Es gab eine Anregung, die Frage nach #Geoengineering anders zu fassen.

Würdet ihr da bitte nochmal antworten?

Ich lehne Geoengineering insgesamt ab
40.1%
Entzug von CO2 wären für mich ok
51.3%
Einbringen von Stoffen in die Atmosphäre wären ok
2.3%
Solar-Abschirmung aus dem Weltraum wäre ok
6.3%
Poll ended at .

Vielleicht sollte man statt Geoengineering lieber "terrestrial Terraforming" sagen.

🤔

@AwetTesfaiesus
Eine sehr gute Zusammenfassung zu Punkt zwei (öffentliche Wahrnehmung) gibt es im letzten State of CDR Bericht. Das gesamte Report ist übrigens empfehlenswert und absolut unverzichtbar in unserem wissenschaftlichen Disziplin.

Ich wäre außerdem höchst interessiert, wie Kapitel 6 aussehen würde, wenn #fediverse statt #muskyboi im Fokus gewesen wäre....

https://static1.squarespace.com/static/633458017a1ae214f3772c76/t/665ed1e2b9d34b2bf8e17c63/1717490167773/The-State-of-Carbon-Dioxide-Removal-2Edition.pdf

@AwetTesfaiesus
das tun wir ja immer schon. Und werden wir auch weiter tun. Nur sollten wir da bei mehr die Auswirkungen aufs Erdsystem bewusst einkalkulieren.

@AwetTesfaiesus

"Terrestial Terraforming" betreibt die Menschheit schon ja seit dem sie auf der Welt ist. Schon die alten Sammler und Jäger haben ihr Terrain massiv umgestaltet.

Vielleicht wäre "Terraforming 2.0" oder "Purgatorial Terraforming" passender? Will sagen, eine Verdeutlichung der lethalen Wirkung des "Geopurgatoring"!

@AwetTesfaiesus Der Entzug von CO_2, so dieser energieeffizient und skalierbar wäre, wäre eine schöne Sache. Momentan sieht in diesem Bereich aber alles aus wie e-Fuel, riecht wie e-Fuel und schmeckt wie e-Fuel. Deshalb aktuell meine Ablehnung. Sollte die Wissenschaft dort eines Tages zu guten Lösungen kommen, gern. (z.B. ist ja auch das Pflanzen von Wald in diesem Sinne Geoengineering, aber sicher nicht gemeint)
@drdelle @AwetTesfaiesus Man sollte genauestens verstehen, was man da tut, bevor man damit rumspielt, sonst treibt man den Teufel mit dem Beelzebub aus.
@AwetTesfaiesus Prinzipiell wäre CO2-Entzug aus der Atmosphäre nicht verwerflich, Pflanzen tun das ja jeden Tag, aber ökonomisch ist es halt unsinnig. Deswegen habe ich mit Gesamtablehnung gestimmt.

@holgero @AwetTesfaiesus

Man darf ja nicht vergessen wo das CO2 herkommt:

aus einer exothermen Reaktion mit der wir hier immer noch große Teile der Wirtschaft und Welt antreiben. Und der Rückwärtsgang ist endotherm und zwischendrin will die Thermodynamik ihren Tribut bezahlt sehen, sondern könnten wir Perpetuum mobile bauen.

Also ist die Vermeidung/Verminderung von CO2-Eintrag erst mal ganz oben auf der Liste.

Und bei irgendwelchen Methoden im Dunstkreis Carbon-Capture stellt sich immer IMHO die Frage bringt die dafür reingesteckte Energie wirklich etwas?

Verpresstes CO2 ist immer noch CO2 und eben nicht C + O. Im Einzelfall kann das sinnvoll sein (industrielle Prozesse wo sehr viel CO2 anfällt, aber weiterverarbeitet werden kann), aber nicht allgemein.

