Ich hatte eine Anzahl Kabel, die deutlich größer als zwei ist, bestellt. Und Schalter. Und Lötzinn. Und...
Kommt auch alles noch, aber die 5€ Versandpauschale dürften bei dieser Bestellung nicht allzu profitabel gewesen sein.
Heute drei Pakete:
- ein (1) Kabel
- ein (1) Kabel und zehn Lötleisten
- 48 Schienenverbinder
Wenn ich zehn Cent bekäme für jedes Mal, wo ich mir im Verlauf des Modellbahnbaus eine besondere Methode ausdenke, wie ich bei [Arbeitsschritt] ein möglichst gutes Ergebnis erzielen kann, stolz @flyingtomoon mein Ergebnis zeige und meine Methodik erkläre, und sie dann relativ unbeeindruckt erwidert, "Ja, das ist wie man [Arbeitsschritt] macht", hätte ich zwanzig Cent. Nicht viel Geld, aber spannend, dass es schon zwei Mal passiert ist.
Ja, sie hatte Werkunterricht in der Schule und ich nicht.
Hätte schon vor zwei Wochen passieren können, wenn ich nicht die Roco-Digitalbox beim ersten Versuch gegrillt hätte... die mochte es nicht so, dass ich versehentlich den Trafo an die Kabel, die eigentlich zum Gleis gehen sollen, angeklemmt hab.
Den Trafo nehm ich jetzt einfach für die Weichenantriebe, und für die Züge selbst konnte ich für kleines Geld eine Märklin MobileStation bekommen. Nur leider vom langsamsten Ebay-Verkäufer unter der Sonne. Deshalb dauerte das ein bisschen.
Dieses Peco-Gleis zu verlegen ist eine elende Fummelei. Flexgleis zurechtschneiden, Kabel dranlöten, Löcher für Weichenantriebe (die für polarisierte Herzstücke teilweise erforderlich sind!) bohren, lose Extraschwellen unter Schienenverbinder legen, neben Weichen Schwellen mit dem Skalpell zurechtschneiden...
Aber es ist es halt wert, ne? Guckt euch allein mal die DKW an!
Ich denk mir bloß vor jeder Tätigkeit erst "ohje, das wird jetzt der schwierigste Teil, da hab ich Angst vor" und dann "ajo, das geht ja eigentlich" und dann "mit bisschen Routine ist das echt ganz einfach, aber das nächste wird jetzt der schwierigste Teil, da hab ich Angst vor".
Aktuell ist Gleise und Weichen verlegen echt ganz einfach, und Weichenantriebe einbauen (die müssen über Kopf von unten an die Platte dran, und zum Umpolen der Herzstücke halt präzise!) wird der schwierigste Teil und ich hab Angst davor.
Ich hatte mich ja erst beschwert, wie viel Arbeit die Gleise machen. Nun aber, fairerweise: es ist Arbeit, die mir wirklich Spaß macht. Ich kann mich da echt den ganzen Nachmittag drin verlieren.
Nur jetzt künftig nicht mehr, denn die Gleise liegen jetzt tatsächlich alle!
Und ihr wisst ja: als nächstes kommt der schwierigste Teil...
Wenn ihr ein paar Wackeligkeiten in der Gleislage seht... dann ist das nur vorbildgerecht. Schon mal längs eines Bahngleises durch ein Teleobjektiv geguckt? Sieht gruselig aus.
(Dass die Nägel noch so weit rausstehen, soll aber natürlich nicht sein -- ich hatte heute nur echt keine Lust mehr, die ganz einzuschlagen.)
Eine V100 ist für so eine Nebenbahn halt echt keine optionale Maschine. Aber ich wollte eh schon länger eine zweite haben, also wurde das jetzt einfach vorgezogen.
Und der Schienenbus, das ist auch eine lustige Geschichte...
Und zwar hat dieses Ding seit bestimmt fast zehn Jahren nicht funktioniert. War mir dann auch egal, weil besonders gut lief er vorher schon nicht. Stromaufnahme war immer schlimm. Aber als ich bei der V100 eh schon bei Diagnoseversuchen war, hab ich auch den mal wieder angeschaut. Nichts gefunden... aber trotzdem mal aufs Gleis gestellt, "falls in der Zwischenzeit ein Wunder passiert ist".
Fuhr sofort los. Und besser als je zuvor auch noch! Ich kann's mir nicht erklären, aber ich freu mich sehr. Das Ding ist aus meiner Modellbahn-Erstausstattung; ich hab ihn zu Weihnachten von meinen Großeltern bekommen.
Mal schauen, ob es mir beim dritten Versuch gelingt, die richtige gelbe Litze zu kaufen.
Zuerst war die, die ich wollte, nicht vorrätig, und die, die ich stattdessen gekauft habe, stellte sich als quasi unmöglich zu löten heraus.
Beim zweiten Mal hab ich versehentlich den falschen Querschnitt genommen -- nicht schlimm, 0,25 mm² zu viel werden dem Strom nicht weh tun -- und ca. anderthalb Meter zu wenig.
Das Bahnhofsgebäude, das ich mir ausgeguckt habe, hat sein Vorbild zum Beispiel auch an einer Badischen SWEG-Nebenbahn.
(Zu meinem Bahnhof fährt aber die Bundesbahn)
@moritzkraehe Das macht in der Tat nur Sinn, wenn man ganz neu anfängt.
Richtig sinnvoll wäre es vermutlich für eine Gartenbahn.
@partim @moritzkraehe gibt's. Sowohl LGB, als auch die diversen Schmalspurgrößen. Ist ja im Vergleich zu dem was sonst in der Größe an RC gibt echt trivial. Ein kanal für motorsteuerung, der rest ist schon Bonus.
In HO gibt's afaik ferngesteuerte Straßenfahrzeuge.
@nilspickert Ich glaub für meine Zwecke ist das Ding bisschen mit Kanonen auf Spatzen schießen, oder? Ich will ja nur eine Lok auf einmal in Bewegung haben, die paar Weichen werden analog geschaltet, und mein Regal ist zu klein, als dass mir drahtlose Handregler (was für welche gingen mit dem Gerät denn eigentlich?) was bringen würden.
Und die MobileStation sollte deutlich schwieriger zu grillen sein als die uralte Roco-Box; dass sich da die Anschlüsse (weil halt alles nur Kabelklemmen) so vertauschen lassen, war halt unklug...