Viele Politiker kritisieren Elon Musk und X als Plattform für Hass, Desinformation und Radikalisierung – und machen das ausgerechnet dort. Damit stärken sie Reichweite, Relevanz und Geschäftsmodell genau der Plattform, die sie öffentlich ablehnen.

Wer X nutzt, liefert Aufmerksamkeit und füttert den Algorithmus. Man empört sich über die Folgen, liefert aber weiter den Treibstoff. Das ist keine Notwendigkeit, sondern Bequemlichkeit – und oft Angst vor Reichweitenverlust.

Wer X als demokratiegefährdend bezeichnet, kann dort nicht gleichzeitig »weiter informieren« wollen. Konsequenz hieße: X verlassen und auf Plattformen ausweichen, die Empörung nicht monetarisieren. Alles andere ist Legitimation durch Mitmachen. 👇

https://www.kuketz-blog.de/warum-das-argument-man-muesse-in-sozialen-netzwerken-bleiben-um-opposition-zu-leisten-voelliger-unsinn-ist/

#X #musk #politik #digitalpolitik

Warum das Argument, man müsse in sozialen Netzwerken bleiben, um Opposition zu leisten, völliger Unsinn ist

Der Mythos der »notwendigen Opposition« auf Plattformen wie X und TikTok ist eine Illusion: Auseinandersetzungen verstärken Desinformation und fördern das Geschäftsmodell.

@kuketzblog

Wenn man an dem Punkt wäre, dass das kommerz. SM keine geeigneten Orte bieten kann, an denen der für eine Demokratie grundlegende gesellschaftliche Konsens gestiftet werden kann, dann stellt sich m.E. die Frage, wessen Job das Schaffen solcher Räume wäre.

@elottermann @kuketzblog

Sehen Sie das so?

Sie stellen damit eine Grundthese, nämlich, daß Märkte alles regeln, infrage.

:)

@finche @elottermann @kuketzblog Märkte regeln nicht alles. Sie brauchen einen rechtlichen Rahmen….
@kuketzblog das ist so als wolle man in die AfD eintreten um denen mit der Demokratie zu helfen

@Okuna
Jupp. Soetwas hat auch mal ein Herr Strößenreuther mit der CDU probiert. Und ist - oh Wunder - damit gescheitert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Str%C3%B6%C3%9Fenreuther#Werdegang

@kuketzblog

Heinrich Strößenreuther – Wikipedia

@Okuna
Wie hieß es im Film "Sonnenallee"?
"In's System rin und von innen uffmischen!"
Guter Gedanke, hat aber leider auch nicht so gut funktioniert.
@kuketzblog Versteht hier jemand den "Hype" (der langsam wieder vorbei ist) um Bluesky? Warum ist Bluesky angeblich besser als X? Es hat genau die gleichen strukturellen Probleme - im Prinzip X nur mit anderen Namen.
@shrugg1e Bluesky ist letztendlich der selbe Mist - Habe es selbst eine zeitlang ausprobiert.
@kuketzblog Gibt es eine Alternative, ohne Hass, Ausgrenzung und Reichweitenwahn durch boosten?

@kuketzblog EN: Why the argument that you have to stay on social networks to provide opposition is complete nonsense

https://leavex.eu/posts/why-stay-on-social-media-makes-no-sense/

#X #LeaveX #Disinformation #Democracy

Why the argument that you have to stay on social networks to provide opposition is complete nonsense

<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?> Author: Mike Kuketz, translated from the original in German The argument that you can’t leave platforms like X or TikTok because there would otherwise be a lack of “dissent” and “opposition” is untenable for several reasons - it’s simply complete bullshit. It is based on a false assumption about how these platforms work and what impact one’s presence there actually has.

Leave X - Protect Democracy

@kuketzblog

Es ist #verlogen hoch zehn, da es ausschliesslich um die #Reichweite geht, die diese Leute verloren sehen, wenn sie auf #Alternativen, wie #Mastodon gehen. Aber irgendwann muss man damit #ANFANGEN !!! oder man verliert die eigene #Glaubwürdigkeit.