@AwetTesfaiesus ich will Mal kurz betonen, dass wir zwar bis 2045 CO2 neutral werden möchten, aber langfristig müssen wir CO2 negativ werden.
Deshalb sind natürliche senken unglaublich wichtig. DAC kann dazu einen Beitrag leisten, aber sollte es nur dort tun, wo Emissionen nicht vermeidbar sind.
⬇️
@AwetTesfaiesus Und zum Thema Abschirmung von Solarstrahlung im All:
Das ist so selten dumm, weil dadurch sowohl natürliche Prozesse wie die Photosynthese gehemmt werden und Photovoltaik auf der Erde weniger Effizient wird, heißt die Natürliche Senkung von CO2 wird gehemmt und die simpelste CO2 ärmste Methode Strom zu erzeugen wird weniger effizient.
@AwetTesfaiesus @slowmorris
Erinnert mich etwas an Marc Elsbergs Roman "Celsius" (Kampf um die Macht über das Weltklima unter Beibehaltung der klimaschädlichen Wirtschaftsprozesse)

@slowmorris

Genau das! Energieaufwändig CO2 entziehen ist Quatsch, aber die natürlichen Wege, u.a. auch Vernässung der Moore, müssen wir nutzen, weil das CO2 wieder aus der Atmosphäre muss.

@AwetTesfaiesus

@AwetTesfaiesus Für mich wären alle drei okay, solange sie

* nicht von anderen Maßnahmen – „natürliche“ CO₂-Senken, Energie- und Verkehrswende, Anpassung an jetzt schon unvermeidliche Änderungen – ablenken oder diese gar ersetzen und

* mit einer vernünftigen Risiko-Abschätzung, Tests, sorgfältiger und unabhängiger wissenschaftlicher Begleitung durchgeführt werden.

@AwetTesfaiesus
Die CO2 Speicherung wird angeblich auch von eigentlich ablehnenden Klimaforscher:innen als Übergangslösung zähneknirschend akzeptiert, weil die Lage gerade so ist wie sie ist.
Ich habe entsprechend mit Bauchggrummeln gestimmt.
@AwetTesfaiesus Ich bin kein Anhänger großtechnischer Verfahren zum CO2-Entzug, aber bspw. Wieferaufforstung und Wiederherstellung von Ökosystemen unterstütze ich

@AwetTesfaiesus Also Geoingenieering im Sinne von porösen Objekten auf ein Feld zu streuen wäre ich vollkommen okay mit (vgl. Aktivkohle oder Asche aufs Feld kippen).

CO2 in ein Gestein zu pressen, dass durch chemische Reaktionen das CO2 bindet, wäre ich auch okay mit - passiert ja in der Natur auch, nur langsamer.

Aber keine Aerosole.

@AwetTesfaiesus Mir fehlt aktuell jeder Optimismus irgendetwas Richtung Klimanetralität hinzubekommen.

Auf dem Land werden selbst Biberburgen illegal entfernt weil es irgend jemanden nicht passt

@Skeptiker @AwetTesfaiesus

Wenn du den Leuten keine Zukunft anbietest, werden sie ihr Heil in der Vergangenheit suchen?

@guy_bockamp @AwetTesfaiesus Wie meinst du das?
@Skeptiker @AwetTesfaiesus das bezieht sich darauf, dass Optimismus Grund und Anlass braucht. Dafür taugt eine positive Vision
Auf Spurensuche | ARD Wissen: Kampf ums Klima · Was, wenn jemand die Sonne abdunkelt? - hier anschauen

