„Die Reichen haben kein Recht, keine Steuern zu zahlen“, sagt Ökonom @gabriel_zucman. Sein Vorschlag: 2 Prozent #Vermögenssteuer ab 100 Mio. Dollar. Warum diese Zahl Sinn ergibt und was das ändern würde: https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_101131254/elon-musk-jeff-bezos-und-co-oekonom-gabriel-zucman-fordert-reichensteuer.html
"Sie fürchten sich richtig davor": Star-Ökonom über Musk, Bezos und Co.

Bei Milliardären ist Gabriel Zucman nicht sonderlich beliebt, denn der Ökonom tritt vehement für eine Reichensteuer ein. Wie das gelingen soll, erklärt Zucman im Interview.

t-online

@teilenswert

Das Vermögen der Superreichen nimmt im Schnitt jährlich um 6 % zu. Logischer Steuersatz auf solche Vermögen - im Artikel geht es um solche die größer als 100 Mio $ oder € sind - wäre demnach mMn >6 %. Denn das Ziel muss sein, dass diese Vermögen schrumpfen und nicht lediglich weniger stark steigen, denn exponentielles Wachstum wäre es dann ja immer noch.

@hap Zucman konzentriert sich bei seiner Forderung auf das, was politisch realistisch sein könnte – baby steps und so. 🤭

@teilenswert

Was ja auch sinnvoll ist. Was wahrscheinlich vorher passieren müsste:

- Komplettes Verbot von Parteispenden von mehr als 1000 Euro im Jahr mit Strafandrohung bei Umgehung.

- Verbot privat finanzierter Medien und stattdessen ein Finanzierungsmodell, das nicht superreichen Einzelpersonen ermöglicht, die Themen nach Gutdünken zu setzen.

So ist es ein Kampf gegen Windmühlen.

@hap ja... zumindest steigt die Hoffnung auf eine Abänderung der Erbschaftssteuer
@hap @teilenswert Reicht wohl immerhin einen Krieg weiterführen zu können.
@teilenswert @gabriel_zucman Der verdammte Kommunismus zeigt uns ne lange Nase. Da können wir nur mithalten, wenn wir die Robotersteuer endlich einführen. Aber das wollen die Freunde von Merz ja nicht.

@teilenswert @gabriel_zucman @marcuwekling Wie bemisst man Vermögen? Der Staat tut sich ja schon beim Zugewinn von ETF schwer.

Ein Firmenanteil an Tesla ist ja erst etwas wert, wenn man ihn verkauft (so gesehen ist sogar Elon Musk ein armer Schlucker).

Besser: Erben ordentlich versteuern, Steuertricks wie Privatstiftungen verbieten, und Erbe auf X Millionen Euro deckeln. Alles darüber hinaus geht an den Staat.

@flx dann würde sich das Vermögen zu Lebzeiten aber ja dennoch fast ungebremst vergrößern – was schon in den letzten Jahren zu einer zunehmenden Machtkonzentration Einzelner geführt hat ...

@teilenswert Ja. Ich denke, wenn jemand eine gute Idee hat und sie vermarkten kann, soll er daran ordentlich verdienen. Von mir aus versteuert den Zugewinn ordentlich und schließt Schlupflöcher.

Ich will mit dem Konzept des Erbes an sich brechen - wenn man keine Dynastie aufbauen kann, wenn vom Reichtum nichts bleibt, dann hoffe ich, dass das auch den Fokus der Reichen verändert.

@teilenswert

@gabriel_zucman

100% ab 100 Mio

Milliardäre schaden jeder Gesellschaft

@teilenswert @gabriel_zucman

Man kann aktuell mit halbwegs geschickt strukturiertem Aktiendepot ungemanaged NACH aktuellen Steuern auf Aktiengewinnen in Deutschland etwa 4% Dividende und Kursgewinn erzielen.

Bei 2% Steuern würde also ein Vermögen von 100 Millionen je Jahr nur noch um 2% wachsen. Bei einer aktuellen Inflation von ca 1,7%, wächst die Kaufkraft also nur noch um maximal circa 0,3%, was bei 100 Millionen läppische 300.000 Kaufkraftzuwachs pro Jahr wäre.

