Bisher dürfen Versicherte eine oder einen Psychotherapeuten selbstständig aufsuchen. Eine Überweisung oder ein vorheriger Facharztbesuch sind nicht erforderlich.

Dies soll sich im Rahmen des im Koalitionsvertrags vorgesehenen Primärarztsystems ändern und ist sehr bedenklich: die Hürde, eine Psychotherapeut*in aufzusuchen, ist damit deutlich erhöht.

Auch aus eigener Erfahrung möchte ich darum werben, diese Petition mitzuzeichnen.

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2025/_04/_16/Petition_180389.html

#plsrt #pleaseretoot

Petitionen: Petition 180389

@vera Muss man nicht auch jetzt schon monatelang auf einen Termin bei der psychologischen Facharztpraxis warten?

@Zugschlus Das würde ja durch Gatekeeping durch Primärärzte nicht besser werden...

@vera

@Zugschlus @vera das ist individuell sehr unterschiedlich, hört man. Aber daran verbessert die geplante Regelung nichts.
@Zugschlus @vera Ganz genau, und mit dem Primärarztsystem sollte sich dass dann auch bessern weil einfach weniger Leute von sich aus Psychotherapeuten aufsuchen und dann entsprechend mehr Platz ist für die dringenden Fälle.
@juliank @Zugschlus @vera Wer bitte will entscheiden, was ein dringender Fall ist und was nicht. Das können Hausärztinnen und Hausärzte oft nicht von außen erkennen. Außerdem sind die Hausarztpraxen doch auch mittlerweile total überlastet. Wenn ich einen Notfall habe (nicht nur psychisch), dann habe ich keine Zeit, vorher noch zur Hausarztpraxis zu gehen und um eine Überweisung zu bitten, dann geht es oft um wenige Stunden und nicht um Tage (z.B. Sepsis oder Selbstmordgefahr). Ich habe mitgezeichnet!
@Zugschlus @vera Gestern mit der 116117 gesprochen, heute Erstgespräch bei der Psychologin gehabt.

@Dj4n90 @Zugschlus @vera

Da hast du Glück gehabt.

Ich hatte neulich einen Code. Online ging nichts. Telefon ewige Warteschleife, keine Chance.

@project1enigma @Zugschlus @vera Na ja, ja die Warteschlange dauerte etwa 1/4 Stunde, aber hat sich ausgezahlt.

@Dj4n90 @Zugschlus @vera

Nur ¼h. Ich musste nach deutlich länger auflegen wegen Meeting. Und später nochmal wegen Paketdienst. Und die Wartemusik ist Overload für mein autistisches Hirn, auch insofern also weit von barrierefrei weg.

@Zugschlus @vera Wartezeiten durch den zusätzlichen Umweg halte ich im Verhältnis noch für das geringste Problem.

Es ist eher die zusätzliche psychische Hürde. Gute somatische Fachleute sind nicht automatisch geeignete Ansprechpartner:innen in psychischen Fragen. Hast Du nen Hausarzt mit wenig Einfühlungsvermögen, ist die Hemmschwelle Dich anzuvertrauen immens- gerade dann, wenn es Dir schlecht geht. Im Zweifel stehst Du am Ende genau aus dem Grund ohne Therapie da.
Das darf nicht passieren.

@vera mal abgesehen davon das die sowieso schon total überlasteten Hausärzte jetzt noch unnötig mehr Arbeit kriegen werden. Aber gut, von der Politik erwarte ich inzwischen auch echts nichts mehr. 🤷‍♀️
@vera bei mir geht der Link nicht… 🤔
Update: jetzt geht es für mich 👍
@MarkDW @vera bei mir gehts - grade getestet

@MarkDW works for me, gerade erfolgreich mitgezeichnet

@vera

@vera

Ich finde es schade, dass da nur eine minimale Ausnahme verlangt wird statt das ganze abzublasen. Auch als chronisch kranke hat man nicht die Zeit und Energie ständig Überweisungen zu holen. Und auch da schadet Gatekeeping oft (vernachlässigte chronische Krankheiten).

@vera

Es wäre auch zum Beispiel für EDS eine zusätzliche unnötige Hürde gewesen, wenn ich nicht direkt zur Humangenetik gehen hätte können.

Da wo man unsicher ist, kann man ja dennoch von sich aus zu HÄ*in gehen.

@vera

Dazu kommt, dass viele HA-Praxen Aufnahmestopp haben. Dürfen die davon Betroffenen dann nicht mehr zu Fachpraxen?