In einigen Ländern der Erde ist der Wettlauf um die beste technische Antwort auf den Klimawandel bereits gestartet. Doch wie viel Konfliktpotenzial birgt Geoengineering, wenn Menschen versuchen, Wetter und Klima zu beeinflussen? Wissenschaftsjournalistin Lena Ganschow begibt sich auf Spurensuche. In Abu Dhabi ist Wettermachen kein Wunschdenken mehr, sondern längst ein Regierungsprogramm. Die Vereinigten Arabischen Emirate gehören zu den trockensten Ländern der Erde. Am Nationalen Zentrum für Meteorologie beschränkt man sich nicht darauf, diesen Zustand zu beobachten. Im Gegenteil: Hier wird täglich nach Wolken Ausschau gehalten, die man auswringen kann, um dem Himmel etwas mehr Regen abzutrotzen. 'Cloud Seeding' nennt sich die Technik, bei der Salzpartikel in die Wolke gesprüht werden, um Regentropfen zu erzeugen. Dass Geoengineering auch eine sicherheitspolitische Komponente haben kann, zeigt schon seine Geschichte. Von 1967 bis 1972 etwa versprühte die US-Airforce während des Vietnamkrieges im Rahmen der geheimen Operation 'Popeye' täglich Blei- und Silberjodidpulver in Monsunwolken. Ziel war es, die Regenfälle zu verstärken, um die Nachschublinien des Vietcongs auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad zu unterbrechen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bezweifeln allerdings, ob die Methode wirklich wirksam ist. Denn Wolken sind komplex und im Detail noch nicht gut genug verstanden, wie ein Besuch auf der Schweizer Forschungsstation Erisiwil zeigt. Nicht nur für die Klimaforschung, auch für das Militär ist Geoengineering längst ein Thema. Annika V. vom Dezernat für Zukunftsanalyse der Bundeswehr zeigt verschiedene Szenarien, in denen Geoengineering auch zum Konfliktfaktor werden könnte. Ähnlich wie im Weltraum gibt es auch hier 'Dual Use'-Komponenten, also Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind. Immer wieder hört man die Forderung nach politischer Regulierung. Aber warum eigentlich? Der Politologe Stefan Schäfer vom Helmholtz-Zentrum in Potsdam befasst sich seit seiner Promotion mit Geoengineering. Er führt uns vor Augen, wie weit die politischen Forderungen der Wissenschaft mit den politischen Realitäten auseinanderliegen.

@AwetTesfaiesus Schwierig so zu beantworten:

Geoengineering indem man Wälder wieder herstellt, Brach und Ackerflächen in Naturwald umwandelt, 50% aller Parkplätze mit Bäumen bepflanzt; damit habe ich kein Problem.

Geoengineering bei dem Energie, die wir besser dafür benutzen könnten klimaintensive Industrien zu elektrifizieren, eingesetzt wird um CO2 der Luft zu entziehen macht für mich wenig sinn.

Solarabschirmung und Stoffe sind Science-Fiction-Experimente.

@AwetTesfaiesus Habe abgestimmt in der Gewissheit nicht kompetent genug zu sein. Dafür habe ich die Politik die über ein Gremium zur Entscheidung kommt. Ich habe mich in einem Bürgerentscheid meiner Kommune falsch entschieden ( so wie die Mehrheit). Erst nach intensiver Einarbeitung konnte ich meinen Fehler erkennen, zu spät.
@AwetTesfaiesus Auch wenn wir ggf. einmal um CO2-Entnahme nicht herumkommen werden, habe ich hier für "lehne Geoengineering vollständig ab" votiert, weil es derzeit wissenschaftlich von den potenziellen Entnahmemengen sowie den Unsicherheiten bzgl. möglichst dauerhafter Einlagerung noch so viele Fragezeichen gibt und keine ernstzunehmende Option ist. D.h. die Diskussion darum ist viel zu oft eine #Scheinlösung, um die tatsächlich real exisiteirenden Lösungen #Effizienzwende #Suffizienz #EreneuerbareEnergien-Ausbau zu blockieren. Wenn einmal genauso viel Aufwand finanziell und personell in die #Suffizienz-, #Effizienz- und #Konsistenz-Strategie gesteckt wird, wie in vermeintliche (idR technische) End-of-Pipe-Rettungsoptionen, dann können wir auch über CO2-Entnahme sprechen. #Actthefucknow #Klimakrise #Klimakatastrophe
@AwetTesfaiesus Ich lehne das strikt ab. Zum einen, weil wir da in ein komplexes System eingreifen, das wir gerade einmal im Ansatz und dessen Verzahnung mit anderen Systemen wir gar nicht verstehen. Da können wir nur mehr kaputt machen als heilen.
Zum anderen, und das ist elementar, kennen wir die Lösung für die Probleme seit Jahrzehnten! Jetzt an der Atmosphäre herumfrickeln, weil wir zu gierig und zu dumm sind, konsequent entsprechend unseren Erkenntnissen zu handeln, ist noch viel dümmer!
@AwetTesfaiesus also diese Umfrage ist deutlich ungenauer als die vorherige. Ich kann da nicht drauf antworten...
@AwetTesfaiesus
Es gibt eine Jahrmillionen alte Technik, um der Atmosphäre CO2 zu entziehen. Also Geoengineering ist komplett abzulehnen.
@Mons1serrata
@AwetTesfaiesus Ich lehne das deshalb ab, weil es ein Ablenkungsmanöver ist, genau wie CCS. Um Größenordnungen aufwändiger und weniger wirksam, als einfach nachhaltige Energie- und Verkehrspolitik zu machen. Bin frühestens dann bereit, darüber zu diskutieren, wenn die Generation Merz-Reiche-Spahn-Söder ausgestorben ist und wir 10 Jahre lang keinen Bundesverkehrssaboteur von der CSU mehr hatten. Bis dahin bleibt das alles greenwashing und intellektuelle Nebelkerze.
@AwetTesfaiesus Wenn ich das richtig einschätze, ist von den aufgeführten Maßnahmen fürs Geoengineering momentan nur CCS ansatzweise richtig erforscht. Insgesamt wäre vor Schnellschüssen eine sorgfältige Technikfolgenabschätzung erforderlich. CCS könnte ich daher mit Vorbehalt bei CO2-Emissionen zustimmen, die sich durch Einsatz von Erneuerbaren technisch nicht vermeiden lassen (tlw. Zementherstellung und Müllverbrennung). Nur absolut nachrangig! Deshalb habe ich in der Umfrage CCS zugestimmt
@AwetTesfaiesus
Mir fehlt da ein:
Nachweislich unbedenkliche Anwendungen wären für mich ok“
Grundsätzlich einzelne Gebiete ok zu finden oder abzulehnen ergibt für mich keinerlei Sinn.

