Ich würde mir ja eine App wie bei #Meshtastic / #Meshcore für #APRS wünschen.

Also eine Möglichkeit, einfach und komfortabel über Bluetooth am Smartphone Nachrichten zu schreiben und zu lesen, die dann durch den #Amateurfunk-Transceiver ausgesandt und zwischengespeichert werden.

Ich denke, eigentlich müsste man dafür nur einen ESP32 so programmieren, dass er das Meshtastic/Meshcore-Bluetooth-Protokoll spricht, das ganze Knotenmanagement macht und dann über normales #AX25-#KISS-#PacketRadio mit einem Transceiver spricht. Zumindest Meshtastic hat bereits einen #HamRadio-Mode, in dem die Verschlüsselung deaktiviert wird, somit sollte auch regulatorisch dem nichts entgegen stehen.

Denn, ohne jemandem auf die Füße treten zu wollen, am Spruch "Life is too short for QRP" ist schon was dran. Nachrichtenaustausch mit Signalen knapp über der Grasnarbe kann unglaublich frustrierend sein.

Ich habe schon länger das #Reticulum Netzwerk [1] auf dem Zettel, weil das auch Datenaustausch über #PacketRadio (#AX25, #KISS) verspricht [2].

Sieht leider so aus, als wenn die Software im #Amateurfunk nicht legal einsetzbar ist:
"It is not possible to send unencrypted packets to any destinations in the network" ([1])

Die Entwickler scheinen auch ziemlich klar darin zu sein, dass sie jegliche Workarounds wie das Abschaltbar-machen der Verschlüsselung oder das Veröffentlichen der privaten Schlüssel nicht unterstützen werden. [3]

Schade.

[1] https://reticulum.network/
[2] https://reticulum.network/manual/interfaces.html#kiss-interface
[3] https://github.com/markqvist/Reticulum/discussions/399

#HamRadio

Reticulum Network

@ls

Wäre das nicht einfach ein Packet Radio Client auf einem ESP32?

Merry Xmas to come and vy 73 DL4QY

#hamradio

@kresse Jein. Die Bedienung soll über eine Smartphone-App erfolgen, weil sich damit deutlich bequemer schreiben lässt als an einem ESP32 oder einem Transceiver, selbst mit Touchscreen.

Allerdings hat man ein Smartphone üblicherweise in der Hosentasche, während ein Transceiver nur begrenzt mobil ist. Wobei eine Smartphone-App vermutlich direkt über Bluetooth mit einem #APRS-fähigen Handfunkgerät wie dem Kenwood TH-D75 o.ä. sprechen könnte. Damit wäre die Reichweite allerdings auch eher begrenzt.

Daher denke ich eher an einen ESP32 an einem Mobilgerät mit TNC, der aber soweit eigenständig ist, dass Nachrichten auch empfangen, zwischengepuffert und weitergeleitet werden wenn das Smartphone gerade nicht in Bluetooth-Reichweite ist.

Außerdem fehlt normalem #PacketRadio / APRS der Mesh-Aspekt, also dass sich automatisch ein selbstorganisierendes Netzwerk mit effizientem Routing bildet um Nachrichten auch weiterzuleiten. Das geht also möglicherweise auch ein wenig in Richtung der Betriebsart ALE, bei der Knoten Tabellen aufbauen, welche Station sie wie erreichen können.

Aktuell ist das alles noch eine spontane Idee. Die genauen Details muss ich mir noch überlegen.

@ls Okay, also:
- Senden via Mobil/Stationsgerät-Modem (oder Audio als Fallback)
- ESP32 als Client/Room(vgl MeshCore)
- optimiertes Auto-Routing mit Bestätigung und Neighbour-Anzeige
- Handy-App mit Zugriff via BLE ESP32
(wie der Meshtastic Stack)

Cooles Projekt!

@ls Meinst Du soetwas wie APRSdroid? https://www.aprsdroid.org/
APRSdroid - APRS for Android

APRS (Automatic Packet Reporting System) app for Android: find friends, send messages, locate repeaters

@DL6PL Nein, denn damit braucht man eine ständige Verbindung zum Transceiver, ansonsten gehen u.U. Nachrichten verloren.

Ich habe meine Idee gerade unter https://social.lsnet.eu/@ls/115757551712653795 noch etwas näher erläutert.