@kuketzblog Es wäre ja nicht das erste soziale Netzwerk, das sang und klanglos untergeht.
Man weiß, dass Mobbing am Ende nur durch die Abkehr von den Mobbern beendet wird.
Da greift keine Vernunft, kein Argument.
Zu gehen, ist der einzige sinnvolle Weg.
@Sabi @kuketzblog Leider gibt es aber auch viel zu viele, die sich Hetze, Rassismus, Hass auf Andersseiende anschließen. #Mansphere , A. #Tate, #tradwife, #Rechtsextreme etc nehmen zahlenmäßig weltweit zu, entsetzlicherweise auch unter jungen Menschen, dh die Zukunft.
@IreneMoews @kuketzblog Sich diese Plattform mit ihnen zu teilen und Wasser auf die Mühlen zu geben, scheint aber nicht der richtige Weg zu sein.
Ich teile diese Hoffnungslosigkeit, diese Ohnmacht. Man sollte sich immer wieder klar machen, dass Anstand und Ehrlichkeit trotzdem von der Mehrheit der Menschen vertreten wird. Wir können etwas bewirken.
@Sabi @kuketzblog Da gebe ich dir Recht!
@kuketzblog 👍 Gilt auch für die Plattformen von Zuckerberg, zu einem großen Teil von TikTok etc
@kuketzblog Das ist komplett widersinnig, nicht wahr? Die Gruppe von Leuten - Politiker - die tatsächlich die Macht hätten, etwas dagegen zu tun - zu regulieren, wegen Gesetzesbrüchen vor Gericht zu zerren, zu verbieten - machen nichts weiter als sich zu beklagen? Das ist Arbeitsverweigerung.

@art_histories @kuketzblog

Sind Verbote, gar Beschränkung der Meinungsfreiheit wirklich das Mittel, Freiheit zu retten?

@finche @kuketzblog Wollen Sie Milliardäre machen lassen, was immer denen einfällt? Ja, Konzerne brauchen Regulierungen, damit die sich nicht verhalten wie außer Rand und Band geratene Kinder - deren Ziel ist Profitmaximierung, koste es, was es wolle. Social Media gehört daher genauso reguliert wie der Journalismus. Verbote können nicht immer nur für die Schwächsten gelten.

@art_histories @kuketzblog

Nein, will ich nicht.

Aber ich will keine Verbote für etwas, das offenbar viele wollen.

Ich will eine Diskussion, warum es keine Alternativen gibt, die attraktiv sind.

Ich glaube nicht an die Wirksamkeit von Verboten. Ich glaube an Bildung und attraktive Alternativen.

Hoffnungslos liberal.

@finche @kuketzblog Da sind wir anders gestrickt. Ich glaube, dass diese Firmen sich an Gesetze halten müssen. Keine Missinformationen, Desinformation, rassistische Hetze, Hass, Kinderpornografie oder süchtigmachende Algorithmen. Hier sollte geregelt werden. Und nicht unter dem Vorwand des Kinderschutzes ein Überwachungsapparat gebaut werden. Es kann nicht sein, dass sämtliche Verantwortung auf Userseite sein soll, während sich die Anbieter aus der Verwantwortung rausziehen.

@art_histories @kuketzblog

Ja da haben wir unterschiedliche Meinungen.

Eine Plattform ist keine Zeitung, sondern ein Ort, wo unterschiedliche Akteure Meinungen austauschen.
Eher wie die Straße.

Genauso wenig, wie man auf der Straße die Wahrheit sagen muß oder sich comme il faut benehmen, sollte man es auf den Plattformen müssen. Das würde die Freiheit zu agieren, sich zu informieren, sich auszutauschen ohne Not beschränken.

⬇️

@art_histories @kuketzblog

Wie für das reale Leben, braucht es auch im digitalen Überlebenstechniken, die sich jeder aneignet.

So, wie niemand nur zu Hause oder in Nannybegleitung sein Leben bestehen kann, müssen wir ein Sensorium entwickeln, was uns zuträglich und nicht zuträglich ist.

Wir können nicht die Verantwortung an Meldestellen oder ähnlich fragwürdige Instanzen abgeben, sondern müssen uns ertüchtigen.

Eltern tragen Verantwortung für ihre Kinder.

Für die Freiheit.:)

@finche Eine Plattform, die Kinderpornographie verbreitet oder Hass-Nachrichten erlaubt, gehört reguliert. Dass ich der Meinung bin, dass diese Plattformen sich an geltende Gesetze halten müssen, schließt natürlich nicht aus, dass man eine Verantwortung für Kinder hat. Der Staat macht es sich zu einfach, wenn er ausschließlich an den Einzelnen delegiert.
Und meine Freiheit endet da, wo die des anderen anfängt. Unbegrenzte Freiheit gibt es nicht, auch im realen Leben nicht.

@art_histories

Selbstverständlich bin ich Ihrer Meinung, wo es um Strafbares geht.

Was offline nicht geht, darf auch online nicht gehen.

Kinderpornographie, Beleidigung zum Beispiel.

Aber: Haßrede ist kein Delikt und soll daher auch im Internet möglich sein.

