu ernähren. Und dann kommr eben oft direkt genau solcher Widerspruch, dass das inkonsequent sei. Ja, ist es, aber immer noch besser als der vorherige Zustand, als ich.mehrmals täglich Fleisch konsumiert habe

Den Milram schreibe ich mir mal auf die Liste. Hab schon einige durch, aber bisher konnte mich noch kein Käseersatz überzeugen. Vielleicht klappt es ja mit dem 🙂

@truhe kann die andere Seite aber genauso gut, wenn ich die Krakauer von Billie Green oder ein veganes Patty auf den Grill lege. Dann kommt die Frage, warum ich nicht Gemüse auf den Grill lege sondern es sich wie ein Burger anfühlen muss 🙄

@cybso @truhe

Weil man auch Proteine braucht und Bohnen unverarbeitet durch den Grillrost fallen 🤓

@cybso @truhe

Was ist das für eine unnötige Pseudodiskussion. Die Aussage war, dass es nicht Teil-Veganer gibt. Du machst hier jetzt irgendein Rechtfertigungsthema auf, das nichts mit der Aussage zu tun hat.
Iss, was immer du willst. Es ändert nichts an der ursprünglichen Aussage

@Underfaker @cybso Eigentlich ging es in meiner initialen Anmerkung auch nur darum, dass das im Ursprungskontext (und in den letzten Wochen immer wieder) gerne herangezogene vegan-Beispiel schlecht gewählt ist. Man ist nicht halb vegan. Man kann auf dem Weg dorthin sein, sich selber für Kompromisse entscheiden oder sich Käse schön lügen, aber vegan ist man oder man ist es nicht.
@Bine147 @kuketzblog Jaaain, sicher können wir gut auf Oberlehrer, aber andere Bereiche sind oft nicht so "mysteriös", wie die Technik. Und wenn man sich da hinstellt und "Unwissende" mit komischen Fragen überhäuft, wie "wieso weißt das denn nicht, das doch ganz einfach" oder Fach-Abkürzungen aus dem Sack schüttet (von denen man selbst auch keine tiefgehende Ahnung hat), dann ist wieder einer wech. Ich will niemandem zu nahe treten, aber aus meiner Erfahrung sind es eher Leute mit flachem Wissen
@Bine147 @kuketzblog ..., die andere blenden. Das Phänomen kann man leider in vielen Foren beobachten, wo Fragende grundsätzlich von ihrem Vorhaben angebracht werden... "Ich möchte ein USB-Speichermedium auslesen, es klappt nicht. - Wozu willst du das tun!?" Oder auch ein Klassiker... "Warum googelst du nicht selbst?!".
Ich finde das schrecklich unnötig & traurig. Aus meiner Erfahrung möchten viele etwas für ihre Datensuvereniät tun, notfalls kann man es ihnen geduldig, wie Kids beibringen!

@kuketzblog Nicht nur ein Toleranzproblem, sondern auch ein Imposterproblem. Oftmals ist hinter dem Gehabe nämlich wenig Substanz.

Wegen dieser Problematik halte ich mittlerweile gar nichts mehr von sogen. "Digitalisierungsprozessen". Die, die ich erlebt habe, sind in einer Sackgasse geendet.

Wir können darüber sprechen, wie wir Prozesse digitalisieren, aber eine Firma oder eine Stadt zu digitalisieren, ist absurd.

@kuketzblog Auf der anderen Seite sind viele Leute aber auch total desinteressiert und möchten gar nicht selbst lernen mit ihren Technikkram umzugehen. Sie erwarten aber, dass man jederzeit verfügbar ist und die Probleme, die sie durch ihre Ignoranz verursachen, sofort behebt. Ich fahre ziemlich regelmäßig zu einer guten Freundin, die es in vielen Jahren nicht gelernt hat, ihr iPhone mit ihrem Mac zu synchronisieren. Trotz ausführlicher und bebilderter Anleitung, die ich ihr erstellt habe. Alle naslang sind auch alle Daten (vermeintlich) weg, weil sie wieder die externe Platte, gegen meinen Rat, abgehängt hat.
Da kann man schon mal die Contenance verlieren. 😒
@kuketzblog Ergänzend hierzu möchte ich anmerken, dass das kein neues Phänomen ist und sich auch nicht auf IT beschränkt. Früher (und auch heute noch) waren es Elektrogeräte aller Art (Eltern und der Videorecorder!), das Auto, Hausinstallationen etc. Die meisten Leute interessieren sich einfach nicht dafür, wie irgend etwas funktioniert. Und halten Schraubenzieher mit transparentem Plastikgriff für »Werkzeug«. 🤨

@mayhem Das nennt man "Phasenprüfer"

*duck weg*

@kuketzblog

@kuketzblog

Menschen als naiv, ahnungslos oder unwissend abzustempeln ist meiner Ansicht nach dumm.
Ich habe bspw. etwas Ahnung von Technik, dafür aber keinen grünen Daumen, von Handarbeiten so viel Ahnung wie ein Waschbär vom Hochseeangeln, Spannbettlaken bekomme ich absolut nicht vernüftig zusammengelegt und Bürgen finde ich total doof.
Na und?
Niemand weiß alles und kann alles. Aber wir können das, was wir wissen und können so rüberbringen, dass es verständlich ist und vor allem nicht von oben herab wirkt.

