Viele Politiker kritisieren Elon Musk und X als Plattform für Hass, Desinformation und Radikalisierung – und machen das ausgerechnet dort. Damit stärken sie Reichweite, Relevanz und Geschäftsmodell genau der Plattform, die sie öffentlich ablehnen.

Wer X nutzt, liefert Aufmerksamkeit und füttert den Algorithmus. Man empört sich über die Folgen, liefert aber weiter den Treibstoff. Das ist keine Notwendigkeit, sondern Bequemlichkeit – und oft Angst vor Reichweitenverlust.

Wer X als demokratiegefährdend bezeichnet, kann dort nicht gleichzeitig »weiter informieren« wollen. Konsequenz hieße: X verlassen und auf Plattformen ausweichen, die Empörung nicht monetarisieren. Alles andere ist Legitimation durch Mitmachen. 👇

https://www.kuketz-blog.de/warum-das-argument-man-muesse-in-sozialen-netzwerken-bleiben-um-opposition-zu-leisten-voelliger-unsinn-ist/

#X #musk #politik #digitalpolitik

Warum das Argument, man müsse in sozialen Netzwerken bleiben, um Opposition zu leisten, völliger Unsinn ist

Der Mythos der »notwendigen Opposition« auf Plattformen wie X und TikTok ist eine Illusion: Auseinandersetzungen verstärken Desinformation und fördern das Geschäftsmodell.

@kuketzblog

Und ein weiterer Aufruf zum Canceln:)

Mir ist nicht klar, warum wir uns im Wahn befinden, ein unappetitliches Angebot moralisch zu diskreditieren, gar verbieten zu wollen.

Statt uns die Frage zu stellen, warum der Markt nicht funktioniert und Besseres hervorbringt.

Nein: Fediverse, Bluesky sind nicht besser. Sonst zögen sie mehr Nutzer an.

Bitte, ehrlich hinschauen.

@finche
Weil da keine Milliardenschwere Marketingindustrie dahinter steckt.
Weil deswegen keine hunderte/tausende Angestellte bezahlt werden können um zu programmieren, zu moderieren, zu bewerben...
Dazu müssten die Leute erstmal Geduld haben und die freien Services durch Zeit, Nutzung, Spenden, bezahlte Angebote voran bringen, damit es wachsen und sich entwickeln kann.
Der "Markt" bringt nur ein weiteres TikTok/FB/Bluesky hervorbringen. Liegt an den Nutzern.

@rumo

Natürlich auch:)

Und dennoch: gefiele es den Milliarden von Benutzern auf X nicht, wären sie nicht da. Wer grundsätzliche Einwände hat, geht.
Oder?

Wenn das stimmt: was ist hier nicht, was dort ist?

Würden wir wagen, diese Frage zu stellen und zu diskutieren, kämen wir vielleicht weiter als zu jammern oder zornig zu sein.

@finche
Denke ich nicht.
Die Leute haben sich vor X auch schon über Twitter beschwert. Jetzt im Nachhein kommt Nostalgie dazu und Besitzdenken (wir lassen uns unser Twitter nicht wegnehmen)
Der Mensch ist Gewohnheitstier und lässt sich beeinflußen. Die BigTechs haben das drauf. Wer weiß wieviel Geld allein in die Leute und Methoden fließt, die Nutzer zu halten. Ist wie im Supermarkt mit der richtigen Temperatur, Licht und Anordnung der Regale & Waren. 1/2
Warum rauchen Menschen? Warum nutzen Sie Whatsapp?
Alle wissen, dass es nicht gut, bzw. sogar sehr schlecht ist.
Gruppenzwang, psychisches Triggern...
Zur Einführung von Whatsapp gab es schon das deutlich bessere ChatOn von Samsung mit besserem Funtionsumfang und war vorinstalliert auf 80% aller Geräte, da Samsung damals Marktführer war. Trotzdem kannte es so gut wie Niemand.
Ich persönlich hab Twitter nie verstanden, habe nicht die Inhalte gefunden die ich wollte und fand es zu kompliziert und undurchsichtig.
Du musst nur einen Hype drum machen. Bluesky, Threads... immer wieder der selbe Kreislauf.

@rumo

Völlig undurchsichtig:)

Selbst eingefleischte Kritiker scheinen nur "den Algorithmus" zu kennen und wissen wenig über ihn und noch weniger über die Möglichkeiten, die Daten ohne ihn zu nutzen.

Sie übersehen geflissentlich, daß X mit einem Versprechen der Befreiung auftritt, daß gerade auf üblicherweise marginalisierte Gruppen anziehend wirkt.:)

@rumo

ME führt der Weg nur über Bildung und Mündigkeit, nicht über Verbote.

Ich bin einfach von nicht zu tötendem Bildungsoptimismus befallen und glaube, daß wir en bißchen brauchen, uns an die neue Zeit zu gewöhnen.

Irgendwann wird es selbstverständlich sein, daß die manipulative Absicht von der Masse erkannt werden kann.

Schelten Sie mich hoffnungslos naiv.

@finche
Ich bin grundsätzlich auch nicht für Verbote. Aber für angemessene Regulierung.

Seit über 10 Jahren warte ich bei den Facebook-Nutzern auf Einsicht und das sie über Ihre eigene Komfortzone hinausdenken. Bislang hoffnungslos. Jeder Skandal wird schnellstmöglichst wieder vergessen und ausgeblendet. Finde ich sehr beunruhigend.
In meinem Umfeld haben so viele (scheinbar) nichts zu verbergen...