Und man möge, bitte, nicht mit dem Argument aufwarten, das sei etwas Rechtes:) Ich bin gerade erst gestern Opfer einer (linksgrünen) Haßattacke auf Bluesky geworden:)

@finche @kuketzblog Was ich ergänzend noch sagen wollte: Was ich hier auf Mastodon ganz cool finde, dass hier noch ein respektvoller Austausch unterschiedlicher Meinungen möglich ist. Ich finde das immer ganz spannend. Auf vielen anderen Instanzen ist das schon gar nicht mehr möglich, weil sich oft sofort ein wütender Mob sammelt.

@art_histories @kuketzblog Sie nehmen mir das Wort aus dem Mund.

Ich weiß es sehr zu schätzen. Danke:)

@kuketzblog Finde ich ganz passend.
@kuketzblog Und sollten wir ihnen das nicht zusenden? Politiker*innen haben ja direkte Kontaktadressen (hier lesen sie nicht mit).

@kuketzblog

Und ein weiterer Aufruf zum Canceln:)

Mir ist nicht klar, warum wir uns im Wahn befinden, ein unappetitliches Angebot moralisch zu diskreditieren, gar verbieten zu wollen.

Statt uns die Frage zu stellen, warum der Markt nicht funktioniert und Besseres hervorbringt.

Nein: Fediverse, Bluesky sind nicht besser. Sonst zögen sie mehr Nutzer an.

Bitte, ehrlich hinschauen.

@finche
Weil da keine Milliardenschwere Marketingindustrie dahinter steckt.
Weil deswegen keine hunderte/tausende Angestellte bezahlt werden können um zu programmieren, zu moderieren, zu bewerben...
Dazu müssten die Leute erstmal Geduld haben und die freien Services durch Zeit, Nutzung, Spenden, bezahlte Angebote voran bringen, damit es wachsen und sich entwickeln kann.
Der "Markt" bringt nur ein weiteres TikTok/FB/Bluesky hervorbringen. Liegt an den Nutzern.

@rumo

Natürlich auch:)

Und dennoch: gefiele es den Milliarden von Benutzern auf X nicht, wären sie nicht da. Wer grundsätzliche Einwände hat, geht.
Oder?

Wenn das stimmt: was ist hier nicht, was dort ist?

Würden wir wagen, diese Frage zu stellen und zu diskutieren, kämen wir vielleicht weiter als zu jammern oder zornig zu sein.

@finche
Denke ich nicht.
Die Leute haben sich vor X auch schon über Twitter beschwert. Jetzt im Nachhein kommt Nostalgie dazu und Besitzdenken (wir lassen uns unser Twitter nicht wegnehmen)
Der Mensch ist Gewohnheitstier und lässt sich beeinflußen. Die BigTechs haben das drauf. Wer weiß wieviel Geld allein in die Leute und Methoden fließt, die Nutzer zu halten. Ist wie im Supermarkt mit der richtigen Temperatur, Licht und Anordnung der Regale & Waren. 1/2
Warum rauchen Menschen? Warum nutzen Sie Whatsapp?
Alle wissen, dass es nicht gut, bzw. sogar sehr schlecht ist.
Gruppenzwang, psychisches Triggern...
Zur Einführung von Whatsapp gab es schon das deutlich bessere ChatOn von Samsung mit besserem Funtionsumfang und war vorinstalliert auf 80% aller Geräte, da Samsung damals Marktführer war. Trotzdem kannte es so gut wie Niemand.
Ich persönlich hab Twitter nie verstanden, habe nicht die Inhalte gefunden die ich wollte und fand es zu kompliziert und undurchsichtig.
Du musst nur einen Hype drum machen. Bluesky, Threads... immer wieder der selbe Kreislauf.

@rumo

Völlig undurchsichtig:)

Selbst eingefleischte Kritiker scheinen nur "den Algorithmus" zu kennen und wissen wenig über ihn und noch weniger über die Möglichkeiten, die Daten ohne ihn zu nutzen.

Sie übersehen geflissentlich, daß X mit einem Versprechen der Befreiung auftritt, daß gerade auf üblicherweise marginalisierte Gruppen anziehend wirkt.:)

@finche
Furchtbar.  
"Freiheit" und "keine Cancelculture" rufen, und dann zählt doch nur die Musk-Wahrheit und Kritik wird ausgeblendet.

Wie die CSU. Dem Gegner etwas vorwerfen und selbst tatsächlich machen. (Beispiel: Gendern)

@rumo

ME führt der Weg nur über Bildung und Mündigkeit, nicht über Verbote.

Ich bin einfach von nicht zu tötendem Bildungsoptimismus befallen und glaube, daß wir en bißchen brauchen, uns an die neue Zeit zu gewöhnen.