Sicher sind manche Menschen absolut faktenresistent. Man braucht sich ja nur unsere derzeitige Regierung anzusehen.

#Toleranz #Vielfalt #Mannigfaltigkeit

@Terranerin @kuketzblog ich bin überzeugt, dass es Menschen gibt, die spitze sind, in dem was sie machen, die aber keinen Dunst haben, wie man das verständlich rüberbringt ohne von oben herab.

@benny @kuketzblog

Dann sollten diese Menschen auf jeden Fall andere versierte Nutzer für Schulungen und Ähnliches einsetzen.

@Terranerin @kuketzblog wenn sie die self awareness haben...

@kuketzblog

Danke für den Reminder! Ich erwischt mich manchmal selbst dabei, ungefragt etwas besserwisserisch daher zu kommen, nur weil man in der Tech-blase unterwegs ist.
Und wenns mal wieder soweit ist, hilft es durchzuatmen, einen Schritt zurück zu machen und genau die von dir skizzierte Sinnfrage zu stellen.

@kuketzblog Mit technischem Background wird man schnell zum Admin für die gesamte Bekanntschaft. Da bekommt man schnell ein dickes Fell. Nimm Linux oder lass mich in ruh - ich supporte kein Windows 10. Friss oder stirb.

Dieses professionelles Von-IT-Problemen-in-der-Freizeit-genervt-sein übertrage ich dann oft unbeabsichtigt auch ins Netz. Obwohl man da ja auf den angenehmeren Supportfall trifft - jemanden der Hilfe zur Selbsthilfe sucht.

@kuketzblog

Ich unterstütze den Ansatz, diejenigen, die abgeholt werden wollen, abzuholen und mitzunehmen. Arroganz hilft da nicht weiter.
Allerdings trifft auf viele Menschen – zumindest meiner Wahrnehmung nach – das Toleranzproblem auch in der anderen Richtung zu.
Wer dann wo und wie im Sinne Poppers (re)agieren soll und muss, ist nicht immer klar identifizierbar.

@kuketzblog

Ja, absolut, wer Linux nicht nutzt ist komplett doof. Jedenfalls klingen manche Leute so als würden sie das über Windows-Nutzer denken.

Eventuell scheut man aber aber auch den Aufwand, der erheblich höher ist wenn man solche Sachen nicht regelmäßig macht.
Und Festplatten sind im Moment echt teuer und das wird in näherer Zukunft nicht wieder besser.

@Gleisplan
Darf ich fragen was das jetzt mit Festplatten zu tun hat? Windows braucht ordentlich davon 😬
(ich habe noch Windows, kommt noch weg)
@kuketzblog
@kuketzblog OK, dann oute ich mich mal: ja, ich habe kaum Ahnung, verlasse mich mehr oder minder auf "Experten". Ja, ich verwende ausschließlich OpenSource, teils, weil ich "glaube", dass sie oftmals technisch besser sind (und ich mich beim Umgang mit Debian z.B. sicherer fühle), aber zu einem großen Teil aus gesellschaftspolitischen Gründen. Für "alle", statt (Gewinne) für einige. Ja manchmal ist der Tonfall von einigen "Experten" unangenehm, das schreckt bestimmt so manchen ab

@kuketzblog "Menschen mitnehmen" setzt eine Bereitschaft bei den Menschen voraus mitgenommen werden zu wollen. Das ist sowohl bei technischen als auch bei gesellschaftlichen Problemstellungen manchmal (öfter als es schön wäre) nicht der Fall :(

Ergebnisoffen diskutieren ist sehr schwer.

@kuketzblog Da treffen Lebenswelten aufeinander. Da bräuchte es einen Menschen in der Mitte, der beide Welten kennt und vermitteln kann. Bestes Arbeitsfeld für KulturanthropologInnen.
@kuketzblog Wichtiger Beitrag - danke! Leider auch hier sehr verbreitet, dieses Entweder-ganz-(so-wie-ich)-oder-gar-nicht.
@StefanMuenz @kuketzblog Das gibt es aber auf absolut jedem Kompetenzniveau.
@leckse @StefanMuenz @kuketzblog Und, was jetzt, emacs oder vim? 😈
@gunchleoc @StefanMuenz @kuketzblog Am Ergebnis wird es nichts ändern.
@kuketzblog
Ich habe den Eindruck, wenn man klar benennt, dass man Laie ist und offen fragt, kommen zumeist auch brauchbare & verständnisvolle Antworten zurück...etwas mehr Ping-Pong nehme ich bei Techys unterschiedlicher Couleur u./o Abstufungen wahr - da steppt der Bär (vllt auch, weil das Gegenüber nicht abklopfend eingeschätzt wird oder irgendwo ein Wetteifer-Button gedrückt wurde)...
* je mehr man versteht, desto mehr schleicht es sich aber auch bei einem selbst ein 🫣...

