Habe erst mal genug von Schmalspur bzw. Kapspur. Und von Schnee, von dem es über Nacht nochmal eine Ladung runtergedonnert hat. Nach ein bisschen Kursbuch-Studium am Schalter (als ob ich das hier lesen könnte) ist heute etwas *hust* Normalspur angesagt. 👀 #Honkkayūshū
1/x
Standard-Klasse und Green Car. Ich habe mir meinen JR Pass mit letzterem gegönnt. 💚 Dennoch konnte ich vorgestern nur noch einen ramschigen Gangplatz reservieren. Hatte mich schon wieder auf endloses Sitzplatz-Hopping bis zum Gangtüre-stehen eingestellt, aber ich habe aber riesiges Glück: das wahnsinnig nette JR-Zugpersonal bucht mich einfach so auf einen frei gewordenen Fensterplatz bis Tōkyō um. 🥰🥰🥰 (bin gerade echt gerührt 🥲)
#Honkkayūshū
Soeben: automatische Durchsage, dass zwischen Morioka und Omiya eine Oberleitungsstörung bestehe. Ich sehe meine heutige Reisekette gerade zusammenbrechen… /o\
Wir stehen jetzt in Iwate-Numakunai. Um 8:50 (in 6 Minuten) soll's weitergehen.
Ob ich es heute noch (bei Tageslicht) bis Kagoshima-Chūō schaffe?

Wenn die Durchsagen nur noch auf Japanisch kommen, muss Google Translate ran.

(Können das andere Dienste eigentlich nicht auch? Bei DeepL finde ich irgendwie keine Mikrofon-Funktion o.ä.)

Mit ca. +30' weitergefahren. Mindestens meine Nozomi-Reservierung werde ich vermutlich nicht erreichen und umtauschen müssen.
Mittlerweile derart viel Verspätung, dass ich das Etappenziel Kagoshima-Chūō bicht mehr bei Tag erreiche. Mal schauen, ob es in Shin-Ōsaka zahlbare Hotellierungsmöglichkeiten gibt. 🙄
🫠
Mit 1h15 weiter gefahren.
Mein Ziel, an einem Tag 2000 km am Stück neu zu befahren, wird sich damit für immer auf China beschränken.
Wir stehen vor der Einfahrt in den Bahnhof Sendai. Frankfurt-Feelings kommen auf.

Vorhin in Morioka auch schon gewisses Chaos in der Betriebsführung. Niemand wusste recht, welcher der gestrandeten Züge zuerst und wann abfährt, dann regelmäßig die Durchsage, dass unser Zug reservierungspflichtig sei (keine non-reserved-Wagen) und daher auch keine weiteren Fahrgäste mehr aufnehmen könne, wodurch sich die Verspätung für gestrandete Fahrgäste noch weiter erhöht.

I've been Deutsche-Bahned by JR East.

(mein etwas erstaunliches) Fazit: Japanische Züge sind i.d.R. ultrapünktlich und es wird auch sehr viel getan, dass es so bleibt. Wenn der Betrieb dann aber doch mal durcheinander kommt, dann ist Chaos pur, vor dem sich sich selbst die DB nicht verstecken muss.

Wir kommen bald mit über 2h Verspätung in Tōkyō an. Vor jedem Bahnhof stehen wir nochmal literally rund 10 Minuten, weil noch andere Züge vor uns die Einfahrt versperren.

In Gegenrichtung sehe ich Züge auf Abfahrtstafeln, die vor über 2h hätten abfahren sollen.

Warum man alle diese Züge ums Verrecken bis ans Ziel fahren muss und nicht vorzeitig etwa in Omiya wenden kann, damit sie pünktlich zurückfahren und die Staulage rund um Tōkyō entschärfen, ist mir echt schleierhaft.

Mit über 2h Verspätung (da gibt's jetzt 12 ähm… ¥ Entschädigung auf meinen JR Pass, oder? 🤪) in Tōkyō angekommen, zum Ticketschalter gewuselt und die Nozomi-Reservierung umschreiben lassen. Hat immerhin anstandslos geklappt. Nun weiter zum neuen Etappenziel Shin-Ōsaka. #Honkkayūshū
Hahahaha!!!! Wir stehen jetzt auch mit diesem Zug außerplanmäßig am Bahnhof Mishima rum. Offenbar wieder etwas in der Elektrizitätsversorgung. Unterdessen stellt JR sich den Bahnhof mit westwärts fahrenden Zügen zu. 🙈
Okay, mit +15' ging's weiter. Da standen wir heute früh in Morioka deutlich länger.
Noch ein paar Shinkansen-Eindrücke von gestern zwischen Shin-Hakodate-Hokuto und Tōkyō. Irgendwann hinter Sendai war dann Schluss mit Schnee. #Honkkayūshū
Und auch noch zwischen Tōkyō und Shin-Ōsaka gab's noch etwas Landschaft. Zwischendurch auch mal kurz Meer, dafür wurde ich aber auf der falschen Seite platziert. #Honkkayūshū
Und weil's noch nicht dunkel war, wurde noch die Osaka Higashi Line abgeklappert. Eine Art Ōsaksche Vorortelinie, meist aufgeständert über den Dächern Ost-Ōsakas, dennoch keine Hochleistungslinie. Immerhin ein chilliger Tagesausklang. #Honkkayūshū

@wrzlbrnft
Oh je! Alles Gute!

