Eine Kollegin sagte letztens zu mir den Satz, dass sich Radfahrende ja nicht an Regeln halten. Ich habe etwas zugehört. Und dann habe ich von meinem Alltag erzählt: an jeder Einmündung Schulterblick und Blick in den Gegenverkehr, all die Situationen, in denen ich mitdenken muss, um Fehler/Regelbrüche von Kfz-Fahrenden auszugleichen, Vollbremsungen und auch PKW als Waffe gegen mich, weil an der Engstelle kein Überholen möglich ist.
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#Fahrradalltag #mdRzA
@Karin Wie wir uns im #straßenverkehr verhalten, ist meiner Meinung ein Spiegel dafür, wie wir grundsätzlich vorankommen wollen. Miteinander oder Gegeneinander. Das ist nicht nur eine Frage des dafür gewählten Verkehrsmittels. Als #radfahrer in #gelsenkirchen habe ich übrigens reichlich #survivalskills entwickelt. 😁
@Thomas1108 ehrlich gesagt habe ich in der Fediverse Fahrradbubble eher vorrangig das gegeneinander erlebt, weswegen ich auch echt vielen Accounts vor ein paar Monaten entfolgt bin. Statt Spass am Radfahren ging vorrangig um den Kampf zwischen Gut (dem Radfahrer) und Böse (den Menschen in den Dosen). Ich bewege mich in beiden Welten aber manchmal habe ich das Gefühl das einigen in der Fahrrad Bubble diese Selbstreflexion fehlt. @Karin

@bjoern
ich fahre alles vom Fahrrad bis zum LKW und gehe zu Fuß. Die meisten Stresssituationen verursachen in jedem dieser Fälle große PKW deutscher Oberklassemarken, dicht gefolgt von Kurier- Liefer- und Pflegediensten im PKW.

Da der Istzustand massive Schieflage zugunsten des Autos hat, wird jemandem, der wie wir alle in diesem Zustand sozialisiert wurde, ein Einfordern struktureller Gerechtigkeit zwangsläufig als einseitig contra Auto vorkommen.
@Thomas1108 @Karin

@jakob_thoboell @bjoern @Thomas1108 @Karin
Mir geht es genau so und meine Erfahrung im Straßenverkehr decken sich zu 100%. Mit einer erstaunlichen Ausnahme: Auf meinen Strecken waren die Amazon Lieferfahrzeuge solange sie fuhren fast vorbildlich. Zwar nicht immer 2 m Seitenabstand aber genügend. Haben die Vorgaben erhalten ihre Kunden nicht zu töten?