@kuketzblog

Wer keine Ahnung von Technik hat, wird schnell als naiv oder unwissend abgestempelt.


Unwissend bedeutet ja auch das man keine Ahnung hat 🤔

@kuketzblog

Leider begegnet das einem auch auf diesem Blog. Manche denken anderen mit weniger technischem Wissen - ich rede nicht von Leuten mit null technischem Sachverstand - verstehen geben zu müssen, dass sie diese die blöd halten. Statt von oben herab zu belehren, wäre ein zielführender Tipp gut. Und damit meine ich nicht den Verweis auf eine technische Spezifikation, zu Mailservern z.B. 😉

@kuketzblog Und vor allem selbst wenn man in dem Bereich Ahnung hat, es gibt immer so viel, was man eben doch nicht weiß.
Es gibt kein: "Das musst du doch wissen."
@kuketzblog Wobei das nicht nur n Problem in der Tech Szene ist sondern n allgemeines Problem. In der Musik hat man sowas z.B. auch. <.<

@kuketzblog @73CC Als IT‘ler bin ich jeden Tag mit User-Support befasst. Ich versuche oft, die Leute mitzunehmen und ihnen ihr Problem und die zugehörige Lösung zu erklären. Ich habe ja ein aktives Interesse daran, die Nutzer zu befähigen, die Technik auch selbst zu verstehen und so Fehler und Probleme in der Zukunft gleich zu vermeiden. Leider scheitert diese Idee allerdings oft an den Leuten und deren Einstellung zur Technik.

„Das musst du mir gar nicht erklären. Das soll einfach nur funktionieren, mehr interessiert mich gar nicht. Und wenn es wieder spinnt, ruf ich dich halt wieder an.“ Das ist, verrückter Weise, sogar meistens bei den jüngeren Kollegen die Einstellung. Früher war es hipp und interessant, die Technik hinter der Technik auch zu verstehen. Heute sehen das viele Benutzer leider als unter ihrer Würde an, dass man sie da mit Details belästigt.

@dfx @kuketzblog @73CC Ich sehe das so, wie Autofahren: Wer kann schon sein eigenes Auto reparieren, wenn es rumspinnt? Immerhin braucht man für das Ding wenigstens einen Führerschein.

Ich kann dich aber auch verstehen, dass es anstrengend wird, wenn zu viele Leute bei Dir damit anklopfen. Man ist dann halt Computerdoktor und hatte eigentlich was anderes mit seiner Freizeit vor.

@gunchleoc @kuketzblog @73CC Der Vergleich mit dem Auto ziemlich passend. Wenn dir da beispielsweise dein Mechaniker mehrfach sagt... "Bitte dreh den Motor nicht so hoch, solange er noch kalt ist, weil X, Y und Z." Und du dann antwortest: "Die Kiste soll laufen, ich will das nicht verstehen. Mir doch egal. Tausch halt zum dritten Mal den Motor." Da müsste sich dann auch keiner wundern, wenn einem die Werkstatt irgendwann mal Autoteile an den Kopf wirft und einen mit hässlichen Schimpfwörtern begrüßt. Der Unterschied ist aber halt, dass eine Werkstatt mit solchen Kunden vermutlich gutes Geld verdient, aber eine IT-Abteilung einfach nur sinnlos mehr Arbeit hat.
@kuketzblog
Verdammte Muggles!
@kuketzblog
„Die Tech-Szene hat ein Toleranzproblem.“
Das kann ich so nicht bestätigen, gerade die Initiative Di.Day und deren Vor-Ort- (oft in den örtlichen CCCs) oder Online-Termine beweisen das Gegenteil 👽👍
#DiDay

@forstgarten @kuketzblog Es gibt halt überall solche und solche.

Ich treffe hier schon mal auf Leute, die "Just use..." schreiben. Denen schreibe ich dann (in freundlicher): Lass das "Just" weg, für Otto Normaluser ist das alles andere als "just", sondern ein Riesenangang. Für manche Leute ist jede noch so kleine Änderung die absolute Hölle und die schaffen das überhaupt kaum.