@vera

Ich finde es daher schwierig, das mitzuzeichnen, wenn ich damit implizit durch die Forderung nach einer eng definierten Ausnahme den Rest legitimiere.

@vera Ich bin nicht überzeugt. Nach den 2 bis 4 probatorischen Sitzungen und vor Beginn einer Psychotherapie muss man ohnehin zum Arzt, um körperliche Ursachen auszuschließen. Wenn die ärztliche Untersuchung zukünftig am Anfang steht - so verstehe ich das - dann kann das durchaus auch positiv sein. Wenn es körperliche Ursachen hat, dann würden diese früher entdeckt.
@kprobiesch @vera
Die probatorischen Sitzungen dienen aber auch zur Abklärung, ob eine Therapie überhaupt sinnvoll ist, oder ob man woanders besser Hilfe kriegt. Ist schon sinnvoll, das vir dem HA zu machen.
@Carsten_hb Das ist auch der Zweck der ärztlichen Untersuchung. In der Petition jedenfalls wird es so dargestellt als sei aktuell gar kein Besuch beim Arzt nötig. Das ist aber dann nicht so, wenn wir über Therapie sprechen. Mir ist das zu "dünn". @vera

@vera Ich möchte aus Gründen klugscheißen. Es gibt keine psychologischen Facharztpraxen. Wenn Facharztpraxen, dann psychiatrisch oder psychosomatisch. Psychologische Psychotherapeuten sind keine Ärzte.

Ändert natürlich nichts daran, dass Überweisungen es unnötig erschweren, Psychotherapie in Anspruch zu nehmen.

@vera Oh mein Gott, als wären die Hürden nicht hoch genug...

Und klar @project1enigma - wäre gut wenn Überweisungen generell überflüssig wären. Was für ein Quatsch alles. Es nervt so eine Regierung zu haben, gegen die man hauptsächlich ankämpfen muss. Die statt Fortschritt alles zurückdreht und weiter erschwert.

Sie haben es sich wohl zum Job erkoren unser Leben anstrengender zu machen... Super investiertes Steuergeld.

@vera kein change.org und damit potentiell erfolgsversprechend und gleichzeitig praktisch ohne Aussicht auf Erfolg. Warum auch immer das so ist.

Aber: ✅

@vera Ich habe ein Problem damit, daß das Priimärärztysystem grundsätzlich gutgeheißen wird und nur Ausnahmen gefordert werden. Eine Petition, die sich grundsätzlich gegen dieses System wenden würde, würde ich mitzeichnen.
@vera Gerne doch, mitgezeichnet da wichtig und vor allem weil diese an der richtigen Stelle platziert ist und nicht auf eine der vielen Möchtegern0815Petitionsplattformen! 👍
@vera
Es wird sich nichts daran ändern, dass es viel zu wenige Psychotherapeutin en gibt.

@Radlerin das gibt es eigentlich genug.

Das Problem ist, dass es zu wenig Kassenplätze gibt.

@vera

@eliasp @Radlerin @vera

Quark. Es gibt de facto viel zu wenig Psychotherapeuten. Auch Privatpatienten warten hier mehrere Wochen, eher Monate auf einen Platz. Die Psychotherapeuten haben schlicht die Hütte voller Patienten und keine freien Plätze.

@crazy2bike oh, ok. Dann war ich da bislang wohl falsch informiert. Danke!

@vera @Radlerin

@eliasp @vera @Radlerin

Für normale Ärzte haben Privatpatienten oft einen (viel) schnelleren Termin, weil das für die Ärzte lukrativer ist (mindestens das 2,3-fache, nichts, was von der Kasse nicht bezahlt werden kann → Vertrag direkt und nur mit dem Patienten). Insofern zweifach leider.

Bei Psychotherapie ist das aber definitiv anders, weil ein Platz eben immer nur vergeben werden kann, wenn ein Patient die Therapie beendet. Sonst sind eben keine 50+ min für einen schnellen Therapieplatz wöchentlich frei. Und wenn einer frei wird, ist der sofort vom nächsten Anfragenden wieder belegt. Wer also zu spät kommt, der wartet, egal ob gesetzlich oder privat versichert.
@eliasp @crazy2bike @vera @Radlerin
Gar nicht so falsch. Es hängt wohl von Region ab.

@eliasp @Radlerin @vera

Nein. Ich stehe gerade schon recht lange bei einer approbierten Therapeutin auf der Warteliste auch ohne Kassensitz.

@project1enigma @eliasp @vera
Und wenn man gleich einen Platz angeboten bekommt, ist irgendwas faul. Ich bin einmal an jemanden geraten, der alles bedrohlich fand, was vom Islam ausgeht. Da war er regelrecht besessen.

