Malte Kreutzfeldt

@mkreutzfeldt
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Beobachtet den Berliner Politikbetrieb - lange für die taz, jetzt für Table.Media. Mag Fakten und Zahlen.

Kleine Erinnerung an einen Faktencheck von Table.media @mkreutzfeldt
zum Thema Bioöl aus 2025
„Fazit: Die Forderung, beim Heizen verstärkt auf „grünes Öl“ zu setzen, ist wenig realistisch. Weil klimafreundlichere Kraftstoffe auf absehbare Zeit nur in sehr begrenztem Umfang zur Verfügung stehen und zudem dringender im Verkehrssektor gebraucht werden, dürften die Preise dafür so hoch sein, dass reine Ölheizungen damit im Vergleich zu anderen klimafreundlichen Heizungen kaum attraktiv sind.

Zudem würde es dem #Klima insgesamt kaum nutzen, weil die Mengen an klimafreundlicheren Kraftstoffen, die zum Heizen genutzt werden, in anderen Sektoren wie dem Flugverkehr fehlen würden. Das würde nicht nur das Erreichen der Klimaziele gefährden, sondern wegen des möglichen Verfehlens der EU-Ziele auch ein hohes Risiko für den Staatshaushalt bedeuten.“

https://table.media/climate/analyse/faktencheck-zur-wahl-heizen-mit-gruenem-oel-statt-waermepumpe?utm_source=share&utm_medium=social&utm_campaign=article_share

Faktencheck zur Wahl: Heizen mit „grünem Öl“ statt Wärmepumpe

Zur Bundestagswahl stellen alle Parteien Vorschläge für eine veränderte Klima- und Energiepolitik vor – manche wollen das Tempo beim Klimaschutz erhöhen, andere die Anstrengungen abschwächen. Table.Briefings klopft diese Ideen darauf ab, wie realistisch, zielführend und durchsetzbar sie sind. Heute: Die Unionsforderung nach Heizen mit „grünem Öl“.

Table.Briefings
Netzpaket: Neues Gutachten hält Entwurf für europarechtswidrig

Ein neues Gutachten hält den BMWE-Entwurf für das sogenannte Netzpaket für europarechtswidrig. Er verstoße gegen EU-Richtlinien und beruhe nicht auf objektiven Schwellenwerten.

Table.Briefings

Dieses juristische Gutachten, das das Netzpaket des BMWE in der vorliegenden Form für europarechtswidrig hält, klingt für mich recht überzeugend:

https://www.wind-energie.de/fileadmin/redaktion/dokumente/pressemitteilungen/2026/Rechtsgutachten_Bundesverband_WindEnergie_e.V._17Feb2026.pdf

Und das liegt weitaus niedriger als das Jahresbruttoeinkommen, weil u.a. ein großer Teil der Sozialversicherungsbeiträge abgezogen wird.
Um auf ein zu versteuerndes Einkommen von 68.000 Euro (und damit einen Grenzsteuersatz in Höhe des Spitzensteuersatzes von 42 %) zu kommen, muss das Jahreseinkommen knapp 85.000 € betragen. (7/7)
P.S. Neben dieser irreführenden weil verkürzten Aussage findet sich im Podcast übrigens auch noch ein echter Fehler: Merz sagt dort: "Der Spitzensteuersatz wird heute schon bei 68.000 Euro Jahreseinkommen gezahlt." Tatsächlich bezieht sich dieser Wert aber auf das zu versteuernde Einkommen. (6/7)
Wer die realen Steuersätze für unterschidliche Einkommen und Konstellationen selbst ermitteln will, kann das zum Beispiel hier tun: (5/5)
https://www.test.de/Brutto-Netto-Rechner-So-viel-Netto-bleibt-uebrig-5557780-0/
Brutto-Netto-Rechner: So viel bleibt 2026 vom Gehalt übrig

Wie viel bleibt 2026 nach Steuern und Abgaben vom Gehalt übrig? Das verrät der Brutto-Netto-Rechner von Stiftung Warentest.

Sofern es wirklich darum geht, kleinere und mittlere Einkommen zu entlasten, ist es darum zwingend erforderlich, gleichzeitig den Spitzensteuersatz etwas anzuheben - denn sonst profitieren hohe Einkommen von der Verschiebung am stärksten. (4/5)
Aus diesem Grund ist das Argument, dass man diese Einkommen nicht durch einen noch höheren Spitzensteuersatz belasten darf, irrführend. Denn wenn der Betrag, ab dem der Spitzensteuersatz greift, nach oben verschoben wird, sinkt damit auch der durchschnittliche Steuersatz von Spitzenverdienern. (3/5)
Tatsächlich liegt der reale Steuersatz im ungünstigsten Fall (kinderloser Single, GKV, höchste Kirchensteuer) bei einem Jahresbruttoeinkommen von 100.000 Euro gerade mal bei 24 Prozent. Bei 200.000 Euro sind es rund 35 Prozent und selbst bei einer Million noch unter 45 Prozent. (2/5)
Merz erweckt hier mal wieder den falschen Eindruck, dass in Deutschland Steuern von fast 50 % aufs Einkommen bezahlt werden. Aber das ist ja nur der Grenzsteuersatz, der auf den letzten Euro bezahlt wird. Der durchschnittliche Steuersatz liegt auch bei hohen Einkommen weitaus niedriger. (1/5)