Das wäre schon hart.

@Ann_Effes wie Zucman berichtet, werden die Steuern ja mit allen möglichen Tricks umgangen, sein Beispiel im Interview ist Bezos. Doch auch in Deutschland ist das Vermögen der Milliardäre in Deutschland allein im Jahr 2025 um ein knappes Drittel gewachsen. Das ist von steuerlicher Ungleichbehandlung bis Machtkonzentration schwerlich zu rechtfertigen.

(Quelle: https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/id_101029790/zahl-der-milliardaere-in-deutschland-steigt-so-viele-gibt-es-2025.html)

Deutschland, Heimat der Milliardäre: Warum die Superreichen hier in Europa führen

Fast 3.000 Menschen weltweit besitzen ein Vermögen von über einer Milliarde Dollar. Wie Erbschaften und Tech-Boom den exklusiven Kreis wachsen lassen und warum Deutschland in Europa führend ist.

t-online

@teilenswert

Alls bekannt und richtig.

Nur zur Sicherheit: Meine Anmerkung, dass das "hart" sei war ironisch gemeint, klar oder?

@teilenswert @gabriel_zucman
Bin sehr dafür diese Steuer wieder einzuführen
@teilenswert die sollen die 2% lieber annehmen, sonst werden sie ganz enteignet

@teilenswert @gabriel_zucman Da sind erstaunlicherweise auch einige aus dieser Gruppe dafür:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/reiche-steuer-oxfam-100.html

Davos: Hunderte Millionäre fordern mehr Steuern für Superreiche

Sie warnen vor gesellschaftlicher Spaltung und dem "Kauf von Macht": Zum Weltwirtschaftsforum in Davos haben 370 Millionäre und Milliardäre einen offenen Brief unterzeichnet. Sie fordern mehr Steuern für Superreiche.

tagesschau.de
@McGargle @teilenswert @gabriel_zucman auch Superreiche haben ein Interesse daran, die Kuh nicht tot zu reiten, die sie melken. Zumindest die Kleveren und die mit Moral...
@Knut @teilenswert @gabriel_zucman Ja, und keine kleine Zahl. Schaun wir mal...
@teilenswert @gabriel_zucman ich trete dafür ein Vermögen ab einer gewissen Grenze zu kappen da große vermögen schädlich für das Gemeinwohl sind
@teilenswert @gabriel_zucman lesenswertes Interview, danke fürs teilen

@teilenswert @gabriel_zucman Ja, diese einfache Frage habe ich auch:

Warum zahlen Grundbesitzer wie ich, mit einem selbst genutzten Haus, jedes Jahr Grundsteuer, während Besitzer von Vermögen dieses steuerfrei haben?

Und warum dürfen Vermieter diese Steuer auf ihre Mieter umlegen und damit dieser Abgabe ausweichen – zudem auf Kosten von in der Regel finanziell schlechter Gestellten?

@Ulan_KA und dann kommt noch dazu, dass man ab 301 Wohnungen alle steuerfrei erbt 🙈 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/immobilien-erbe-steuer-100.html
Immobilienerben: Wie Superreiche vom Fiskus verschont bleiben

Die Erben großer Wohnungsbestände in Deutschland werden steuerlich privilegiert, während sich viele kleinere Vermieter die Erbschaftssteuer kaum noch leisten können und zum Verkauf gezwungen sind. Darunter leiden Mieter.

tagesschau.de

@teilenswert das ist eh etwas, das für mich überhaupt keinen Sinn ergibt. Je größer ein Besitz, desto strikter müsste der Staat auf Gleichbehandlung achten.

Wenn ein Erbfall eintritt, müsste der Anspruch des Steuerbetrages *immer* an den Staat/Land/Gemeinde gehen, ggf. mit einer Rückkaufklausel für die Erben, wobei es für die öffentliche Hand ein Vorhaltepflicht von 10 Jahren und danach einem freien Verkaufsrecht von je 10% pro Jahr unterliegt.
Bei Immobilien sollte grundsätzlich die jeweilige Kommune, in der sie gelegen ist, den Erb-Anteil bekommen.