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#Fahrradalltag #mdRzA
@hollma Wenn man jemanden daran erinnert, auf sich selbst aufzupassen, ist das doch keine Verantwortungsverschiebung. Als schwächerer Verkehrsteilnehmer: Fußgänger, Rad- und Motorradfahrer - muss man eben AUCH vorsichtig sein. Es ist aufgrund des fehlenden Schutzes (keine Knautschzone) sogar lebenswichtig, da grundsätzlich immer mal jemand einen Fehler machen kann, von grob rücksichtslosem Verhalten mal abgesehen.
@martindrogat @enemyscout @Karin
Ich hab ein behinderung, smartphone als behinderung zu bezeichnen, finde ich unterirdisch
@martindrogat @enemyscout @Karin @gse Stell dir vor du kannst ganz normal gehen, setzt sich aber in einen Elektrorollstuhl, um deine täglichen Wege zu bestreiten.
Das entspricht so ungefähr meinem Bild von den vielen einzelnen Menschen zwischen Anfang 30 und Ende 50, die sich morgens in den Stau des Berufsverkehrs stellen.
Insofern stimme ich dir zu, das Auto ist im überwiegenden Teil der Fälle tatsächlich wie eine Art (selbst gewählte!) Behinderung.
Wenn ich mich an die #StVO-Regeln halte, dann nerve ich andere doch auch. Dichtes auffahren, #drängeln #hupen, fluchen, fuchteln, #gefährlicheÜberholmanöver, …
Aber das was @Karin hier beschreibt, geht weit über nervig hinaus. Es klingt bedrohlich und angsteinflößend!
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Und ich glaube, bevor wir nerviges abstellen, müssten wir erst mal an den Punkt kommen, dass wir keine Mitmenschen durch unser Verhalten bedrohen.
Das mit den #StVO-Regeln ist übrigens ein häufiges Argument gegen #Radfahrende. Ich kenne keine einzige autofahrende Person, die keine Regel bricht (mich eingeschlossen)! Das gleiche gilt für Radfahrende.
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Wenn man allerdings die Ursachen und die Risiken der Regelverstöße betrachtet, dann gibt es teils gravierende Unterschiede.
Klar Bequemlichkeit, vermeintlicher Zeitvorteil, … haben alle gemeinsam. Aber bei vielen Radfahrenden ist #Angst / #Sicherheit auch ein häufig genannter Grund für Regelverstöße.
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Die Risiken muss ich vermutlich nicht näher erläutern. Die Verkehrsunfallstatistiken bestätigen, was viele bereits vorher ahnen, je schwerer / schneller ein Verkehrsmittel ist, um so größer ist auch die Gefahr, die von ihm ausgeht.
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zu „Ich kenne keine einzige autofahrende Person, die keine Regel bricht (mich eingeschlossen)! Das gleiche gilt für Radfahrende.“
Ich kenne jedoch viele, die im ersten Moment widersprechen „ich halte mich an die #Verkehrsregeln“. Wenige Rückfragen später kommt dann die Selbsterkenntnis „Oh daran habe ich gar nicht gedacht“, „die Regel finde ich auch blödsinnig“, „das machen alle so“ oder „die Regel kannte ich noch gar nicht“.
5/4 😉
Zu meiner Zeit war es sogar so, dass das in der Fahrprüfung "nicht zu beanstanden" war, weil es zur Flüssigkeit des Verkehrs #mitschwimmen beiträgt.
Da ich mich heute meist ans Tempolimit halte, habe ich seltenst jemanden direkt vor mir.
@thomas_cm
Seit Jahrzehnten in Berlin unfallfrei auf dem Rad unterwegs - trotz #STVO!
Natürlich fahre ich rücksichtsvoll, bremse vorm Zebrastreifen, rase nicht auf dem Gehweg, etc.
Aber um sicher über eine große Kreuzung wie zb Hermannplatz/Sonnenallee zu kommen, stehe ich vor der roten Ampel, fahre schon los, wenn der grüne Pfeil für den Querverkehr sichtbar ist.
Gegen die Regel, aber ich bin sicher vorm Autogedränge von der Kreuzung weg.