@AwetTesfaiesus Ich bin froh dass das Thema angesprochen wird, aber ich möchte dafür plädieren, es nicht als „Meinungsfrage“ zu behandeln.

Zunächst sollte geklärt werden, worum es eigentlich geht (ein weißes Dach ist kein Geoengineering, die Manipulation der Stratosphäre oder des Ozeans hingegen schon).

Meine nächste Frage ist, ob irgendjemand von denen, die eine groß angelegte Manipulation der Stratosphäre oder des Ozeans befürworten, die langfristige technisch-finanzielle Machbarkeit der Eingriffe über viele Jahrzehnte hinweg nachweisen kann (das können sie nicht, es geht um mindestens ein Jahrhundert, im Falle eines Abbruchs vor dem "Ausschleichen" drohen unbeschreibliche Konsequenzen).

Erst wenn dieser Punkt wiederlegt ist, könnte man sich fragen, ob diese Eingriffe ohne schwerwiegende und unkontrollierbare Nachteile für große Teile der Weltbevölkerung realisiert werden können (Spoiler: Das können sie nicht).

Es ist eigentlich nicht unsere Aufgabe, diese Fragen zu den Risiken überhaupt zu stellen. In allen anderen Bereichen der Technik sind diese natürlich vorgeschrieben.

Weitere Informationen hier https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/chapter/chapter-4/ und natürlich auch hier https://www.solargeoeng.org/ @solargeoeng

Chapter 4

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@AwetTesfaiesus Marc Elsberg schildert in seinem #Thriller Celsius eindrücklich, was passieren kann, wenn die kapitalistische Staatenkonkurrenz beginnt, sich mit #Geoengineering zu beschäftigen.
Ein sehr empfehlenswertes #buch
#buchtipp

@AwetTesfaiesus
Wenn wir irgendwie das Fortschreiten der Klimakatastrophe aufhalten wollen, müssen wir aufhören CO2 zu emittieren und anfangen das bereits seit Jahrzehnten emittierte CO2 aus der Atmosphere zu holen und sicher zu speichern. Das kann langfristig über Biomasse funktionieren, also indem man Fläche aufforstet und bewaldet lässt. Aber realistisch sehe ich das im industriellen Maßstab.

Und ja, da kommt es dann nicht drauf an, dass das enegieeffizient ist oder billig. Es muss dauerhaft nachhaltig passieren. Die Kosten dafür sind der Preis, den wir Menschen zahlen müssen für die Jahrzehnte der Sorglosigkeit.

Wenn das zu teuer ist, ist das ok. Dann muss man halt lernen mit den Kosequenzen zu leben. Ich kann mir kein Messer in den Hals rammen und dann jammern, dass ich sterbe. Und zum Chirurgen sagen seine Lösung sei zu teuer und zu unbequem. Also kann ich schon, ist aber halt dumm...