Unter dem Eindruck der
#Hochstufung durch den
#Verfassungsschutz und einem vorstellbarer werdenden
#Verbotsverfahren nehmen die Richtungskonflikte in der AfD an Heftigkeit zu.
Dies sind die möglichen Szenarien:
1. Melonisierung
2. Radikalisierung
3. weiter, wie bisher
🧵
1. Unter Melonisierung wäre eine De-Radikalisierung im Außenauftritt (!) der AfD zu verstehen. Man sorgt dafür, dass alle Positionen, die Zweifel an der Verfassungstreue der Partei wecken könnten, nicht mehr öffentlich geäußert werden.
Jener Teil der völkischen Kräfte, der sich daran nicht hält,
wird kaltgestellt oder sogar aus der AfD entfernt. Wer dieses Spiel mitmacht oder wer lieber die Partei verlässt, ist unklar.
Da eine Neugründung außerhalb der AfD erfahrungsgemäß in die Bedeutungslosigkeit führt, gehe ich nicht von einer nennenswerten Austrittsbewegung aus.
Gegenüber der Union würde man sich koalitionsfähig präsentieren.
In der Tat, die radikalen Standpunkte der AfD weggedacht, wäre der Unterschied schon nicht mehr allzu groß (bitte immer mitdenken: Die Rede ist vom Außenauftritt, nicht davon, was die AfD wirklich beabsichtigt).
Die CDU würde früher oder später zugreifen und zunächst auf Länderebene Koalitionen ausprobieren.
Gewinner wäre die CDU, die ein Druckmittel in Richtung SPD und Grüne hätte: Wir können auch anders!
Die AfD könnte so zu einem Spielball in der Hand gewiefter (und skrupelloser) Unionsstrategen werden.
Ob die AfD-Basis oder ihre Wähler das auf Dauer mittragen würden, muss derzeit genauso offen bleiben wie die Frage, wieweit die AfD in solch einer Konstellation Deutschland in Richtung eines neuen Faschismus bringen könnte.