Zeitenwende im deutschen Heizungskeller: Im ersten Halbjahr 2025 wurden erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft. Offiziell veröffentlicht sind die Zahlen noch nicht, aber nach Informationen aus Branchenkreisen waren es rund 139.000 Wärmepumpen und rund 133.000 Gasheizungen. (1/4)
Damit zeigt sich eine massive Verschiebung im Markt: In den Jahren 2023 und 2024 wurden jeweils noch mehr als doppelt so viele Gasheizungen wie Wärmepumpen verkauft. (2/4)
https://www.bdh-industrie.de/fileadmin/user_upload/Pressegrafiken/Infografik_Marktentwicklung_2014-2024_012025_CMYK.pdf
Doch im letzten halben Jahr gab es ein deutliches Plus bei den Wärmepumpen (wohl vor allem aufgrund der Sorge, dass die Förderung gekürzt wird) und ein noch viel stärkeres Minus bei den Gasheizungen (wohl aus Furcht vor steigenden Gaspreisen durch CO₂-Preis und Netzentgelte). (3/4)
Zuerst zu lesen waren diese Informationen im Berlin.Table, dem kostenlosen Politik-Newsletter von Table.Media. (4/4)

Inzwischen sind die Zahlen auch offiziell vom BDH veröffentlicht worden.

Wichtig ist dabei: Neuanschlüsse ans Fernwärmenetz (die ja einen Heizungseinbau ersetzen) sind darin nicht berücksichtigt. Auch Luft-Luft-Wärmepumpen fehlen in der Statistik.

@mkreutzfeldt wtf warum wurden noch 25.000 Gasniedertemperaturheizungen eingebaut??
@dadosch @mkreutzfeldt Gas-NT darf m.W. ganz ausnahmsweise eingebaut werden "wenns nicht anders geht", typisch bei Gasetagenheizung, wo der Kamin wegen Mehrfachbenutzung nicht in so ein Gegenstrom-Doppelrohr umgerüstet werden kann (getauscht wird ja nur die eine kaputte), oder weil der Heizi sagt "oje, von $Lieblingshersteller gäbe es Brennwert nur mit Warmwasserspeicher und nicht als Durchlauferhitzer, soviel Platz ist da am Installationsort in der Wohnung gar nicht"
@mkreutzfeldt ich finde, prinzipiell passiert das richtige (die Holz-Verirrungen mal ausgeklammert, sind glücklicherweise nicht die Riesen-Zahlen). Der BDH sollte sich mMn lieber fragen, ob seine Betriebe alle Wärmepumpe können, und ob sich das effizienter machen lässt, damit sie mehr Installationen schaffen.
@KarlE Der BDH vertritt nicht die Installateure, sondern die Hersteller.

@mkreutzfeldt

Und genau diese Markterholung zerstört #Reiche wieder, indem sie den Markt verunsichert!