@ls Du könntest ein Funkgerät mit TNC in Kombination mit APRSdroid nutzen, dann werden in der Zwischenzeit empfangene Nachrichten zumindest auf dem Gerät gespeichert. IIRC gibt es aber keine TNC-Befehle, die einen auf die gespeicherten Nachrichten zugreifen lassen, man müsste dann also händisch auf dem Gerät nachschauen. (Zumindest bei meinem TH-D72)
@ls Also ja, am besten wie du geschrieben hast einen ESP32 oder irgendwas anderes an den TNC hängen, um Nachrichten zu puffern und die dann asynchron auslesen zu können.

@DL6PL Soweit ich APRSdroid verstehe, wird der TNC im KISS-Modus angesprochen. Damit wird der TNC mehr oder weniger zum dummen Modem degradiert (daher auch der Name), das dann auch keine Daten mehr zwischenspeichern kann.

Im Hostmode wäre das anders, allerdings sind die Speichermöglichkeiten dort ebenfalls sehr begrenzt und das größere Problem ist, dass jeder TNC im Hostmode leicht andere Befehle verwendet. Neuere Geräte unterstützen auch nur noch den KISS-Mode. Der TH-D72 hat soweit ich mich erinnere noch einen Hostmode, beim TH-D75 wurde er dagegen schon gestrichen.

@ls Meshcom ist von Funkamateuren LoRaWAN im 70 cm Band.

@m Habe ich schon von gelesen, 70cm wird allerdings leider von meiner LoRa-Hardware nicht unterstützt. Und ich befürchte, dass dort noch weit weniger los ist.

Aktuell werde ich wohl bei APRS bleiben.

@ls Das letzte Wort ist bestimmt noch lange nicht gesprochen. Vielleicht findet die Idee eine Umsetzung.
@ls @dk7lst Aus meiner Sicht gibt es diese App bereits. Für IOS nutze ich da z. B. die App aprs.fi. Damit es möglich, eine Bluetooth TNC Verbindung zu den Funkgeräten Kenwood TH-D75 oder auch VGC 76 aufzubauen und dort auf der App APRS Nachrichten zu schreiben und die via Funkgerät zu versenden. Die App kann auch noch mehr.

RE: https://social.darc.de/@DL6PL/115757526410107293

@dl2ul Das ist dann so ähnlich wie APRSdroid, siehe diesen Thread wieso ich das nicht für geeignet halte:

https://social.lsnet.eu/@ls/115757562155397711

@ls ok, das ist eine Fehlerquelle. Ich habe allerings genau so schon TNC Betrieb gemacht. Es ist eine Option.
@ls Was wäre mit MeshCom4 ?
https://icssw.org/meshcom/
MeshCom 4.0 – Institute of Citizen Science

@hb9wnm MeshCom ist auch interessant und habe ich auch auf dem Zettel, meine LoRa-Hardware unterstützt allerdings kein 70cm-Band und ich befürchte, dass dort noch weniger los ist.
@ls Auf 70cm ist viel los in .dl, hier in hb9 leider nicht
@hb9wnm Hmm, ein Blick auf die Node-Karte lässt mich daran eher zweifeln. Das scheint auch in Deutschland regional sehr unterschiedlich zu sein. 🤔
@ls @hb9wnm MeshCore scheint mir vornehmlich ISM868 zu sein, für Meshtastic hatte ich mir eine 70cm-Node gekauft (allein schon wegen meiner 70cm-Dachantenne).

@hennichodernich @ls Meshtastic ist auch auf 868 MHz, MeshCore4 ist „ausschliesslich“ auf 70cm wie LoRa APRS auch.

Langsam wird es verwirlich mit den vielen Mesh Varianten :-)

@hb9wnm @ls Das mit Meshtastic ist mir bekannt, MeshCore4 war mir allerdings neu.

EDIT !
@hennichodernich @ls
MeshCore4 ist natürlich falsch ! Das ist MeshCom4 - es gibt zuviele Mesh ;-)
MeshCom4 ist die AFu „only“ version, mit mehr Leistung usw.
Vernetzung wo möglich via HAM-Net.

Hier sind die normalen Nodes Mesh fähig und vernetzen sich, die Gateway sind mit dem Internet/HAM-Net verbunden um Löcher im Mesh zu stopfen.

https://icssw.org/meshcom-4-0-anleitungen/

MeshCom 4.0 Anleitungen – Institute of Citizen Science

@ls Im zusamenhang das ich hier in JN47jl niemanden höre. Habe ich heute einen Solar Repeater für Meshtastic (weil mein Solar repeater für MeshCore sauber läuft) gesucht. Wollte den umflashen auf MeshCom.
Aber nichts gefunden ... die D4 sind nicht mehr lieferbar und die D5L finde ich nur mit 868 MHz modulen.
Möchte nur was fertiges kaufen, weil wenn was fehlt ist es doof das zu finden.