@Radlerin @eliasp @vera

Fun 🙃

(Beschwerde ging raus?)

@project1enigma @eliasp @vera Nein, ich denke, das wäre vergeblich gewesen.
@vera das ist nicht das größte Problem der Psychotherapie/Psychiatrie: nicht erreichbar, wenn doch, dann in 30 nutzlosen Minuten und evtl. 1 Rezept erledigt. Kann man sich sparen, in Zeiten des aufziehenden Faschismus sowieso, oder, wenn Du Beamter werden willst.
@vera Dann platzen die Hausarztpraxen noch mehr aus den Nähten, als jetzt schon. Man könnte auch sagen, dass es das Persönlichkeitsrecht eines Patienten verletzt, wenn er einen Fremden (Arzt) vorher über intime Dinge informieren muß, um eine Psychotherapie zu bekommen. Ich sage vorher, dass es eher Kosten erhöht und Kapazitäten verringert. Um ökonomisch arbeiten zu können, werden die Wartelisten für Therapieplätze noch länger … 😵‍💫
@vera sofort gemacht. Danke für das drauf aufmerksam machen!
@vera also, ohne die Intervention meines Hausarztes, der mich seit fast 20 Jahren kennt, hätte ich wahrscheinlich nicht so schnell einen Therapeuten gefunden. Er selber hatte mit fünf telefoniert und ich hatte bei jedem eine Probestunde und konnte mich dann selber entscheiden. Wenn ein gutes (Vertrauens) Verhältnis zum Hausarzt besteht sehe ich überhaupt kein Problem darin. Das Problem ist er die Menge und Verteilung von Therapieplätzen.
@vera Endlich mal eine Petition die an der richtigen Stelle stattfindet, und nicht auf irgendeiner privaten Plattform voller Tracker und ähnlichem Blödsinn. Also Fediverse, mitzeichnen. Gerade hier scheint es mir, wie wenn wir genügend sensible Menschen für das Thema haben. Ich habe zwar das Glück, dass ich eine Hausärztin habe, an die ich mich wegen allem erstmal wende, aber es hat lange gedauert, bis ich so eine Ärztin fand. Deshalb verstehe ich jeden, der das eventuell nicht möchte.
@vera 1000 € Beitrag und dafür nicht mal mehr freie Arztwahl? Gilt das auch für Privatversicherte, die ja oft deutlich geringere Beiträge haben?

@vera „Ausnahmen gelten bei der Augenheilkunde und der Gynäkologie.“

Das steht wirklich so im Koalitionsvertrag.
https://www.koalitionsvertrag2025.de/sites/www.koalitionsvertrag2025.de/files/koav_2025.pdf

Ich schlage vor, wir testen das alle mal: Ruft doch mal Euren Hausarzt an, sagt, ihr braucht einen Termin, weil ihr eine Überweisung zum Zahnarzt braucht. Ne, sonst braucht ihr nix. Nur die Überweisung zum Zahnarzt.
(Termin ist nötig, weil er keine Überweisung ohne direkten Kontakt zum Patienten rausschreiben darf, rausschreiben muss er sie aber.)

@vera
Ja, was wir jetzt noch brauchen, ist natürlich die Hürde in Psychotherapie noch etwas zu erhöhen.
@vera warum muss man schlechte Ideen nochmal auflegen? Das war doch schonmal eine dumme Idee. Genauso wie die Bezahlkarte.
@vera Man bekommt ja eh erst einen Termin wenn man an der Laterne hängt 😞
@vera
Ich möchte noch eine weitere Gefahr ergänzen:
Die Existenz von Psychischen Erkrankungen würde bei vorgelagerter Hausarztpflicht automatisch in der #ePA landen- auch wenn Patient:innen dies eigentlich durch das Sperren von Therapiepraxen ausgeschlossen haben, dies also gar nicht möchten.
@vera ob ich wissen moechte, wieso so viele antworten 'erklaeren wollen', wer berechtigt ist medikamente zu verschreiben? 🤔
@vera ich hab unterschrieben und das auch in einer anderen Gruppe geteilt.
Der Hausarzt meines Sohnes (36) hatte damals erstmal vorgerechnet, was das alles kosten würde. Ob er wirklich einen Psychologen bräuchte... ja, brauchte er!
Und übrigens: auch Gynäkologen verschreiben Medis, die der Hausarzt dann nicht kennt.
Für meinen Kardi muss ich auch immer vorher zum Hausarzt, obwohl ich seit 20 Jahren da hin muss.