Ich komme selbst aus der Tech-Szene – und erlebe es trotzdem immer wieder - gerade heute wieder: Wer keine Ahnung von Technik hat, wird schnell als naiv oder unwissend abgestempelt. Statt Brücken zu bauen, wird belehrt. Statt zu erklären, wird mit Fachwissen um sich geworfen. Das schreckt ab, anstatt einzuladen. Digitale Selbstbestimmung funktioniert aber nur, wenn wir Menschen mitnehmen – nicht wenn wir sie durch zweifelhafte Belehrungen verlieren. Die Tech-Szene hat ein Toleranzproblem. Und das sollten wir ehrlich benennen. 👇

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Das Toleranzproblem der Tech-Szene: Menschen mitnehmen statt belehren

Wenn Tech zur Religion wird: Warum gute Prinzipien ohne Kontext zu Dogmen werden – und wie Orientierung und realistische Schritte mehr Menschen mitnehmen.

@kuketzblog
Vielen Dank für diesen Beitrag! Hatte mich tatsächlich als Laie schon kaum noch getraut in entsprechenden Foren Fragen zu stellen weil die Reaktionen leider immer wieder belehrend und tlws sogar beleidigend waren. Der Artikel hilft da hoffentlich!

@CarTophl @kuketzblog Man darf halt nicht vergessen, dass man in Foren in der Regel Leute fragt, die das unbezahlt in ihrer Freizeit machen. Und auch, dass die Kommunikation stark asynchron ist.

Da will niemand sich ständig wiederholende Fragen beantworten. Da will sich auch niemand mit Metafragen oder XY-Problemen beschäftigen, bei denen man den Grund der Frage einem erst aus der Nase ziehen muss.

Das Problem ist hier oft leider auch auf der anderen Seite zu finden. Zeigt man grundsätzliche Lernbereitschaft, Eigeninitiative und beschreibt den Sachverhalt möglichst gut, wird das eher wertgeschätzt, als wenn man mit geladenen Fragen und Anspruchsdenken daherkommt.

Ja, ein »RTFM« ist nicht sehr höflich, aber eine Frage, die sich so beantworten lässt, ist es eigentlich genausowenig.

@leckse
Okay das mag für manche FragenstellerInnen zutreffen. Gleichzeitig möchte ich anmerken, dass kein Mensch gezwungen ist, Fragen zu beantworten, die ihn oder sie nerven oder die er wiederum nicht versteht. Ich arbeite als Arzt und könnte auf die Anspruchshaltung oder "geladenen" Fragen meiner PatientInnen auch unwirsch reagieren. Wenn man aber an einer konstruktiven Lösung interessiert ist, hilft es wenig, von oben herab zu kommunizieren. Ein Problem, dass ich wie einige andere hier durchaus auch in anderen Fachbereichen, wie auch meinem, sehe. Dass die Auseinandersetzung mit solchen "Unwissenden" aber anstrengend sein kann sehe ich auch so. Der Artikel macht Werbung für etwas mehr Einfühlungsvermögen und das finde ich absolut richtig
@kuketzblog