@forstgarten @kuketzblog So ne Umstellung geht nur eins nach dem anderen, wie man die Klöße frisst. Deswegen finde ich die Idee vom di.day super, 1x im Monat 1 Sache anzugehen und nicht gleich alles auf einmal. Man muss dann ja erstmal mit der neuen Software üben, weil dort Dinge anders sind als in der gewohnten Umgebung. Es braucht alles seine Zeit.
@kuketzblog "kein backup kein Mitleid" 🙄
@kuketzblog Ich kenne sogar Leute aus dem Tech-Bereich, die kaum Ahnung von "Tech" haben (das aber auch selbst gar nicht wissen)

@kuketzblog
Mein bestes Beispiel sind gefühlt die meisten Foren.

Nutz Sufu 🙃 jetzt kommt der Witz, habe die genommen und auf den Thread gestoßen, der mein Problem war 😬, da steht dann nur drin nutz Sufu. Falls doch mal kein nutz Sufu drin stand, stand auch keine Lösung drin.

Habe inzwischen vergessen was letztens gesucht hatte, hatte ich keine Lust auf Foren, habe ich mal Spaßeshalber die KI gefragt. War nicht ganz perfekt, aber bin damit auf die Lösung gekommen. Auch in die Quellen geguckt, ich habe mich eigentlich gewundert, dass überhaupt was Ansatzweise brauchbares raus kam 🤣

Aber ich habe eigentlich oft eher das Problem, dass sich nicht geholfen werden lassen will und eher Resistenz besteht...

Ich sehe mich zum Beispiel eher WhatsApp deinstallieren und ist mir dann alles scheiß egal... Für Verein wollte ich was geeigneteres nehmen, bekomm bei WhatsApp die Krise, völlig ungeeignet für... Hatte den Dreck vorher los... Da komm ich noch ne mal mit Datenschutz um die Ecke...

@kuketzblog
Vielen Dank für diesen Beitrag! Hatte mich tatsächlich als Laie schon kaum noch getraut in entsprechenden Foren Fragen zu stellen weil die Reaktionen leider immer wieder belehrend und tlws sogar beleidigend waren. Der Artikel hilft da hoffentlich!

@CarTophl @kuketzblog Man darf halt nicht vergessen, dass man in Foren in der Regel Leute fragt, die das unbezahlt in ihrer Freizeit machen. Und auch, dass die Kommunikation stark asynchron ist.

Da will niemand sich ständig wiederholende Fragen beantworten. Da will sich auch niemand mit Metafragen oder XY-Problemen beschäftigen, bei denen man den Grund der Frage einem erst aus der Nase ziehen muss.

Das Problem ist hier oft leider auch auf der anderen Seite zu finden. Zeigt man grundsätzliche Lernbereitschaft, Eigeninitiative und beschreibt den Sachverhalt möglichst gut, wird das eher wertgeschätzt, als wenn man mit geladenen Fragen und Anspruchsdenken daherkommt.

Ja, ein »RTFM« ist nicht sehr höflich, aber eine Frage, die sich so beantworten lässt, ist es eigentlich genausowenig.

@leckse
Okay das mag für manche FragenstellerInnen zutreffen. Gleichzeitig möchte ich anmerken, dass kein Mensch gezwungen ist, Fragen zu beantworten, die ihn oder sie nerven oder die er wiederum nicht versteht. Ich arbeite als Arzt und könnte auf die Anspruchshaltung oder "geladenen" Fragen meiner PatientInnen auch unwirsch reagieren. Wenn man aber an einer konstruktiven Lösung interessiert ist, hilft es wenig, von oben herab zu kommunizieren. Ein Problem, dass ich wie einige andere hier durchaus auch in anderen Fachbereichen, wie auch meinem, sehe. Dass die Auseinandersetzung mit solchen "Unwissenden" aber anstrengend sein kann sehe ich auch so. Der Artikel macht Werbung für etwas mehr Einfühlungsvermögen und das finde ich absolut richtig
@kuketzblog
@kuketzblog Nun ja, niemand bei klarem Verstand würde z.B. in der Automobilindustrie nerdige Entwickler alleine in einen sales pitch schicken. Es hat seine Gründe, warum es in reifen Sektoren Vertriebler, Kundendienstmitarbeiter oder Entwickler mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen gibt. In der IT meint man aber weiterhin, dass der nerdige ITler alles gleichzeitig können muss. Und dann wundert man sich, dass selbstverliebte Lösungen technologieunaffinen Kunden "aufgezwungen" werden :)
@kuketzblog Und ich sag das aus eigenem erleben. Ich werde ja auch immer mal wieder als IT-Problemlöser privat angefragt. Ich warne jeden vor mir in dieser Rolle. Ich bin brutal schnell genervt, wenn augenscheinlich triviale Dinge aus erkennbarem Desinteresse immer wieder vergeigt werden. Ich kann das nicht, wer mich trotzdem immer noch will, muss mich und meine Laune dann aushalten.