Ein gewonnenes #Direktmandat ist anders als früher keine Garantie mehr dafür, in den #Bundestag zu kommen.
Mit der #Erststimme kann man aber die personelle Zusammensetzung innerhalb einer Fraktion beeinflussen.

Dadurch kann man ganz neu taktisch wählen. Sagen wir, ich hätte eine Anti-AfD-CDU-Kandidatin im Wahlkreis, die niemals mit der AfD abstimmen würde. Die könnte ich wählen, damit sie einen CDU-Platz im BT bekommt, und nicht der CDU-Rechtsaußen, der die AfD nicht mehr erwarten kann.
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Früher hätte ich niemals so wählen können, weil jedes #Direktmandat auch ein zusätzliches (Überhang-)Mandat für die CDU gewesen wäre, was ich als Wähler einer anderen Partei natürlich nicht machen würde.

Aber jetzt ginge das. Schon cool, das neue #Wahlrecht.

Oder habe ich das alles falsch verstanden?

#PolitischeBildung - bitte helfen Sie!

@bpb
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Wie es der #Deutschlandfunk formuliert:
"Bisher war es so, dass Kandidierende, die über die Erststimme ein Direktmandat gewonnen hatten, ihren Sitz im Bundestag absolut sicher hatten. Dies ist jetzt nicht mehr so. Der Wegfall der Überhangmandate führt also dazu, dass künftig nicht mehr alle Siegerinnen und Sieger der 299 Direktwahlkreise automatisch in das Parlament einziehen."

https://www.deutschlandfunk.de/wahlrechtsreform-bundestagswahl-auswirkungen-100.html

Bundestagswahl 2025: Die Bedeutung von Erststimme und Zweitstimme

Die Zweitstimme wird noch wichtiger. Bei der Bundestagswahl am 23. Februar gilt erstmals das reformierte Wahlrecht. Die Zahl der Bundestagsabgeordneten sinkt.

Deutschlandfunk
@footils Welches "erfolgreichste" Ergebnis zählt? Das des Bundeslandes/Landesliste? Oder bundesweit?

@berlin_radler
So wie ich es verstehe, gilt das auf Landesebene. Aus dem Dlf-Artikel:

Gewinnt eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate über die Erststimme in den Wahlkreisen, dann ziehen einfach nicht mehr alle in den Bundestag ein. Das sind die Kandidatinnen und Kandidaten „mit den geringsten Stimmenanteilen landesweit“, wie der Politologe und Wahlrechtsexperte Frank Decker von der Universität Bonn erklärt.

@berlin_radler

Nerd-Details:
https://www.bundestag.de/parlament/wahlen/wahlrecht-inhalt-975000

Zunächst wird in der sogenannten Oberverteilung bestimmt, wie viele Sitze einer Partei bundesweit nach ihrem Zweitstimmenanteil zustehen (Parteienproporz).

[Dann] werden die Sitze der jeweiligen Partei auf die Landeslisten dieser Partei verteilt (föderaler Proporz innerhalb einer Partei). Dies richtet sich nach dem Verhältnis der Zahl der Zweitstimmen, die auf die unterschiedlichen Landeslisten einer Partei entfallen.

/a

Deutscher Bundestag - Das geltende Wahlrecht nach der Reform 2023

Ablauf der Mandatsverteilung nach der Wahlrechtsreform 2023 Im Juni 2023 ist ein neues Wahlrecht in Kraft getreten (20/5370, 20/6015, Bundesgesetzblatt 2023 I Nr. 147). Wie das bisherige...

Deutscher Bundestag

@berlin_radler

Ein Wahlkreisbewerber, der seinen Wahlkreis nach Erststimmen „gewinnt“, erlangt also nur dann einen Sitz, wenn auch eine ausreichende Deckung mit Zweitstimmen für die Landesliste seiner Partei vorliegt. Ist dies nicht der Fall, zieht der Wahlkreisgewinner nach Erststimmen nicht in den Bundestag ein.
[...]
Dieses sogenannte Verfahren der Zweitstimmendeckung ist eine der wesentlichsten Änderungen des neuen Wahlrechts.

/b

@berlin_radler

Eine relative Mehrheit der Erststimmen in einem Wahlkreis garantiert also für sich genommen noch keinen Sitz im Bundestag. Der Wahlkreis würde in diesem Fall der fehlenden Zweitstimmendeckung vakant bleiben. Dieses sogenannte Verfahren der Zweitstimmendeckung ist eine der wesentlichsten Änderungen des neuen Wahlrechts.

/c

@footils i love the word PROPORZ🤪👍