@mkreutzfeldt Beste Nachricht seit Tagen.
Idee: Zeigt den HausbesitzerInnen auf Karten, wo ausgestiegen wird aus Gas. Denn sie (sollten) wissen: Je weniger Anschlüsse, desto teurer – und den Letzten beißen die Hunde.
Kann das selbst nicht visualisieren und habe nicht die Daten.
@mkreutzfeldt
Wer kauft denn heutzutage überhaupt noch eine Gas- oder Ölheizung?
@plumeros @mkreutzfeldt Ewig Gestrige - ihr Versuch, sich an die gute alte Zeit zu klammern.
@Saree @plumeros @mkreutzfeldt netter Versuch. Als Holzheizer friere ich nicht. Oder kannst du bei "Stromausfall" Strom im Wald hacken gehen?
@Jegrudisson Es ging um Öl- und Gasheizungen. Beide laufen bei Stromausfall nicht.
@Jegrudisson @Saree @mkreutzfeldt
Läuft deine Holzheizung bei Stromausfall?
Also meine nicht. Nur der Schwedenofen gibt dann noch warm.
@Saree @plumeros @mkreutzfeldt Im Bekanntenkreis einige ältere Mitbürger, für die sich bei "nur" 35% Förderung angesichts knapper finanzieller Mittel die Frage nicht stellt, ob es nun eine Gasheizung oder eine Wärmepumpe wird. "Gute alte Zeit" ist natürlich Unsinn. In meinem Fall: Wärmepumpe = 35000 Euro, neue Gas-Brennwerttherme lt. Installateur 9000 Euro. Logisch, dass die Gasheizung auf längere Sicht wg. co2 usw. teurer ist. Im Alter spielt diese lange Sicht aber keine Rolle.
@horn @Saree @mkreutzfeldt
Diese Sicht ist zwar nicht sehr langfristig, aber sogar irgendwie nachvollziehbar.
Ich habe schon ähnliche Argumente gehört, warum eine Elektroheizung aus den Siebzigern nicht durch eine Wärmepumpe ersetzt wird.
@plumeros @mkreutzfeldt Dieselben, die Dieselfahrzeuge kaufen. Weil sie Angst vor Neuem haben.
@bnthepm @plumeros @mkreutzfeldt Würde mir tatsächlich auch ein Fahrzeug mit Verbrenner neu kaufen. Finde, dass E-Autos zwar vernünftig sind, allerdings fahre ich sowenig Auto, dass sich der Betrieb einer Ladeinfra zuhause nicht lohnt.
@horn @plumeros @mkreutzfeldt Wer wenig fährt, kann langsam an der Steckdose laden. Oder, zumindest in Dortmund, an einigen Straßenlaternen. Oder beim Einkaufen am Supermarkt. Wir sind drei Jahre gut mit unserer Steckdose klargekommen. Wenigfahrer brauchen keine eigene Wallbox. Oder, sofern vorhanden: Carsharing.
@bnthepm @plumeros @mkreutzfeldt Unser Verbrenner steht gelegentlich auch mal 4 Tage und mehr sinnlos im Carport. Auf dem Land geht's aber oft nicht ohne Auto. Der Bahnhof ist zwar quasi vor der Tür, aufgrund häufiger Ausfälle und Überfüllungen nehme ich natürlich das Auto. Aber: Ein kleines Auto tut es auch.
@horn @plumeros @mkreutzfeldt Gut nachvollziehbar. Je nach Lage kannst Du den Wagen mit einem billigen Balkonkraftwerk auf dem Carport laden, wenn Du so viel Standzeit hast. Amortisiert sich schnell und ab dann hast Du kostenlosen „Sprit“.
@bnthepm @plumeros @mkreutzfeldt Ein zweites #Balkonkraftwerk mit 2 Modulen auf dem Carport nur als Unterstützung fürs E-Auto klingt spannend. Wenn es soweit ist, wird es bestimmt interessant, ob sowas legal umsetzbar wäre (quasi als eine Art "Ladeinsel". Ansonsten haben wir mit unserem "Haupt-Balkonkraftwerk im ersten Jahr 630 kWh eingespiesen: Potenzial ist also da.

@horn
Ja, das ist legal. Da gibt es viel aus dem Camping-Bereich.
@bnthepm @plumeros @mkreutzfeldt

#Balkonkraftwerk

@lostgen @bnthepm @plumeros @mkreutzfeldt
Danke für Deine Antwort.

Ich tendiere nun dahin, ein mögliches E-Auto als Speicher zu verwenden. Im Zweifelsfall würde ich eher mein vorhandenes #Balkonkraftwerk (illegal) entdrosseln und so ständig bis zu max. 1200 Watt erzeugen. Schon mit nur 3 PV-Modulen (1x SO, 2x SW) habe ich im ersten Jahr = über 600 kWh "verschenkt". Ein Insel- Balkonkraftwerk dürfte sich nur schwer amortisieren.

@horn @lostgen @plumeros @mkreutzfeldt Das Auto als Speicher geht laut meiner Recherche derzeit nur als Senke, weil echtes bidirektionales Laden V2H bei sehr wenigen Automodellen geht. Den Plan hatte ich nämlich auch. Es könnte alles so schön und einfach sein…
@bnthepm @lostgen @plumeros @mkreutzfeldt Jupp. Aber immerhin wüsste ich, dass der verschenkte Balkonstrom im eigenen E-Auto besser aufgehoben ist.
@horn @lostgen @plumeros Stimmt, und dann ist er auch nicht mehr verschenkt. ☺️
@bnthepm @plumeros @mkreutzfeldt
Echt? Wenn Du in Deiner 15 Minuten-Stadt keinen Strom mehr hast, und dein E-Auto nicht mehr laden kannst, weil sie alle an den Ladesäulen stehen und dann noch Glück haben müßen, daß sie überhaupt noch aufladen können, setze ich mich in meinen Diesel mit ner Reichweite von 1200 km, und zur Not kann ich ich die Ölheizungshäuser und das Heizöl zumindst für die nächsten 1000 kilometer zu weiterkommen nutzen.
@plumeros @mkreutzfeldt unsere vermieter.
@bws @plumeros @mkreutzfeldt Wohnungseigentumsgemeinschaften, die hauptsächlich aus Vermietern bestehen. Sinngemäß auf der Eigentümerversammlung: „Natürlich bauen wir eine neue Gasheizung ein. Die Anschaffung ist billig, Betriebskosten lassen sich auf die Mieter umlegen.“
@PatrikSchoenfeldt @plumeros @mkreutzfeldt yep, dies. Hat ja auch super funktioniert unter schwarz rot. Erst mit der ampel konnte man dann einen teil der co2 kosten auf die vermieter umlegen. Das wird genauso weitergehen.
@bws @plumeros @mkreutzfeldt Ich finde, bei üblichem Gebrauch sollten sich Heizkosten gar nicht umlegen lassen. Bei Zentralheizung können Mietende nicht mal den Energieanbieter wählen.