Irgendwann wird es selbstverständlich sein, daß die manipulative Absicht von der Masse erkannt werden kann.

Schelten Sie mich hoffnungslos naiv.

@finche
Ich bin grundsätzlich auch nicht für Verbote. Aber für angemessene Regulierung.

Seit über 10 Jahren warte ich bei den Facebook-Nutzern auf Einsicht und das sie über Ihre eigene Komfortzone hinausdenken. Bislang hoffnungslos. Jeder Skandal wird schnellstmöglichst wieder vergessen und ausgeblendet. Finde ich sehr beunruhigend.
In meinem Umfeld haben so viele (scheinbar) nichts zu verbergen...

@finche
Ganz vergessen: So weit ich weiß hatte Twitter (erst Recht nicht X) niemals 1 Milliarde Nutzer. Irgendwas um die 500 Millionen maximal.
@kuketzblog The reason why I left and deleted my account ..
@kuketzblog Ich verstehe auch nicht, warum Herr Merz seine Aussagen heute zur Ukraine Krieg ausgerechnet auf X veröffentlichen muss!
@ulrich_D @kuketzblog Ich würde da keinerlei Bewusstsein bei ihm vermuten...
@kuketzblog
Ja, dem ist leider so. Die Plattformen werden von den Parteien, z. Bsp. der CDU , genutzt, mit dem Argument, nur hierrüber Reichweite erzielen zu können. Europäische Alternativen werden abgelehnt.

@kuketzblog

💯

Das kriegt man aber in die X-Poster-Hirne nicht rein.
Die Öffentlich Rechtlichen sind auch der Meinung, man müsse das machen, damit man die Leute da "abholen und erreichen" kann, wo sie sind. Der grösste Blödsinn, ist aber so.

@kuketzblog

In deiner Messenger-Debatte kritisierst du sehr deutlich das Schwarz-Weiß-Denken – und plädierst für Differenzierung, Kontext, Bedrohungsmodell und Pragmatismus. Genau dieser Ansatz macht den Text stark.

Umso mehr wirkt deine Bluesky-Entscheidung im Kontrast dazu inkonsistent.

Deine Analyse zu X oder TikTok finde ich auf der strukturellen Ebene absolut nachvollziehbar. Wenn Geschäftsmodell und Algorithmus auf Polarisierung und Engagement-Maximierung ausgelegt sind, kann selbst Gegenrede unfreiwillig zur Reichweitenverstärkung beitragen. Das ist eine systemische Kritik – und die ist schlüssig.

Was für mich aber nicht ganz zusammenpasst, ist der Maßstabswechsel bei Bluesky. Wenn man eine Plattform sofort verlässt, nur weil sich bestimmte politische Akteure oder eine US-Regierung dort anmelden, dann ist das keine Architekturkritik mehr, sondern eine akteursbezogene Reaktion.

Man sollte da sauber unterscheiden:

➡️ Strukturelle Kritik: Wie funktioniert das System?
➡️ Akteursbezogene Kritik: Wer ist dort präsent?

Bei X und TikTok argumentierst du strukturell. Beim Rückzug von Bluesky wirkt es eher wie ein Schwarz-Weiß-Impuls: „Diese Personen sind dort – also bin ich weg.“ Das ist weniger Systemanalyse und mehr moralische Abgrenzung.

Öffentliche Räume ziehen Politik an. Die entscheidende Frage ist doch nicht, wer sich anmeldet, sondern welche Machtstrukturen technisch verankert sind und wie die Plattform funktioniert.

Wenn man Schwarz-Weiß-Denken kritisiert, sollte man es nicht selbst reproduzieren. Sonst wird aus einer differenzierten Systemkritik am Ende doch wieder eine Frage symbolischer Reinheit – und das sind zwei unterschiedliche Ebenen.

@kuketzblog Ich überlege mir auch schon länger meinen X Account still zu legen. Simma ehrlich: X ist tot! Bringt nix mehr!

@kuketzblog Warum wird immer nur "X" kritisiert? Das sehr viel größere Problem steht weiter vorn im Alphabet.

(Der Begriff "Alphabet" bezieht sich ausschließlich auf die "Buchstabenliste")

@kuketzblog

Ich habe #Habeck nie verstanden, warum er meinte unbedingt auf X bleiben zu müssen.

@juergen_hubert @kuketzblog er war ja sogar schon mal vorger raus und kam dann mit Seiner Kanzlerkandidatur wieder dazu. Völlig absurd, das sind vermutlich diese schlauen Medienberater:innen, die seit Jahr ubd Tag immer allen von der angeblichen Alternativlosigkeit der sog. sozialen Medien erzählen.