@enemyscout
da bin ich ganz bei dir. Ich wollte nur noch einmal unterstreichen, dass 'Radweg nicht nutzen' nicht gleichbedeutend mit Regelbruch ist, weil leider viele Kraftfahrer das glauben, und sich dadurch zu physischer Gewalt verleiten lassen.
Mein LKW-Fahrlehrer war da sehr deutlich, dass es meine erste Pflicht ist, keine Gefahr fur dritte darzustellen.
Leider weiß ich aus dem PKW-Bereich, dass es viele gibt, die das anders sehen...
@Karin
@jakob_thoboell Ich habe auch so ein Stück Radweg, das ich konsequent und bewusst regelwidrig nicht nutze:
Im Ort Fußweg mit Radfahrer frei. Klar, da sowieso auf der Straße. Wird am Ortsschild benutzungspflichtig. Gut und breit, aber Bordstein schlecht abgesenkt, saugefährlich mit dem Lastenrad rauf zu kommen. Nach 200m am nächsten Ortsschild direkt hinter einer Kurve wird es Fußweg ohne Freigabe, zurück auf Straße wieder saugefährlich. 😬
@enemyscout @Karin
@enemyscout @Karin Warum fahren Radfahrer oft auf der Straße, obwohl scheinbar ein „Radweg“ vorhanden ist?
Dafür gibt es viele gute Gründe, die man im Alltag leicht nachvollziehen kann:
1. Kein echter Radweg
Oft handelt es sich gar nicht (mehr) um einen offiziellen Radweg. Manche alten Markierungen oder Pflasterungen sehen zwar so aus, sind aber nicht mehr für den Radverkehr freigegeben. Dann ist die Straße die korrekte und legale Wahl.
@enemyscout @Karin 7. Platzbedarf moderner Fahrräder
Lastenräder, Anhänger oder E-Bikes brauchen mehr Platz als viele alte Radwege hergeben. Die Fahrbahn ist dafür oft geeigneter.
Kurz gesagt: Radfahrende, die auf der Straße fahren, tun das meistens aus guten Gründen – und nicht, um „zu provozieren“.
Ich fahre aber auch Auto. Ist immer mal gut die andere Perspektive einzunehmen.
@leobm
Nitpick:
Ein gemeinsamer Geh- und Radweg (das Blauschild mit Fuß und Rad übereinander) ist etwas Anderes als ein für Radfahrer*Innen freigegebener Gehweg.
Nur letzterer ist nicht benutzungspflichtig.
@Karin Wie gut ich dieses Gefühl kenne!
Und wie wenig Lust ich habe, dies einfach Still hinzunehmen.
Und wie Menschen, die häufig Rad fahren, sich gegenseitig die Einwilligung geben, jeden Unfall medial aus-nutzen zu dürfen. Weil wenn mir was passiert, dann will ich auch ein Grund für eine Demo sein.
@bjoern
ich fahre alles vom Fahrrad bis zum LKW und gehe zu Fuß. Die meisten Stresssituationen verursachen in jedem dieser Fälle große PKW deutscher Oberklassemarken, dicht gefolgt von Kurier- Liefer- und Pflegediensten im PKW.
Da der Istzustand massive Schieflage zugunsten des Autos hat, wird jemandem, der wie wir alle in diesem Zustand sozialisiert wurde, ein Einfordern struktureller Gerechtigkeit zwangsläufig als einseitig contra Auto vorkommen.
@Thomas1108 @Karin
einfach nur auslachen wenn jemand sowas sagt... als ob irgendwer auch nur im ansatz lieber in einen autounfall verwickelt wäre als in einem fahrradunfall....
@Karin Ich vermute mal, dass diejenigen sogenannten Verkehrsteilnehmer/innen , die sich im Verkehr, mangels eines besseren Wortes, als Unfähige erweisen, dies sowohl als Autofahrer/in, als radfahrende oder zu Fuß gehende Person sind. Das ist nicht schön. Für alle anderen.
In meinem Stadtteil habe ich als Radfahrer bislang ganz selten die Erfahrung gemacht, dass ich durch Autos geschnitten oder in brenzlige Situationen geraten wäre. Heile Welt, quasi.