@PatrikSchoenfeldt @plumeros @mkreutzfeldt naja jein. Ich hab mal innem studiwohnheim mit pauschalmiete gewohnt. Sobald die leute den verbrauch nicht zahlen steht das fenster sperrangelweit offen und die heizung auf fünf. Isso, es reichen ein paar wenige und dann isses scheisse 🫤

Bei ner zentralheizung weiss ich jetzt auch nicht ob gasanbieter a anstatt b so die eraparniss bringen würde. Da sind noch soviele andere nebenkosten. Z.b. dieser verfplichtende kabelanschluss den man zahlen musste, DAS hatbwas gebracht als der weggefallen ist. Zack, 120€ im jahr für uns weniger die wir einfach so an vodafone abdrücken mussten.

@bws @plumeros @mkreutzfeldt Hängt von der Definition von „üblichem Gebrauch“ ab. Ich hätte z.B. den rechnerischen Norm-Verbrauch (z.B. aus dem Energieausweis) zugrundegelegt. Offene Fenster zählen da nicht zu.

@PatrikSchoenfeldt @plumeros @mkreutzfeldt stell ich mir auch schwierig vor... Ich mein worauf basiert die zahl?

"Gut zu wissen: Beim Vergleich von Energieausweisen solltest du immer beachten, welche Art vorliegt – Bedarf oder Verbrauch. Das beeinflusst sowohl den Wert als auch die Aussagekraft. Denn: Der Energiekennwert eines Bedarfsausweises liegt deutlich über dem des Verbrauchsausweises. Meistens gibt es Differenzen von rund 25 Prozent. Dadurch ist in den meisten Fällen mit niedrigeren Verbrauchskosten zu rechnen. Eine vereinfachte Berechnung zum Energieverbrauch wie beim Verbrauchsausweis gibt es nicht."

https://www.immobilienscout24.de/wissen/vermieten/energieausweis-werte.html
Bei verbauch beisst sich die katze ja in den schwanz. Und wenn(!) das mit dem bedarf so ist dann sind das wider 25% "gewinn" fürn vermieter. Da ist doch die variante dass man den co2 preis umlegt greifbarer. Klar muss man dann noch den fall abdecken dass einvermieter ne zentrale wärmepumpe in ein komplett löchriges haus einbaut und die dann ineffizienz und mit vorläufen jenseits von gut und böse betrieben wird. Seh aber auch nicht wie man mit pauschalen dagegen ankommt, die ja eh wieder nur auf die miete umgelegt werden.

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@bws @plumeros @mkreutzfeldt Eigentlich war es andersrum gemeint: Unterhalb des rechnerischen Energiebedarfs sollten Heizkosten nicht umgelegt werden. Das heißt, es bleibt bei normalem Verbrauch etwas Luft nach oben.
@PatrikSchoenfeldt @bws @plumeros @mkreutzfeldt
Oh ja!
Genau so! Und wehe es schert einer aus!
@plumeros @mkreutzfeldt Menschen die keine Ahnung des Konzeptes "Wirkungsgrad" haben und meinen die Dinger seien"noch nicht ausgereift" (z.B. unsere Nachbarn).
@plumeros @mkreutzfeldt Leute die vom lokalen Installateur gedrängt werden die vermeintlich letzten Einheiten einer 'ideologiefreien' Technologie zu bekommen, bevor die "bösen Grünen" das einem verbieten...
So wie in meiner Verwandtschaft. Seufz
@ralfSuess @mkreutzfeldt
Das Verhalten solcher Installateure grenzt an Betrug.
Aber wer darauf reinfällt, ist ein Stück weit auch selber schuld.
Als wir vor 20 Jahren unsere damalige Ölheizung ersetzten, haben wir uns ziemlich lange mit dem Thema auseinandergesetzt und deshalb natürlich keine Fossilheizung mehr eingebaut.
@mkreutzfeldt FEin, wer sein Soziales Punktekonto zu sehr strapaziert darf also nicht nur nicht mehr zur Arbeit mit seinem E-Boliden, er darf dann auch noch im Home-Office frieren? Feine neue Welt!
@Malte Kreutzfeldt was für ein schwachsinn. wer gibt denn heutzutage noch geld für eine gasheizung aus??

@mkreutzfeldt Oha, das sind gute Nachrichten.

Vielleicht kommt #gaskathi zu spät (aus Sicht der Fossillobby)