Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

Schon 2017 (!) erwarb ich 1 französisches #Elektroauto (Zoé - Kleinwagen) & habe es nie bereut. Inzwischen werden weltweit täglich 30 Tsd+ #EAutos zugelassen, während deutsche #Autokonzerne & Zulieferer nach langem, sog. #ShareholderValue Tausende entlassen. Hohe Dividenden & Manager-Boni waren ihnen wichtiger als Investitionen in #Elektromobilität. Die auch volkswirtschaftlichen Schäden dieser #Deindustrialisierung sind enorm. 🚙🤔🔥 https://www.merkur.de/wirtschaft/elektroautos-deutschland-autoindustrie-ferdinand-dudenhoeffer-e-mobilitaet-zr-93989240.html

Untergang der deutschen Autoindustrie? „Stromkonzerne sägen den Ast ab“

Ohne günstigen Strom für Elektroautos bleibt die Industrie in Deutschland auf der Strecke, warnt „Autopapst“ Dudenhöffer. Die Politik müsse endlich handeln.

@BlumeEvolution der neue CLA EQ von Mercedes ist ein geniales E-Auto in jeder Hinsicht, auch der neue GLC EQ. EQS und EQE sind ebenfalls (bis auf das alles entscheidende Design💩) super Produkte. Ich wäre in meinem Urteil nicht so hart, obwohl ich selbst persönlich von dieser Misere betroffen bin. Was uns am meisten weh tut - und da ist deine Analyse zwar nicht ganz falsch, greift aber etwas zu kurz - ist die fehlende konkurrenzfähige Batteriezellproduktion in der EU.
@heinerme
nun, wer immer noch 12 qm große, 2 to schwere Geschosse baut, um durchschnittlich 1.2 Personen zu bewegen, kann schwerlich als 'genial' bezeichnet werden...
@BlumeEvolution
@jakob_thoboell @BlumeEvolution
1. die Geschosse wiegen mehr als 2 Tonnen - und das ist kein Problem
2. die Alternative wird in unserer realen Welt nicht funktionieren und ist keine zukunftsträchtige Lösung - es sei denn, wir sterben als Menschheit aus. Aber das ist doch auch keine Lösung.

@heinerme @jakob_thoboell @BlumeEvolution

Für den Preis von nem Mercedes E-CLA kriegt man zwei Renault 5. Und selbst der ist in der realen Welt für viele Menschen noch zu teuer.

Über 8 Mio. Menschen verdienen weniger als 14€ die Stunde. Und gleichzeitig subventionieren wir über Steuerabschreibungen und direkte Förderungen Luxusautos weil die sonst kaum wer kaufen würde. (1/3 der PKW-Neuzulassungen sind in DE Firmenwagen. Bei E-Autos dürfte der Anteil noch grösser sein.)

@billiglarper @jakob_thoboell @BlumeEvolution was sollen wir jetzt machen? Ehrliche Frage.

@heinerme
- OPNV ausbauen und finanziell unterstützen (vergleiche mal Dienstwagenprivileg und D-Ticket)
- externalisierte Folgekosten des PKW-Verkehrs auf die Fahrzeughalter umlegen (150 mrd. Schaden am Sozialstaat pro Jahr...)
- Rad- und Fuß-Infrastruktur ausbauen.

Das nützt sowohl all den Menschen, die nicht privilegiert sind, Autos zu besitzen, als auch allen, die wirklich aufs Auto angewiesen sind, weil die Staus weniger werden...
@billiglarper @BlumeEvolution

@jakob_thoboell @billiglarper @BlumeEvolution ok. Lass uns die deutsche Automobilindustrie abwickeln. Was soll schon schief gehen. Die Welt wird dann von China mit PKW geflutet. Deine Vorstellung ist nicht zu Ende gedacht, sorry.

@heinerme
Wer das Auto in den Mittelpunkt stellt, spricht Minderjährigen, Blinden, Finanziell wenig privilegierten und vielen anderen Gruppen ihren Anspruch auf selbstbestimmte Mobilität ab. Das ist nicht demokratisch und nicht inklusiv.