Wer weiss was ?

#MeshCore #meshcore4 #Amateurfunk #AFu

@hb9wnm Ich denke, Du musst die Frage noch mal mit Public-Sichtbarkeit posten, ansonsten funktionieren die Hashtags nicht. 🤔
@ls hm, schreibe es wohl neu 😉
@ls
Sorry, dass ich dich die ganze Zeit nerve, aber was ist denn APRS? Ist das sowas wie Meshtastic für den Amateurfunkbereich?

@Sherlock_Homeless Du nervst nicht, frag was Du wissen möchtest... 😀

APRS (https://de.wikipedia.org/wiki/Automatic_Packet_Reporting_System) hat Ähnlichkeiten zu Meshtastic, ist aber schon deutlich älter.

Man kann darüber seine eigene GPS-Position verschicken (unter https://aprs.fi/ kannst Du auf einer Karte schauen, wer bei Dir in der Gegend so unterwegs ist), Textnachrichten versenden und empfangen, aber auch virtuelle Wegweiser und Positionsmarken setzen, z.B. für Repeater oder zu einem Fieldday.

Fieldday nennt man, wenn sich Funkamateure auf einem Acker (meistens eher Campingplatz) treffen, um in der Natur, entfernt von den Funkstörungen der Großstadt, zusammen zu funken (manchmal auch um an Wettbewerben telizunehmen).

Ich habe z.B. mein Funkgerät so eingestellt, dass es alle 10min einen Hinweis sendet, auf welcher Frequenz ich mich gerade befinde. Wenn mich jemand sucht, kann derjenige dann einfach auf diese Frequenz wechseln und eine Sprechfunkverbindung aufbauen.

Ein großer Vorteil von APRS ist, dass man theoretisch die volle legale Leistung der Amateurfunk-Station verwenden darf (in Deutschland bis zu 750 Watt - eine Sendeleistung, die Nicht-Funkamateure nur von ihrer Mikrowelle kennen 😀). In der Praxis kommt man mit deutlich weniger aus, ich sende eigentlich nie mit mehr als 5 Watt. Die Verbindungen mit APRS sind also deutlich stabiler und weitreichender als normales Meshtastic & Co.

Wobei im Amateurfunk auch zunehmend LoRa verwendet wird, sowohl mit Systemen wie MeshCom als auch im Sinne von APRS-über-LoRa.

Ist ein weites und spannendes Feld. 😀

Automatic Packet Reporting System – Wikipedia

@ls
Okay, hört sich spannend an. Gibt's das auf allen Amateurfunkbändern oder nur für ausgewählte? Und braucht man dafür extra Hardware? Plane nämlich bald Klasse N zu machen und fände sowas spannend, wenn ich schon etwas Erfahrung gesammelt habe.

@Sherlock_Homeless Die übliche Frequenz ist 144.8 MHz, das ist das Zentrum, das z.B. auch über aprs.fi auf der Karte sichtbar wird. Aber im Prinzip geht APRS auf jeder Frequenz mit genügend Bandbreite (für Kurzwelle ist klassisches APRS nicht geeignet, dafür gibt es optimierte Verfahren).

Es gibt Funkgeräte, die APRS inkl. GPS direkt eingebaut haben, die funktionieren dann auch komplett ohne PC. Klassisches APRS ist sehr simpel und funktioniert im Grunde mit jedem FM-Funkgerät (es werden immer nur 2 Töne gesendet - AFSK nennt sich das).

Früher hat man dafür einen TNC (https://de.wikipedia.org/wiki/Terminal_Node_Controller) verwendet, das kann man sich wie ein Modem zwischen PC und Funkgerät vorstellen. Heutzutage kann man das auch alles in Software lösen und das Funkgerät einfach an die Soundkarte anschließen.

Mit Apps wie APRSdroid (https://aprsdroid.org/) geht das auch mobil ohne PC über ein Android-Gerät. Ebenso gibt es Standalone-GPS-Tracker, die ein sendefertiges NF-Signal rausgeben. Das kommt immer ein wenig drauf an, welche Features man nutzen möchte, insbesondere ob man nur senden oder auch empfangen (für Textnachrichten wichtig) möchte.

Es gibt im Internet Web-SDR, also Webseiten mit denen man Frequenzen empfangen kann. Damit solltest Du auch ohne Hardware Signale empfangen und mit passender Software dekodieren können.

Terminal Node Controller – Wikipedia