Eine Kollegin sagte letztens zu mir den Satz, dass sich Radfahrende ja nicht an Regeln halten. Ich habe etwas zugehört. Und dann habe ich von meinem Alltag erzählt: an jeder Einmündung Schulterblick und Blick in den Gegenverkehr, all die Situationen, in denen ich mitdenken muss, um Fehler/Regelbrüche von Kfz-Fahrenden auszugleichen, Vollbremsungen und auch PKW als Waffe gegen mich, weil an der Engstelle kein Überholen möglich ist.
1/
#Fahrradalltag #mdRzA

@Karin Ich vermute mal, dass diejenigen sogenannten Verkehrsteilnehmer/innen , die sich im Verkehr, mangels eines besseren Wortes, als Unfähige erweisen, dies sowohl als Autofahrer/in, als radfahrende oder zu Fuß gehende Person sind. Das ist nicht schön. Für alle anderen.

In meinem Stadtteil habe ich als Radfahrer bislang ganz selten die Erfahrung gemacht, dass ich durch Autos geschnitten oder in brenzlige Situationen geraten wäre. Heile Welt, quasi.

@hrrvnjrdn Ich bekomme phasenweise einen Haufen Gefährdungen ab. Dann habe ich wieder Wochen, wo ich kaum etwas erlebe. Ich weiß, dass jeder/jede mal einen schlechten Moment haben kann. Situationen, in denen die Gefährdung mir gegenüber vermeidbar gewesen wäre, machen mich wütend. Oft sitze ich auf dem Fahrrad und überlege: was war gerade doof, was war mein Anteil daran, was will ich zukünftig anders machen. Mein Lebensgefährte bekommt deutlich weniger ab, andere Zeiten, andere Strecken.
@Karin Leider ist es als Radfahrer oft so, dass sich gar nicht die Frage stellt, ob man einen Unfall erleidet, sondern wann.
Mir ist ein Smombie ins Rad gelaufen. Plötzlich losgegangen. Zack. Keine Chance.