Von den Schäden durch Unfälle, Lärm, Feinstaub, Hitze usw. ganz zu schweigen.
Die Losung 'Auto' funktioniert in Deutschland nur, weil alle Nicht-Autofahrer sie mitfinanzieren.
Über Steuer. Über Krankenkassen. Über jeden Einkauf.
@billiglarper @BlumeEvolution

@heinerme
und: Kleinfahrzeuge bauen. L6/L7e reichen für viele Alltagsbedarfe völlig aus. Und sind erheblich effizienter.
Mein #Velomobil rollt mit unter 200 W Dauerleistung schon an die 40 km/h. Wie effizient könnte man ein Elektrokleinfahrzeug nach den gleichen Prinzipien bauen.
@billiglarper @BlumeEvolution
@jakob_thoboell @billiglarper @BlumeEvolution wenn diese Verzichtserklärungen wirklich gewollt wären, dann gäbe es sie. Ist aber nicht der Fall. Und das sage ich als jemand, der selbst jedes Jahr knapp 15000 km mit dem Fahrrad unterwegs ist. Ich denke also, ich weiß, von was ich rede.
@heinerme
Die Gesellschaft ist keine Homogene Masse. Und die finanzstarken Gruppen, die ein Interesse am 'weiterso' haben, sind überproportional laut. In der Folge ist die Annahme ein Fehlschluss, weil die Betroffenen und stärksten leidenden des Status Quo keine große Stimme haben.
@billiglarper @BlumeEvolution

@heinerme @jakob_thoboell @BlumeEvolution

Gute Frage. Wie geht man mit Mißwirtschaft um?

Die angeblichen Vorteile der Marktwirtschaft - dass Konkurrenz zu besseren Produkten führt, und schlecht geführte Unternehmen ohne Schaden fürs Gesamtsystem verschwinden - scheinen ja hier nicht zu greifen.

Der erste Schritt wäre glaub sich erhlich zu machen. Und das wäre auch ne ehrliche Bestandsaufnahme was Stand der Technik und staatliche Zuschüsse angeht.

@heinerme @jakob_thoboell @BlumeEvolution

Und sich dann auch klar zu werden was funktionieren kann, was man will und wieviel man dafür aufzuwenden bereit ist.

Der VW e-up! ist ja, auch dank Subventionen zu nem Endkundenpreis von 12k€ ziemlich gut weggegangen. Mit Wartezeiten von 15 Monaten. Da ist VW dann nicht nachgekommen. Und hat dann wegen Versäumnissen bei der Elektronik-Lieferkette eingestellt.

Jetzt gibts nix vergleichbares auf dem deutschen Markt.

@heinerme @jakob_thoboell @BlumeEvolution

Und ohne Produkt wirds da auch schwer was zu fördern, oder?

Sonst könnte man ja etwa etwa über ne staatliche Carsharing-Flotte Anreize schaffen. Oder die Dienstwagenwahl der Behörden. Oder wie bisher über tausende Euro an Subvention.

Aber wenn es keine Kleinwagen gibt, jetzt staatliches Geld blind in Luxuskarossen zu stecken, kann es doch auch nicht sein, oder?

@heinerme @jakob_thoboell @BlumeEvolution

Da haben sich imho die reicheren Mitglieder von CDU und FDP lange den eigenen Lebensstil vom Staat finanzieren lassen.

Irgendwann sollte es halt auch mal um die Interessen der Menschen im Land gehen, und nicht nur um die Bonzen.

@heinerme @jakob_thoboell @BlumeEvolution

Und die Misere ist ja leider auch viel größer.

Seit der Wende hat Deutschland den Anschluss an so ziemlich allen neuen Industrien des 21 Jahrhunderts verpaßt.

- Erst die Halbleiter-Produktion.
- Danach die darauf aufbauende Solarindustrie.
- Glasfaser.
- Dann mobile Rechner, Handys und Mobilfunk.
- Dann die damit zusammenhängende Batterie-Produktion.
- Software.

Woran kriselt jetzt die deutsche Autoindustrie? Chips, Batterien, Software.