Kannst ja inzwischen – passend dazu – eine Runde bahn.bet spielen.
https://machteburch.social/@Marcel/116166815885977885

Marcel Roth (@[email protected])

Ich habe gerade sehr gelacht. https://bahn.bet/

Machteburch.social
@wrzlbrnft "Electric facility inspection" at the Shin-Fuji - Shizuoka section, apparently
@wrzlbrnft Weird that they had to stop trains for half of a Wednesday for that, though
@wrzlbrnft @wrzlbrnft Danke für den Störungsbericht, war spannend zu lesen :D
@wrzlbrnft Wait, ich dachte so etwas passiert in Japan nicht :)
@fws Selten. Aber wenn's passiert, dann kracht's offenbar gewaltig.
@wrzlbrnft @fws
Wahrscheinlich braucht es eine gewisse Übung darin, damit die Prozesse funktionieren und Lösungsansätze präsent sind.
@wrzlbrnft wenn man keine Erfahrung mit Störungsbehebung hat 🤷🏻‍♀️
@Kolkrabin Ich behaupte, die Störungsanfälligkeit zwischen SBB und den JR-Teilnetzen ist ähnlich. In Japan hast du ggf. etwas weniger Anfälligkeit durch Verspätungen aus dem Ausland und der HGV in Japan ist - schon spurweitenbedingt - vollkommen vom übrigen Verkehr getrennt. Zudem werden die meisten Strecken recht artenrein betrieben. Da sollte man meinen, sei es ein deutlich Leichteres, entsprechende vorbereitete Störungskonzepte parat zu haben.
@wrzlbrnft @Kolkrabin hatten sie doch, sonst wäre ab Shin-Hakodate alles eingestellt gewesen :P
@wrzlbrnft @Kolkrabin There are the (EDIT: regauged-classical-line-running) Yamagata and Akita Shinkansen branching out from the Tōhoku Shinkansen, though
@HaTetsu Fortunately there is no gauge changing. Unfortunately these mini-shinkansen lines are mostly single track, sharing tracks with local trains.
@wrzlbrnft
Wegen der Reservierungspflicht kann man doch nicht einfach Züge ausfallen lassen 👀
@wrzlbrnft Well, not _all_ of them, about 16 pairs were partially cancelled
@wrzlbrnft Ehrlichgesagt wundern mich das nicht. Japaner können da sehr stur sein. Das geht doch nicht, die müssen alle dahin fahren. 😜
@ChuculatiPicchu Kenne das in dieser stoischen Art sonst nur noch von Italien. Selbst die SNCF ist - immerhin ein bisschen - flexibler im Betrieb, zumindest entlang der Rennstrecken, wo es ggf. noch Alternativverbindungen gibt.
@wrzlbrnft Ja aber wenn du einen unüblichen Extrawunsch in Japan hast, schlägt die Gastfreundschaft schnell um zu ‚geht nicht‘. So etwas unflexibel können sie schon sein. Nicht so pragmatisch, aber regelkonform.
@wrzlbrnft
Finde ich nun nicht erstaunlich, weil zu wenig Übung mit Verspätungen vorhanden ist.
@andabahn Dasselbe könntest du über die Schweiz ja auch sagen. Bei der SBB haben wir aber für jedes Störungsszenario fertige Ersatzkonzepte in der Schublade, die ggf. noch leicht angepasst werden müssen, danach aber verbindlich für alle Beteiligten sind. Das scheint mir hier völlig zu fehlen.
@wrzlbrnft
Vielleicht liegt das an der Fehlerkultur?
Wenn Fehler passieren , ist das nicht schön, aber man geht damit um.
Das ist was anderes, wenn Fehler einfach nicht passieren dürfen
@wrzlbrnft Genau das ist auch meine Erfahrung. Und ein paar Nuancen dazwischen (nicht unübliche moderate Verspätung mit Anschlussverlust bei Umstieg in komplexen Bahnhöfen mit getrennten Ticketsystemen und kompliziertem Umtausch der Tickets/Reservierungen da nicht möglich am Automaten.)
Macht schon Freude aber ist in der Breite lange nicht das perfekte Paradies, das alle immer anführen (die wohl nur einmal Nozomi gefahren sind).
@wrzlbrnft
Reservierungspflicht? Das klingt eher nach SNCF...
@_Hemmschuh Weniger strikt als bei der SNCF. Du kannst beispielsweise auch "Standing Tickets" kaufen, die aber in den Fall auch schon alle weg waren. Und die allermeisten Shinkansen haben auch Wagen ohne Reservationspflicht, in denen du immer mit darfst (aber halt ggf. stehen musst). Jener nach Shin-Hakodate-Hokuto ist eine der wenigen Linien, die das nicht haben.
@wrzlbrnft @_Hemmschuh The issue is that more and more trains are becoming reserved-only. For example, from Japanese Railway New Year all Hokkaidō Limited Expresses will be joining that group :/